Blog-Content-Bam-Beispiele
Damit ein Blog gern gelesen wird braucht es vor allem zwei Dinge: Relevanz und Interessanz. Okay, es braucht vielleicht noch ein paar Dinge mehr, aber für die Inhalte sind diese beiden entscheidend. Doch was macht Artikel überhaupt relevant und interessant? Zunächst einmal gehen Sie auf die (Informations-)Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe ein; sie bieten konkrete Lösungen und erkennbaren Mehrwert und Ihre Artikel sind ebenso gut strukturiert wie leicht konsumierbar. Und natürlich sollten Sie die Leser mit Ihrem Content möglichst inspirieren und zum Teilen oder Kommentieren anregen...

Stilformen, die Leser lieben

Volodymyr Krasyuk/ShutterstockLeichter gesagt als getan, werden Sie denken. Stimmt. Interessanten Nutzwert zu schreiben, ist kein Kindergeburtstag. Ich weiß, wovon ich spreche - ich mache das seit 25 Jahren. Und ich habe immer noch nicht ausgelernt.

Allerdings ist das auch keine Raketenwissenschaft. Vieles davon ist Handwerk, und das lässt sich lernen. Insbesondere bei den Stilformen lässt sich viel variieren und allein so schon mehr Abwechslung und Spannung ins Blog bringen. Und über die ein oder andere Stilform findet manche sogar wieder einen neuen Dreh und damit auch einen anregende Contentidee.

Genau dafür sind die folgenden Tipps gedacht: als Anschauungsmaterial, Anregung und Anstoß...

16 Contentideen, die Ihr Blog interessanter machen

  1. Listen
  2. Es gibt Gästelisten, Spendenlisten, Frageliste, Mitgliederlisten, Wahl- und Wählerlisten, Gehaltslisten, Fahndungslisten, Wartelisten, Inventurlisten, Verbotslisten, Ranglisten oder Wunschlisten. Nur chinesische Listen sind etwas anderes. Und doch haben alle etwas gemein: Wir alle lieben Listen. Schon immer haben Rankings, Tabellen und Hitparaden die Menschen fasziniert und interessiert, selbst die von zweifelhaftem Wert. Sie sind ein enormer Lesermagnet. Nutzen Sie das - in unterschiedlichsten Formen:

    als klassische Liste, als Jahresrückblick-Liste, als Mini-Liste.

    10 Listengebote_t

  3. Countdown
  4. Auch das ist nichts anderes als eine Liste - nur umgedreht. Durch den Countdown entsteht aber mitunter mehr Dramatik als in einer bloßen Aufzählung. Auch, weil die klassische Liste natürlich schon recht weit verbreitet ist.

    Contentideen-Countdown

  5. Fail-Listen
  6. Statt immer nur positive Tipps (So geht's) zu formulieren, können Sie die Geschichte auch mal gegen den Strich bürsten und erzählen, was eben garantiert nicht funktioniert und warum. Allerdings bleibt der Leser nach der Lektüre nur halb informiert. Er weiß zwar jetzt, was nicht geht, kennt aber noch immer nicht die Lösung. Beide Formen lassen sich aber durchaus kombinieren.

    Ein Beispiel hierfür finden Sie unter anderem HIER: im Kasten.

    Fail-Listen

  7. Thesen
  8. Müssen provokant sein. Wenn Sie nur als These formulieren, was ohnehin schon jeder richtig findet, sind Sie nur Mainstream. Thesen aber sollen polarisieren und zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Man muss also durchaus mit Gegenwind in den Kommentaren rechnen. Aber der Mut lohnt sich: In der Diskussion und Interaktion kann viel Mehrwert für alle entstehen...
    Hier ein Beispiel für ein Thesen-Beitrag:

    Contentideen-Thesen

  9. Interviews
  10. Klar, wenn Sie keine eigenen Thesen veröffentlichen wollen, können Sie das auch andere tun lassen - zum Beispiel per Interview. Sogenannte geliehene Kompetenz hat zudem den Vorteil, dass Sie sich frischen Wind in Ihr Blog holen. Aber Achtung: Es gibt nichts langweiligeres als Abfrage-Interviews. Wenn Sie nur wissen abfragen, können Sie daraus hinterher genauso gut einen Artikel machen. Das Interview aber lebt vom O-Ton, vom Dialog und von der Kontroverse. Erst dann wird es für den Leser spannend.

    Wie zum Beispiel HIER:

    Contentideen-Interview

  11. Typologien
  12. Sind natürlich nie so ganz ernst gemeint, da sie gerade von der Zuspitzung und Polarisierung leben. Doch gerade das macht ihren Reiz aus: Indem sie Typen überzeichnen, treten ihre Macken und Marotten noch deutlicher zum Vorschein. Man erkennt sich oder sein Umfeld - in Teilen - wieder.

    Beispiele für solche Typologien finden Sie HIER, HIER und HIER.

    Contentideen-Typologien

  13. Flowcharts
  14. Flussdiagramme verwandeln Inhalte in eine Art spielerisches Suchbild. In der Regel sollen so Wenn-Dann-Kausalitäten verdeutlicht, Logikfehler aufgedeckt und Dinge vereinfacht werden. Typische Abläufe lassen sich so nicht nur strukturiert analysieren - den meisten Lesern macht es zugleich Spaß, auch andere Varianten und Wege durchzuspielen. Dadurch erhöht sich zugleich die Verweildauer.

