5 Anzeichen, dass Sie sich NICHT manipulieren lassen

Andere kontrollieren, intrigieren und für die eigenen Zwecke missbrauchen – Manipulatoren vereinen eine Vielzahl negativer Eigenschaften und Verhaltensweisen. Die meisten Menschen bekommen es irgendwann mit einem zu tun. Bei den einen hat der Manipulator leichtes Spiel – bei anderen beißt er auf Granit. Gut so! Denn sie lassen sich nicht so einfach manipulieren. Zu welcher dieser Gruppen Sie gehören? Wir haben fünf Indizien zusammengestellt, an denen Sie erkennen, dass Sie sich nicht (so leicht) manipulieren lassen…

5 Anzeichen, dass Sie sich NICHT manipulieren lassen

Wie wird am häufigsten manipuliert?

Manipulatoren sind oft Meister ihres Fachs. Sie verstehen sich darauf, das Denken und Handeln ihrer Mitmenschen zu kontrollieren und zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Damit können sie sowohl im Job als auch im Privatleben zu einem echten Problem werden.

Besonders schwierig: Oftmals bleiben Manipulationen unentdeckt, da die Opfer gar nicht bemerken, dass jemand anders im Hintergrund die Strippen zieht.

Um ihnen auf die Schliche zu kommen, ist es wichtig, die häufigsten Arten der Manipulation zu erkennen und zu verstehen:

  • Komplimente

    Ein freundliches Wort hier, ein kleines Lob da und schon sind die meisten Menschen gewillt, einen Gefallen zu leisten, dem anderen zu helfen oder ihm entgegenzukommen (siehe auch Benjamin-Franklin-Effekt). Manipulatoren sind sich dem Effekt von Komplimenten durchaus bewusst und setzen diesen gezielt ein, um ihre Mitmenschen zu beeinflussen und in die Richtung zu drängen, in die sie es gerne hätten.

  • Druck

    Weniger freundlich, aber genauso effektiv bei der Manipulation ist Druck. Wer beispielsweise bewusst Druck auf einen Kollegen aufbaut, kann dessen Reaktion bis zu einem gewissen Grad kontrollieren. Manipulatoren setzen bevorzugt zeitlichen Druck ein, indem Sie eine sofortige Entscheidung fordern. Dies wird oft auch als Verkaufsstrategie genutzt (Fachjargon: Künstliche Verknappung), wenn ein bestimmtes Angebot nur für kurze Zeit gilt.

  • Lügen

    Eine offensichtliche Art der Manipulation sind Lügen. Die Vorgehensweise ist dabei meist ebenso schlicht wie effektiv. Es werden falsche Informationen weitergegeben, um den anderen zu einer bestimmten erwünschten Handlung zu bewegen. Dieser bemerkt meist erst, dass er auf eine Lüge hereingefallen ist und somit manipuliert wurde, wenn es zu spät ist.

Um nicht in die Manipulationsfalle zu tappen, sollten Sie besonders auf diese häufigen Vorgehensweisen achten. Aber nicht jeder Mensch ist gleichermaßen anfällig für Manipulation.

Lassen Sie sich manipulieren? Diese Anzeichen sprechen dagegen

Glücklicherweise ist nicht jeder manipulierbar. Jedenfalls nicht so leicht. Früher oder später geht wohl jeder mal einem Verkäufer- oder Psychotrick auf den Leim.

Das macht aber nichts. Entscheidend ist, ob Sie grundsätzlich leicht zu beeinflussen sind – oder eher nicht. Und dafür gibt es ein paar ganz gute Indizien. Die folgenden fünf Anzeichen sprechen dafür, dass Sie gegenüber den Anstrengungen von Manipulatoren relativ immun sind…

  1. Sie wissen, wann Sie etwas hinterfragen müssen

    Wer nicht fragt bleibt dumm – und wird manipuliert. Wer alles akzeptiert und zu jeder Information oder Anweisung Ja und Amen sagt, ist für Manipulatoren ein gefundenes Fressen. Wenn Sie hingegen die kritisch Dinge hinterfragen, nach einem Grund oder zusätzlichen Informationen suchen, ist das ein starkes Zeichen dafür, dass Sie sich nicht manipulieren lassen.

