Das Praktikum. Für viele Studenten und Absolventen ist es heute der Einstieg in den Job. Für andere aber auch der Job selbst – nur schlechter bezahlt und ohne Rechte. Überhaupt die Bezahlung! Nach Angaben des Hochschul-Informations-System (HIS) erhält lediglich jeder dritte Praktikant so etwas wie ein Honorar. Und das liegt dann im Durchschnitt auch eher bei 350 Euro pro Monat. Der Rest arbeitet für Ruhm und Ehre. Immerhin können sich manche damit trösten, dass tatsächlich ehemalige Praktikanten, bessere Chancen haben, zu einem Vorstellungsgespräch oder Assessment Center eingeladen zu werden, als jene, die das Unternehmen noch gar nicht kennt. Vorausgesetzt natürlich, das Praktikum verlief gut und wurde nicht zu einem Desaster.

Wie Sie möglichst viel aus Ihrem Praktikum herausholen, zeigt Ihnen der folgende Praktikumsführer:

Die richtige Motivation: Warum mache ich das eigentlich?

Bevor Sie sich überhaupt auf die Suche nach einem Praktikumsplatz machen, sollten Sie sich über Ihre Motivation für das Praktikum klar werden. Wollen Sie die Zeit zwischen Bachelor und Master nutzen, um vielfältige Erfahrungen zu sammeln? Dann kann ein Praktikum für Sie optimal sein. Suchen Sie dagegen händeringend irgendeinen Einstieg in das Berufsleben, rate ich Ihnen eindeutig von einem Praktikum ab.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ein (vergütetes) Praktikum kann ein hervorragender Einstieg ins Berufsleben sein. Das gilt allerdings nur, wenn Sie sich bewusst für ein Praktikum entscheiden. Treffen Sie die Entscheidung jedoch aus einer Art Torschlusspanik heraus, weil Sie wenige Wochen vor dem Studienabschluss noch keinen Job in Aussicht haben, ist das ganz sicher die falsche Motivation. In diesem Fall sollten Sie sich auf die aktive Jobsuche konzentrieren und Ihr Netzwerk aktivieren.

Bewerbung: Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum?

Der grundlegende Ablauf der Suche, Recherche und Bewerbung ist immer gleich – unabhängig davon, ob Sie sich für ein Praktikum oder einen Arbeitsplatz bewerben.

Die Unterschiede liegen jedoch im Detail und werden vor allem beim Formulieren des Anschreibens deutlich: Bei Praktikumsstellen sind zum Beispiel auch Formulierungen möglich, die bei der Bewerbung auf einen Arbeitsplatz tabu wären.

Ebenso ist es klug, sich in die Lage des Personalers zu versetzen: Die meisten Unternehmen schreiben nicht ein Praktikum, sondern mehrere aus. Bewerben Sie sich daher nie für “ein Praktikum”, sondern ganz konkret für eines der ausgeschriebenen oder beschreiben Sie zumindest die Stelle genau, sonst weiß der Personaler gar nicht, wohin er Sie sortieren soll.

Bewerbungsmuster und Beispiel für ein Praktikum

PDF-DokumentZur Orientierung und Anregung – bitte nicht zum wörtlichen Abschreiben – haben wir für Sie zwei Mustervorlagen für das Bewerbungssnschreiben für ein Praktikumsplatz erstellt. Diese sind ganz bewusst neutral gehalten – die persönliche Note sollte später von Ihnen kommen:

Aufgaben: Wie kann ich mich als Praktikant einbringen?

Zu Beginn des Praktikums steht ganz oft nur bedingt fest, was man zu tun hat. Die Beschreibung in der Stellenanzeige spiegelt nicht zwingend das tatsächliche Spektrum oder die Realität wider. Auch das obligatorische Kaffeekochen und Kopierengehen gehören mitunter zu den Tätigkeiten, die man Ihnen auferlegt. Seien Sie dann zuvorkommend und nutzen Sie die Chance, derlei vage Arbeitsinhalte zu präzisieren:

  • Klären Sie zu Beginn möglichst umfassend, welche Tätigkeiten auf Sie zukommen werden. Erkundigen Sie sich auch bei Mitpraktikanten über deren Erfahrungen oder den Usus im Büro, etwa in Bezug auf Dresscodes, Internetnutzung oder Arbeitszeiten. Ehemalige Praktikanten lassen sich zudem in Netzwerken wie Xing aufspüren – über den entsrechenden Firmennamen, bzw. die Station dort im Lebenslauf.
  • Zeigen Sie Eigeninitiative. Ihre Kollegen haben nicht immer die Zeit, Sie dauerhaft beschäftigt zu halten. Haben Sie gerade einen Leerlauf, überlegen Sie selbstständig, an welcher Stelle Sie sich einbringen könnten. Halten Sie die Augen offen, um zu entdecken, wo Not am Mann ist und wo Sie eine echte Arbeitserleichterung sein können. Ihren Kollegen und Ihrem Chef wird es positiv auffallen, dass Sie selbst Vorschläge machen. Nur wer faul rumsitzt, hinterlässt einen schlechten Eindruck.
  • Erkundigen Sie sich dennoch, wie Sie mit Leerlaufzeiten umgehen sollen. Manche davon sind arbeitsbedingt nicht zu vermeiden. Dann können Sie zumindest fragen, ob Sie währenddessen Ihren Praktikumsbericht vorbereiten oder Fachzeitschriften lesen dürfen.
  • Gestalten Sie Ihr Praktikum mit. Warten Sie nicht darauf, dass einer der Kollegen Sie an die Hand nimmt und in sein Projekt einbezieht. Interessieren Sie sich besonders für einen Bereich oder ein Projekt, sprechen Sie den entsprechenden Kollegen an und bieten Sie ihm Ihre Unterstützung an. Auf diese Weise können Sie mitbestimmen, wie Ihr Praktikum verläuft.
  • Fragen Sie bei Unklarheiten nach. Es gibt tatsächlich keine dummen Fragen, aber zu späte! Gerade am Anfang Ihres Aufenthalts im Unternehmen gesteht man Ihnen solche Rückfragen eher zu, als wenn Sie schon einige Erfahrungen gemacht haben. Das wirft dann ein schlechtes Licht auf die bisherige Arbeit.
  • Seien Sie sich für nichts zu schade! Erledigen Sie auch die offensichtlichen Sisyphus-Arbeiten oder einfachste Tätigkeiten wie die Spülmaschine auszuleeren. Das betont Ihren Teamgeist und statusfreies Denken. Diven dagegen kann keiner leiden.

Arbeitsrecht: Welche Rechte haben Praktikanten?

Aaron Amat/shutterstock.comDie meisten Praktikanten trauen sich nicht, sich beispielsweise über anspruchslose Aufgaben oder schlechte Bezahlung zu beschweren. Zum Teil auch, weil sie nicht wissen, was ihnen zusteht. Ein kleiner Überblick:

  • Bezahlung. Ein Anspruch auf eine angemessene Bezahlung besteht vor allem dann, wenn es weniger um die Vermittlung neuer Kenntnisse geht, sondern die Arbeitsleistung im Vordergrund steht. Dies ist bei Praktika nach Abschluss des Studiums der Fall. Zukünftig soll es einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 EUR, der auch für Praktikanten gilt, geben. Doch Pflichtpraktika und freiwillige Praktika unter sechs Wochen sind davon ausgenommen.
  • Arbeitszeit. In der Regel entsprechen die Arbeitszeiten denen der angestellten Arbeitnehmer. Wie lange ein Praktikant arbeitet, wird in der Regel im Einzelnen schriftlich festgehalten.
  • Urlaub. Auch beim Urlaubsanspruch gelten unterschiedliche Regelungen. Bei Pflichtpraktika unterliegen Studenten keinem arbeitsrechtlichen Schutz und haben auch keinen Anspruch auf Urlaub. Bei einem freiwilligen Praktikum gelten allerdings die gleichen Rechte wie bei Angestellten auch. Das bedeutet, dass Sie Anspruch auf 24 Tage im Jahr, also 2 Tage pro Monat, haben.
  • Kündigung. Wurde im Vorfeld keine Kündigungsfrist vereinbart, können Sie jederzeit gehen. Sollte das Praktikum ganz und gar nicht Ihren Vorstellungen entsprechen und Sie haben das Gefühl, nichts zu lernen, sollten Sie die Notbremse ziehen. Es ist auf keinen Fall in Ordnung, wenn Sie nur Kaffee kochen oder Kopierarbeiten verrichten.

