Horrorkollegen: Kollegen aus der Hölle – was tun?

Der Job könnte wunderbar sein – wenn da die Horrorkollegen nicht wären! Sie intrigieren, lügen, provozieren oder machen anderen das Arbeitsleben zur Hölle. Solche Zeitgenossen nerven nicht nur, sondern können ein ganzes Team belasten. Wir zeigen sieben typische Horrorkollegen, woran Sie diese erkennen und wie Sie sich erfolgreich gegen sie behaupten…

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Was sind Horrorkollegen?

Horrorkollegen sind Mitarbeiter, deren Verhalten das berufliche Miteinander massiv belastet. Sie provozieren Konflikte, manipulieren andere, übernehmen keine Verantwortung, verbreiten Gerüchte oder behandeln ihre Mitmenschen respektlos. Entscheidend sind Häufigkeit und Intensität: Jeder Mensch hat schlechte Tage und geht seinen Kollegen gelegentlich auf die Nerven. Zum Horrorkollegen wird jemand erst, wenn Rücksichtslosigkeit, Aggression oder unfaire Methoden zum Muster werden und andere regelmäßig darunter leiden.

Das kann Folgen haben: Dauernder Ärger kostet Konzentration, erzeugt Stress und drückt die Motivation. Gleichzeitig leidet das Arbeitsklima, weil Misstrauen und Spannungen wachsen. Spätestens wenn Beschäftigte einander aus dem Weg gehen oder Informationen zurückhalten, leidet auch die Teamleistung.

Horrorkollege oder nur nervig?

Nicht jede lästige Marotte macht einen Menschen zum Horrorkollegen. Lautes Telefonieren, endlose Geschichten oder gelegentliche Verspätungen strapazieren zwar die Geduld, gehören aber zu den üblichen Reibungen im Berufsalltag. Horrorkollegen gehen weiter: Sie beleidigen, manipulieren, lügen, intrigieren oder schaden anderen bewusst. Der Unterschied liegt im Ausmaß und in den Folgen: Nervige Eigenheiten stören – Horrorkollegen machen die gemeinsame Arbeit dauerhaft zur Belastungsprobe.

Umgang mit nervigen Kollegen

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7 Horrorkollegen aus der Bürohölle

Horrorkollegen haben viele Gesichter. Manche fallen durch offene Aggression auf, andere agieren subtil im Hintergrund. Die folgenden sieben Typen stehen exemplarisch für besonders üble Verhaltensweisen im Job:

1. Das Arschloch

Das Arschloch nimmt wenig Rücksicht auf andere. Es verhält sich egoistisch, respektlos oder arrogant und sieht darin häufig nicht einmal ein Problem. Solange die eigenen Interessen gewahrt bleiben, sind die Folgen für andere zweitrangig.

Hauptproblem Rücksichtslosigkeit untergräbt gegenseitigen Respekt. Besonders belastend wird sie, wenn das Umfeld regelmäßig nachgibt und damit signalisiert: Mit diesem Verhalten kommst du durch.
Was tun? Lassen Sie sich nicht provozieren, aber bieten Sie Paroli. Benennen Sie Respektlosigkeiten unmittelbar und bleiben Sie konsequent. Sie müssen sich schlechtes Benehmen nicht gefallen lassen, nur um vermeintlich den Frieden zu wahren.

2. Der Choleriker

Beim Choleriker wird aus einer Kleinigkeit innerhalb von Sekunden ein Wutausbruch. Er brüllt, reagiert aggressiv und schüchtert sein Umfeld durch seine Unberechenbarkeit ein. Niemand weiß genau, wann die nächste Explosion folgt.

Hauptproblem Die Angst vor dem nächsten Ausbruch verändert das Verhalten des gesamten Teams. Mitarbeiter verschweigen Fehler, vermeiden Widerspruch oder geben vorsorglich nach. So bekommt die Wut immer mehr Macht.
Was tun? Beantworten Sie Aggression nicht mit Gegenaggression. Unterbrechen Sie das Gespräch bei persönlichen Angriffen und setzen Sie es erst fort, wenn ein vernünftiger Austausch wieder möglich ist. Wiederholte Entgleisungen sind kein Temperament, das andere hinnehmen müssen.

3. Der Intrigant

Der Intrigant arbeitet selten mit offenem Visier. Er streut Gerüchte, hält Informationen zurück, spielt Mitarbeiter gegeneinander aus oder versucht, Entscheidungen hinter den Kulissen zu beeinflussen. Nach außen gibt er sich dabei womöglich ausgesprochen freundlich.