  2. Sie kennen sich selbst und Ihre eigenen Ziele

    Je besser Sie sich selbst und Ihre Ziele kennen, desto eher arbeiten Sie daran, diese zu erreichen, und fallen seltener auf die Manipulationsversuche Ihrer Mitmenschen herein. Halten Sie sich immer vor Augen, was SIE erreichen wollen, was IHRE Stärken sind und wie SIE diese nutzen können. Damit reduzieren Sie das Risiko, Ihre Energie für die Erreichung der Ziele anderer aufzubringen.

  3. Sie stehen zu Ihrer eigenen Meinung

    Selbstbewusstsein und geistige Unabhängigkeit sind starke Schlüssel, um nicht auf Manipulatoren hereinzufallen. Diese versuchen oft, andere mit allerlei rhetorischen Tricks zu überzeugen. Sind Sie aber in der Lage, Ihre Meinung zu äußern und diese auch zu vertreten (vorausgesetzt, die Meinung ist auch haltbar), machen Sie jedem Manipulator das Leben schwer.

  4. Sie bauen intensive Beziehungen auf

    Eine besondere Form der Manipulation ist es, verschiedene Personen gegeneinander auszuspielen. Dies gelingt aber nur dann, wenn die Kommunikation zwischen den Betroffenen nicht richtig funktioniert. Je fundierter eine Beziehung ist, desto eher wird es Ihnen auffallen, wenn jemand versucht, Sie oder einen Ihrer Freunde auszunutzen.

  5. Sie fühlen sich gut

    Niemand wird gerne ausgenutzt und für fremde Zwecke missbraucht. Wer sich regelmäßig in dieser Situation wiederfindet, reagiert darauf meist mit Stress und Nervosität, sobald er das Gefühl hat, er könnte wieder zur Marionette einer anderen Person werden. Es ist daher ein zwar simples, aber veritables Anzeichen, dass Sie sich nicht manipulieren lassen, wenn Sie sich einfach gut und sicher fühlen.

Manipulierbar? Das können Sie dagegen tun

Je nachdem wie der obige Test ausgefallen ist, können Sie auch selbst etwas dafür tun, sich weniger beeinflussen zu lassen.

Es ist zwar kein Kinderspiel, sich einem Manipulator zu widersetzen. Schließlich wissen diese meist genau, mit welchen Mitteln sie unser Verhalten dirigieren können. Damit Sie nicht zur Schachfigur werden, gibt es aber noch ein paar Tipps, mit denen Sie sich der Manipulation entziehen können:

  1. Machen Sie sich nicht von anderen abhängig

    Je mehr Sie auf der Suche nach Bestätigung und Anerkennung sind, desto leichter ist es für andere, dies auszunutzen und Sie zu manipulieren. Wenn Sie auf sich selbst vertrauen, an die eigenen Leistungen und Fähigkeiten glauben und Ihr Selbstbewusstsein von innen heraus schöpfen, sind Sie auch weniger anfällig für Manipulation.

  2. Tun Sie das, was Sie für richtig halten

    Sie können es ohnehin nicht jedem recht machen – also versuchen Sie es erst gar nicht. Konzentrieren Sie sich lieber darauf, das zu tun, was Sie selbst für richtig halten. Richten Sie sich nach den Vorstellungen anderer, werden Sie bereits manipuliert.

  3. Lassen Sie sich keine Schuldgefühle einreden

    Schuld ist ein starkes Gefühl, das viele Manipulatoren gerne einsetzen. Sein Sie daher besonders vorsichtig, wenn eine Schuldfrage geklärt werden muss. Zwar ist es gut, zu eigenen Fehlern zu stehen, aber lassen Sie nicht zu, dass Ihre Schuldgefühle von außen gesteuert werden.

[Bildnachweis: Sergey Nivens by Shutterstock.com]
19. Dezember 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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