Bürotypen: Besser arbeiten mit Blender, Diva oder Streber

Sagen wir es, wie es ist: Es gibt nichts, was die Freude der Menschen an ihrer Arbeit mehr zersetzt als andere Menschen. Jeden Montagmorgen schleppen sich Millionen Arbeitnehmer in ihr Büro, schauen dabei drein als wäre ihnen gerade die Kaffeemaschine auf den Zeh gefallen und imaginieren bereits an der Firmenpforte eine Höllenwoche mit ihrem cholerischen Chef, ihrem altklugen Abteilungsleiter und dem völlig gestörten Egomanen am Schreibtisch gegenüber. Bürotypen aus der Hölle… Schrecklich!

Bürotypen: Besser arbeiten mit Blender, Diva oder Streber

Bürotypen: Wie uns die Nervensägen den Job vermiesen

Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in einem Büro. Acht Stunden täglich, mindestens. Damit ist ihr Arbeitsplatz zugleich ein wichtiger Lebensraum, der ihr Verhalten, ihre Psyche und Gesundheit entscheidend beeinflusst.

Büros gleichen einem Mikrokosmos mit eigener Kultur, eigenen Regeln und Ritualen sowie jeder Menge Fallgruben und Konfliktfeldern, die zwischen Konferenzraum und Korridor, zwischen Kaffeeküche und Kopierer lauern. Das pathologische Spektrum der Verhaltensweisen reicht von Tratsch und Klatsch, Lug und Betrug, über üble Nachrede, Mobbing und Bossing bis hin zu nackter Gewalt.

Die meisten von uns verbringen mehr Zeit, reden mehr mit ihren Kollegen als mit ihrer Familie, kennen die Belegschaft besser als ihre Nachbarn und sind den Launen und Marotten der Kollegen, ihrer Missgunst und ihren Intrigen dennoch ungeschützter ausgeliefert.

Schließlich kann man sich seinen Lebenspartner aussuchen, seine Regierung und sogar seinen Beruf wählen – die Kollegen nicht.

Arbeiten auch Sie in einem Irrenhaus?

Den Luxus eines Rückzugsraumes genießen hier zu Lande allenfalls 33 Prozent der Erwerbstätigen: Sie sitzen in einem Einzelbüro. Aber schon 20 Prozent teilen sich die Arbeitswabe mit einem Kollegen, 16 Prozent hocken in einem Mehrpersonenbüro und noch mal rund 20 Prozent im Großraum, so eine Studie des Fraunhofer IAO in Stuttgart. Kein Wunder, dass es bei so viel menschlicher Nähe regelmäßig kracht. Im sozialen Gehege Büro prallen regelmäßig die unterschiedlichsten Charaktere zusammen. „Negative Emotionen stecken hochgradig an“, sagt Christian Dormann, Organisations- und Wirtschaftspsychologe an den der Universität Mainz. Es brauche nur eine kritische Masse an Griesgramen und Neurotikern, damit sich das Gruppenklima ins Negative wandelt.

Machen Sie den Selbsttest!

Selbsttest BürotypenHorror-Kollegen haben zumindest den angenehmen Nebeneffekt, dass man an ihnen wachsen kann. Hier ist die Gelegenheit herauszufinden, wer ihnen die größten Wachstumsschübe versetzt: Machen Sie mit bei unserem Bürotypen-QuizWelche Kollegen rauben Ihnen den letzten Nerv? Am besten bringen Sie diesen Test allerdings schnell hinter sich – schon die Gedanken an solche Typen können einem die Laune vermiesen.

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Kollegen aus der Hölle: Wie sie ticken, wie man mit ihnen umgeht

Müsste es aber nicht. Mit welchen unterschiedlichen Cheftypen und Kollegen (.pdf) sie in Ihrem Arbeitsumfeld vielleicht arbeiten müssen – und wie Sie ihnen am besten begegnen, soll Ihnen heute dieser kompakte Ratgeber zeigen.

Los geht’s mit dem Blender…

[Bildnachweis: Nomad_Soul by Shutterstock.com]
4. März 2008 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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