Was zum Vorstellungsgespräch mitnehmen: Checkliste

Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Glückwunsch! Damit haben Sie bereits eine wichtige Hürde im Bewerbungsprozess genommen. Ihre Unterlagen haben überzeugt – nun geht es darum, im persönlichen Gespräch zu punkten. Neben Auftreten, Kleidung und Vorbereitung stellt sich für Bewerber noch eine ganz praktische Frage: Was nimmt man zum Vorstellungsgespräch mit?

Was Zum Vorstellungsgespräch Mitnehmen Checkliste Tipps

Was zum Vorstellungsgespräch mitnehmen? – Gründliche Vorbereitung

Eine gute Vorstellungsgespräch Vorbereitung macht bereits 60 Prozent des Erfolgs aus. Wer gut vorbereitet ist, fühlt sich automatisch sicherer, wirkt souveräner und kann sich voll auf das Gespräch konzentrieren. Fehlende Unterlagen oder vergessene Dokumente können dagegen für unnötigen Stress sorgen – und der wirkt sich schnell auf Ihre Performance aus!

Auch wenn es Sie überrascht: Gehen Sie niemals mit leeren Händen ins Vorstellungsgespräch! Allein schon, was Sie zum Vorstellungsgespräch mitnehmen, signalisiert Personalern einen ersten Eindruck von Ihrer Professionalität, gewissenhaften Arbeitsweise und einem hohen Interesse und Engagement für die angestrebte Stelle.

Welche Funktionen haben mitgebrachten Unterlagen?

Mitgebrachten Unterlagen und Utensilien erfüllen nicht nur unterschiedliche Funktionen – Sie senden auch zahlreiche vorteilhafte Signale an Personaler:

  • Sie geben Ihnen Sicherheit und Orientierung
  • Sie vermeiden peinliche oder stressige Situationen
  • Sie zeigen Struktur und gute Vorbereitung
  • Sie verbessern das Gespräch für alle Beteiligten

Kurz gesagt: Gute Vorbereitung und mitgebrachte Unterlagen sind ein stiller Erfolgsfaktor in jedem Jobinterview, den Sie nicht unterschätzen sollten.

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Checkliste: Was mitnehmen zum Vorstellungsgespräch?

Unsere ausführliche Checkliste gibt Ihnen zahlreiche bewährte Tipps, was alles Sie zum Vorstellungsgespräch mitnehmen sollten:

    1. Wegbeschreibung, Smartphone, Portemonnaie & Fahrschein

    So banal es klingt: Die beste Vorbereitung nützt nichts, wenn Sie zu spät kommen. Pünktlichkeit ist im Vorstellungsgespräch ein Muss – Unpünktlichkeit dagegen ein klares Ausschlusskriterium. Sie sollten daher immer mitnehmen:

  • Ausgedruckte oder gespeicherte Wegbeschreibung
  • Smartphone mit geladenem Akku
  • Portemonnaie mit Ausweis, Bargeld und EC-Karte
  • Fahrkarte oder Kleingeld für Parkscheinautomaten
  • Verlassen Sie sich aber nicht ausschließlich auf Ihr Handy. Akkuprobleme, Funklöcher oder Navigationsfehler passieren schneller als gedacht. Planen Sie Ihre Anreise daher großzügig und kalkulieren Sie Pufferzeiten von 20-30 Minuten ein. Prüfen Sie im Vorfeld unbedingt auch alternative Routen falls es zu Staus oder Verspätungen kommt.

    Tipp: Wenn möglich, testen Sie die Strecke 1-2 Tage vorher – besonders bei wichtigen Gesprächen oder unbekannten Orten.

    2. Einladungsschreiben & Stellenanzeige

    Nervosität gehört zum Vorstellungsgespräch dazu und ist völlig normal. Umso wichtiger ist, dass Sie alle relevanten Informationen stets griffbereit haben. Drucken Sie sich daher Folgendes aus oder speichern Sie Kopien davon im Smartphone übersichtlich ab:

  • Einladung zum Vorstellungsgespräch
  • Kontaktdaten Ihrer Ansprechpartner
  • Uhrzeit, Adresse und Raumangabe
  • Original-Text der Stellenanzeige
  • Gerade die Stellenanzeige ist Gold wert: Sie enthält relevante Anforderungen, Aufgaben und Schlüsselbegriffe, auf die im Gespräch häufig Bezug genommen wird. Ein kurzer Blick darauf vor dem Termin frischt Ihr Gedächtnis auf.

    3. Mehrere Kopien Ihrer Bewerbungsunterlagen

    Ein absoluter Klassiker – und dennoch oft vergessen: Nehmen Sie ein paar Kopien Ihrer Bewerbungsunterlagen mit! Auch dann, wenn Sie diese bereits digital versendet haben. Dazu gehören:

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse & Zertifikate
  • Referenzliste (optional)
  • Arbeitsproben (falls verlangt)
  • Es ist keineswegs ungewöhnlich, dass Ihr Gesprächspartner Ihre Unterlagen nicht vorliegen hat oder mehrere Personen am Gespräch teilnehmen. Mit zusätzlichen Kopien zeigen Sie erneut Ihre Professionalität – und helfen aktiv weiter, damit alle auf demselben Stand sind. Achten Sie jedoch unbedingt auf hochwertige, knitterfreie und saubere Ausdrucke. Idealerweise in einer Klarsichthülle. Eine teure Bewerbungsmappe dafür muss nicht sein.

