Rido/shutterstock.comEin typischer Arbeitstag in deutschen Büros beginnt irgendwann zwischen 7 und 8 Uhr und endet gegen 18 Uhr. Die Zeit dazwischen ist gefüllt mit allerlei Aufgaben, Projekten, Meetings, E-Mails und klingelnden Telefonen. Moment, da fehlt ein wichtiger Punkt: die Mittagspause. Wenn Sie diese normalerweise ignorieren und durcharbeiten, sollten Sie Ihre Gewohnheit umgehend ändern. Denn Ihre Mittagspause kann nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch der Stärkung Ihres Netzwerks dienen.

Fakten zur Mittagspause

Zunächst die Fakten: Büroangestellte machen im Schnitt nur rund 20 Minuten Mittagspause. 29 Prozent verbringen ihre Mahlzeit direkt am Schreibtisch. Und wer rausgeht, ernährt sich in der Regel mit fetthaltigem, ballaststoffarmem und kalorienreichem Fast Food. Zwei Drittel mampfen mittags das Zeug vom Imbiss um die Ecke oder naschen beim Bäcker, jeder Vierte verzichtet sogar ganz auf eine Mahlzeit.

In der Beletage sieht es übrigens nicht besser aus: Laut einer Umfrage des IWD Forschungsinstituts unter 500 Managern machen weniger als die Hälfte der Chefs regelmäßig Mittagspause. 26,5 Prozent der Manager möchten die Pause alleine verbringen, vor allem, “um mal Ruhe zu haben”, neun Prozent möchten die Zeit am liebsten mit anderen Führungskräften verbringen

Der Obelix-Effekt

Mittagspausen sind ohnehin mehr als Bewegungstherapie und Frischzellenzufuhr: Sie sind ein soziales Happening. “Wer geht mit?”, ist die vielleicht häufigste Frage mittags um halbeins in Deutschland. Und vielleicht ist es auch eine der frustrierendsten Erfahrungen, wenn man selbst nie gefragt wird. Obelix-Effekt heißt das übrigens im Psychojargon. Regelmäßig muss der dicke Gallier neidvoll zuschauen, wie seine Freunde beim Zaubertrank-Ausschank zusammenkommen – nur er darf nicht. Wahrscheinlich hat das jeder schon einmal erlebt und sich anschließend über den gemeinen Ausschluss und den damit empfundenen Statusverlust auf der Beliebtheitsskala geärgert.

Wer sich in der Mittagspause bewegt, regt seine grauen Zellen an

Darf man mittags Alkohol trinken?

WeinBierAlkoholtrinkenPartyGruppeMittags mal ein Bier oder eine Weinschorle zum Essen zischen? Von wegen! Alkoholische Getränke sind während der Arbeitszeit generell verboten. Auch während der Mittagspause, die ja eigentlich Freizeit ist. Weil der Alkohol aber nachwirkt und so die Arbeitsleistung beeinflusst, ist er tabu. Einzige Ausnahme: eine offizielle Betriebsfeier.

Auch Bewegung sollte in der Pause nicht vergessen werden. Mindestens 15 Minuten Bewegung an der frischen Luft sollten mittags also drin sein. Schon Ihrem Intellekt zuliebe. Wer länger kann, darf seine grauen Zellen auch gerne mit einem Kurzbesuch im Museum, einem Ausflug ins Café oder einem Gebet in einer Kirche füttern.

Tatsächlich entspannt Meditation nicht nur, sie steigert enorm unsere kognitiven Fähigkeiten, wie Richard Davidson vom Waisman Laboratory for Brain Imaging and Behavior herausgefunden hat. Davidson untersuchte dazu die Hirnströme von Mönchen, die in ihrem tibetanischen Kloster zuvor mehr als 10.000 Stunden meditiert hatten. Als sie in dem Experiment erneut in sich gingen, waberten durch den Kopf der Geistlichen Gammawellen, die 30-mal stärker waren als die gewöhnlicher Studenten.

