Toast ausbringen: 5 einfache Tipps für die Tischrede

Die Gelegenheiten, einen Toast ausbringen zu können, sind zahlreich: Ein guter Freund bittet Sie darum, auf seiner Hochzeit ein paar Worte zu sagen. Sie wollen selbst eine kleine Ansprache auf einem Geburtstag halten. Oder Sie sind Abteilungsleiter und wollen einen Toast zur Beförderung eines Kollegen ausbringen. So eine kurze und knackige Tischrede hat es dennoch in sich. Damit sie zum Erfolg wird, sollten Sie bei Ihrem Toast auf folgende Details achten…

Toast ausbringen: 5 einfache Tipps für die Tischrede

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Toast ausbringen: Worauf Sie achten sollten

Ein Toast kann wunderbar sein, alle Zuhörer mitreißen und nachhaltig beeindrucken. Darüberhinaus können Sie Ihre Freundschaft oder auch Wertschätzung gegenüber der Person demonstrieren, über die Sie sprechen. Wohl jeder, der bereits den ein oder anderen Toast in seinem leben gehört hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass es auch ganz anders laufen kann. Nicht jede Tischrede ist für die Anwesenden ein Grund zur Freude.

Die Reaktionen auf die Ansprache können von offen gezeigter Langeweile bis hin zum Fremdschämen reichen. Damit Ihnen dieses Schicksal erspart bleibt und Sie mit Ihren Worten positiv in Erinnerung bleiben, sollten Sie auf diese Dinge achten:

  • Lassen Sie den Toast nicht zu lang werden.
    Auch wenn Sie gerne viel erzählen: In der Kürze liegt die Kraft. Bitte niemals die Geduld der Zuhörer überstrapazieren. Je nach Anlass dürfen Sie sich einige Minuten Zeit für die Tischrede nehmen. Die Redezeit sollte aber nie für einen endlosen Monolog missbraucht werden. Ein gesundes Mittelmaß sind zehn Minuten. Klingt wenig – kommt Zuhörern aber lang vor. Und in zehn Minuten lässt sich viel sagen, wenn man nicht labert.
  • Lesen Sie keine Texte ab.
    Solange der Toast nicht spontan ist, haben Sie genug Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen: Was möchten Sie sagen? Was sind passende Formulierungen? Der wesentliche Charakterzug eines Toasts ist aber immer die freie Rede. Absolutes Tabu: die Tischrede vom Blatt oder Redemanuskript ablesen.
  • Verzichten Sie auf peinliche Scherze.
    Ein Toast beinhaltet oft die ein paar humorige Anekdoten zum Ehrengast. Lachen im Publikum ist erwünscht. Humor hat aber Grenzen: Die Tischrede soll jemanden ehren – nicht das Gesicht verlieren lassen. Peinliche Storys aus der Vergangenheit gehören hier nicht hin. Genauso wenig joviale Scherze, zotige Sprüche und Anspielungen unter der Gürtellinie. Niveaulos! Setzen Sie lieber auf Sprachpointen oder Amüsantes, dass den anderen (und Sie selbst) gut dastehen lässt.

Warum heißt es „einen Toast ausbringen“?

Bei „Toast“ denken die meisten automatisch an geröstetes Weißbrot. In der Tat hat der Brauch, einen Trinkspruch auszubringen und damit jemanden zu ehren, mit eben dieser Scheibe Brot etwas zu tun. Die genaue Herkunft ist bis heute nicht sicher. Dennoch beziehen sich die meisten Erklärungen auf Trinkgewohnheiten aus Großbritannien. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert war es dort üblich, geröstetes Brot in den Wein zu tunken, um den Geschmack zu verstärken.

Eine andere Erklärung stammt ebenfalls aus Großbritannien und bezieht sich auf den Brauch, ein Glas Wein und eine Scheibe Brot in der Runde herumzureichen, bis jeder einen Schluck zu Ehren des Gastes getrunken hatte. Entsprechend hat sich die Bezeichnung „Toast ausbringen“ bis heute für eine verbindende Tischrede oder einen amüsanten und motivierenden Trinkspruch gehalten.

