Ollyy/shutterstock.comDie Angst vor dem Scheitern - Irgendwie ist sie bei Berufsanfängern, aber auch bei etablierten Mitarbeitern allgegenwärtig und deutlich spürbar. Doch dahinter steckt viel mehr die Angst, sich vor anderen lächerlich zu machen, beim Chef in Ungnade zu fallen oder die Anerkennung der Kollegen zu verlieren. Und sich damit - schlussendlich - die eigene Karriere zu verbauen. Dabei ist dieses Denken der völlig falsche Ansatz. Sie sind nicht nur völlig normal, nein, Scheitern und Misserfolg sind auch notwendig für eine erfolgreiche Karriere. Anstatt den Fokus also auf Selbstoptimierung und Perfektionismus zu legen, zäumen wir das Pferd heute von hinten auf. Eine Anleitung zum Misserfolg...

Schöner Scheitern: Ein Weg zum Erfolg

Sie haben richtig gelesen: Ohne Misserfolge ist ein dauerhaft erfolgreiche Karriere schlicht unmöglich. Der Grund ist dabei einfach: Wenn Sie immer nur erfolgreich sind, können Sie nicht mit Krisen oder Rückschlägen umgehen - Sie haben einfach keine Erfahrung mit solchen Situationen.

Doch irgendwann ist jeder einmal mit Rückschlägen konfrontiert. Den perfekten Lebenslauf, den stetig ansteigenden Weg zum Erfolg, der nur gerade aus verläuft, gibt es nicht. Umwege oder auch einmal eine Sackgasse gehören dazu.

Das heißt nicht, dass Sie bewusst auf das Scheitern eines Projektes hinarbeiten sollen. Doch Sie müssen darauf vorbereitet sein, diese Möglichkeit zumindest in Betracht ziehen und einen Plan B in der Schublade haben.

Misserfolg: 11 Anti-Erfolgs-Gesetze

Ollyy/shutterstock.comScheitern ist also nicht nur völlig normal, sondern kann auch erfolgreicher machen. Doch wie scheitert man? Die meisten Arbeitnehmer versuchen genau das zu vermeiden, denn Rückschläge werden als Schwächen interpretiert. Dabei kommt es nicht darauf an, wie oft Sie hinfallen. Entscheidend ist, dass Sie einmal öfter wieder aufstehen. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen - natürlich mit einem Augenzwinkern - 11 Anti-Erfolgs-Gesetze, die Ihnen garantiert dabei helfen werden, Ihre berufliche Zukunft an die Wand zu fahren.

