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Unglücklich im Job? Gründe, Test + 8 sichere Tipps

Schlechtes Klima, mieser Chef, kaum Perspektiven: Nicht wenige Arbeitnehmer sind unglücklich im Job. Was tun, wenn man in seinem Job unglücklich ist? Wenn die Arbeit keinen Spaß mehr macht? Alles sofort hinschmeißen und nix wie raus? So eine Entscheidung will gut überlegt sein. Schließlich muss der Jobwechsel später begründet werden. Mit unserem Test finden Sie heraus, ob Sie den Job wechseln sollten. Außerdem geben wir Ihnen 8 Tipps, wie Sie glücklicher im Job werden…


Unglücklich im Job? Gründe, Test + 8 sichere Tipps

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8 häufige Gründe für Unzufriedenheit

Wer unglücklich im Job ist, quält sich schon beim Start in den Arbeitstag. Die Ursachen dafür können individuell verschieden sein. Besonders häufige Gründe für Jobfrust sind aber diese acht Auslöser:

  • Hoher Stress
    Mehr Aufgaben als Zeit – und das fünf Tage die Woche? Das führt unweigerlich zu Stress. Nicht immer ist mangelndes Selbstmanagement der Grund. Extrawünsche der Kunden, ein hoher Krankenstand unter Kollegen oder hohe Erwartungen des Chefs fördern den Druck.
  • Niedriges Gehalt
    Geld ist nicht alles. Aber es beruhigt und ist Ausdruck der Wertschätzung. Fällt das Gehalt im Vergleich zur Leistung gering aus, fühlt sich das wie eine schlechte Bewertung an und macht unglücklich.
  • Fehlende Anerkennung
    Nie ein Wort des Lobes, auch sonst wenig Anerkennung? Auf Dauer ein Garant, unglücklich im Job zu werden.
  • Geringe Flexibilität
    Viele Arbeitnehmer wünschen sich mehr Flexibilität, um den Job und das Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Völlig starre Strukturen, bei denen Sie überhaupt keinen Spielraum haben, führen zu Frust.
  • Falsche Erwartungen
    Leider auch ein häufiger Grund: Betroffene haben vollkommen falsche oder überzogene Erwartungen an eine Position. Erkennt man dann die Realität und den Alltag, ist Unzufriedenheit nur eine Frage der Zeit.
  • Nervige Kollegen
    Unnötige Spitzfindigkeiten und Sticheleien unter Kollegen, Ausgrenzung und Ähnliches tragen dazu bei, den Arbeitsalltag zu vermiesen. Bei einem schlechten Betriebsklima kann keine Zufriedenheit entstehen.
  • Schlechter Chef
    Sind Mitarbeiter unglücklich im Job, ist der Chef in der Regel nicht ganz unbeteiligt. Wer das Gefühl hat, mit einem absolut inkompetenten Vorgesetzten arbeiten zu müssen, leidet im Job.
  • Keine Perspektiven
    Trotz Engagement keine Perspektiven? Weder Herausforderungen im Job, noch Entwicklungschancen? Das drückt gewaltig auf die Jobzufriedenheit.

Das Ausmaß ist entscheidend

Kein Job macht immer Spaß. Ärger und Frustphasen hat jeder einmal. Entscheidend ist das Ausmaß der oben genannten Gründe: Sind Sie nur akut unglücklich im Job (und haben deshalb nach diesem Artikel gesucht) – oder ist dieser Zustand chronisch? Dauert das Gefühl, im falschen Job zu sein, schon Wochen oder gar Monate an, sollten Sie diese Warnzeichen ernst nehmen. Erst recht, wenn körperliche Symptome dazu kommen: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen. Regelmäßige Beschwerden, egal ob psychischer oder körperlicher Natur, sind oft ein Indiz dafür, dass Sie etwas ändern müssen.

Test: Unglücklich im Job?

