Reputationsmangement
Tipps und Tricks für eine gute Reputation gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die Bandbreite reicht dabei von den Grundlagen der aktiven Netzwerkarbeit über den Aufbau einer Eigenmarke - on- wie offline - bis hin zum Schreiben von Büchern. All diese Methoden sind zigfach getestet worden und haben sich in der Praxis bewährt. Zwei Eigenschaften haben jedoch alle genannten Methoden gemeinsam: Erstens müssen sie individuell angepasst werden und sind nicht für jeden gleichermaßen sinnvoll. Zweitens sind sie in der Regel auf den Aufbau einer soliden Reputation ausgelegt. Das ist zwar kein Fehler, doch wer die größtmögliche Aufmerksamkeit sucht, wird vielleicht enttäuscht sein. Daher haben wir heute elf ungewöhnliche Tipps für Sie, mit denen Sie ein ganz eigenes Profil aufbauen können...

Reputationsmangement: 11 ungewöhnliche Profil-Tipps

Die folgenden Profil- und Reputationstipps sind garantiert nicht für jeden geeignet. Manche davon können etwas verrückt und abgedreht wirken, andere sind Ihnen vielleicht zu übertrieben. Genau das ist unsere Absicht.

Unser Tipps sind ausdrücklich nicht zur direkten Nachahmung empfohlen, sondern sollen Ihnen als Inspiration und Impuls für neue Wege und Ansätze dienen. Um den maximalen Nutzen aus den Tipps zu ziehen, sollten Sie diese daher an Ihre Situation anpassen und sie Schritt für Schritt in Ihr Reputationsmanagement integrieren. Und wenn Sie einige der Tipps ausprobieren oder ausprobiert haben, freuen wir uns über Ihren Erfahrungsbericht in den Kommentaren.

11 Profiltipps

  1. Kreatives Design

    Die Bedeutung guten Designs werden wohl die wenigsten bestreiten. Doch um sich wirklich von der Masse der Profile und Experten abzuheben, reicht ansprechendes Design allein einfach nicht aus. Werden Sie daher kreativ, experimentieren Sie mit knalligen Farben, ungewöhnlichen Mustern und einer ganz neuen Design-Sprache. Aufmerksamkeit ist Ihnen dadurch sicher.

  2. Eigene Wortwahl

    Gute rhetorische Fähigkeiten und ein umfangreicher Wortschatz gelten inzwischen als unabdingbar für eine solide Reputation. Wollen Sie sich jedoch möglichst wirkungsvoll in Szene setzen, reicht das nicht aus. Um Ihr eigenes Profil nachhaltig zu schärfen, sollten Sie einen ganz eigenen Sprachstil entwickeln. Bereits einige Neologismen, Halbsätze und Worte wie "in der Tat", "superb" oder andere, selten verwandte Begriffe und Formulierungen können - konsequent, häufig und passend eingesetzt - Ihr Profil schärfen.

  3. Ständiger Fragesteller

    Fragen provozieren Interaktion und können Diskussionen anstoßen. Kein Wunder, dass zahlreiche Seiten und Experten daher ihren Fans regelmäßig Fragen stellen. Abheben können Sie sich mit Fragen daher nur, wenn Sie diese unerwartet und überraschend stellen. Wenn Sie auf Fragen mit Gegenfragen reagieren, Probleme grundsätzlich im Fragestil angehen und in Diskussionen immer wieder durch Fragen verblüffen, können Fragen zu Ihrem Markenzeichen werden. Etwas Vorsicht ist jedoch geboten: Zur vorhersehbaren Masche darf das natürlich nicht werden.

  4. Andauernde Herausforderung

    Es gibt Menschen, die ihrem Umfeld durch ihre hohen Ansprüche und Erwartungen gewaltig auf die Nerven gehen. Das sollen Sie zwar nicht tun - die Konsequenzen wären eher negativ - doch eines können Sie von diesen Menschen lernen: Ihr Umfeld herauszufordern. Wenn Sie Ihre Kollegen, Gesprächspartner und Kunden regelmäßig vor neue Herausforderungen stellen und damit dazu anhalten, besser zu werden, prägen Sie sich auf jeden Fall in Gedächtnis Ihrer Mitmenschen ein. Wenn Sie dann noch vermitteln können, welche Vorteile Ihre Gesprächspartner davon haben, ist der Eindruck positiv.

