Ziegelstein-Test: Wer macht was mit den Steinen?
Den Ziegelstein-Test haben wir uns ausgedacht. Nach unserem Wissen wurde er so noch nie in der Bewerbung bzw. im Vorstellungsgespräch genutzt. Dennoch ist er ein amüsantes Gedankenexperiment.
Was also würde passieren, wenn man mehrere Bewerber einlädt, sie in einen Raum mit Ziegelsteinen setztt und bittet, daraus etwas zu bauen? Je nachdem, wer was baut, könnte das die optimale Besetzung für den perfekten Job verraten… Das wären unsere Vorschläge:
- Wer die Steine nur gezählt hat: Buchhaltung
- Wer die Steine mehrfach gezählt hat: Revision
- Wer die Steine im Raum verteilt hat: Forschung & Entwicklung
- Wer die Steine in einem komplizierten System angeordnet hat: Planung
- Wer nur aus dem Fenster schaut: Strategische Planung
- Wer schläft: Werkschutz
- Wer sich mit Steinen bewirft: Betriebsleitung
- Wer die Steine in kleine Stücke zerbrochen hat: IT
- Wer aus den Steinen neue Formen klopft: Ingenieur
- Wer nur herumsitzt: Personalabteilung
- Wer bereits nach Hause gegangen ist: Marketing
- Wer nur redet und keinen einzigen Stein bewegt hat: Top-Management
- Wer stundenlang auf die Steine eingeredet hat: Vertrieb
- Wer die Steine aufeinander geschichtet hat: Zeitarbeiter
- Wer die Steine fotografiert und Insta-Stories macht: Social Media Manager
- Wer die Steine zu einem Turm stapelt: Betriebskindergarten
- Wer mehrere Stapel bildet und sich dazwischen setzt: Verwaltung
PS: Unsere Vorschläge könnten Spuren von Sarkasmus enthalten. Also bitte nicht zu ernst nehmen –aber das Gedankenexperiment gerne weiterspinnen…
Echte Tipps für das Vorstellungsgespräch
Wir können natürlich auch ernsthaft. So finden Sie bei uns zahlreiche bewährte Tipps zu den 10 häufigsten Vorstellungsgespräch Arten oder zur perfekten und professionellen Vorstellungsgespräch Vorbereitung sowie eine ausführliche und kostenlose Vorstellungsgespräch Checkliste.
Grundsätzlich besteht der typische Vorstellungsgespräch Ablauf in Deutschland aus 7 typischen Phasen, inklusive Vor- und Nachbereitung. Hier unsere wichtigsten Tipps dazu:
Eine gründliche Vorstellungsgespräch Vorbereitung macht schon 60 % des Joberfolgs aus. Dazu gehört, dass Sie sich nochmal über das Unternehmen, dessen Hintergrund, Markt, Werte und Produkte informieren sowie Hintergründe zu den Anwesenden recherchieren. Bereiten Sie sich ebenfalls auf unterschiedliche Formate vor, und üben Sie Ihre Selbstpräsentation sowie Antworten auf typische Fragen. Trainieren Sie zusätzlich Ihre Körpersprache, wählen Sie am Tag selbst ein angemessenes Outfit und planen Sie eine pünktliche Anreise.
Die Begrüßung prägt den ersten Eindruck nachhaltig. Stellen Sie sich hierzu mit Vor- und Nachnamen vor, lächeln Sie und halten Sie dabei Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber. Ein kräftiger Händedruck vermittelt Selbstsicherheit. Danach folgt meist noch kurzer Smalltalk. Wichtig ist, dass Sie dabei nie jammern oder über die Anreise klagen. Immer positiv bleiben – und erst setzen, wenn man Ihnen einen Platz anbietet.
Die kurze Selbstvorstellung sollte nie länger als 3-5 Minuten dauern und ist grundsätzlich ein freier Vortrag – nie ablesen! Sprechen Sie hierbei lebhaft und zeigen Sie Energie und Körperspannung. Bleiben Sie fokussiert und sachlich und betonen Sie zu mehr 60 % wichtige Qualifikationen, Erfahrungen oder Alleinstellungsmerkmale – ohne nur den Lebenslauf zu wiederholen. Aufgebaut wird die Selbstpräsentation idealerweise nach dem Muster: „Ich bin – ich kann – ich will“.
Das Vorstellungsgespräch dient in erster Linie zum gegenseitigen Kennenlernen. Dazu stellen Personaler viele unterschiedliche Fragen. Hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich ruhig Notizen. Bleiben Sie bei Ihren Antworten unbedingt ehrlich und authentisch und erzeugen Sie keine Widersprüche zum Lebenslauf. Erklären Sie eine mögliche Wechselmotivation, ohne sich zur rechtfertigen und schaffen Sie bei den Antworten einen möglichst starken Unternehmensbezug. Genannte Stärken sollten für die angestrebte Stelle relevant sein (Beispiele nennen!); mit Schwächen gehen Sie wiederum stets reflektiert und konstruktiv um. Reagieren Sie auf Stressfragen stets souverän und gelassen. Und wenn Sie nicht sofort eine Antwort wissen, bitten Sie ruhig um Bedenkzeit.
Haben Sie immer 2-3 Rückfragen – oder mehr. Nutzen Sie eigene Fragen, um mehr über die Erwartungen des Unternehmens zu erfahren und überlegen Sie sich Fragen zu Entwicklungsperspektiven, z.B: „Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“, „Was erwarten Sie von einem idealen Kandidaten?“, „Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?“ Ebenso können Sie bei den Rückfragen auf Ihre Notizen eingehen. Tabu sind jedoch Fragen zu Urlaub, Benefits oder Überstunden – wirkt nicht motiviert. Stellen Sie auch keine „dummen Fragen“, die Sie hätten vorher recherchieren können.
Bedanken Sie sich am Ende für das angenehme Gespräch und sprechen Sie alle Anwesenden nochmal mit Namen an. Verabschieden Sie sich höflich und professionell und werden Sie dabei nicht hektisch – Sie fliehen nicht! Fragen Sie noch nach den weiteren Schritten oder wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Danach verlassen Sie das Gebäude und sind nett zu allen (!) Mitarbeitern – auch dem Pförtner!
Reflektieren Sie in der Vorstellungsgespräch Nachbereitung das Jobinterview zeitnah und lernen Sie daraus, was Sie zukünftig besser machen können. Überlegen Sie, ob Sie den Job weiterhin wollen und wenn ja: Schicken Sie ein Dankschreiben nach 24-48 Stunden – oder ziehen Sie Ihre Bewerbung zurück. Falls Sie nichts mehr hören: Frühestens nach 2-3 Wochen dürfen Sie nachfassen. Ansonsten bleiben Sie bitte weiterhin aktiv auf Jobsuche und informieren Sie sich über weitere Stellenangebote!
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