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Sidebarring: Mein Smartphone ist wichtiger als du!

Manche Geste ist so unhöflich, dass sie einen eigenen Namen verdient: Sidebarring gehört dazu. Gemeint ist damit das dezente Abgleiten ins Smartphone, während man mit einem realen Gesprächspartner zu Tisch oder im Meeting sitzt. Sidebarring ist ein veritabler Gesprächs- und Sympathiekiller. Das aber scheint kaum jemanden davon abzuhalten…



Sidebarring: Mein Smartphone ist wichtiger als du!

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Sidebarring: Was ist das?

Der Begriff Sidebarring bezeichnet im sozialen Kontext: „jemanden ablegen“. Gemeint ist, in einem realen Gespräch mit einem Gegenüber ständig auf das Smartphone zu schauen, dort parallel zu lesen oder zu tippen und Mails zu schreiben.

Das Wort Sidebarring leitet sich vom Englischen „sidebar“ (= Seitenleiste) ab. Übertragen auf den Menschen wird der praktisch zur Nebensache und in der gedanklichen Seitenleiste abgelegt, während das Handy zur Hauptsache mutiert. Die eigentliche Konversation läuft auf dem Smartphone, das Geplapper am Tisch gerät zum Hintergrundrauschen. Grob unhöflich!

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Sidebarring: Wer macht so etwas?

Sidebarring ist leider gar nicht so selten – sonst hätte das Verhalten wohl auch nie einen eigenen Namen erhalten. Laut einer Facebook-Umfrage unter unseren Leserinnen und Lesern betreiben rund 74 Prozent regelmäßig Sidebarring – überwiegend Millienials und die Generation Z.

Am häufigsten vom „sidebarren“ betroffen, sind gemeinsame Mittagessen, Meetings im Job und die Abende mit dem Partner vor dem Fernseher.

Ist Sidebarring schlimm?

Die Pest ist schlimm, Sidebarring ist ein Ärgernis. Aber eines, das man nicht unterschätzen sollte: Es zeugt weder von gutem Benehmen, noch von aufrichtigem Interesse an seinem Gesprächspartner, das Smartphone zuerst auf den Tisch zu legen und dann auch noch damit herumzuspielen oder die ganze Zeit auf den Bildschirm zu schielen.

Nebenbei sorgt Sidebarring dafür, dass wir uns permanent ablenken und unkonzentriert werden – wie beim Multitasking. Effekt: Wir bekommen vom Gespräch praktisch kaum noch etwas mit. Im Meeting sinkt so die Inspiration und Produktivität für alle.

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Wann sollte ich Sidebarring tunlichst lassen?

Wer Manieren hat, wird auf Sidebarring generell verzichten. Es ist und bleibt eine Unsitte – und für den Gesprächspartner eine Beleidigung. Schließlich sagen Sie damit indirekt: „Der Bildschirm ist mir wichtiger als du!“

Darüber hinaus gibt es Situationen, in denen Sidebarring zusätzlich zum Kontakt- und Karrierekiller wird. Diese zum Beispiel:

  • Vorstellungsgespräch
    Wer im Bewerbungsgespräch das Smartphone auf den Tisch legt oder gar Anrufe entgegen nimmt, ist raus. Zu Recht! Wie wichtig kann einem dieser Job wohl gerade sein?
  • Geschäftsessen
    Mal kurz die E-Mails checken?! Aber nur, wenn Sie vorher ankündigen, dass Sie auf eine wichtige Nachricht warten. Nach der ist damit aber Schluss und das Telefon wandert zurück in die Tasche.
  • Kundentermin
    Ein Kundenberater, der fremdsurft? Die Botschaft ist eindeutig: Offenbar gibt es da draußen noch wichtigere Kunden als Sie. Dreist und frech: Danke, tschüss!

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de, KI]

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