  1. Geld ist Gott. Vergessen Sie den ganzen Freundschafts-Glücksbärchen-Käse, den man Ihnen im Fernsehen einreden möchte – was wirklich glücklich macht, ist Geld. Viel davon. Wann immer Sie die Wahl zwischen Familie und Freunden auf der einen und dem mächtigen Mammon auf der anderen Seite haben – Sie wissen, was zu tun ist.
  2. Erdrückende Ziele setzen. Wieso mit kleinen Fischen abgeben? Die erste Million ist die schwerste, und die verdient man sich nicht, wenn man mit 5000 mickrigen Scheinen im Monat zufrieden ist. Außerdem ist keine Position im Unternehmen zu hoch – oder haben Sie schon mal was von „Machthöhenangst“ gehört? Viel wollen, viel bekommen!
  3. Den Führern glauben. Sie kennen die Bücher jedes Motivationsgurus auswendig, feilen Tag und Nacht an ihrer Psyche und besuchen tausende Erfolgsseminare? Großartig! Glauben Sie vorbehaltlos jede fremde Erfolgslektion, und Sie leben im Einklang mit dem Universum. Negative Gedanken sind das Gift des Pöbels!
  4. Durch und durcharbeiten. Burnout ist was für Weicheier, zweitklassige Fußballer und magersüchtige Skispringer. Echte Karrieretypen machen auch nach 80-Stunden-Wochen nicht schlapp. Wochenenden sind sowieso nur was für Träumer und Alkoholiker! Genau wie Mittagspausen, Brückentage und Urlaub.
  5. Es allen zeigen. Keiner weiß Sie richtig zu schätzen, alle trampeln auf Ihnen herum? Zeigen Sie es diesen Dumpfbacken! Allein der Hass auf Ihre größten Feinde muss Motivation genug sein, es nach ganz oben zu schaffen. Vor allem Ihren Eltern sollten Sie beweisen, dass Sie viel erfolgreicher sein können als sie. Ätsch!
  6. Es allen recht machen. Verscherzen Sie es sich in Ihrem Leben mit niemandem! Sorgen Sie dafür, dass jeder einzelne nur Gutes über Sie sagen kann – ob Chef, Kollege oder Türsteher. Niemand mag Beschwerden – verzichten Sie darauf! Wer nichts einfordert, wird auch nicht zurückgewiesen.
  7. Nach oben treten. Nur weil sich jemand Ihr "Vorgesetzter" schimpft, denkt er, er sei König Ludwig? Falsch gedacht! Jeder Gefallen und jede Freundlichkeit dem Chef gegenüber ist eklige Schleimerei. Mit solchen Bücklingen haben Sie nichts zu tun. Legen Sie dem Wichtigtuer wo immer möglich Steine in den Weg!
  8. Alten Ballast abwerfen. Sie sind befördert worden? Glückwunsch, endlich können Sie Ihren alten Freundeskreis aus Verlierern und Nichtsnutzen aufgeben. Es ruft die Gesellschaft der Reichen & Schönen! Jetzt ist auch die Zeit, über eine neue Beziehung nachzudenken – schließlich gehört die alte daheim noch zu Ihrem Unter-Ich.
  9. Erfahrung ersetzt Bücher. Was wissen denn die anderen schon? Sie haben 114 Jahre Berufserfahrung, kannten den Firmengründer persönlich und arbeiten schon ewig auf Ihrem Posten – und jetzt kommt so ein aufmüpfiger Jungspund und will Ihnen was erzählen? Der kann ja nur Quatsch reden.
  10. Bücher ersetzen Erfahrung. Was wissen denn die anderen schon? Sie kommen frisch von der Uni, haben jede Klausur mit Auszeichnung bestanden und waren Liebling der Professoren – und jetzt kommt so ein eingerosteter Tattergreis und will Ihnen was erzählen? Der kann ja nur Quatsch reden. (Das ist übrigens kein Widerspruch zu Punkt 9. Bonusgesetz: Was interessiert Sie Ihr Geschwätz von vorhin!)
  11. Seien Sie unfehlbar. Sie haben alle 10 vorherigen Lektionen mit einem Grinsen gelesen und wissen, dass das mit Ihnen nichts zu tun haben kann? Toll! Sie sind ein perfekter Mensch. Ruhen Sie sich auf Ihren Lorbeeren aus – der Erfolg kann Sie gar nicht mehr verfehlen. Herzlichen Glückwunsch!

Eine kurze Parabel...

Doch auch das Umfeld hat natürlich Einfluss auf Erfolg oder Scheitern. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn nicht immer lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob ein Kontakt uns nützt oder schadet. Dazu eine schöne Parabel...

Ein Vogel fliegt verspätet im Winter nach Süden. Doch es ist so kalt, dass seine Flügel immer steifer werden. Schließlich stürzt er ab und fällt auf ein Feld. Während er da liegt, kommt eine Kuh vorbeigetrottet und lässt einen Haufen direkt auf den Vogel fallen. Erst ärgert er sich, dann merkt er, wie wohlig warm das ist und taut langsam wieder auf. Darüber ist der Vogel so glücklich, dass er damit beginnt, ein Lied zu trällern. Eine Katze, die gerade umherstreunt, hört das Gezwitscher und entdeckt den Vogel. Sie holt ihn aus dem Dung und frisst ihn auf...

Und die Moral von der Geschichte?

  • Nicht jeder, der dich anscheißt, ist dein Feind.
  • Nicht jeder, der dich aus dem Mist befreit, ist dein Freund.
  • Wenn du bis zum Hals im Dreck steckst – halt die Klappe!

