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Ultra-produktiv: Wer seine App auf Platz 1 der Download-Charts hieven will, kommt um ein wenig Mehrarbeit nicht herum. Zeit aber ist leider nicht im Überfluss vorhanden, produktives Schaffen angesagt. Oder besser noch: ultra-produktives Schaffen. Mit unseren 11 goldenen Regeln werden Sie ultra-produktiv ...

Ultra-Produktiv: So geht's

Produktivität ist ein Zauberwort des 21. Jahrhunderts. Für ganze Volkswirtschaften wird sie gepredigt, aber auch als Otto-Normal-Arbeitnehmer will man sie sich zu Eigen machen. Immer produktiver, immer effektiver, immer härter - das klingt zunächst unschön, nach Ausbeutung, Ökonomisierung des Menschen. Andererseits: Wer produktiv arbeitet, reißt nicht zwangsläufig auch unmenschlich viele Arbeitsstunden ab.

Um aber das nächste große Ding auf die Beine zu stellen, reicht es nicht aus, ein paar Stunden am Stück konzentriert zu arbeiten. Die nächste Stufe heißt daher: Ultra-Produktivität. Und wie werde ich das, ultra-produktiv?

Autor-Speaker-Unternehmer Kevin Kruse hat die goldenen Regeln für das Forbes Magazine aufgeschrieben. Der US-Amerikaner hat dafür nach eigener Aussage 200 "ultra-produktive Menschen" nach ihrem Top-Tipp befragt, darunter sieben Milliardäre, 13 Olympiateilnehmer, 20 Einser-Studenten und über 200 erfolgreiche Unternehmer und die Antworten kategorisiert.

Hier sind seine wichtigsten Empfehlungen, um ultra-produktiv zu werden ...

11 Tipps für Ultra-produktive

  1. In Minuten denken

    Zeit ist Geld. Eine blöde Redewendung, aber nicht unwahr. Zeit ist der wichtigste Rohstoff: für Gründer, Unternehmer, Freiberufler, im Grunde für jeden. Von der ehemaligen Kunstturnerin Shannon Miller bekam Kruse diesen Hinweis: "Bis zum heutigen Tag habe ich einen fast minutiös geplanten Tagesablauf." Ultra-produktiv: Jede Minutze nutzen.

  2. Auf eine Aufgabe konzentrieren

    Die wichtigste Aufgabe zuerst: Arbeiten Sie die ersten zwei Stunden im Büro am wichtigsten Projekt, ohne Unterbrechung, jeden Tag. US-Unternehmer Tom Ziglar sagte Kruse: "Investiere den ersten Teil deines Tages in deine Nummer-1-Priorität, die dir helfen, wird, dein Geschäft aufzubauen." Entscheidende Frage dabei: Welche Aufgabe hat den größten Einfluss auf die Erreichung meiner Ziele?

  3. To-do-Listen entsorgen

    Der Zeigarnik-Effekt besagt: Unfertiges haftet im Kopf. Die Erfahrung mit To-do-Listen wiederum besagt: Ein Großteil der Punkte wird niemals erledigt, kann daher auch nicht abgehakt werden. Deshalb: Keine To-do-Listen, sondern strikt nach Kalender arbeiten. Der darf auch kleinteilig, in 15- oder 30-Minuten-Schritte eingeteilt sein. Wer seinen Kalender diszipliniert abarbeitet, wird ultra-produktiv.

  4. Ein Notebook benutzen

    Richard Branson trägt sein Notebook angeblich ständig mit sich herum, nimmt es überall mit hin, schreibt alles auf. Ohne ein simples Notebook hätte er sein Virgin-Imperium womöglich nicht aufbauen können. Ultra-produktiver Rat: Notebook immer am Mann tragen, Notizen machen, Ideen festhalten, nichts vergessen. Alternativ kommen natürlich auch Smartphone oder Tablet in Frage.

  5. E-Mails ignorieren

    Mails im Posteingang sind Produktivitätsbremsen, reißen jeden aus der Routine. Produktiver: Fix definierte Zeitfenster, in denen man den Posteingang säubert und abarbeitet. Drei Fenster pro Tag reichen aus, vielleicht morgens, mittags und abends. Noch radikaler: Nur einmal täglich. Hauptsache, nicht ständig zwischendurch.

  6. Meetings sausen lassen

    Als Kruse den schillernden US-Milliardär Mark Cuban nach seinem besten Tipp fragte, antwortete dieser: „Nimm niemals an einem Meeting teil, es sei denn, jemand stellt einen Scheck aus.“ Die notorischen Treffen rauben Zeit, wühlen auf, führen nur selten zu greifbaren Ergebnissen. Erstens: Je weniger Meetings, desto besser. Zweitens: Das kürzeste Meeting ist das beste. Drittens: Meetings unter allen Umständen vermeiden.

  7. Nein sagen

    Als Ja-Sager wird man automatisch unproduktiv. Ein bekanntes Zitat von Warren Buffett lautet: "Der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und sehr erfolgreichen Menschen ist der, dass sehr erfolgreiche Menschen zu fast allem 'Nein' sagen." Von Unternehmer James Altucher hat Kruse diesen Hinweis: „Wenn es kein ‚Verdammt, ja,!’ ist, dann ist es ein Nein.“ Ultraproduktiv: Nein sagen. Fast immer.

  8. Pareto-Prinzip befolgen

    20 Prozent des Einsatzes sind für 80 Prozent der Ergebnisse verantwortlich. Auch wenn das Pareto-Prinzip seine Tücken hat, bleibt als ultra-produktive Gesetzmäßigkeit bestehen: Die eigene (begrenzte) Energie in die wirklich wichtigen Aufgaben investieren. Den Rest delegieren, prokrastinieren oder einfach ignorieren.

  9. Thementage einrichten

    Twitter-Gründer Jack Dorsey beschrieb seine Arbeitsaufteilung vor einigen Jahren in einem Interview bei der Techonomy-Konferenz so: "Montags konzentriere ich mich aufs Management. Dienstags steht das Produkt im Mittelpunkt. Mittwochs kümmere ich mich um Marketing, Kommunikation und Wachstum. Donnerstags um Entwicklung und Partner. Und freitags geht's um die Unternehmenskultur und das Recruiting". Kurz: Er richtete Thementage ein, um Struktur in die Arbeitswoche zu bringen.

  10. Einmal berühren

    Mail öffnen, lesen und antworten - oder löschen. So ist es richtig. Aber nicht markieren, am nächsten Tag erneut öffnen und von vorne beginnen. Die ständige Wiedervorlage von Mails, Briefen, Newslettern, sogar Rechnungen frisst Zeit und lenkt ab. Was in fünf Minuten erledigt werden kann, sollte sofort getan und nicht aufgeschoben werden.

  11. Energie tanken

    Die Basics heißen: Essen, Trinken, Schlafen. Wer regelmäßig das Frühstück auslässt, keine Zeit für ein Nickerchen findet und die Nacht durchackert, wähnt sich vielleicht auf der Gewinnerseite. Ist es aber nicht. Ultra-produktiv wird man nur mit ausreichend Energie - und einem gesunden Körper.

Produktivitaet-Schreibtisch-Tipps-Infografik
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[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]