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Blumen schenken: Die Bedeutung der Farben

Blumen schenken geht immer. Ganz gleich, ob für die Freundin zum Geburtstag, zum Firmenjubiläum oder zum Muttertag: „Sag’s mit Blumen“ ist ein gängiger Rat, wenn es darum geht, einen Anlass oder eine Person zu würdigen. Ob Farbwahl, Blumenart oder ihre Komposition: Wir sagen etwas aus. Der Schenkende übermittelt seine Botschaft, seine Wertschätzung oder seinen Dank damit. Teilweise ist die Bedeutung der Farben und Sorten in Vergessenheit geraten. Damit Sie wissen, was Sie schenken und wovon Sie vielleicht besser die Finger lassen, damit Sie keine falschen Botschaften senden…

Blumen schenken: Die Bedeutung der Farben

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Blumen schenken als Zeichen der Aufmerksamkeit

Blumen bringen Farbe und setzen duftende Akzente. Die Geschmäcker mögen verschieden sein, nicht jeder mag unbedingt die gleichen Pflanzen. Aber ganz ohne geht es fast nie: Viele Menschen empfinden regelrechten Gärtnerstolz, wenn sie ihre eigenen Blumen aufziehen und deren Blüten genießen können. Schnittblumen hingegen sind zwar nur von kurzer Dauer, machen dies jedoch mit ihrer Pracht und Fülle wieder wett.

Blumen verschicken: Distanzen überbrücken

Der Moment, in dem jemand einen Blumenstrauß erhält, ist für gewöhnlich ein besonderer: Kaum ein Mensch, der nicht Freude beim Anblick von Blumen empfindet. Aber manchmal ist es nicht möglich, persönlich vorbeizukommen, weil berufliche Termine dagegen sprechen. Abe kein Problem, heutzutage geht Blumen schenken relativ mühelos. Sie können Blumen online kaufen und/oder mit einem Blumenversand wie Fleurop Blumen verschicken, selbst wenn Sie gar nicht am selben Ort wie der oder die Beschenkte weilen.

Wenn Sie Blumen verschicken, ist das eine besondere Geste. Denn für gewöhnlich sind frische Schnittblumen vom Floristen ohnehin teurer als im Supermarkt. Hinzu kommt der Versand und meist auch ein Mindestpreis bei Bouquets. Die Botschaft für den (oder die) Beschenkten: Ich denke an dich. Du bist mir wichtig, auch wenn ich nicht vor Ort sein kann.

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Blumen schenken: Bedeutung von Sorten und Farben

Rosen, Nelken, Tulpen und Orchideen stehen für sehr ähnliche Botschaften. Sie lassen sich gut der Herzensdame überreichen, da sie mit Liebe, Freundschaft und Einzigartigkeit verbunden werden. Besonders bei Rosen und Nelken ist die Wahl der Farben bedeutsam, bei anderen Blumen die Sorte an sich. Besonders die Farben Rot und Weiß könnten kaum widersprüchlicher sein: Rot kann für Liebe, aber auch Freundschaft stehen. Weiß für Unschuld, aber auch Trauer. Die Bedeutungen der häufigsten Blumen im Überblick:

Rose

Diese Blume ist ein absoluter Klassiker und wann immer jemand romantische Gefühle ausdrücken will, greift er oder sie zu Rosen. Je nach Farbe sollten Sie jedoch aufpassen:

  • 🔴 Rot
    Rote Rosen gelten als Zeichen der Liebe und Leidenschaft. Lachsfarbene Rosen stehen für „Ich bewundere dich“. Pinkfarbene Rosen stehen für Freude. Rosafarbene Blüten bedeuten Jugend, Schönheit und Dankbarkeit.
  • ⚪ Weiß
    Weiß gilt als Farbe der Unschuld, Naivität und Kindlichkeit. Weiße Rosen sind also längst nicht so ein starkes Symbol wie rote Rosen. Je nach Kulturkreis können Sie damit dennoch Ihre aufrichtige Zuneigung damit ausdrücken. In den USA würden weiße Rosen beispielsweise als Form der Verehrung für die Traumfrau verstanden werden.
  • 🟡 Gelb
    Gelb wird häufig als Farbe der Eifersucht und Missgunst interpretiert. Gleichzeitig werden gelbe Rosen – sofern sie nicht unter Liebenden verschenkt werden – als Zeichen der Freundschaft verstanden.