An der Frage, wie glücklich oder unglücklich im Job Sie sind, hängt die viel entscheidendere Frage: bleiben oder gehen? Als Entscheidungshilfe haben wir einen kostenlosen Test für Sie. Er kann Ihnen helfen, die aktuelle Situation klarer zu beurteilen:

Hier zum Test


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Ab 40 erreicht die Unzufriedenheit im Job einen Höhepunkt

Wie alt sind Sie? Die Frage ist weniger trivial als sie klingt. Studien um Dilip Jeste von der Universität von Kalifornien zufolge folgt die Zufriedenheit im Job und im Leben einer Kurve: Die sogenannte „Glückskurve“ (siehe Grafik). Sie erreicht im Durchschnitt mit Anfang 40 ihren Tiefpunkt. Danach steigt sie wieder. Sollten Sie also gerade in der Lebensmitte angekommen sein, kann es ganz normal sein, dass Sie gerade unglücklich im Job sind oder eine Midlife-Crisis erleben.
Glückskurve U Form Grafik

Warum sind so viele 35-Jährige unglücklich im Job?

Der Grund für die Krise Mitte 30, Anfang 40 hat in der Regel nichts mit dem Job zu tun. Vielmehr liegt es den typischen Lebensphasen:

  • Orientierung
    Die ersten Jahre nach Schule und Ausbildung sind geprägt von Abenteuer und Abwechslung: Die meisten finden in dieser Zeit den Partner fürs Leben, ziehen zusammen, beginnen mit ihrem Beruf. Die Lebensphase ist geprägt von wilden Partys, aufregenden Bekanntschaften, neuen Erfahrungen und vielen Freiheiten.
  • Entwicklung
    Es folgt die Karriere: Nach Berufseinstieg und erstem Gehalt spezialisieren sich viele und finden ihre „Berufung“. Gehaltserhöhung(en) und Beförderung(en) sind der Lohn. Und das alles binnen 10 bis 15 Jahren.
  • Saturierung
    Dann setzt die Routine ein: Wir beherrschen unseren Job. Berufliche Veränderungen werden seltner. Das Gehalt stagniert. Und die Perspektive mit 35? Noch mindestens 32 Jahre weiterarbeiten… Womöglich in dieser Position! Das Leben reduziert sich gefühlt auf Wochenenden und Urlaube.

Kein Wunder, dass da manche Frust überkommt. Gesellen sich dann noch Stress, Kinder oder Familiendruck dazu, wird daraus ein giftiger Cocktail.

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Unglücklich im Job: Was tun?

Eine Kündigung ist zwar ein Ausweg. Ein solch radikaler Schritt sollte aber gut überlegt sein. Leichtfertig alles hinzuschmeißen, ist womöglich auch keine Lösung. Wer weiß, ob es im nächsten Job besser wird? Voreilige Entschlüsse bringen Sie vielleicht vom Regen in die Traufe.

Was also tun, wenn Sie gerade unglücklich im Job sind?

Prüfen Sie zuerst (zum Beispiel mit obigem Test), in welcher Lebensphase Sie sich gerade befinden und analysieren Sie die Ursachen für den aktuellen Frust. Vielleicht sind Sie „nur“ unzufrieden. Oft hilft schon einfaches Umdenken, positiv denken und ein paar Änderungen, um die Lebensbalance wiederzufinden. So können Sie selbst für neue Perspektiven sorgen:

Setzen Sie sich neue Ziele

Fragen Sie sich: Was will ich in meinem Leben noch erreichen? Beruflich? Privat? Zielstrebigkeit ist nicht nur ein wichtiger Schritt zu mehr Erfolg – sie macht auch glücklich. Denn Sie haben etwas, auf das Sie bewusst hinarbeiten und nehmen so wieder das Steuer Ihres Lebens in die Hand.

Starten Sie ein passendes Projekt

Starten Sie ein innerbetriebliches Projekt, das Sie Ihren beruflichen Zielen (siehe Punkt 1) näher bringt oder gewünschte Fähigkeiten trainiert. Das bedeutet zwar zunächst mehr Arbeit. Sobald Sie Ihrem Chef aber den Nutzen Ihres Projekts nachweisen können, kann das zu einer Neuverteilung der Aufgaben führen. Mittelfristig ändern sich die Arbeitsinhalte – und damit das, was Sie unglücklich macht.

