Wer auf Negatives im Job fokussiert, schadet sich selbst
Es gibt Jobs, die machen einfach keinen Spaß. Oder eben nicht mehr. Nicht wenige Arbeitnehmer ändern aber nichts an der Situation, sondern jammern. Mehr noch: Sie fokussieren auf die negativen Seiten ihres Jobs: den miesen Chef, die intriganten Kollegen, die doofe Arbeit. Jeden Tag. Fatal. Denn wie eine Studie um Russell Johnson von der Michigan State Universität zeigt, saugt ihnen diese Attitüde auch noch die letzte mentale Energie aus dem Leib...

Negative Gedanken lösen Abwärtsspirale aus

Oder anders formuliert: Jene Mitarbeiter, die viel Zeit damit verbrachten, ihre berufliche Lage zu beklagen und die Umstände zu kritisieren, fühlten sich in den Versuchen gegenüber der Kontrollgruppe deutlich unfokussierter, waren kaum noch in der Lage, sich zu konzentrieren und letztlich auch unproduktiver.

Kurzum: Sie lösten durch das Fokussieren auf die negativen Aspekte eine Abwärtsspirale aus, die ihre Lage eher zusätzlich verschlechterte.

Das Fatale daran: Motzen ist bequem. Man ärgert sich zwar jeden Tag aufs Neue, findet aber auch täglich Ausreden, um untätig zu bleiben. Dumm nur, dass alle (inklusive des Chefs) spüren, wie die Motivation und Leistung nachlässt. Effekt: Man wird immer mehr zum Außenseiter - und fühlt sich auch noch in seiner Sicht der Dinge bestätigt - "Alle(s) Scheiße außer mir."

Es beginnt aber mit den eigenen Gedanken. Wer beispielsweise das Gefühl hat, dass ihn der Job regelrecht auffrisst oder wer sich täglich ins Büro quält, sollte sich nicht wie ein Opfer verhalten, sondern die Initiative ergreifen - trotz der Angst vor Veränderungen und möglicher Unwägbarkeiten.

Warum?

Lebenszeit ist kostbar. Warum sollte man sie damit verschwenden, abzuwarten und unglücklich zu sein?

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