Nelke

Nelken sind ein ähnlich starkes Symbol wie Rosen. Diese beliebte Blume lässt sich wunderschön mit anderen im Strauß kombinieren, aber bei ihrer Bedeutung ist ebenfalls Vorsicht gefragt:

  • 🔴 Rot
    Rote Nelken stehen für Liebe, Leidenschaft und Mut. Mit anderen Farben lässt sich Freundschaft symbolisieren.
  • ⚪ Weiß
    Weiße Nelken können ebenfalls Freundschaft signalisieren. Gleichzeitig bedeutet weiß in diesem Kontext auch Reinheit und Spiritualität.
  • 🟡 Gelb
    Gelbe Nelken sind unverfänglich und stehen für Freundschaft, Freude und Spaß.

Lilie

Diese sehr edle Blume steht für Bescheidenheit, Unschuld, Demut und Eleganz. Sie eignet sich als Zeichen der Wertschätzung und für besondere Anlässe. Ihre Vielfalt ermöglicht es, Sträuße zu verschenken, die abseits des Mainstreams sind:

  • ⚪ Weiß
    Vorsicht ist vor allem bei weißen Lilien angebracht: Einerseits gehören die traditionell zur einer Taufe, da das Weiß die Unschuld des Täuflings und die Jugend symbolisiert. Für ein kirchliches Ereignis wäre ein traditionell zusammengestelltes Gesteck absolut angemessen. Weiße Lilien werden jedoch auch als Trauerblumen auf Beerdigungen genommen. Wenn Sie zum Geburtstag Blumen schenken, sollten Sie also nie einen weißen Lilienstrauß wählen. Ebenso wenig, wenn Sie einen Krankenbesuch tätigen.
  • 🟡 Gelb
    Gelbe Lilien sind ebenfalls nicht ganz unverfänglich. Schenkt ein Mann einem anderen Mann einen Strauß gelber Lilien, könnte dies als Zeichen der erotischen Zuneigung interpretiert werden.
  • 🟠 Orange
    Orangefarbene Lilien werden als Leidenschaft und Verlangen gewertet.

Tulpe

Auch wenn die meisten die Niederlande mit der Tulpe in Verbindung bringen: Ursprünglich stammt dieser Frühlingsbote aus der Türkei. Einige Formen muten eher schlicht an und überzeugen mit ihrer Eleganz. Andere Sorten – etwa Papageien-Tulpen – können sehr exotisch wirken. Passend zur Jahreszeit steht die Tulpe für Wiedergeburt und Neubeginn – somit eignen sich Blumensträuße mit Tulpen beispielsweise als Geschenk zur Geburt.

  • 🔴 Rot
    Rote Tulpen haben eine ähnliche Symbolik wie rote Rosen: Wenn Sie diese Blumen schenken, zeigen Sie tiefe Liebe und Zuneigung.
  • ⚪ Weiß
    Reinheit, Verzeihen, Ehre und Respekt, aber auch endlose Liebe drücken Sie mit weißen Tulpen aus.
  • 🟡 Gelb
    Die Farbe Gelb erinnert nicht von ungefähr an die Sonne. Entsprechend stehen gelbe Tulpen für Fröhlichkeit, Lebenslust und Glück.
  • 🟠 Orange
    Diese Farbe signalisiert Lebensfreude und Zuneigung: Wer jemanden orangefarbene Tulpen schenkt, drückt damit aus, dass er von dieser Person absolut fasziniert ist.
  • 🟣 Lila
    Die Farbe Lila symbolisiert Treue, Zurückhaltung und Bescheidenheit. Wer lilafarbene Tulpen verschenkt, kann damit ausdrücken, dass es Liebe auf den ersten Blick war. Eine andere Deutungsmöglichkeit: Sie verbinden die Person mit Eleganz und wünschen ihr Wohlstand.