Stolpersteine: Warum gerade Überflieger scheitern

Ollyy/shutterstock.com Es soll sich natürlich niemand vom Scheitern ausgeschlossen fühlen. Darum sei an dieser Stelle noch einmal betont: Scheitern ist ein Phänomen in allen Branchen, Berufen und Gehaltsstufen. Auch das größte Talent kann sich nicht davon freisprechen. Ganz im Gegenteil! Das Paradox der Exzellenz beschreibt den Umstand, dass ausgerechnet die smarten, die fleißigen und ambitionierten Erfolgstypen in einem Unternehmen ebenso jene sind, die am wenigsten zufrieden (mit sich) und zuweilen sogar unproduktiver als ihre durchschnittlichen Kollegen sind. Vor allem sind es diese 8 typischen Verhaltensweisen und Eigenschaften, die Überflieger scheitern lassen und ihnen regelmäßig zum Verhängnis werden.

  • Zielfokussierung. Mehr als andere konzentrieren sich Überflieger auf die Ergebnisse. Keiner kann sie stoppen, wenn sie sich ihrer Aufgabe einmal verschrieben haben. Diese extreme Fokussierung auf das Ziel führt aber ebenso häufig dazu, dass sie Kollegen auf dem Weg dorthin vergessen oder intransparent handeln.
  • Perfektionismus. Leistungsträger glauben, gar nicht mal zu unrecht, dass kaum einer den Job besser machen könnte als sie selbst. Die Kehrseite: Sie können kaum noch delegieren und neigen zum sogenannten Mikromanagement oder Kontrollwut. Und ertrinken in Arbeit.
  • Detailversessenheit. Weil diese Talente jeden Teil ihrer Aufgabe besonders ernst nehmen, verlieren sie sich auch schon mal in den Details - oder können nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was wirklich wichtig ist und nur eine Marginalie.
  • Übersensibilität. Erfolgstypen hungern nach Lob und Aufmerksamkeit. Denn daran messen sie sich selbst. Umgekehrt vergessen sie aber leicht, auch andere im Team für ihre Leistung zu loben und reagieren überempfindlich auf Kritik.
  • Konkurrenzdenken. Wettbewerb belebt das Geschäft, keine Frage. Und ein bisschen Konkurrenz schadet nie - mit Betonung auf ein bisschen. Leider neigen Überflieger nicht selten dazu, es damit zu übertreiben: Alles ist für sie ein Wettkampf, ein Messen und Vergleichen. Im Extrem führt es aber auch dazu, dass sie sich selbst immer als unzureichend oder herausgefordert empfinden.
  • Leidenschaft. Das hört sich zunächst nach einer positiven Eigenschaft an. Doch wer sein ganzes Selbstwertgefühl vom Job abhängig macht und sich mit Leib und Seele dem Beruf verschreibt, der erlebt oft eine emotionale Achterbahnfahrt. Bei diesen Typen wird der Grat sehr schmal zwischen Fortune und Fiasko.
  • Risikoaversion. Und eben weil Überflieger gerne Überflieger bleiben wollen, scheuen sie zuweilen das Risiko mehr als andere. Insbesondere, wenn sie das Gefühl haben, die Situation nicht mehr einschätzen oder gar kontrollieren zu können.
  • Unruhe. Erfolgstypen lieben es, produktiv zu sein. Doch egal, wie viel sie auch erreichen: Es ist nie genug. Und das plagt sie, treibt sie - schlimmstenfalls in den Burnout.

Scheitern: 7 häufige Gründe

Ollyy/shutterstock.comEbenso wie die Gründe des Erfolgs, sind natürlich auch die Ursachen des Scheiterns individuell und von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer verschieden. Die folgende Liste erhebt also keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Doch lässt sich mit Sicherheit sagen, dass manche Ursachen häufiger auftreten als andere. Dieser Überblick über 7 häufige Gründe des Scheiterns soll Ihnen dabei helfen, Stolpersteine zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.

