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Fettnäpfchen: Bedeutung, Beispiele & Tipps dagegen

In Fettnäpfchen können Sie fast überall treten. Im Job, im Privatleben, im Ausland oder im Gespräch – je weniger Sie sich in einem Bereich auskennen, desto größer die Gefahr. Dahinter steckt selten böse Absicht, doch Sie benehmen sich daneben und landen mit Anlauf im Fettnäpfchen. Wir zeigen viele Beispiele, wie Sie unangenehm auffallen können und geben Tipps, wie Sie genau das vermeiden…



Fettnäpfchen: Bedeutung, Beispiele & Tipps dagegen

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Definition + Bedeutung: „Ins Fettnäpfchen treten“

Die Redewendung „ins Fettnäpfchen treten“ bedeutet, dass jemand durch unbedachte Äußerungen oder sein Verhalten andere Menschen kränkt und es sich so mit diesen verdirbt. Es beschreibt unangemessenes Benehmen, Aussagen, die den Unwillen anderer erregen oder auch Themen, die besser nicht angesprochen werden sollten. Synonym sind die Begriffe Fauxpas, Missgeschick, Fehltritt, Taktlosigkeit, Unverschämtheit, Peinlichkeit oder auch Entgleisung.

Wer ins Fettnäpfchen tritt, tut das nicht absichtlich. Es resultiert meist aus Unwissenheit. Peinlich ist es trotzdem: Die Folgen sind betretenes Schweigen, eine Kränkung oder sogar Beleidigung der Person.

Fettnäpchen aufgrund fehlender Empathie

Manche Menschen besitzen geradezu ein Talent, von einem Fettnapf in den nächsten zu treten. In solchen Fällen ist es nicht nur eine Frage mangelnder Informationen, sondern Teil der Persönlichkeit. Diesen Menschen fehlen Fingerspitzengefühl und Empathie. Sie merken schlicht nicht (oder zu spät), dass ihr Verhalten andere verletzt oder völlig unangebracht ist.

Fettnäpfchen Ursprung

Ursprung der Redewendung ist der alte Brauch, in Ofennähe ein Napf mit Fett auf den Fußboden zu stellen. So konnten Besucher ihre nassen Stiefel einfetten – wer aber ins Fettnäpfchen trat, sorgte für Fettflecken auf dem Boden und verärgerte so den Hausherren. Eine andere Erklärung ist der Brauch, Schinken oder Speck neben den Ofen zu hängen und herabtropfendes Speisefett im Fettnäpfchen aufzufangen. Das Ergebnis ist dasselbe: Wer es umtritt, macht sich unbeliebt.


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Ins Fettnäpfchen treten: Beispiele

Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, wie Menschen tagtäglich ins Fettnäpfchen treten. Sei es im privaten oder beruflichen Bereich. Das beste Beispiel dafür ist Humor. Eigentlich eine harmlose Sache, riskant aber, wenn es schwarzer Humor ist: Dann kann ein Witz – beispielsweise über den Tod – ins Auge gehen, wenn das Gegenüber gerade einen Todesfall in der Familie zu beklagen hat.

Das bedeutet aber auch, dass es nicht reicht, Manieren und Umgangsformen zu kennen. Diese helfen in wiederkehrenden Alltagssituationen, etwa beim Anstehen an der Kasse oder als Tischmanieren beim Essen. In anderen Fällen passiert es leicht, ins Fettnäpfchen zu treten, weil etwa ein unvorhergesehenes Ereignis die Ausgangslage verändert hat und der Pechvogel keinerlei Kenntnis davon hatte. Weitere Beispiele sind:

❌ Beispiele für Fettnäpfchen im Beruf

Leicht treten Berufsanfänger ins Fettnäpfchen: Etwa indem sie Personen und Hierarchie im Unternehmen nicht kennen und beispielsweise Vorgesetzte ungefragt duzen. Ärgerlich auch, wenn frische Hochschulabsolventen meinen, gestandenen Kollegen etwas über ihre Arbeit beibringen zu müssen. Selbst wenn sie fachlich richtig liegen, sind sie hier in ein Fettnäpfchen gestolpert: Gemäß Senioritätsprinzip ist bei Neulingen Zurückhaltung angesagt. Besser ist es in so einem Fall, durch Fragen Vorgänge zu verstehen und möglicherweise auf Ungereimtheiten hinzuweisen.

❌ Beispiele für Fettnäpfchen im Ausland

Wer sich nicht mit den Gepflogenheiten im Ausland auskennt, kann leicht ins Fettnäpfchen treten. Zu typischen Stolpersteinen gehört bereits die Begrüßung: Hierzulande gibt man sich für gewöhnlich die Hand. Vor allem in Asien ist es üblich, sich stattdessen zu verbeugen. Andere peinliche Momente entstehen beim Trinkgeld. Während in Deutschland fünf bis zehn Prozent üblich sind, gibt man in einigen Ländern gar keins, in anderen dafür die doppelte Menge. Solche Missgeschicke lassen sich durch interkulturelle Kompetenz vermeiden.

❌ Beispiele für Fettnäpfchen im Privatbereich

Viele Menschen legen Wert auf ihr Äußeres. Kritische Anmerkungen über Mode und Aussehen sind daher riskant. Angenommen, Sie sollen das Alter Ihrer Gesprächspartnerin schätzen. Unglücklicherweise „verschätzen“ sich dabei um zehn Jahre – dann sind Sie in ein klassisches Fettnäpfchen getreten. Ein ähnlicher Fauxpas wäre, wenn jemand im Beisein eines Arbeitslosen über Arbeitslose lästert oder Gerüchte über eine Person verbreitet, die unbemerkt hinter ihm steht.