Gefahren: Welche Stolpersteine lauern im Praktikum?

Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Das haben Sie oft genug gehört, und es stimmt auch. Als Praktikant stehen Sie zwar oft außerhalb der Hierarchie (im Gegensatz zu Auszubildenden), dennoch sollten Sie zunächst bescheiden auftreten und nicht eine Bugwelle erzeugen, als seien Sie der Christus der Wirtschaft. Folgende Fettnäpfe sollten Sie tunlichst überspringen:

  • Ständiges zu spät kommen. Wiederholt zu spät kommen sowie ohne Absprache früher gehen, ist ein absolutes No-go. Arztbesuche sollten Sie in den ersten Wochen ebenfalls vermeiden, ansonsten rechtzeitig ankündigen und Bereitschaft signalisieren, den Termin zu tauschen. Termine wie Familiengeburtstage klären Sie bitte ebenfalls vorher ab.
  • Private Nutzung des Arbeitscomputers. Auch wenn man Ihnen einen Computer mit Internetzugang zuteilt – klären Sie unbedingt vorher, ob Sie damit privat surfen dürfen. Dass Sie keine schlüpfrigen Seiten besuchen, versteht sich von selbst. Aber seien Sie auch zurückhaltend mit Besuchen in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Und schon gar nicht dürfen Sie dort ungefragt Bilder aus dem Unternehmen hochladen!
  • Schlechte Manieren an den Tag legen. Wenn Sie sich einen Kaffee holen, fragen Sie bei den Zimmerkollegen nach, ob die auch einen möchten. Alles andere ist stillos. Seien Sie auch sonst freundlich und zuvorkommend, aber bitte nicht devot. Das wäre dann doch zu viel des Guten.
  • Sich an Lästereien beteiligen. Halten Sie sich anfangs beim Flurfunk zurück, lassen Sie sich nicht zu Lästereien hinreißen. Beobachten und analysieren Sie lieber die Situation, bis Sie ungefähr nachvollziehen können, welche Lager es gibt und wer mit wem verbandelt ist. Was dagegen erlaubt ist: Nutzen Sie den Flurfunk und den alltäglichen Umgang der Kollegen miteinander, um sich ein Bild von dem Unternehmen zu machen. Und fragen Sie sich, ob Sie sich in dieser Atmosphäre langfristig wohlfühlen können.
  • Als Besserwisser auftreten. Sie stecken voller Motivation und in Ihrem Kopf schwirren etliche Ideen, was man im Unternehmen verbessern oder anders angehen könnte. Eigeninitiative und Ideen werden dann geschätzt, wenn Sie nicht besserwisserisch vorgetragen werden. Deswegen sollten Sie darauf achten, wann und wie Sie Vorschläge einbringen.
  • Nicht kritikfähig sein. Niemand ist perfekt. Praktikanten schon per Definition nicht – sie lernen ja noch. Deshalb ist Kritik an Ihrer Arbeit ganz normal und auch nicht persönlich. Jedenfalls sollten Sie diese nie so werten. Hören Sie sich den Tadel gut an, bleiben Sie locker und danken Sie für das Feeback. Und dann versuchen Sie bitte, die Kritik umzusetzen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Nur so können Sie wachsen – und sammeln obendrein Pluspunkte für Lernbereitschaft.

Netzwerk: Wie knüpfe ich Kontakte?

De Mango/ShutterstockIhren Aufenthalt im Unternehmen sollten Sie nicht nur zum Aneignen erster Berufspraxis nutzen, sondern auch für das Knüpfen von Kontakten. Nach wie vor werden mehr als die Hälfte aller Stellen intern und via Vitamin B vergeben. So bauen Sie einen direkten Draht zu den Kollegen auf:

