Kollegenschwein: 7 Typen + Umgang mit fiesen Kollegen

Kollegenschweine nutzen andere aus, spielen falsch oder arbeiten sogar gezielt gegen Kollegen. Solche Zeitgenossen sind mehr als bloß nervig: Ihr Verhalten ist unfair, heimtückisch und geht auf Kosten anderer. Woran Sie hinterhältige Kollegen erkennen, welche Typen besonders häufig sind und wie Sie sich wirksam wehren…

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Was ist ein Kollegenschwein?

Ein Kollegenschwein ist ein Mitarbeiter, der sich wiederholt unsolidarisch, unfair oder hinterhältig verhält und dabei eigene Vorteile auf Kosten anderer sucht. Betroffene halten etwa Informationen zurück, schieben Verantwortung ab oder schmücken sich mit fremden Leistungen. Nicht jeder schwierige oder unsympathische Kollege fällt in diese Kategorie. Wer einmal schlecht gelaunt ist, einen Fehler macht oder anderer Meinung ist, handelt noch nicht unkollegial. Entscheidend ist das wiederkehrende Muster: Andere werden bewusst benachteiligt, ausgenutzt oder schlechtgemacht.

Kollegenschwein Synonyme

Synonyme und ähnliche Begriffe für Kollegenschwein sind Kameradenschwein, Intrigant, Verräter oder falscher Kollege. Je nach Verhalten passen auch Drückeberger, Petzer oder Egoist. Der Ausdruck „Kollegenschwein“ ist stark abwertend und sollte nicht als direkte Anrede verwendet werden.

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Woran erkenne ich ein Kollegenschwein?

Hinterhältige Kollegen sind leider nicht immer sofort zu erkennen. Manche wirken zunächst freundlich und hilfsbereit, solange ihre eigenen Interessen nicht betroffen sind. Aussagekräftiger als der erste Eindruck sind deshalb wiederkehrende Verhaltensmuster:

Anzeichen

Typisches Verhalten

Informationen zurückhalten Wichtiges Wissen wird bewusst nicht weitergegeben, sodass Kollegen schlechter arbeiten oder Fehler machen.
Fehler ausschlachten Missgeschicke anderer werden vor dem Chef hervorgehoben, eigene Versäumnisse dagegen heruntergespielt.
Verantwortung abschieben Geht etwas schief, wird schnell ein Schuldiger gesucht. Für Erfolge beansprucht der Kollege dagegen gerne seinen Anteil.
Mit zweierlei Maß messen Von anderen werden Loyalität, Hilfe und Rücksicht erwartet, ohne selbst dasselbe zurückzugeben.
Hinter dem Rücken agieren Probleme werden nicht offen angesprochen. Stattdessen wird gelästert, angeschwärzt oder gezielt Stimmung gemacht.
Kollegen ausspielen Informationen werden unterschiedlich dargestellt oder gezielt gestreut, um Misstrauen und Konkurrenz zu erzeugen.

Welche Typen von Kollegenschweinen gibt es?

Nicht jedes Kollegenschwein benutzt dieselbe Masche. Manche täuschen Kompetenz vor, andere lassen das Team für sich arbeiten oder kämpfen mit unfairen Mitteln um den eigenen Vorteil. Sieben besonders häufige wie problematische Typen:

Typ

Verhalten & Umgang

Arschloch Verfolgt rücksichtslos eigene Interessen und nimmt Nachteile für andere in Kauf. Setzen Sie klare Grenzen und belohnen Sie unfaires Verhalten nicht durch Nachgeben.
Blender Täuscht Kompetenz und Leistung vor, während andere die eigentliche Arbeit erledigen. Beurteilen Sie die Ergebnisse statt der Show.
Trittbrettfahrer Leistet möglichst wenig und lässt andere seine Aufgaben auffangen. Machen Sie Beiträge und Zuständigkeiten sichtbar.
Ideendieb Verkauft Vorschläge und Leistungen anderer als eigene. Machen Sie Ihre Beiträge frühzeitig sichtbar und dokumentieren Sie wichtige Ideen.
Notorischer Lügner Verdreht Tatsachen oder erzählt unterschiedliche Versionen derselben Geschichte. Prüfen Sie wichtige Aussagen und dokumentieren Sie Absprachen.
Querulant Provoziert Konflikte und macht aus Sachfragen Grundsatzstreitigkeiten. Begrenzen Sie Endlosdiskussionen und führen Sie zurück zur Sache.
Choleriker Setzt andere mit Wutausbrüchen und Einschüchterung unter Druck. Bleiben Sie sachlich und beenden Sie Gespräche, wenn eine vernünftige Verständigung nicht möglich ist.

Ist „Kollegenschwein“ eine Beleidigung?

„Kollegenschwein“ ist eine herabsetzende Bezeichnung und kann eine Beleidigung nach § 185 StGB sein. Verwenden Sie den Ausdruck deshalb nicht gegenüber der betreffenden Person! Ob daraus arbeitsrechtliche oder strafrechtliche Konsequenzen entstehen, hängt vom konkreten Einzelfall ab – etwa von Wortlaut, Kontext und Adressat. Im Job ist es aber generell klüger, das problematische Verhalten zu benennen, statt den Menschen persönlich abzuwerten.

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Warum werden Kollegen hinterhältig?

