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Netiquette: 15 Regeln für gutes Verhalten im Internet

Die Netiquette ist der Verhaltenskodex für gutes Benehmen im Internet. Ob Sie Beiträge erstellen, Kommentare verfassen, Diskussionen in Foren führen oder einfach im Netz und den Social Media aktiv sind: Durch die Netiquette gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass auch im Internet Freundlichkeit und Respekt zur Kommunikation gehören. Wir zeigen 15 Verhaltensregeln für die Netiquette…

Netiquette: 15 Regeln für gutes Verhalten im Internet

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Bedeutung: Was ist Netiquette?

Netiquette sind Verhaltens- und Höflichkeitsregeln, die für den Umgang untereinander und die elektronische Kommunikation im Internet empfohlen werden – im Chat, in Social Media, per E-Mail. Der Begriff ist ein Kofferwort aus „Net“ (Englisch: Internet, Netz) und „Etiquette“ (Französisch: Verhaltensregeln, Etikette). Die Regeln stehen für respektvolle und korrekte Interaktion in der digitalen Welt.

Warum ist Netiquette so wichtig?

In Chats oder Social Media werden gute Kinderstube und respektvolle Umgangsformen oft vergessen. Es wird beleidigt, getrollt, provoziert, bloßgestellt. Alles im Schutz der Anonymität des World Wide Web. Das führt nicht nur zu Ärger auf der anderen Seite des Bildschirms. Cybermobbing kann ernste Folgen haben.

Durch die Netiquette soll der Standard der digitalen Kommunikation erhöht werden, um Manieren, Höflichkeit und Respekt zu fördern. Es ist schließlich auch so: Einmal im Netz, lassen sich Wutkommentare oder Hassreden nur schwer löschen oder rückgängig machen.

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Netiquette: 15 Regeln im Internet

Die erste und wichtigste Grundregel der Netiquette lautet: Verhalten Sie sich online so, wie Sie es auch im echten Leben tun würden! Was Sie einem anderen Menschen nicht ins Gesicht sagen würden, gehört auch nicht in den Chat oder auf Facebook, Instagram, TikTok, Linkedin… Die weiteren Netiquette Regeln:

1. Gegenüber bewusst machen

Vor dem Bildschirm entsteht eine größere Distanz zu eigenen Aussagen und dem Empfänger. Machen Sie sich bewusst: Auf der andere Seite sitzen Menschen, Sie schreiben nicht nur mit einem System oder Bots. Der Leser Ihrer Nachrichten will ebenso gut behandelt werden, wie Sie selbst – und reagiert positiv oder negativ auf Ihr gezeigtes Verhalten. Auch digitale Kommunikation ist zwischenmenschliche Interaktion. Das sollte Ihr Benehmen zeigen.

2. Höflich bleiben

Eine freundliche Art hat noch niemandem geschadet und gehört zwangsläufig zur Netiquette. Eine nette Anrede, Bitte, Danke und eine insgesamt höfliche Gesprächsatmosphäre gehören offline wie online zum guten Ton. Spam in Capslock (nur Großbuchstaben) ist die digitale Variante von Anschreien und hat keinen Platz in höflicher Kommunikation.

3. Respekt bewahren

Neben Höflichkeit ist Respekt ein Grundpfeiler der Verhaltensregeln im Internet. Leider verkommt Interaktion im Netz allzu oft zu einem Austausch von Herabwürdigungen, offener Abneigung und schlichtweg respektlosem Verhalten. Heben Sie das Niveau und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Wenn andere sich nicht daran halten, sollten Sie das Gespräch einfach abbrechen.

4. Anonymität aufheben

Die meisten Nutzer verstecken sich in der Anonymität des Internets. Wer tatsächlich hinter den Benutzernamen und Avataren steckt, ist für andere nicht ersichtlich. Wenn Sie nur ein paar Likes verteilen, Content konsumieren oder stöbern, ist das kein Problem. Sind Sie an ernsten Diskussionen oder sogar professionellem Auftritt interessiert, müssen Sie Ihren Klarnamen verwenden. Entscheiden Sie je nach Netzwerk und Nutzungsart, ob Sie Ihren echten Namen verwenden.

5. Meinungen akzeptieren

Sie müssen nicht jeder Meinung zustimmen, doch müssen Sie auch akzeptieren, wenn andere Menschen Ihre Ansichten nicht teilen oder annehmen wollen. Schildern Sie Ihre Seite, bringen Sie Ihre Argumente – versteifen Sie sich aber nicht darauf, andere zu bekehren. Das bringt im Internet ohnehin nichts und endet nur in wüsten Tastaturschlachten.

6. Rechtschreibung berücksichtigen

Tippfehler passieren, trotzdem sollten Sie grundsätzlich auf die Rechtschreibung und Grammatik achten. Social Media und Online-Foren sind keine offiziellen Dokumente, korrekte Rechtschreibung macht aber gleich einen besseren Eindruck. Auf endlose Smileys oder unnötige Satzzeichen (sieben Ausrufezeichen am Satzende) sollten Sie verzichten.