  1. Falsche Erwartungen

    Endlich! Endlich haben Sie die längst überfällige Beförderung erhalten. Vor Ihrem geistigen Auge sehen Sie bereits all die Dinge, die Sie mit Ihrem Team zum Positiven verändern und in dem Laden mal so richtig aufräumen. Dafür hat man Sie schließlich geholt: Jemanden mit hoher Motivation, unverbautem Blick und frischen Ideen. Meist aber holt einen die Realität schneller ein, als erwartet. Vielleicht hat man Ihnen manche Hürden und Fallen gar verschwiegen, an denen sich schon Ihre Vorgänger die Zähne ausgebissen haben. Dann ist die Enttäuschung groß und die Motivation sinkt schneller als Felix Baumgartner.

  2. Unrealistische Ziele

    Der Punkt hängt eng mit dem ersten zusammen. Natürlich wollen Sie gleich zu Beginn zeigen, was in Ihnen steckt und dass das in Sie gesetzte Vertrauen berechtigt ist. Deshalb setzten Sie sich selbst hohe Ziele, mit denen Sie Ihren Vorgesetzten beeindrucken wollen. Doch schon nach kurzer Zeit merken Sie: Diese Ziele sind nicht erreichbar, es läuft einfach nicht alles so glatt, wie es sollte. Stress und Frustration wachsen und wachsen.

  3. Zu großes Ego

    Es gibt ja Mitarbeiter die den Eindruck vermitteln, ohne Sie ginge im Unternehmen gar nichts. In jedem Meeting und auf jeder Firmenparty stellen Sie Ihre großen Erfolge und Ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten in den Vordergrund. Diese Mitarbeiter erreichen genau eines: Sie nerven Ihr Umfeld. Und zwar gewaltig. Daher will auch niemand mit ihnen zusammenarbeiten, sie werden nach und nach an den Rand gedrängt.

  4. Fehlende Teamfähigkeit

    Das ist ein großer Begriff, und die meisten würden von sich wohl behaupten, teamfähig zu sein. Sind sie aber nicht, denn woran viele scheitern: Sie können ihre eigenen Schwächen nicht zugeben und sich genau hier die Verstärkung im Team suchen. Ein Macher mit Defiziten? Das kann doch nicht sein! Quatsch. Das Gegenteil ist richtig: Gute Macher nutzen ihre Stärken, Schlüsselkompetenzen sowie die des Teams, um die jeweiligen Schwächen auszugleichen. Sie fragen nach, bitten um Hilfe, geben aber auch Hilfe zurück. Das ist Teamfähigkeit...

  5. Vermeiden von Risiken

    Egal welche Aufgabe Ihnen übertragen wird, Sie erfüllen diese immer gewissenhaft und zuverlässig. Auch wenn es schnellere Wege gäbe: Sie halten sich an die Regeln und gehen kein Risiko ein. Ihre Ergebnisse durchaus zufriedenstellend, doch eben nur guter Durchschnitt. So kommen Sie nicht wirklich weiter und fallen Vorgesetzten auch eher negativ auf, jedenfalls nicht als Hoffnungs- und Leistungsträger. Gut möglich, dass Sie schon bald ein solcher ersetzt.

  6. Angst vor Fehlern

    Viele Menschen haben Angst davor, Fehler zu machen - auch weil andere sie dafür kritisieren oder auslachen könnten. Doch diese Spötter sind Narren, die es nicht besser wissen. Fehler und die Erfahrungen daraus lassen uns persönlich wachsen. Kein Artist, kein Künstler, kein Sportler, der nicht zig Fehler gemacht hätte - bis zur Meisterschaft. Überdies machen uns Fehler sozialer: Sie machen einerseits gnädiger für die Fehler anderer (weil wir selbst nicht unfehlbar sind) - andererseits sorgen sie dafür, dass wir uns besser in andere einfühlen können, weil wir schon durchgemacht haben, was sie gerade durchmachen. Kurz: Es ist schon der erste Fehler, keine Fehler machen zu wollen. Manche Menschen verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch.

