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Führungskräfte müssen fortwährend kommunizieren. Aufgaben, Erwartungen, Entscheidungen, Informationen oder auch Kritik müssen an die Mitarbeiter weitergegeben werden, um nicht nur den reibungslosen Ablauf der Arbeit, sondern auch entsprechende Ergebnisse zu sichern. Als Chef trägt man schließlich große Verantwortung - aber nicht nur gegenüber Kunden und Geschäftspartnern, sondern auch für das eigene Team. Doch bei all der Kommunikation, werden einige simple Sätze oft vergessen, die eine große Wirkung haben können. Deshalb sollte jeder Chef diese acht Sätze häufiger sagen...

Diese acht Sätze sollte jeder Chef häufiger benutzen

Von einer Führungskraft wird viel erwartet: Sie soll für geregelte Abläufe, gute Ergebnisse, eine positive Arbeitsatmosphäre und zufriedene Mitarbeiter sorgen. Gerade der zwischenmenschliche Aspekt ist dabei besonders schwer. Andere zu motivieren, ein Betriebsklima zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen und gleichzeitig produktiv arbeiten können, bedeutet eine Menge Arbeit.

Es gibt aber auch einige einfache Sätze, mit denen man eine große Wirkung erzielen kann: Acht Sätze, die jeder Chef sagen sollte:

  1. Danke!

    Einfacher geht es nun wirklich nicht, doch viele Mitarbeiter hören dieses simple Wort viel zu selten von Seiten des Chefs. Harte Arbeit, Überstunden und das Ertragen von anhaltendem Stress werden leider in den meisten Unternehmen kaum honoriert - obwohl der Effekt eines kleinen Dankeschöns beachtlich sein kann.

    Arbeitnehmer fühlen sich geschätzt, respektiert und zufriedener am Arbeitsplatz, wenn Vorgesetzte Dankbarkeit für ihre Leistungen zeigen. Die Mitarbeiter sind glücklicher, stehen dem Unternehmen loyaler gegenüber und sind auch bereit, sich für den Erfolg besonders ins Zeug zu legen.

  2. Ich würde dazu gerne Ihre Meinung hören.

    Als Führungskraft muss man viele - teils auch schwierige und unangenehme - Entscheidungen treffen. Nicht jede davon kann vorher mit der gesamten Belegschaft ausdiskutiert werden, doch in vielen Fällen ist es angebracht, die Meinung der Mitarbeiter einzuholen und diese zu berücksichtigen.

    Oft kennt das Team die Abläufe und Zusammenhänge besser, hat eine andere Sicht auf die Dinge und Einblicke, die dem Chef verwehrt bleiben. Diese Informationen sollten nicht unbeachtet bleiben. Außerdem ist es ein Zeichen von Wertschätzung und Anerkennung, wenn ein Chef seine Mitarbeiter nach deren Ansichten fragt und diese auch wirklich berücksichtigt.

  3. Tut mir Leid, ich habe einen Fehler gemacht...

    Irren ist menschlich und so sind Fehler auch in der Führungsetage nicht zu vermeiden. Allerdings sehen die Vorgesetzten dies nur sehr ungern ein - und noch viel seltener sind sie bereit, offen zu einem Fehler zu stehen. Zu groß ist die Angst, den Respekt des Teams zu verlieren und damit weitere Probleme zu bekommen.

    Tatsächlich sehen es Mitarbeiter aber als Zeichen von Persönlichkeit und Verantwortungsbewusstsein an, wenn auch ein Chef einen Fehler zugeben kann. Außerdem lebt er so den richtigen Umgang mit Fehlern vor und ermutigt auch andere, Fehler anzusprechen, anstatt zu versuchen, diese zu vertuschen.

  4. Können Sie das noch übernehmen?

    Projekte und Aufgaben zu delegieren gehört in den Verantwortungsbereich eines jeden Vorgesetzten, doch kommt es dabei immer auf die Umsetzung ein. Die einen knallen einen Stapel mit Unterlagen auf den Schreibtisch und erwarten, dass es schnellstmöglich erledigt wird - egal, ob der Mitarbeiter bereits bis zum Hals in anderen Aufgaben steckt.

    Manche Dinge haben Priorität, doch sollte man als Chef immer darauf achten, ob man einem Angestellten nicht zu viel zumutet. Jeder erreicht irgendwann seine Belastungsgrenze. Anstatt vorauszusetzen, dass immer mehr möglich ist, sollte man sich die Zeit nehmen, um das Pensum zu besprechen und zu klären, welche Aufgaben möglicherweise noch warten können.

  5. Ich vertraue Ihnen und Ihrer Arbeit.

    Kaum ein Arbeitnehmer findet es angenehm, wenn er und seine Leistungen ständig durch den Chef kontrolliert werden. Auf jedes Schreiben wird erst noch ein Blick geworfen, über jedes Gespräch mit einem Kunden muss genau Bericht abgelegt werden - für Mitarbeiter ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Gefühl aufkommt, die eigenen Leistungen wären nicht gut genug.

    Um Mitarbeiter zu motivieren und ihre Leistungen anerkennen, sollten Chefs daher die ständige Kontrolle lassen und stattdessen auf mehr Vertrauen setzen. Das Team erhält größeren Handlungsspielraum, übernimmt mehr Verantwortung und kann auch stolz auf die eigenen Leistungen sein.

  6. Gut gemacht!

    Lob und Anerkennung sind leider in vielen Unternehmen absolute Mangelware. Erfolg und gute Leistungen werden als selbstverständlich vorausgesetzt - und werden deshalb nicht besonders hervorgehoben. Ein Fehler, denn damit geht auch der Ansporn verloren, sich weiterhin anzustrengen, um auch in Zukunft sein Bestes zu geben.

    Werden gute Leistungen erbracht, sollte dieses auch angesprochen werden. Ein ehrlich gemeintes Lob kostet nichts, kann aber die Stimmung und Zufriedenheit der Mitarbeiter verbessern und sorgt langfristig für bessere Ergebnisse.

  7. Kann passieren, nächstes Mal sind wir besser vorbereitet.

    Fehler lassen sich nicht vermeiden - und das ist auch nicht schlimm, denn in den meisten Fällen kann man daraus etwas lernen. Und mal ehrlich: Die meisten Fehler sind weit weniger schlimm, als es den Anschein macht. Wirklich langfristige Konsequenzen haben sie nur in Ausnahmefällen.

    Chefs können ihren Mitarbeitern die Angst vor Fehlern nehmen, indem sie den richtigen Umgang pflegen. Es geht nicht um die Suche nach Schuldigen, sondern darum, in Zukunft nicht noch einmal den gleichen Fehler zu begehen.

  8. Das kann auch bis Morgen warten, jetzt ist Feierabend.

    Manchmal scheint es fast so, dass in der heutigen Arbeitswelt immer alles dringend ist. Deadlines werden immer kürzer, alles muss am besten gestern erledigt werden. Für einige Aufgaben mag das zutreffen, doch einiges kann auch ohne Probleme bis zum nächsten Morgen warten, anstatt Überstunden zu machen.

    Als Chef ist man zwar für ein gutes Ergebnis verantwortlich, doch ebenso sollte man an die Arbeitsatmosphäre und die Belange der Mitarbeiter denken. Jeder freut sich, wenn der Feierabend eher als erwartet kommt - und wenn nichts Dringendes ansteht, ist dies eine der schönsten Überraschungen, die man machen kann.

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