  • Suchen Sie das Gespräch mit Kollegen. Nehmen Sie Gelegenheiten wahr, um sich auch informell mit den Kollegen auszutauschen. Halten Sie beispielsweise in der Kaffeeküche kurz inne, um ein paar Worte zu wechseln oder gehen Sie zusammen Mittag essen. Betreiben Sie Smalltalk und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Warten Sie jedoch nicht darauf, dass Ihre Kollegen den ersten Schritt machen. Gehen Sie aktiv auf Ihre Kollegen zu.
  • Vernetzen Sie sich. Haben Sie Ihre Kollegen bereits besser kennengelernt, stellen Sie auch bei Xing, LinkedIn und anderen Sozialen Netzwerken den Kontakt her. Damit können Sie nachvollziehen, welche beruflichen Stationen Ihre Kollegen durchlaufen haben und sich davon inspirieren lassen. Zudem erleichtern es Ihnen Xing und Co den Kontakt auch nach Beendigung des Praktikums aufrecht zu halten.
  • Bauen Sie ein breites Netzwerk auf. Suchen Sie nicht nur den Kontakt zum Büronachbarn, sondern auch zu Mitpraktikanten, Kollegen aus anderen Abteilungen und Entscheidungsträgern. Auf diese Weise bauen Sie Kontakte auf zu Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen wie Sie und zu Menschen, die bereits dort sind, wo Sie hinwollen.
  • Schaffen Sie Kontaktmöglichkeiten. Denken Sie nicht nur an den Kontakt mit Kollegen und andere Entscheidungsträger, auch der Austausch mit anderen Praktikanten kann nützlich und hilfreich sein. Lernen Sie die Praktikanten anderer Abteilungen kennen. Erkundigen Sie sich, ob es regelmäßige Praktikantentreffen gibt, falls nicht, rufen Sie selbst eins ins Leben. Suchen Sie auch den Kontakt mit Praktikanten in derselben Branche. Auf diese Weise können Sie sich über die Arbeitsbedingungen austauschen und einander Tipps geben.
  • Halten Sie auch im Anschluss Kontakt. In Ihrem Praktikum haben Sie viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt, lassen Sie den Kontakt auch im Anschluss nicht einschlafen. Melden Sie sich regelmäßig bei Ihren ehemaligen Kollegen. Teilen Sie auch mit, wie Sie sich weiterentwickeln, beispielsweise wenn Sie einen Auslandsaufenthalt machen. Kommentieren Sie Inhalte auf den Social Media Kanälen und zeigen damit, dass Sie sich immer noch mit den Inhalten auseinandersetzen. Denken Sie auch daran, beispielsweise an Weihnachten Grüße zu senden. Auf diese Weise bleiben Sie Ihren Kollegen im Gedächtnis und halten sich die Möglichkeit offen, sich irgendwann für eine Stelle zu bewerben.

Berufseinstieg: Wie geht es nach dem Praktikum weiter?

Insbesondere abschlussnahe Studenten können über ein Praktikum schnell den Berufseinstieg finden. Das setzt natürlich voraus, dass Sie während des Praktikums mit guter Leistung, Verlässlichkeit und Engagement geglänzt haben.

  • Bitten Sie um ein Abschlussgespräch. Vereinbaren Sie einen Termin gegen Ende Ihres Praktikums, an dem Sie das Praktikum Revue mit Ihren Vorgesetzten Revue passieren lassen und sich Feedback einholen. Ein solches Gespräch bietet Ihnen auch die Möglichkeit über Ihren Ausbildungsstatus sowie etwaige Möglichkeiten der Zusammenarbeit sprechen. Dadurch schaffen Sie Verbindlichkeit und schützen sich vor leeren Versprechungen.
  • Erkundigen Sie sich nach einer Werkstudententätigkeit. Klären Sie, inwieweit Sie nach dem Praktikum noch für das Unternehmen tätig sein können. Erfragen Sie hierfür, wie viele Stunden Sie später pro Woche arbeiten könnten und zu welchem Stundenlohn.
  • Nutzen Sie das Alumni-Netzwerk. Viele Unternehmen bieten Ihren Praktikanten nach dem Praktikum weiterhin die Möglichkeit in Kontakt zu bleiben. In speziellen Alumni-Netzwerken werden beispielsweise Anschlussstellen vermittelt oder Bachelorarbeitsthemen vergeben. Auch finden meistens regelmäßige Treffen statt, um sich kennenzulernen.

Zeugnis: Worauf sollte ich achten?