Abwechslung und Bewegung schaffen jene kognitiven Freiräume, in denen wir von alleine Lösungen für Probleme finden, an denen wir zuvor stundenlang herumgeknobelt haben. Ich könnte jetzt noch mehr Studien aufzählen, letztlich kommen aber alle zum selben Schluss: Wer nach der Hälfte des Arbeitstages eine längere Pause einlegt, arbeitet danach einfach besser.

Gesunde Ernährung auch im Büro

Die Ernährung hat auf das Leistungsniveau ebenso entscheidenden Einfluss. Wer zum Beispiel gar nichts isst, rutscht nachmittags irgendwann ins Leistungstief – zwangsläufig. Dem Körper fehlen dann einfach Energie und Nährstoffe. Oder aber Sie bekommen von Ihrem ausgezehrten Leib eine Heißhungerattacke serviert. Auch nicht viel besser. Denn die bekämpfen die meisten mit Süßigkeiten oder salzigen Snacks – allesamt klassische Dickmacher, die zudem nur kurzfristig satt machen.

Bei gesunder Ernährung geht es allerdings nicht darum, komplett auf Fett oder Zucker zu verzichten. Essen soll ja immer noch ein Genuss bleiben, und da ist auch ein Stück Schokolade oder nach einem langen Arbeitstag ab und an eine Tiefkühlpizza völlig in Ordnung – wenn Sie sich ansonsten ausgewogen ernähren.

Ernährung fängt schließlich nicht erst dann an, wenn Sie morgens vor dem Kühlschrank stehen und sich fragen, was Sie essen sollen. Es beginnt schon beim Einkaufen!

Dabei höre ich immer wieder das Argument, dass gesundes Essen teuer sei. Stimmt aber nicht – wenn Sie die folgenden einfachen Tipps beherzigen:

  • Kaufen Sie saisonales Obst und Gemüse. Auf diesem Saisonkalender können Sie ganz einfach nachschauen, welche Produkte gerade aktuell sind.
  • Vor allem bei den türkischen Gemüsehändlern sind frisches Obst und Gemüse um einiges günstiger. Obendrein ist die Auswahl meist größer und einen Hauch exotischer als in den Supermärkten.

Nun sollte man abends aber nichts Schweres mehr essen und seine warmen Mahlzeiten lieber am Mittag zu sich nehmen. Für viele Berufstätige ist das aber oft nicht machbar. Machen Sie sich daher keinen Kopf: Mittags Obst und abends Gemüse und leichtes Fleisch oder Fisch sind auch okay.

Wenn Sie auf der Arbeit keine Küche oder eine Kantine zur Verfügung haben, sind Bento-Boxen übrigens eine gute Alternative…

Bento-Box: Die etwas andere Butterbrotdose

BentoBox-Lunchbox-04Eine japanische Bento-Box ist ähnlich wie die uns bekannte Butterbrotdose. Sie entstand aus der Notwendigkeit heraus, auch unterwegs sein Mittagessen verzehren zu können. Bereits im 5. Jahrhundert nahmen sich japanische Feldarbeiter und Jäger ihr Essen in Bambusröhren, dem Vorläufer der heutigen Bento-Box mit.

Der Unterschied zu unserer Butterbrotdose liegt in der Art und Weise, wie sie befüllt wird. Diese hängt stark mit der japanische Essenskultur zusammen.

Wir packen in der Regel nur ein Gericht in unsere Tupperdose – ob das nun der Rest Nudelauflauf ist oder ein belegtes Brot. Das Besondere an einer Bento-Box ist, dass nicht nur ein Gericht dort Platz findet, sondern viele verschiedene.

Hierfür werden kleine Behälter, die die Bento-Box in verschieden große Bereiche teilen, verwendet. Beispielsweise kommt in einen Behälter Hühnchen in Teriyaki-Sauce, in einen anderen gekochtes Gemüse, in ein weiteres frisches klein geschnittenes Obst und der restliche Platz wird mit gekochtem Reis ausgefüllt.

Die Kunst besteht darin, den zur Verfügung stehenden Raum in der Box optimal auszunutzen und Lücken möglichst zu vermeiden.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Optik. Denn das Essen soll so ansprechend wie möglich aussehen. Das Auge isst ja bekanntlich mit. Und das Öffnen einer Bento-Box soll gleich Appetit machen.