    4. Stift & Notizblock

    Ein Vorstellungsgespräch ist ein Dialog auf Augenhöhe. Manchmal aber so informationsreich, dass Sie sich kaum alles merken können: Namen, Aufgaben, Abläufe, Fragen, Termine und nächste Schritte – all das sollten Sie sich notieren. Notizen machen im Vorstellungsgespräch ist nicht nur erlaubt – es beweist ebenfalls wieder Ihre Ernsthaftigkeit und Sorgfalt. Notieren sollten Sie sich:

  • Aufgaben & Tätigkeitsfelder
  • Vorgesetzte & Verantwortungsbereiche
  • Arbeitsplatz & Team
  • Arbeitszeiten & Urlaubstage
  • Gehalt & Zusatzleistungen
  • Weiterbildungs- & Aufstiegsperspektiven
  • Alle Fragen, die im Gespräch aufkommen
  • Die Notizen während des Gesprächs helfen Ihnen überdies, später im Vorstellungsgespräch Ablauf eigene und kluge Rückfragen zu stellen. Notieren Sie aber stets nur Stichpunkte. Blickkontakt und Aufmerksamkeit haben immer Priorität, nicht das Mitschreiben!

    5. Eigene Fragen an die Interviewer

    Apropos Notizen machen: Sie dürfen zum Vorstellungsgespräch ebenso kleine Spickzettel mitbringen bzw. sich eine Liste vorbereiten mit eigenen Fragen, die Sie auf jeden Fall stellen wollen. Denn spätestens am Ende des Gesprächs kommt fast immer die Frage: „Haben Sie noch Fragen an uns?“ Wer hier schweigt, vergibt eine große Chance. Eigene Fragen zeigen wieder echtes Interesse an der Position sowie eine gründliche Vorbereitung und hohe Motivation

    Bewährte Rückfragen im Interview:

  • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
  • Was erwarten Sie von dem idealen Kandidaten?
  • Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?
  • Was könnte mich an diesem Job am meisten frustrieren?
  • Wie würden Sie den Führungsstil meines Chefs beschreiben?
  • Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
  • Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?
  • Wie werden bei Ihnen Talente und Stärken gefördert?
  • Warum arbeiten Sie gerne für dieses Unternehmen?
  • Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?
  • Kostenloser Download: Liste mit 80 cleveren Rückfragen (PDF)

    6. Hygiene- und Frische-Utensilien

    Ein gepflegtes Erscheinungsbild beeinflusst den ersten Eindruck maßgeblich. Gerade nach einer längeren Anreise ist ein kleines „Auffrischungs-Set“ sinnvoll. Empfehlenswert zum Mitnehmen sind daher:

  • Pfefferminzbonbons oder Mundspray
  • Taschentücher
  • Kamm oder kleine Bürste
  • Make-up oder Pflegeprodukte
  • Deospray
  • Ein frisches Gefühl steigert nicht nur Ihre Ausstrahlung, sondern auch Ihr Selbstvertrauen – und das wirkt sich unmittelbar und positiv auf Ihre Körpersprache aus.

7. Wasser & dezente Verpflegung

Eine kleine Flasche Wasser mitzunehmen, ist sinnvoll besonders bei Nervosität und trockenem Mund bzw. trockener Luft. Snacks benötigen Sie hingegen nur bei längerer Anreise. Diese sollten möglichst neutral sein und keine üblen Gerüche verbreiten (Knoblauch, Zwiebel-Chips). Wählen Sie nach Möglichkeit auch nichts Krümelndes, damit Sie die Kleidung im Vorstellungsgespräch nicht noch versauen. Kontrollieren Sie vor dem Gespräch kurz Ihr Erscheinungsbild – ein Blick in den Spiegel reicht.

Was Sie nicht mitbringen sollten:

  • Geschenke – sie könnten als Bestechungsversuch wirken.
  • Begleitpersonen – Eltern, Freunde = absolut tabu

Und stellen Sie vorab Ihr Handy unbedingt auf lautlos bzw. Vibrationsalarm und legen Sie es auf keinen Fall sichtbar auf den Tisch (siehe: Unsitte Sidebarring). Notizen, die Sie während des Interviews brauchen, sollten Sie besser in einem Notizblock auf Papier speichern.

8. Tasche oder Business-Mappe

Das waren schon einige Dokumente und Utensilien, die Sie zum Vorstellungsgespräch mitnehmen sollten. Die passen zusammen kaum noch in eine Jacken- oder Hosentasche. Packen Sie daher alles in eine Tasche. Aber Achtung: Diese ist damit Teil Ihres Outfits und Auftritts und sollte deshalb ebenso funktional, ordentlich und zum Anlass passend sein wie der Rest.

Geeignet sind:

  • Aktentasche aus Leder
  • Hochwertige Umhängetaschen
  • Gepflegte Business-Mappe

Weniger geeignet sind:

  • Abgenutzter Rucksack
  • Stoffbeutel, Jutetasche
  • Überfüllte Handtasche

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie benötigte Unterlagen oder Hilfsmitte schnell finden, ohne lange und hektisch zu suchen. Klären können Sie zusätzlich vorab, was erwartet wird oder was Sie mitbringen sollten, etwa einen vorab ausgefüllten Personalfragebogen. Nutzen Sie diese Checkliste als festen Bestandteil Ihrer Bewerbungsstrategie. Der professionelle Eindruck beginnt nicht erst im Gespräch, sondern schon mit Ihrer Vorbereitung.


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