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Fettnäpfchen vermeiden: 4 Tipps

Völlig verhindern lassen sich Fettnäpfchen leider nie. Es kann immer passieren, dass Sie andere vor den Kopf stoßen und sich falsch benehmen, ohne es zu merken. Doch mit einigen Tipps lassen sich viele Fettnäpfchen umgehen:

  • Informationen einholen

    Für alle Anlässe, in denen Sie sich das erste Mal befinden, sollten Sie vorab Informationen einholen. Ganz gleich, ob es um ein Vorstellungsgespräch und die passende Kleidung, eine Betriebsfeier oder eine Geschäftsreise ins Ausland geht. Derart gewappnet, werden Sie sich ungleich sicherer fühlen und sich richtig verhalten.

  • Freundlich auftreten

    Höflichkeit, Pünktlichkeit und Freundlichkeit sind Kardinaltugenden. Wer sie beherrscht, vermeidet bereits etliche Fauxpas. Dazu gehört, die Tageszeit zu kennen, Personen entsprechend ihres Namens, akademischer Grade und Titel anzureden (mehr zur korrekten E-Mail-Anrede HIER) und ganz einfach Bitte und Danke zu sagen.

  • Zurückhaltung üben

    Die Tür zum Nachbarbüro ist geschlossen? Klopfen Sie an, bevor Sie hineingehen. Bei Gesprächen könnten Sie auch einiges hinzuzufügen? Dann warten Sie auf eine Gelegenheit dazu. Unterbrechen Sie nicht und meiden Sie vor allem heikle Themen sowie endlose Monologe. Wer als Neuling im Team, Betrieb oder Verein ständig plaudert, kann dabei ins Fettnäpfchen treten. Stattdessen sollten Sie lieber zuhören und Rückfragen stellen. Auf diese Art und Weise lernen Sie nicht nur etwas über Ihr Gegenüber, sondern zeigen sich als angenehmer Gesprächspartner.

  • Lernbereitschaft zeigen

    Niemand kann alles wissen. Müssen Sie auch nicht. Wichtig ist dann, Interesse und Lernbereitschaft zu signalisieren. Fragen Sie nach, wenn Sie bezüglich einer Sache unsicher sind. Das lässt Sie zudem sympathischer erscheinen als jemand, der meint alles zu wissen und aus falschem Stolz Fehler begeht.

Ins Fettnäpfchen getreten: Was tun?

Was aber, wenn es schon zu spät ist und Sie bereits ins Fettnäpfchen getreten sind? Dann hilft nur noch eins: Die Situation begradigen. Anderenfalls können Frust, Ärger und Konflikte entstehen. Im Job heißt es möglicherweise, dass berufliche Kontakte sich zurückziehen oder schlecht auf Sie zu sprechen sind. Damit das nicht passiert, helfen diese Tipps:

  • Entschuldigen Sie sich
    Ist Ihnen ein Fehler unterlaufen, sollten Sie das zugeben können. Beispielsweise eine schlechte Vorbereitung auf einen wichtigen Kundentermin: Bieten Sie Wiedergutmachung an, indem Sie Informationen nachreichen, anderweitige Extras bieten und Besserung geloben. Nimmt man Ihre Entschuldigung an, ist die Sache erledigt.
  • Gehen Sie offensiv damit um
    Peinlichkeiten unterlaufen jedem einmal. Ihnen ist auf der Weihnachtsfeier etwas Unangenehmes passiert und Sie wollen Gerüchte vermeiden? Der Flurfunk funktioniert meist trotzdem recht gut. Alternativ können Sie das Ganze auch offensiv angehen und Ihrerseits Kollegen vom Malheur erzählen. So steuern Sie die Erzählung und nehmen dem Ganzen das Drama. Und es wird irgendwann Gras über die Sache wachsen.
  • Zeigen Sie Humor
    Je nachdem – vor allem bei kleinen Lapsus – können Sie es auch mit Humor nehmen. Dazu können Sie beispielsweise die Situation lachend mit einer Formulierung wie der Folgenden überspielen: „War ja klar, dass ich wieder mit Anlauf ins Fettnäpfchen springe – so können andere mit gutem Benehmen glänzen!“

Fettnäpfchen Sprüche für bessere Stimmung

Mit Humor die eigenen Unzulänglichkeiten zu überspielen, kommt bei den meisten an. Allerdings nur, wenn es sich wirklich um kleinere Fehltritte handelt, die jedem passieren könnten. Unter Freunden könnten Sie Selbstironie zeigen und zum Beispiel mit folgenden Sprüchen reagieren:

  • „Ich trete nicht in Fettnäpfchen – ich wälze mich darin!“
  • „Oh, ein Fettnäpfchen – ist das noch frei?“
  • „Ich bin nicht der, der ins Fettnäpfchen tritt. Ich drehe darin noch seelenruhig meine Runden!“
  • „Es gibt Tage, da trete ich nicht ins Fettnäpfchen – ich falle in die Fritteuse!“
  • „Ich trete nicht ins Fettnäpfchen – ich springe mit Anlauf hinein!“



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