Aus diesem Grund werden gerne farbenfrohe Lebensmittel wie Tomaten, Broccoli oder Möhren verwendet. Zusätzlich können die Speisen durch das Ausstechen kleiner Formen aufgepeppt werden.

Suchen Sie sich Gesellschaft

Auch wenn Sie mittags nur einen Snack zu sich nehmen und lieber direkt die Bewegung suchen, sollten Sie einen Grundsatz beherzigen: Verbringen Sie Ihre Mittagspause immer in Gesellschaft.

Nutzen Sie die Ruhezeit, um Ihre Kollegen besser kennenzulernen oder mit neuen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. So können Sie sich nicht nur von möglicherweise vorhandenen Problemen bei Projekten ablenken, Sie erweitern ganz nebenbei auch Ihr Netzwerk und stärken bestehende Beziehungen.

Natürlich können Sie sich darauf verlassen, dass durch Gespräche ganz automatisch interessante Themen auftauchen und Sie im Lauf der Zeit von den geknüpften Kontakten profitieren. Wenn Sie Ihr Netzwerk jedoch ernsthaft pflegen und erweitern wollen, empfehlen wir Ihnen eine etwas systematischere Vorgehensweise.

Essen ist ein Eisbrecher

Essen ist privat und persönlich. Sie laden Ihr Gegenüber damit ein, einen Moment mit Ihnen zu teilen, der eigentlich Ihrer Familie und Ihren Freunden vorbehalten ist. Damit schaffen Sie eine Verbindung zum anderen.

Deswegen eignet sich Essen so gut als Eisbrecher. Menschen, die sich vorher nicht kannten und noch kein Wort miteinander gewechselt haben, wird Raum geboten, um ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Interessen zu finden. Bei Steinpilzrisotto und Gartensalat unterhält man sich über das schöne Wetter und findet beispielsweise heraus, dass der andere genauso gerne Rad fährt, wie man selbst. Das hat auch positive Auswirkungen auf die berufliche Zusammenarbeit. Außerdem schmeckt das Essen gleich doppelt so gut, wenn man es gemeinsam zu sich nimmt. Denn dadurch werden Glückshormone ausgeschüttet.

Wann hilft Ihnen der Eisbrecher-Effekt?

  • Sie sind neu im Unternehmen. Sie befinden sich noch mitten in der Eingewöhnungsphase. Ihre Kollegen kennen Sie nicht und Sie Ihre Kollegen nicht. Die Mittagspause mit den anderen zu verbringen, wird Ihnen dabei helfen, sich ins Team zu integrieren.
  • Sie haben einen neuen Kunden. Noch sind Sie nicht mit den Erwartungen und Ansprüchen des Kunden vertraut. Der Kunde kennt Ihre Arbeitsweise noch nicht und weiß nicht, ob er sich auf Sie verlassen kann. Ein gemeinsames Essen hilft dabei herauszufinden, ob man sich sympathisch ist und wie der andere tickt. Danach fällt es auch leichter zum Hörer zu greifen, falls Probleme auftreten.
  • Sie haben einen Konflikt mit einem Kollegen. Eine blöde Bemerkung ist gefallen oder eine Deadline wurde vergessen. Der Kollege musste das für Sie ausbaden. Jetzt ist er sauer. Ein Essen kann dabei helfen ihn milde zu stimmen. Denn Essen entspannt, wie eine Studie von Psychologen der Berliner Humboldt-Universität zeigte. Lesen Sie hier mehr dazu.

Wie nutzen Sie Ihre Mittagspause optimal zur Kontaktpflege?