Bauen Sie nebenbei ein Business auf

Wenn Sie der aktuelle Job nicht erfüllt, können Sie sich nebenberuflich selbständig machen. Natürlich müssen Sie das vorab mit dem Chef besprechen und brauchen für die Nebentätigkeit eine Genehmigung. Ein zweites Standbein schafft aber nicht nur zusätzliche Sicherheit. Sie können damit auch nebenbei Geld verdienen.

Genießen Sie den Lebensabschnitt

Auch wenn es schwerfällt: Genießen Sie den aktuellen Lebensabschnitt. Womöglich ist jetzt eine Jobphase gekommen, in der Sie sich mehr auf die Familie konzentrieren können und sollten. Karriere ist schließlich nicht alles. Das heißt nicht, dass in den nächsten Jahren nichts mehr kommt. Stellen Sie dafür die Weichen, planen Sie gründlich – dann gehen Sie einen Schritt nach dem anderen.

Seien Sie dankbar

Insbesondere für das, was Sie schon erreicht haben. Dankbarkeit ist eine Wurzel für Gesundheit und Wohlbefinden. Man kann nicht dankbar und zugleich unglücklich sein. Dankbarkeit macht sogar resistenter gegenüber Stress. Das konnten Untersuchungen von Martin Seligman und Tracy Stehen von der Universität von Pennsylvania nachweisen. Ihre – dankbaren – Probanden konnten so den empfundenen Stress reduzieren und zeigten sich auch widerstandsfähiger gegenüber psychischen Erkrankungen.

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Langfristig unglücklich im Job? Die nächsten Schritte

Handelt es sich nicht um ein vorübergehendes Tief, müssen Sie den Ursachen auf den Grund gehen. Wird Ihre Arbeit nicht wertgeschätzt, wird sich das auch mit 45 nicht ändern. Andere Arbeitnehmer können zu der Erkenntnis kommen, dass der momentane Job der falsche ist. Auch deshalb müssen Sie nicht sofort das Handtuch werfen. Auch in dem Fall können Sie etwas tun, um die Situation zu verbessern:

  • Ziele formulieren
    Zunächst müssen Sie wissen, wo Sie hinwollen. Welche Aufgaben liegen Ihnen? Welche Werte sind Ihnen wichtig? Wie stellen Sie sich das perfekte Arbeitsumfeld vor? Unzufriedenheit ist oft ein diffuses Gefühl. Der Nebel löst sich auf, sobald Sie für sich Klarheit schaffen, wohin Sie sich entwickeln wollen. Definieren und formulieren für sich realistische berufliche Ziele. Umso schneller finden Sie auch den Weg dorthin.
  • Gespräch suchen
    Solange Ihr Chef nichts von Ihren Plänen und Talenten weiß, kann er Sie auch nicht fördern oder einsetzen. Wer sich im Job unterfordert, überlastet oder verkannt fühlt, muss das Problem ansprechen. Aber bitte immer mit Vorbereitung: Bitten Sie um ein Gespräch mit dem Chef und bieten Sie ihm Alternativen an: neue Projekte, ein interner Jobwechsel, mehr Arbeit im Homeoffice, Weiterbildungen
  • Job wechseln
    Sollten alle Versuche scheitern, die Situation zu verbessern, bleibt Ihnen immer noch der Jobwechsel. In dem Fall aktualisieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen. Aktivieren Sie Ihr Netzwerk. Atrecken Sie die Fühler aus – diskret. So haben Sie ebenfalls ein Ziel. Und es ist wesentlich komfortabler sich aus ungekündigter Position zu bewerben als ohne Job.

Achten Sie aber stets auf die richtige Motivation. Sie ist bei jedem Jobwechsel und jeder Bewerbung ein wichtiger Erfolgsfaktor (siehe Video):

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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