Nach jedem Praktikum können und sollten Sie um ein Zeugnis bitten. Das brauchen Sie später für Ihre Bewerbungsunterlagen und um einen lückenlosen Lebenslauf zu dokumentieren. Fehlt das Zeugnis zu einer Station, machen Sie sich verdächtig, dort keinen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Beim Zeugnistext selbst sollten Sie freilich auf die Sprache achten: Personaler verklausulieren nach wie vor ihre Zeugnisnoten. Wenn ein Mitarbeiter seine Aufgaben stets zur vollsten (1), stets zur vollen (2) oder stets zur Zufriedenheit (3) erledigte, ist das eine Sache. Schlimmer ist es, wenn im Zeugnis Selbstverständlichkeiten, wie Pünktlichkeit oder Vertrauenswürdigkeit übermässig betont werden. Damit soll auf andere Mängel hingewiesen werden, nach dem Motto: Mehr war eben nicht. Beachten Sie überdies:

  • Das Zeugnis muss neben korrekten Personenangaben (Vorname, Name, Geburtsdatum), den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten.
  • Ein „qualifiziertes“ Zeugnis enthält neben der der reinen Positions- und Aufgabenbeschreibung zudem eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers.
  • Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Wenn Sie Ihr Zeugnis selber verfassen sollen, ist das zwar ein Armutszeugnis für das Unternehmen beziehungsweise den Vorgesetzten, gibt Ihnen aber die Chance, das Beste daraus zu machen.
  • Unterschrieben werden muss das Zeugnis vom Personalverantwortlichen, in der Regel also von Ihrem direkten Vorgesetzten und eventuell noch von einem Kollegen aus der Personalabteilung.

Auslandspraktikum: Wo finde ich passende Stellen

Undrey/shutterstock.comMindestens ein Praktikum während des Studiums gehört in den meisten Branchen fast schon zum guten Ton. Doch will man beim Personaler punkten, verbindet man Berufs- und Auslandserfahrung.

Unten stehend finden Sie verschiedene Möglichkeiten, wo Sie bei Ihrer Recherche nach der geeigneten Praktikumsstelle ansetzen können.

  • Karriereseiten der Unternehmen: In den Stellenbörsen vieler Unternehmen sind auch Praktika im Ausland ausgeschrieben. Auf diese können Sie sich dann direkt bewerben.
  • Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): Sie möchten gerne Projekte in einem Entwicklungsland unterstützen, dann sollten Sie die Jobbörse der GIZ genau studieren. Dort werden bezahlte Praktika für einen Zeitraum zwischen 3 bis 6 Monaten angeboten. Beispielsweise können Sie dort ein Praktikum im Regionalbüro in Hanoi absolvieren. Doch die Praktika sind beliebt und die Anforderung an die Praktikanten sehr hoch.
  • Die Länderbüros politischer Stiftungen: Auch in den Auslandsbüro großer politischer Stiftung wie beispielsweise der Friedrich-Ebert-Stiftung oder der Konrad-Adenauer-Stiftung können Sie ein Praktikum absolvieren. Hierfür sollten Sie allerdings gute Sprachkenntnisse aufweisen können. Diese Praktika werden nicht vergütet.
  • Goethe-Institute im Ausland: In den 140 Goethe-Instituten im In- und Ausland können Sie auch ein Praktikum absolvieren, allerdings sind diese, wie bei den politischen Stiftungen, unbezahlt. Sie können zwischen einem Praktikum im Verwaltungsbereich, in der Programmarbeit oder in der Sprach- und Bildungskooperation wählen.
  • Max-Weber-Stiftung : Dieses Programm richtet sich an Studierende geisteswissenschaftlicher Studiengänge, die einen ersten akademischen Abschluss bereits erworben haben. Die Stiftung hat Institute in London, Paris, Moskau, Tokyo, Beirut, Instanbul, Rom, Warschau und Washington. Es können Praktika im wissenschaftlichen, im administrativen sowie im Bibliotheksbereich absolviert werden.
  • Vermittlungsagenturen: Diese unterstützen Sie bei der Suche nach einem Praktikumsplatz und der Planung des Aufenthaltes. Vermittlungsagenturen bieten ein breites Angebot an Praktika in verschiedenen Branchen. Studenten aller Fachrichtungen, von angehenden Ingenieuren bis zu Rechtswissenschaftlern, werden fündig. Die Agenturen kooperieren mit Partnern vor Ort und können deswegen auch bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich sein. Bei vielen Programmen ist neben dem Praktikum auch ein Sprachkurs enthalten. Für Leistungen zahlen Bewerber eine Vermittlungsgebühr.

Weitere Informationen zu Praktikumsstellen und Praktikumsprogrammen finden Sie in diesem Artikel.

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