Um erfolgreich eine Beziehung zu Ihrem Gegenüber aufzubauen, sollten Sie die vier Grundregeln des Netzwerkens kennen:

  1. Ziel bestimmen. Was erwarte ich von den Kontakten? Was will ich damit erreichen? Nur wer seine Ziele definiert, behält den Blick fürs Wesentliche und kann das auch anderen vermitteln.
  2. Klasse statt Masse. Ein Netzwerk ist nur so wertvoll wie seine Mitglieder. Wen man in seinen privaten Zirkel aufnimmt, sollte von den Zielen abhängen, nicht von der Statistik.
  3. Erst geben, dann nehmen. Der beste Einstieg sind berufliche Gemeinsamkeiten und der Austausch von Wissen. Und zwar ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Auch mit Ratschlägen sollten andere nur versorgt werden, wenn sie fragen.
  4. Am Ball bleiben. Ist die Verbindung herstellt, sollte sie vertieft werden – durch virtuellen Gedankenaustausch und (!) persönliche Treffen. Kontakte müssen gepflegt werden.

Wie geht’s weiter? Machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken über Ihre Mittagspause.

Vorbereitung

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  • Planen Sie Ihre Mittagspause. Nehmen Sie sich am Anfang der Woche eine Viertelstunde Zeit, um die kommenden Mittagspausen zu planen. Schauen Sie sich Ihren Terminkalender an und prüfen Sie, wann Sie Zeit haben. Kalkulieren Sie eine halbe Stunde Pufferzeit für Meetings, die länger dauern oder kurzfristige Kundenanrufe. Es wird verhindern, dass Sie dauerhaft zu spät kommen.
  • Überlegen Sie sich, mit wem Sie die Mittagspause verbringen wollen. Sorgen Sie bei der Auswahl für Abwechslung und gehen Sie nicht immer mit den gleichen Personen essen. Bevorzugen Sie Kollegen, die Sie noch nicht kennen. Nur so können Sie Ihr Netzwerk ausbauen.
  • Überlegen Sie sich, wo Sie gerne Essen würden. Ihre Wahl sollte zur Person, mit der Sie essen gehen, passen. Ist die Person eher ein Sushi- oder ein Currywursttyp? Der erste Schritt im gegenseitigen Kennenlernen ist bereits, sich Gedanken über die Restaurantwahl zu machen.
  • Laden Sie zum Mittagessen ein. Haben Sie sich bereits überlegt, wann und mit wem, gehen Sie nun aktiv auf diese Person zu. Schicken Sie eine E-Mail oder fragen Sie persönlich nach. Kennen Sie die Person nur flüchtig oder gar nicht, treten Sie dabei nicht zu forsch auf, um Ihr Gegenüber nicht zu überrumpeln.

Durchführung

  • Wählen Sie Speisen, die leicht zu essen sind. Vermeiden Sie Gerichte, die umständlich gegessen werden, wie beispielsweise Spaghetti oder Fisch am Stück. Ihre Aufmerksamkeit sollten Sie auf Ihren Tischpartner und das Gespräch richten und nicht auf die Speise vor Ihnen.
  • Achten Sie auf Ihre Tischmanieren. Mit Ihren Tischmanieren hinterlassen Sie einen bleibenden Eindruck. Verspeisen Sie beispielsweise Spareribs, essen mit den Fingern und lecken sich diese wohlmöglich hinterher noch ab, wird Ihr Tischnachbar das mit Sicherheit nicht vergessen. Gute Tischmanieren hingegen lassen Sie souverän aussehen. Mit diesem Quiz können Sie Ihr Wissen im Bereich Tischknigge prüfen.
  • Essen Sie nicht zu schnell. Auch wenn Sie einen Mordshunger haben, zügeln Sie diesen und essen Sie langsam. Denn zum einen lässt es Sie nicht gut aussehen, wenn Sie schlingen. Zum anderen wird sich Ihr Gegenüber unwohl fühlen, wenn Sie bereits fertig sind und er hat noch einen vollen Teller vor sich stehen. Optimalerweise passen Sie Ihr Esstempo Ihrem Gegenüber an und werden ungefähr gleichzeitig mit ihm fertig.
  • Betreiben Sie Smalltalk. Sprechen Sie nicht nur über Arbeit. Beginnen Sie ein lockeres Gespräch. Vermitteln Sie einen offenen und freundlich Eindruck. Dafür ist es ganz wichtig zu lächeln. Scheuen Sie sich nicht davor, über das zu sprechen, was Ihnen als erstes in den Sinn kommt. Das kann auch das Wetter oder das tolle Salatdressing, das Sie gerade essen, sein. Das Gesprächsthema muss nicht besonders originell sein. Hauptsache Sie unterhalten sich und es entsteht kein unangenehmes Schweigen. Weitere Smalltalk-Tipps finden Sie hier.
  • Stellen Sie viele Fragen. Damit zeigen Sie Interesse an Ihrem Gesprächspartner. Sie geben diesem eine Plattform über sich selbst und die Dinge, für die er sich begeistert, zu sprechen. Das machen die meisten Menschen gern. Zudem halten Sie damit das Gespräch am Laufen.
  • Ergreifen Sie Gelegenheiten. Sollten sich während des Gesprächs gemeinsame Interessen auftun, ergreifen Sie die Gelegenheit, um die Beziehung auszubauen. Stellen Sie beispielsweise fest, dass Sie beide nach der Arbeit noch joggen gehen, verabreden Sie sich, um das nächste Mal gemeinsam zu laufen. Forcieren sollten Sie solche Gelegenheiten nicht, doch zupacken, wenn sie sich von selbst ergeben.

