Was der Frau ihre Schuhe sind, ist dem Mann sein Hemd. Durchschnittlich 21,5 Hemden hat ein Mann im Kleiderschrank, so das Ergebnis einer Umfrage unter 513 Männern ab 18 Jahren, die das Marktforschungsunternehmen ODC-Services im Auftrag von Youtailor durchgeführt hat. Zum Vergleich: Laut Statistik besitzen Frauen im Schnitt 24 Paar Schuhe.

Keine Frage, das Hemd ist das Herzstück im Outfit des Mannes, nicht der Anzug. Der Anzug ist Fassade, eine Notwendigkeit im Job. Am Hemd aber lässt sich erkennen, welchen Typ Mann Sie vor sich haben. Denn dabei geht es weniger Uniform zu und der Typ verrät sich in Nuancen. Beispiele? Bitteschön…

  • Der Traditionalist. Weißes Hemd, Button-Down-Kragen. Kann man nicht viel mit falsch machen, auffallen aber auch nicht. Und das will dieser Typ auch nicht, er ist unprätentiös, tüchtig, uncool.
  • Der Langeweiler. Trägt nur knitterfreie, bügelfreie Hemden in Weiß oder anderen blassen Farben, die ihm vielleicht sogar die Partnerin ausgesucht hat. Ein Pragmatiker, nicht besonders ehrgeizig und gewiss nicht allzu selbstständig.
  • Der Gekko. Buntes Hemd mit weißem Kragen – oft auch in Kombination mit Hosenträgern. Eine Mischung aus Gordon Gekko und Jay Leno. Hält sich selbst für unglaublich cool, spricht gerne laut und strebt nach Macht und Geld.
  • Der Kleinkarierte. Ist es keinesfalls auch wenn er ein ebensolches kleinkariertes, buntes Hemd trägt. Das steht nämlich eher für den sportlichen Mittdreißiger. Mit der richtigen Krawatte kombiniert, zeugt es zugleich von Coolness und Unkonformität. Aber diesen Typ bitte nicht verwechseln mit dem Stadtdjango im Holzfällerhemd. Der ist eher eine Art Globetrotter auf Zwischenstopp im Büro.
  • Der Saturierte. Weißes Maßhemd, tailliert geschnitten, Doppelmanschette, teuer. Keine Frage, hier beweist einer Stil und Eleganz, jedoch ohne zu protzen. Es sei denn, das Hemd hat auch noch ein Monogramm. Den wahren Kenner erkennen Sie übrigens daran, dass das Hemd keine Brusttasche hat.

Allerdings, das zeigt die obige Umfrage ebenfalls, nehmen sich Männer für die Auswahl ihres Hemds nicht allzu viel Zeit. Man könnte auch sagen, es ist ihnen Jacke wie Hose – leider. Gerade einmal 30 Minuten – länger dauert der Hemdkauf bei 87,1 Prozent der Befragten nicht. Und über 44 Prozent kaufen gleich bis zu drei Hemden auf einmal. Mehr als zwei Drittel der Männer entscheiden sich erst während des Kaufs für einen bestimmten Hemdtyp. Dabei legen 87,7 Prozent größten Wert auf die genaue Passform. Nur 6,2 Prozent interessiert dagegen ein Markenprodukt.

Apropos: Was ist eigentlich Ihr Lieblingshemd?