Folgende Bedeutung gibt es bei diesen Blumensorten:

  • Gerbera

    Die Gerbera steht stellvertretend als Kompliment, aber auch für Hilfsbereitschaft, Schönheit und Traurigkeit.

  • Narzisse

    Gerade weiße Blüten stehen für Bewunderung. In Anlehnung an die antike Sage um Narziss stehen diese Blumen auch für Eitelkeit und Stolz.

  • Distel

    Vorsicht auch bei diesem Gewächs: Die stachelige Distel steht für Stärke, Potenz und Unabhängigkeit. Ähnlich wie ein Kaktus kann sie allerdings auch als Beleidigung empfunden werden.

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Anlässe, zu denen wir Blumen schenken

Blumen sind ein Teil der nonverbalen Kommunikation, der die Geste des Schenkens unterstützt. Beispielsweise, wenn jemand sich entschuldigen möchte, aber um die richtigen Worte ringt. Die Anlässe, zu denen Menschen Blumen schenken, sind ganz unterschiedlich. Und dementsprechend variiert auch die Bedeutung des Blumenstraußes:

Ob zum Geburtstag der Freundin, zur Hochzeit, zum Jubiläum der Firma, zu einer Vernissage oder einer Einladung: Der Strauß unterstreicht den freudigen Anlass. Als Tag der Liebenden sind Blumen am Valentinstag ein Zeichen für innige Verbundenheit. Für Abschied stehen sie bei einer Beerdigung, für Hoffnung und Genesungswünsche bei einem Krankenbesuch. Aber auch ohne besonderen Anlass können Sie Blumen schenken – einfach, weil Sie mal danke sagen wollen.

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Blumenknigge: Tipps, wie Sie richtig Blumen schenken

Wer Blumen schenken will, braucht also nicht nur das Wissen um die Symbolik verschiedener Farben und Arten, sondern auch das nötige Fingerspitzengefühl. Das Hauptproblem beim Blumen schenken ist, dass die Bedeutung nicht eindeutig ist. Zum Teil wird Blumen in der Fachwelt und in der überlieferten Literatur eine völlig andere Bedeutung zugesprochen als das gemeingesellschaftlich der Fall ist. Unsere Tipps:

  • Wählen Sie Blumen selbst aus
    Der Moment, in dem Sie die Blumen schenken, ist ein besonderer. Als Schenkender suchen Sie die Blumen am besten vor Ort selbst aus, dann können Sie sich direkt von der Beschaffenheit und Qualität überzeugen. Die Blumen sollten frisch sein und noch nicht in voller Blüte stehen.
  • Informieren Sie sich
    Und dann gibt es ja immer noch den persönlichen Geschmack. Der eine mag Klatschmohn wunderschön finden, der nächste sieht darin ein besseres Unkraut. Trifft der Schenkende nicht den Geschmack des Empfängers, nützt die ganze positive Symbolik dahinter nichts, egal ob Laien und Experten gleicher Meinung sind. Bei besonderen Anlässen sollten Sie vorab die Lieblingsblume des Empfängers erfragen.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl
    Im Zweifelsfalle sollten Expertenmeinungen bei der Wahl der richtigen Blume außen vor bleiben und Sie stattdessen eher die allgemeine Laienmeinung berücksichtigen. Das minimiert das Risiko, ins Fettnäpfchen zu treten. Blumen, die Ihnen überhaupt nicht gefallen, sollten Sie auch nicht verschenken – es sei denn, Sie wissen mit Sicherheit, dass es die Lieblingsblume des Empfängers ist.
  • Entschärfen Sie die Bedeutung
    Ob die „falsche“ Blume, die „falsche“ Anzahl oder „falsche“ Farbe: Sie können mit einem einfachen Trick die Symbolik entschärfen, indem Sie nicht nur eine Blumensorte dominieren lassen. Statt eines Straußes voller roter Rosen könnten Sie beispielsweise mit orangefarbenen Ranunkeln und Gerbera kombinieren.

