Der Traum vom papierlosen Büro ist – bei aller Digitalisierung – in den meisten Unternehmen genau das: ein Traum. Trotz E-Mail, Chat, Skype, Google Hangout, Facebook und Co. hat die Papiermenge in deutschen Büros spürbar zugenommen. Ein Zeichen für die nach wie vor große Bedeutung des Papiers ist die Tatsache, dass das Fax-Gerät als Kommunikationskanal in manchen Bereichen immer noch eine großer Rolle spielt. Auch im Privatbereich – gerade im Umgang mit Behörden – gibt es immer wieder die Situation, dass bestimmte nur per Fax versendet oder empfangen werden können. Da die wenigsten über ein dediziertes Faxgerät verfügen, haben wir für Sie eine Übersicht verschiedener Dienste zusammengestellt.
10 Virtuelle Faxdienste im Überblick
- All to Fax – Bei All to Fax können Sie Ihr Dokument per E-Mail einreichen, dieses wird dann per Fax versandt. Die Preise beginnen ab 0,048 Euro pro Fax, es stehen sowohl eine Prepaid-Option als auch Pläne mit festem Monatsumsatz zur Wahl.
- eFax – Auch eFax nimmt die Faxe als E-Mail entgegen, bei diesem Dienst erhalten Sie jedoch auch eine eigene Faxnummer und können Faxe empfangen. Diese werden Ihnen dann ebenfalls per E-Mail zugestellt. Die Preise umfassen elf Euro Monatsgebühr und beginnen bei 0,09 Euro pro versandtem Fax. Der Dienst kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden.
- Fax.de – Im Gegensatz zu anderen Diensten bietet Fax.de eine Software für verschiedene Betriebssystems an, die sich in bestehende Programme integriert. Dadurch wird es möglich, Dokumente beispielsweise direkt aus Microsoft Word oder dem Adobe Acrobat Reader als Fax zu versenden. Außerdem gibt es auch ein iOS-Applikation, mit der Dokumente von unterwegs gefaxt werden können. Die Preise beginnen ab fünf Euro im Monat, alle Tarife enthalten auch eine eigene Faxnummer, mit der Faxe empfangen werden können.
- Fax-senden – Fax-senden bietet nicht nur eine Rufnummer, um Faxe zu empfangen, diese kann auch eine Ortsnummer Ihres Wohnortes sein. Auch hier werden die Faxe zuerst per E-Mail eingesandt, die Preise beginnen ab 0,15 Euro pro Seite.
- Freenet – Der bekannte E-Mail-Anbieter Freenet bietet seinen Kunden in den E-Mail-Tarifen Power und Plus die Option, ein virtuelles Fax zu nutzen und auch Faxe zu empfangen. Eine Fax-Software für die Windows-Plattform ist erhältlich. Je nach Tarif sind 25 oder 50 Seiten pro Monat inklusive.
- Fritzbox – Einige Modell der bekannten Fritzbox-Router bieten die Option, über den eigenen Internetanschluss Faxe zu versenden. Ob Ihr Modell diese Option unterstützt, entnehmen Sie bitte der Seite des Herstellers oder dem Handbuch Ihres Gerätes.
- Green Fax Green Fax lässt sich sowohl per E-Mail als auch über eine Web-Oberfläche nutzen. Der Dienst ist komplett englischsprachig, Sie können sowohl nur die versandten Faxe bezahlen, als auch ein Abonnement abschließen. Die Abo-Preise beginnen ab 12,95 Doller pro Monat.
- GMX – Auch GMX bietet in den Promail- und Topmail-Tarifen eine virtuelle Faxnummer an. Im Topmail-Tarif für 4,99 Euro im Monat sind zehn Seite inklusive, im Promail-Tarif für 2,99 Euro im Monat zahlen Sie jede Seite gesondert.
- GTC Internet Fax – GTC legt den Fokus auf kleine und mittlere Betriebe. Der Faxdienst des Unternehmens lässt sich auch mit Google Docs kombinieren, Sie können also Dokumente direkt aus Ihrem Google Docs Konto als Fax verschicken. Die Preise beginnen ab 0,11 Euro pro Seite.
- Macbay – Macbay bietet dem Kunden ein vollständiges virtuelles Büro, die Funktionen reichen von E-Mail über Kalender bis hin zum virtuellen Fax. Für die Mac-Plattform steht ein Programm zur Verfügung, mit dem sich Faxe direkt aus verschiedenen Programmen auf dem Mac – beispielsweise aus Microsoft Word – versenden lassen. Macbay bietet auch eine eigene Faxnummer an. Die Preise beginnen ab einem Euro pro Monat.