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Toast ausbringen: So klappt Ihre Tischrede

Sollten Sie darum gebeten werden, einen Toast auszubringen, sollten Sie sich über diese Ehre freuen. Es zeigt, wie viel man von Ihnen und Ihrer Eloquenz hält. Erst recht auf festlichen Anlässen wie einem Geburtstag oder einer Hochzeit. Diese Ehre abzulehnen wäre ein Affront. Also bemühen Sie sich wenigstens, ein paar Minuten lang eine Ansprache oder Stegreifrede zu halten.

Je selbstbewusster und entspannter Sie an die Sache herangehen, desto leichter wird es Ihnen fallen, vor anderen zu sprechen. Es dauert ja nicht lange. Damit die Tischrede ein Erfolg wird und bei den Zuhörern ankommt, haben wir die wichtigsten Tipps dazu zusammengefasst:

  1. Ziehen Sie die Aufmerksamkeit auf sich

    Wenn Sie einen Toast ausbringen, sollten Sie zunächst sicher sein, dass Ihnen alle Anwesenden zuhören. Erheben Sie sich, stellen Sie sich so hin, dass alle Sie sehen können und klopfen Sie an Ihr Glas. Bevor Sie direkt drauflos sprechen, sollten Sie Ihren Zuhörern die Chance geben, sich Ihnen zuzuwenden und die Aufmerksamkeit auf Sie zu richten. Also nicht gleich lossprechen, sondern warten bis Ruhe herrscht. Sollten immer noch einige quasseln, können Sie mit einem freundlichen Lächeln das Glasklopfen wiederholen.

  2. Entschuldigen Sie sich nicht zu Beginn

    Es gibt Redner, die stapeln erst einmal tief, in der Hoffnung, dass es so weniger peinlich wird („Eigentlich bin ich kein guter Redner“, „Entschuldigung, ich bin gerade sehr aufgeregt…“). Tun Sie das bitte niemals! So eine frühe Entschuldigung mag Verständnis wecken – sie schmälert aber auch die Wirkung Ihrer Worte. Mancher schaltet jetzt erst recht ab. Starten Sie lieber gleich Ihre Rede.

  3. Sparen Sie sich Adjektivketten

    Bestimmt ist es nur nett gemeint, wenn Sie den Ehrengast als „witzig, zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit, verantwortungsbewusst, ordentlich, gutmütig und einzigartig“ bezeichnen. Doch ist es weder schön, solch endlosen Adjektiven zu folgen. Noch wirkt das kraftvoll. Mehr Gewicht erhält Ihr Vortrag, wenn Sie Eigenschaften mit Beispielen beschreiben oder mit passenden Anekdoten untermauern.

  4. Erzählen Sie von Ihrer Beziehung zum Ehrengast

    Besonders wenn Sie und die Person, auf die Sie den Toast ausbringen, sich seit einiger Zeit kennen, ist es für die Zuhörer interessant, wie Sie sich kennengelernt haben oder was Sie gemeinsam erlebt haben. Es sind gerade diese Geschichten, die einen Toast zu etwas Besonderem machen. Sie sind persönlich verleihen dem Gesagten hohe Authentizität.

  5. Reden Sie nicht von sich

    Eine Tischrede beginnt in der Regel mit den Worten „Ich möchte einen Toast auf … ausbringen.“ Dies sollte aber auch alles sein, was Sie von sich erzählen. Die anderen Gäste hören nicht wegen Ihnen, sondern wegen des Ehrengastes zu, an den der Toast gerichtet ist. Nehmen Sie sich also zurück und rücken Sie den Ehrengast in den Mittelpunkt. Das beginnt schon damit, dass Ihre Laudatio nur wenig „Ich“ enthält, dafür umso häufiger den Namen des Gastes.

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[Bildnachweis: Yuttapholstocker by Shutterstock.com]

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