  5. Aktiver Vermittler

    Dieser Tipp könnte auch unter der Überschrift "Netzwerken mal anders" stehen. Statt sich - zumindest offensichtlich - auf Ihr eigenes Netzwerk zu konzentrieren, könnte ihr Schwerpunkt darauf liegen, verschiedene Menschen zusammenzubringen und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen. Davon haben Sie im ersten Augenblick zwar nichts, doch Ihre Reputation, Reichweite und Bekanntheit wachsen dadurch automatisch. Diese müssen Sie dann allerdings auch für sich nutzen, nur zu vermitteln ist auf Dauer zu wenig.

  6. Unermüdlicher Geschichtenerzähler

    Storytelling ist aktuell wieder in aller Munde und wenn Sie ein Talent für gute Geschichten haben - oder sich in diesem Bereich entwickeln wollen - sollten Sie diese Chance nutzen. Wenn Sie Probleme, Mechanismen und Prinzipien grundsätzlich durch Geschichten erklären und vermitteln, werden Sie dadurch schnell einen entsprechenden Ruf aufbauen. Ob dieser positiv oder negativ ist, hängt vom richtigen Timing, dem gezielten Einsatz und der Qualität Ihrer Geschichten ab.

  7. Early Adopter

    Early Adopter sind in der Regel bekannt und werden immer dann zu Rate gezogen, wenn es um die Einschätzung neuer Netzwerke, Tools und Methoden geht. Positionieren Sie sich selbst als kompetenter Early Adopter, der sich schnell in neue Themen und Netzwerke einarbeitet und keine Entwicklung auslässt. Gelingt Ihnen das, dürften Sie dadurch Ihre Reputation nachhaltig ausbauen können. Ausruhen dürfen Sie sich bei dieser Strategie allerdings nicht, Sie müssen dann wirklich alle neuen Entwicklungen in Ihrem Bereich unter die Lupe nehmen.

  8. Kreativer Visionär

    Visionäre werden oft als latent verrückt, hoch kreativ und auf jeden Fall ungewöhnlich wahrgenommen. Bringen Sie die notwendigen Fähigkeiten und Anlagen - Denken in Kontexten, schnelles Erfassen von Potenzialen und große Vorstellungskraft mit - spricht nichts dagegen, Visionen zu entwickeln und diese mit Ihrem Netzwerk zu teilen. Auch wenn Visionen immer die Grenzen des aktuell Möglichen überschreiten, sollten Sie Ihre zumindest begründen können.

  9. Exotische Netzwerke

    Mit diesem Tipp begeben Sie sich auf die Suche nach einer Nische, die Sie besetzen und ausfüllen können. Experimentieren Sie mit verschiedenen, eher weniger bekannten Sozialen Netzwerken und Plattformen. Sie werden vermutlich überrascht sein, wie viele es davon gibt. Der entscheidende Punkt: Haben Sie ein Netzwerk mit Potenzial gefunden, arbeiten Sie sich tief ein und beginnen damit, die Vorteile und das Potenzial des Netzwerks darzustellen. Dass Sie das Netzwerk dann auch aktiv nutzen müssen, versteht sich von selbt.

  10. Emotionaler Entscheider

    Auch durch rein emotionale Entscheidungen lässt sich eine Reputation aufbauen. Betonen Sie immer wieder, dass die Grundlage Ihres Handelns rein emotional ist und zeigen Sie das auch in Ihrem Verhalten. Machen Sie emotionale Entscheidungen und Planung zu Ihrem Thema. Wenn Sie das konsequent durchziehen, wird sich das auch auf Ihre Reputation auswirken. Ob positiv oder negativ hängt auch hier von Ihrer Umsetzung und Ihrem Netzwerk ab.

  11. Lebendige Bildsprache

    Pinterest, Instagram und Youtube machen es leicht, visuell Geschichten zu erzählen und eine eigene Bildsprache zu entwickeln. Nutzen Sie diese Chance und machen Sie eine lebendige und völlig individuelle Bildsprache zu Ihrem Markenzeichen. Das wird sicherlich nicht bei all Ihren Kontakte gut ankommen, doch wenn Sie Ihr Profil schärfen, wird es immer Menschen geben, die damit nicht zurechtkommen.

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