HANS
Du hast einen hervorragenden Dienst vergessen: sipgate (http://www.sipgate.de/basic/produkte#plus).
Das ist ein VoIP-Telefonanschluss, der nebenbei auch als universelles Fax dient.
Kostet 3,90 EUR im Monat.
Mit der iPhone-App kann man Dokumente fotografieren und direkt faxen.
Zum Empfang erhält man eine lokale Telefonnummer.
Empfangene Faxe kommen als PDF per E-Mail an.
Christian Mueller
Hallo Hans, danke für die Ergänzung. Mit Sipgate habe ich selbst eher schlechte Erfahrung – Faxe nicht zugestellt, zuverlässig usw. – daher fehlt der Dienst. Hast du da andere Erfahrungen gemacht?
Gruß,
Christian
Robert
Und dann gibt’s da noch E-Post. der sichere Mailservice der Deutschen Post. Nach Anmeldung (Post-Ident) kann man dabei auch einen Fax-Service nutzen.
Vorteile:
- kostenloses Versenden an alle deutschen Ortsvorwahlen (aber keine 0180er etc.)
- kostenlose eigene Faxnummer im ortsunabhängigen Rufnummernkreis 032, die auch Faxe empfangen kann
Nachteil:
- Bedienung nur nach Login im Webportal (also keine Plugins für Word & Co)
Christian Mueller
Hallo Robert,
danke für den Hinweis. Den E-Post-Brief kenne ich zwar, habe ihn aber nie benutzt. Hast Du damit Erfahrungen gesammelt?
Gruß,
Christian
Robert
Bisher habe ich den E-Postbrief nur für Faxe verwendet (die zwei bis drei Stück, die ich pro Jahr so versende). Insofern ganz cool, weil man PDFs (und vielleicht auch Wordfiles) hochladen kann, die dann verschickt werden.
Ansonsten ist der Mailservice an sich noch ein wenig proprietär: wer durch Google Mail verwöhnt ist, lässt sich nur schwer dorthin bewegen.
Nichtsdestotrotz glaube ich aber, dass E-Post hier in Deutschland aber ein großer Erfolg wird, sobald einige Firmen oder Behörden ihre Rechnung über diese Plattform versenden werden, um damit ihre Druck- und Portokosten einzusparen. Dabei glaube ich aber, dass die Post insbesondere im Großkundenbereich mittelfristig hohe Rabatte auf die Versandkosten geben muss, weil keine Firma für einen sicheren elektronisch versandten Brief 55 ct bezahlen wird.
Christian Mueller
So bald Behörden die E-Post flächendeckend statt Papier akzeptieren wird der Dienst sicherlich interessant. Kannst du, Robert, aktuell Vorteile gegenüber anderen Diensten erkennen?
Hans
@Christian Doch, Sipgate funktioniert prima. Sogar Spam wird zuverlässig zugestellt :-).
Ich kann auch mehrere E-Mail-Adressen als Empfänger festlegen.
Am Mac nutze ich den “sipgate Faxdrucker”. Der verschickt zuverlässig Faxe.
Und eben mit dem iPhone. Die Qualität ist mittel. Aber für ein schnelles NDA reicht’s.
Christian Mueller
Hallo Hans, seit wann nutzt du Sipgate denn? Unter Leopold hatte ich da nur Probleme mit.
Gruß,
Christian
Robert
Sehe aktuell eigentlich nur folgendes Vorteile:
1. vertrauensvoller, deutscher Betreiber des Maildienstes (keine potentiellen Datenschutzprobleme mit amerikanischen Firmen)
2. kostenloser Service ohne Werbebanner, Spam etc.
3. Identität der Person mit epost-Adresse ist verifiziert
4. kostenloser Faxversand mit Faxnummer
Nichtsdestotrotz verwende ich derzeit aber hauptsächlich Google Mail, weil ich die Funktionen, Bedienung, Smartphone-Anbindung etc. aktuell einfach überragend finde und kein anderer (GMX etc.) da ran kommt.
Anja
Hallo Christian,
bei GTC Internet Fax hat sich ein “x” eingeschlichen – das GTX müsste ein GTC sein…;-)
Gruß,
Anja
Christian Mueller
Hallo Anja,
danke Dir, ist korrigiert.
Gruß,
Christian
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