7. Internetsprache kennen

Um alles zu verstehen und mitreden zu können, müssen Sie typische Abkürzungen, Slang und Begrifflichkeiten kennen. Zu den geläufigsten zählen lol, btw, wtf, afk, oder omg. In verschiedenen Foren und Netzwerken entwickelt sich rund um das jeweilige Thema fast eine eigene Sprache. Informieren Sie sich, um alles zu verstehen.

8. Verallgemeinerungen unterlassen

Bedienen Sie sich nicht bei klassischen Vorurteilen und verzichten Sie auf Verallgemeinerungen. „Immer diese Blondinen, die hier schreiben…“ oder „War ja klar, dass so jemand wieder kommentiert…“ Das ist nicht nur respektlos, sondern schlichtweg falsch.

9. Quellen nennen

Wenn Sie Informationen weitergeben, Fakten oder Daten nennen oder Aussagen zitieren, sollten Sie stets die (glaubwürdige und geprüfte) Quelle angeben. Das zeigt, dass Sie nicht nur mit Halbwissen um sich werfen oder irgendwelche Behauptungen aufstellen.

10. Beleidigungen verhindern

Die Hemmschwelle für Beleidigungen im Netz ist geringer als im Gespräch unter vier Augen. Was Sie sich im persönlichen Austausch verkneifen oder nur denken würde, ist online schnell in die Tasten getippt und abgeschickt. Egal, wie sehr Sie jemand mit seinem Kommentar frustriert und nervt: Verkneifen Sie sich Beleidigungen und Schimpfwörter. Das bringt eh nichts und wirft nur ein schlechtes Licht auf Sie selbst. Vielleicht sitzt auf der anderen Seite ohnehin nur ein Internettroll, der Aufmerksamkeit sucht und andere Nutzer verärgern will.

11. Privatsphäre schützen

Je nach Kontext kann der Klarname empfehlenswert sein, trotzdem sollten Sie im Internet sparsam mit persönlichen Informationen umgehen. Teilen Sie keine allzu privaten Daten – Adresse, Telefonnummer und schon gar keine Bankdaten. Auch mit persönlichen Fotos sollten Sie vorsichtig sein. Sie wissen nie, bei wem diesen Daten landen, wenn sie einmal im Netz sind.

12. Verständnis fördern

Online werden gerne voreilige Schlüsse gezogen. Versuchen Sie Missverständnisse zu vermeiden: Lesen Sie sich Nachrichten und Kommentare gründlich durch und verstehen Sie, was der Schreiber wirklich meint. Verfassen Sie keine vorschnellen Antworten oder eigene Postings, bevor Sie sich nicht informiert haben. Achten Sie bei eigenen Posts darauf, sich möglichst klar und unmissverständlich auszudrücken. Bei Unklarheiten sollten Sie vermitteln und erklären, statt gleich in eine hitzige Diskussion zu verfallen.

13. Urheberrecht einhalten

Nicht alles, was Sie im Internet sehen, dürfen Sie weiterleiten oder selbst noch einmal posten. Gerade bei Bildern und Texten müssen Sie das Urheberrecht beachten. Zeigt ein Foto andere Personen, haben diese ein Recht am eigenen Bild – fragen Sie nach, bevor Sie etwas teilen.

14. Zielgruppe kennen

Schreiben Sie mit Fremden oder Personen, zu denen Sie bereits Kontakt hatten? Wie alt sind die Leser Ihrer Posts und Kommentare? Welches Vorwissen ist vorhanden? Sind Ihre Gesprächspartner nur aus Spaß unterwegs oder an echtem, inhaltlichen Austausch zu Themen interessiert? Überlegen Sie, mit wem Sie es zutun haben – auch wenn keine echten Namen verwendet werden. Das hilft ungemein, das eigene Verhalten anzupassen und online richtig zu reagieren.

15. Fehler eingestehen

„Stimmt, da hab ich einen Fehler gemacht“ oder „Das wusste ich noch gar nicht, danke für die Erklärung“ – solche Sätze sind leider Mangelware im Netz. Jeder beharrt darauf, im Recht zu sein und die Weisheit gepachtet zu haben. Netiquette bedeutet auch, eigene Fehler einzusehen und anderen Fehler zuzugestehen.

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Netiquette für Kinder

Erwachsene sollten die Netiquette kennen und beherzigen – genauso wichtig ist es, Kindern und Jugendlichen den richtigen Umgang im Internet beizubringen. Gerade an Schulen ist Cyberbullying und Online-Mobbing leider ein großes Thema. Kinder sollten deshalb schon früh lernen, welches Verhalten angemessen ist – ob in den Social Media oder in Whatsapp-Gruppen.

Richtiger Umgang mit Smartphone & Tablet

Zur erweiterten Netiquette gehört der richtige Umgang mit Smartphone, Tablet und anderen mobilen Geräten. Gemeint ist weniger die korrekte Bedienung, sondern eine respektvolle Nutzung. Beim Mittagessen nur auf das Smartphone schauen? Jeden Tag viele Stunden in Apps verbringen? Laut telefonieren oder Videos schauen, während andere anwesend sind? Teil der Netiquette ist es, dieses Verhalten als falsch zu erkennen und durch bessere Höflichkeitsformen mit dem Smartphone zu ersetzen.

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[Bildnachweis: Yuliia Konakhovska by Shutterstock.com]

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