Das Problem in vielen Unternehmen

Lucky Business/shutterstock.comZwar ist es in vielen Unternehmen durchaus üblich gemeinsam Mittag zu essen, doch schnell kristallisieren sich Grüppchen heraus. Man verbringt die Mittagspause immer mit dem Büronachbarn oder der Lieblingskollegin. Feste Gewohnheiten etablieren sich. Doch auf diese Weise mangelt es einem am Kontakt zu Kollegen aus anderen Abteilungen und anderen Arbeitsschwerpunkten. Man lernt sich untereinander nicht kennen. Das führt allerdings auch dazu, dass einem das Verständnis für die Arbeit der anderen fehlt und darunter leidet letztlich die eigene Arbeit.

Lunch Roulette

Wenn Sie das Problem der Grüppchenbildung aus Ihrer Mittagspause kennen oder es Ihnen einfach schwer fällt, von sich aus neue Kontakte herzustellen, könnte die Idee des Lunch Roulettes genau richtig für Sie sein.

Die Idee wird in der US-Tochter des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim praktiziert. Auch das Lunch Roulette entstand aus dem Frust heraus, dass sich mittags zwar viele Kollegen in der Kantine trafen, jedoch in immer selben Gruppen zusammen aßen. Jeder arbeitete und blieb in seinem eigenen sozialen Silo. Es gab kaum interne Netzwerke.

Dann hatte David Thompson, ein Social Media Stratege im Unternehmen, die Idee: Zusammen mit einem anderen Kollegen entwickelte das Duo binnen 36 Stunden eine Software, die Kollegen mittags zu einer Art Blind Date zusammen bringt.

Das Prinzip ist einfach: Die Kollegen melden sich an und tragen einen oder mehrere Termine ein, an denen sie sich mittags zum Lunch verabreden wollen. Dann wählen sie noch eine der bevorzugten Kantinen vor Ort aus. Und das war’s auch schon. Die Software ermittelt Übereinstimmungen und verkuppelt die bis dahin vielleicht völlig fremden Kollegen zum Mittagessen. Voilà – Lunch Roulette.

Kollege Zufall hilft bei der Karriere

Natürlich muss dabei keiner Netzwerken, eine Pflicht dazu gibt es nicht. Auch kann es vorkommen, dass beide Kollegen partout nicht miteinander warm werden und sich nichts zu sagen haben. Kommt vor, ist aber nicht schlimm. Der positive Gesamteffekt überstrahlt diese Ausnahmen von der Regel. Unter den ersten 100 Kollegen, die sich auf diese Weise kennengelernt haben, war auch der CEO des Tochterunternehmens, der sich mit einer jungen Nachwuchskraft aus dem Brand Marketing Team zum Essen traf. Beide berichteten hinterher, einiges von einander gelernt zu haben.

Merkzettel: Office Lunch Knigge als PDF und Infografik

Abschließend haben wir hier für Sie noch die 3,5 wichtigsten Regeln zum Office Lunch als Infografik und PDF zum Download. Zum runterladen, ausdrucken und in die Büroküche hängen…

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Hier noch das PDF als Download.

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