    Ein (nicht ganz ernst gemeintes) Beispiel dazu:

    Flowchartanleitung

  15. Tipps in Bildergalerien
  16. Sie können Ihre Tipps oder Informationen ebenso als Bildergeschichte erzählen. Bilder haben eine starke emotionale Wirkung und sind für den Leser schnell zu erfassen. Um den Effekt nicht durch zu viel Text zu schwächen, lässt sich (etwa bei Wordpress) für jedes Bild eine eigene Seite (Page) mit einer Lösung oder Begleitinformation hinterlegen. Wie das geht, können Sie in diesem Beitrag nachschauen - auch hier ist das Bild klickbar und führt zum Artikel:

    Bildergalerie-Tipps-Content-Ideen

  17. Quiz
  18. Eine weitere Spielart davon sind Rätselspiele, Brainteaser oder ein Quiz. Im Grunde muss man die nicht erklären - probieren Sie es lieber gleich aus.
    Zum Beispiel HIER oder HIER: Vielleicht finden ja auch Sie die 10 Mängel im Musterlebenslauf. Dann klicken Sie einfach auf das Bild...

    Muster-Lebenslauf-mit-Fehlern_s

  19. Pro & Contra
  20. Der Reiz an dieser Form ist, dass Sie Thesen und Argumente einander gegenüberstellen. Der Leser hat so sofort einen Überblick und kann sich anschließend selbst eine Meinung bilden. Sie können sich zwar auch erkennbar auf eine Seite schlagen (was tendenziell mehr zu Kommentaren anregt), müssen Sie aber nicht. Obendrein lassen sich Pros & Contras, Vor- und Nachteile in unterschiedliche Layout-Formen packen: als Tabelle oder als Liste mit Icons.

    Contentideen-ProContra

  21. Alternativen-Ampel
  22. Wo das Pro & Contra zu schwarz-weiß-malerisch ist, kommt die Ampel ins Spiel. Mit ihrer Hilfe lassen sich mehrere Alternativen und Optionen auflisten und unterschiedlich bewerten. Großes Plus: Durch die Signalfarben sieht der Leser sofort das Urteil, ohne den Text lesen zu müssen. Zum Überfliegen und bei langen Listen - ideal. Und erklären muss man die Farben auch nicht mehr.

    Beispiele finden Sie HIER und HIER.

    Contentideen-Ampel

  23. Offener Brief
  24. Sie möchten einen Missstand aufdecken und zugleich öffentlich diskutieren? Dann ist der offene Brief ein probates Mittel. Er sollte persönlich gehalten sein - wie ein Brief eben, aber zugleich auch ein bisschen provozieren. Mit etwas Glück bekommen Sie Post zurück, die Sie dann natürlich ebenfalls veröffentlichen, vorausgesetzt, der Absender stimmt zu.
    Eine Variante dazu finden Sie HIER:

    Contentideen-Offener-Brief

  25. Gastbeiträge
  26. Sie müssen - zum Glück - nicht jeden Inhalt selber verfassen. Content lässt sich auch kuratieren, also zum Beispiel Videos von Youtube einbinden oder freigegebene Infografiken verwerten. Die Idealform aber sind Beiträge von Gastautoren. Sie bereichern Ihr Blog nicht nur mit frischen Ideen, Tipps und einem anderen Stil. Oft bringen Sie auch ihre Reputation und Expertise mit. Und die strahlt zugleich auf Ihre Seite ab. Wichtig ist nur: Die Inhalte müssen exklusiv für Ihr Blog geschrieben worden sein.

    Das könnte dann etwa so aussehen wie HIER:

    Contentideen-Gastbeitrag

  27. Leserumfragen
  28. Die sollten Sie natürlich vor dem eigentlich Artikel starten - etwa auf Twitter. Dann aber lassen sich die Antworten wunderbar in einen Artikel einbetten oder embedden, wie der Fachmann dazu sagt. Der nennt das Ganze übrigens auch User Generated Content.

    Beispiel gefällig? BITTESCHÖN:

    Contentideen-Leserumfrage

  29. Parabel / Storytelling
  30. Erzählen Sie eine Geschichte vor der Geschichte. Das kann eine Anekdote sein, ein Gleichnis, eine Parabel. Danach folgt die Auflösung und die Moral von der Geschichte. Seit Jahrtausenden funktionieren solche Allegorien. Warum also nicht auch im Blog?
    Siehe HIER:

    Contentideen-Storytelling-Parabel-Gleichnis

  31. Satire
  32. Ein bisschen Spaß muss sein. Die Seriosität leidet überhaupt nicht darunter, wenn man manche Dinge einfach auch mal auf die Schippe nimmt. Im Gegenteil: Es zeigt, dass die Autoren Menschen sind wie du und ich und zum Lachen auch nicht in den Keller müssen. Seien Sie dennoch gewarnt: Humor ist harte Arbeit. Wirklich witzig zu sein, erfordert viel Kreativität und ist wesentlich unlustiger als das Ergebnis.

    Hier ein Beispiel für eine typische Satire - oder HIER und HIER:

    Contentideen-Satire

Natürlich lassen sich einige dieser Stilformen und Contentideen auch wunderbar miteinander kombinieren oder noch weiter variieren. Spielen Sie damit ruhig ein bisschen. Hauptsache, sie bleiben immer ein wenig unberechenbar, abwechslungsreich und nie langweilig.

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[Bildnachweis: grmarc by Shutterstock.com]