Diese Fauxpas bitte vermeiden

  • Sie ignorieren starke Symbolik
    Im Allgemeinen stehen rote Rosen für Liebe und romantische Zuneigung. Nicht umsonst ist von sogenannten „Kavaliersrosen“ die Rede. Es ist leicht vorstellbar, dass rote, langstielige Rosen im Arbeitskontext als unpassend empfunden werden – etwa wenn diese dem Geschäftsführer zum Firmenjubiläum überreicht würden. Aber auch im Privaten kann ein gutgemeinter Blumengruß nach hinten losgehen: Etwa wenn ein Bouquet roter Rosen einer Offenbarung gleichkommt, die Angebetete sich jedoch völlig überrumpelt fühlt.
  • Sie sind zu geizig
    Abhängig vom Verhältnis zum Empfänger und Anlass, spielen die Art des Überreichens und die Größe eine Rolle. Wer beispielsweise eine Einladung beim Chef erhalten hat, wird kaum mit selbstgepflückten Gänseblümchen aufkreuzen. Aber auch das Mini-Bouquet aus dem Discounter für 4,99 Euro dürfte merkwürdig aussehen.
  • Sie schenken eine Topfpflanze
    So bitter es klingt: Ein Vorteil von Schnittblumen ist ihre Vergänglichkeit. Sollten Sie also die falschen Blumen schenken, erübrigt sich das Problem irgendwann. Topfpflanzen hingegen sollten Sie nur schenken, wenn Sie sicher den Geschmack / Wunsch des Empfängers kennen. Anderenfalls schenken Sie ein beständiges Mahnmal Ihres Fehlgriffs.
  • Sie lassen das Papier dran
    Außerdem wichtig: Wenn Sie Blumen überreichen, tun Sie dies mit der linken Hand (die kommt von Herzen). Zuvor haben Sie das Papier (oder die Folie) entfernt, in dem die Blumen eingepackt waren. Ausnahme: Papiermanschetten bleiben um den Strauß herum, da sie die Blüten freilassen.

Sprache und Blumen

Selbst wenn Blumen wie etwa zum Abschied am Grab ganz ohne Worte auskommen: Blumen und Sprache sind eng miteinander verknüpft. Das zeigen nicht nur Sprüche zum Blumen schenken, sondern Redewendungen wie „etwas durch die Blume sagen“ oder Begriffe wie „blumig“, „blümeln“ oder „unverblümt“, die sich allesamt auf die Ausdrucksweise beziehen:

  • Blumig
    Als „blumig“ wird beispielsweise eine besonders ausgeschmückte Sprache verstanden, die das Gegenteil von Direktheit darstellt. Anders bei „unverblümt“, was manchem womöglich zu direkt erscheint.
  • Blümeln
    „Blümeln“ kann als Synonym zu flirten gesehen werden. So wurde es genannt, wenn jemand im 18. Jahrhundert allein durch die Blumensorte, ihre Anzahl und Farbe beim Briefe schreiben seinen Gefühlen Ausdruck verleihen konnte.
  • Floskel
    Ähnlich wie beim Adjektiv „blumig“ ist von „Redeblumen“, „Wortblumen“ oder „Blümlein“ die Rede, wenn etwas sprachlich ausführlich ausgedrückt und ausgeschmückt wird. Im alten Rom wurde dies als flosculus, wörtlich übersetzt: „Blümchen“, bezeichnet. Davon leitet sich im Deutschen der Begriff Floskel ab. Das bezeichnet etwas, das zwar auf den ersten Blick nett klingt, aber inhaltlich völlig leer ist.

Sprüche und Zitate zum Blumen schenken

  • „Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.“ (Gertrude Stein)
  • „Ich habe heute ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken.“ (Christian Morgenstern)
  • „Was der Sonnenschein für die Blumen ist, sind lachende Gesichter für die Menschen.“ (Joseph Addison)
  • „Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Düfte sind die Gefühle der Blumen.“ (Heinrich Heine)
  • „Alle die Blumen sind ohne Harm. Nur die rote Rose nicht, sie sticht! Sticht, wie die liebe Sonne so warm, Mai ist ohne die Rose nur arm, Mai ohne die Rose nur Qual – ihr stillen Gründe, du einsam Tal.“ (Achim von Arnim)
  • „Wo Blumen blühen, lächelt die Welt.“ (Ralph Waldo Emerson)

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[Bildnachweis: Sunnydream by Shutterstock.com]

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