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Aus der Rubrik "Studien, die man glauben kann oder auch nicht" kommt diese Erkenntnis des Ökonomen Jay Zagorsky von der Ohio State Universität. Er untersuchte die Korrelation zwischen Haarfarben und Intelligenz - vor allem, um dem Klischee der dummen Blondinen nachzugehen beziehungsweise an die Wurzel. Das Ergebnis (siehe Grafik) überraschte am Ende selbst Zagorsky: Nicht nur, dass die echten (!) Blondinen nicht nur so gar nicht dumm waren - sie waren von allen untersuchten Probandinnen sogar jene mit dem höchsten Intelligenzquotienten (IQ) ...

Sind Blondinen tatsächlich dumm?

Zugegeben, die Unterschiede in den Korrelationen (PDF) sind nur marginal: Die echten (also nicht gefärbten) Blondinen schnitten gegenüber Brünetten lediglich um 0,5 IQ-Punkte besser ab. Gegenüber den "dümmeren" Schwarzhaarigen macht der Unterschied auch nur 2,7 IQ-Punkte aus...

Blondinen-dumm-intelligent-Studie-Grafik

Hinzu kommt, dass es sich dabei eben statistisch um eine besagte Korrelation und keine Kausalität handelt. Heißt: Die Haarfarbe beeinflusst keinesfalls die Intelligenz. Es ergibt sich statistisch hierbei nur ein auffälliger Zusammenhang.

Viel spannender ist daher das weniger plakative Ergebnis der Studie, was man im Grunde längst ahnte: Das Blondinen-Klischee ist grober Unfug. Ob intelligent oder nicht - mit der Haarfarbe hat das recht wenig zu tun...

Blondinen verdienen weniger

Auch wenn das Stereotyp von der angeblich blöden Blondine nicht haltbar ist. Die Haarfarbe rächt sich an anderer Stelle: im Job und beim Gehalt. Vor allem junge blonde Frauen werden beim Einkommen offensichtlich benachteiligt, wie eine australische Studie zeigt. Als auch Evgenia Kogan Dechter von der Universität von New South Wales in Sydney den Blondinen-Mythos genauer untersuchte und damit, ob es einen Zusammenhang zwischen Haarfarbe und Einkommen gibt, stellte sie erstaunt fest: Es gibt einen - allerdings einen negativen.

Blondinen verdienen demnach deutlich weniger als Frauen mit irgendeiner anderen Haarfarbe. Für blonde Männer gilt dies allerdings nicht. Dabei konnte Dechter gleichzeitig keinerlei Relationen zwischen Haarfarbe und Kompetenzen, Erfolgen oder Attitüden feststellen. Heißt: Blondinen sind weder besser oder schlechter als andere im Job, sie haben nur hellere Haare. Also ein echtes Indiz für die Diskriminierung einer Haarfarbe.

Einzig positiv: Der Gehaltsunterschied verschwinde laut Dechter im Laufe der Jahre zunehmend. Je mehr Berufserfahrung Blondinen vorweisen könnten, desto eher gleichen sich ihre Gehälter an die ihrer Geschlechtsgenossinnen an.

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