  7. Mangelnde Ausdauer

    Zu Beginn einer neuen Aufgabe ist die Euphorie bei jedem groß. Doch das ist wie bei einem Dauerlauf: Mit den Wochen und Monaten schleicht sich Routine ein, die anfängliche Begeisterung schwindet und man spürt die Mühe, die es macht, immer deutlicher. Erfolg wird einem nun mal nicht geschenkt. Wer dann nachlässt oder gar innerlich aufgibt, darf sich nicht wundern, wenn er oder sie scheitert. Rückschläge sind immer gewiss. Den Biss (Fachjargon: Volition) zu entwickeln, dennoch weiterzumachen - das macht den Unterschied.

Die drei größten Fehlerquellen im Job

  1. Mitarbeiter. Übung macht den Scheibenkleister. Tagein tagaus derselbe Job – das macht unaufmerksam. Erst schwindet die Motivation, dann die Sorgfalt. Und schon ist der Fehler passiert. Mit der Routine einher geht auch die Selbstüberschätzung. Fehlen Mitarbeitern die Fähigkeiten oder der Überblick über mögliche Folgen ihrer Entscheidung, schießen sie gerne übers Ziel hinaus, Motto: Wird schon gut gehen. Geht es aber selten. Hier hilft: genügend Abwechslung, häufigere Pausen und vor allem gründliche Personalentwicklung.
  2. Vorgesetzte. Sie scheitern am Zeitdruck. Schuld sind hierarchische Strukturen. Wirklich. Je weiter oben Entscheidungen gefällt werden, desto einsamer sind sie. Entweder, weil die Zeit für wertvolle Rückmeldungen, Kritik und Nachdenken fehlt – oder weil sowieso keiner wagt, zu widersprechen. Und je mehr es pressiert, desto leichter werden erste Warnsignale übersehen. Auslöser für Missgeschicke sind aber auch unklare Anweisungen. Zum Führen gehört eben nicht nur in die richtige Richtung zu weisen – man muss auch mitlaufen und gegebenenfalls korrigierend eingreifen.
  3. Organisation. Bleiben Aufgaben, Abläufe, Autoritäten diffus, sind Fehler programmiert. Besonders gefährlich wird es da, wo zwei Abteilungen, Teams oder Projekte zusammenkommen. An den Schnittstellen entstehen die größten Reibungsflächen – und -verluste. Hier helfen nur präzise Kompetenzen und Kommunikation: Was ist zu tun? Von wem? Bis wann? Wer hat das letzte Wort? Mangelhafte Kommunikation ist die zweitgrößte Schwachstelle in jedem Unternehmen. Die größte ist, das zu wissen und es dennoch zu ignorieren.

Letzte Worte: Auch am Schluss können Sie scheitern

Scheitern ist übrigens nicht nur während des Arbeitsverhältnisses möglich. Gerade kurz vor Ihrem Abschied können Sie die letzten Jahre noch einmal völlig zunichte machen. Denn die dämlichsten Fehler passieren oft zum Schluss.

Wer etwa den Job wechselt und von seinen alten Kollegen Abschied nimmt, zeigt entweder Klasse und hinterlässt so das subtile Gefühl einer Lücke – oder zerstört sein mühsam erarbeitetes Image binnen Sekunden. Dumm, denn eine zweite Chance dazu gibt es nicht.

Bleiben Sie zu jedem Zeitpunkt Profi und wählen Sie Ihre letzten Worte in diesem Job sorgsam. Egal, wie schäbig sich Ihr Arbeitgeber, Ihr Chef, Ihre Kollegen bisher verhalten haben – Sie verhalten sich anständig, professionell, höflich, bedanken sich, loben, halten eine kurze Ansprache. Klappe, Vorhang, auf Wiedersehen...

Wer weiß: Womöglich werden diese Worte am Ende so legendär, wie die folgenden Beispiele. Ob im Positiven oder Negativen - das entscheiden Sie ganz allein.

Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.

Karl Marx

Meine Tapete und ich kämpfen ein Todesduell. Entweder sie muss gehen oder ich.

Oscar Wilde

Ich hatte höllisch viel Spaß und ich habe jeden Augenblick davon genossen.

Erroll Flynn

Alles langweilt mich...

Winston Churchill
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