Unkollegiales Verhalten kann durch Konkurrenzdenken, Statusdenken, übertriebenen Ehrgeiz oder empfundene Benachteiligung verstärkt werden. Besonders problematisch ist eine Unternehmenskultur, in der Ellenbogenmentalität Vorteile bringt und fiese Methoden folgenlos bleiben.

Wo Einzelkämpfer belohnt werden, fahren viele die Ellenbogen aus. Wer zum Beispiel erlebt, dass Rücksichtslosigkeit zum Erfolg führt, hat wenig Anreiz zur Kooperation. Verhalten sich immer mehr Mitarbeiter so, leiden Vertrauen, Teamarbeit und Arbeitsklima zunehmend.

Fauler Kollege oder Kollegenschwein?

Nicht jeder faule Mitarbeiter ist deshalb sofort ein Kollegenschwein. Häufiges Abschieben von Aufgaben, beschäftigt aussehen oder verpasste Termine können zwar auf geringe Arbeitsbereitschaft hindeuten. Dahinter können jedoch ebenso Überforderung, fehlende Erfahrung oder private Probleme stecken. Entscheidend ist, ob andere damit systematisch ausgenutzt werden. Wer bewusst wenig leistet und darauf baut, dass das Team die Aufgaben erledigt, ist ein Kollegenschwein. Die Absicht sollten Sie trotzdem nicht vorschnell unterstellen.

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Wie gehe ich mit einem Kollegenschwein um?

Fiese Kollegen können Sie nicht beliebig verändern. Sie können aber verhindern, dass deren Verhalten für sie erfolgreich wird. Wichtig sind in dem Fall professionelle Distanz, klare Grenzen und überprüfbare Fakten:

1. Prüfen Sie das Muster

Ein unfreundlicher Kommentar oder eine vergessene Aufgabe reichen für das Urteil „Kollegenschwein“ nicht aus. Beobachten Sie, ob sich das Verhalten wiederholt und daraus regelmäßig Nachteile für Sie oder andere im Team entstehen. Reagieren Sie auf konkrete Vorfälle statt auf bloße Antipathie.

2. Geben Sie weniger Angriffsfläche

Seien Sie bei Kollegen, denen Sie nicht vertrauen, zurückhaltend mit vertraulichen Informationen, persönlichen Details und unfertigen Ideen. Professionelle Distanz schützt davor, dass sensible Informationen später gegen Sie verwendet oder eigene Gedanken von anderen vereinnahmt werden.

3. Sprechen Sie das Verhalten direkt an

Verzichten Sie auf Etiketten und persönliche Angriffe. Sagen Sie besser: „Wir hatten vereinbart, dass diese Information an alle geht. Ich habe sie nicht bekommen und konnte meine Aufgabe deshalb nicht rechtzeitig erledigen.“ Damit sprechen Sie über überprüfbares Verhalten und dessen Folgen.

4. Lassen Sie sich nicht auf Machtspiele ein

Reagieren Sie auf Intrigen nicht mit Gegenintrigen und auf Lästereien nicht mit noch mehr Klatsch. Bleiben Sie sachlich, korrigieren Sie falsche Behauptungen und konzentrieren Sie sich auf Fakten. Sonst kann aus berechtigter Gegenwehr schnell ein persönlicher Kleinkrieg werden.

5. Dokumentieren Sie wichtige Vorfälle

Werden Absprachen verdreht, Informationen zurückgehalten oder falsche Behauptungen verbreitet, halten Sie relevante Vorgänge nachvollziehbar fest. Bewahren Sie E-Mails auf und bestätigen Sie wichtige Vereinbarungen schriftlich. Dokumentieren Sie nicht jede Unhöflichkeit, sondern nur Vorfälle, die für Arbeit, Leistung oder mögliche Konsequenzen bedeutsam sind.

6. Setzen Sie Grenzen

Kritisiert ein Kollege Sie permanent, fragen Sie konkret: „Was genau soll ich anders machen?“ Sachliche Kritik lässt sich prüfen und beantworten. Pauschale Abwertungen und persönliche Angriffe dürfen Sie dagegen zurückweisen und einen respektvollen Umgangston einfordern.

7. Suchen Sie Zeugen statt Verbündete

Haben andere dieselben Vorfälle beobachtet, kann deren Wahrnehmung helfen, die Situation objektiver einzuordnen. Gründen Sie daraus aber keine Gegenfraktion. Eine Lästergruppe macht den Konflikt nur größer und liefert dem betreffenden Kollegen zusätzliche Angriffsfläche.

8. Holen Sie sich Unterstützung

Bei gezielter Sabotage, Rufschädigung, Drohungen oder systematischer Ausgrenzung ist die Grenze gewöhnlicher Kollegenkonflikte überschritten. Wiederholte und systematische Schikanen können bereits Mobbing sein. Dokumentieren Sie solche Vorfälle und wenden Sie sich mit konkreten Beispielen an Vorgesetzte, Personalabteilung oder Betriebsrat.

Ein Kollegenschwein besiegen Sie nicht, indem Sie selbst eines werden. Souveräner ist, unfairen Methoden die Grundlage zu entziehen: wenig Angriffsfläche, klare Grenzen, transparente Leistungen und belegbare Fakten. Sie wollen noch mehr Tipps zum Umgang mit problematischen Charakteren im Berufsleben? Dann lesen Sie gleich in unserer Übersicht weiter:

Zu den schwierigen Kollegen


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