Hauptproblem Intrigen säen Misstrauen und fördern Lagerbildung. Irgendwann weiß niemand mehr, welche Aussagen stimmen, wer welche Interessen verfolgt und wem sensible Informationen anvertraut werden können.
Was tun? Kommunizieren Sie wichtige Absprachen transparent und geben Sie Vertrauliches nur gezielt weiter. Beteiligen Sie sich weder an Gerüchten noch an Gegenintrigen. Fakten und nachvollziehbare Entscheidungen nehmen dem Strippenzieher den größten Teil seiner Macht.

4. Das Kollegenschwein

Das Kollegenschwein denkt zuerst an den eigenen Vorteil. Es schiebt Verantwortung ab, lässt andere im entscheidenden Moment hängen oder schmückt sich mit fremden Leistungen. Besonders dreist wird es beim Ideenklau: Ein anderer hatte den Einfall – und plötzlich kassiert der falsche Mitarbeiter das Lob.

Hauptproblem Wer auf Kosten anderer Karriere macht, zerstört das Fairnessgefühl im Team. Betroffene werden vorsichtiger, sichern sich stärker ab und verlieren die Bereitschaft, Wissen oder Unterstützung großzügig zu teilen.
Was tun? Machen Sie Zuständigkeiten, Beiträge und Ergebnisse sichtbar. Halten Sie bei gemeinsamen Projekten wesentliche Vereinbarungen schriftlich fest und präsentieren Sie eigene Leistungen selbst. Das schützt besser als ein stiller Konkurrenzkampf.

5. Der Kotzbrocken

Der Kotzbrocken ist dauerhaft unangenehm: abweisend, gehässig, zynisch oder feindselig. Während andere Horrortypen nur in bestimmten Situationen auffallen, scheint er seine schlechte Haltung zum persönlichen Markenzeichen gemacht zu haben.

Hauptproblem Permanente Feindseligkeit zermürbt. Selbst kurze Begegnungen werden unangenehm und Mitarbeiter beginnen, dem Betreffenden aus dem Weg zu gehen. Irgendwann erschwert das auch notwendige Abstimmungen.
Was tun? Beschränken Sie den Austausch auf das beruflich Notwendige und bleiben Sie höflich. Sie müssen weder seine Laune verbessern noch seine Sympathie gewinnen. Entscheidend ist allein, dass der erforderliche Informationsfluss funktioniert.

6. Der notorische Lügner

Beim notorischen Lügner weiß das Umfeld irgendwann nicht mehr, was es glauben kann. Er verdreht Tatsachen, erfindet Ausreden oder schildert Vorgänge so, dass er selbst möglichst gut dasteht. Wird eine Unwahrheit entlarvt, folgt nicht selten gleich die nächste Geschichte.

Hauptproblem Ohne Verlässlichkeit werden selbst einfache Absprachen mühsam. Müssen Aussagen ständig überprüft werden, kostet das Zeit und schafft Unsicherheit. Kritisch wird es insbesondere, wenn durch falsche Behauptungen Unbeteiligte verantwortlich gemacht werden.
Was tun? Verlassen Sie sich bei wichtigen Angelegenheiten nicht allein auf mündliche Zusagen. Bestätigen Sie Vereinbarungen schriftlich und sichern Sie relevante Fakten. Widersprüche sprechen Sie nüchtern an, statt sich in endlosen Debatten über die Wahrheit zu verlieren.

7. Der Querulant

Der Querulant findet zuverlässig einen Grund für Widerstand. Er beanstandet Entscheidungen, diskutiert Nebensächlichkeiten und macht aus Meinungsverschiedenheiten Grundsatzfragen. Schließlich geht es nicht mehr um die beste Lösung, sondern nur noch darum, recht zu behalten.

Hauptproblem Endlose Auseinandersetzungen binden Zeit und Aufmerksamkeit. Das Team beschäftigt sich zunehmend mit Nebenkriegsschauplätzen, während Entscheidungen verzögert und eigentliche Aufgaben vernachlässigt werden.
Was tun? Bestimmen Sie, welche Punkte tatsächlich geklärt werden müssen, und beenden Sie Diskussionen über Nebensachen. Fassen Sie Entscheidungen und Zuständigkeiten verbindlich zusammen. Nicht jeder Einwand verdient eine neue Grundsatzdebatte.

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Kollegentest: Sind Sie selbst ein Horrorkollege?

Horrorkollegen sind natürlich immer die anderen. Oder? Ein kurzer Blick in den Spiegel kann nicht schaden. Welche Antwort beschreibt Ihr Verhalten am ehesten?

    1. Ein Kollege macht bei einem wichtigen Projekt einen Fehler. Wie reagieren Sie?

  • A: Ich spreche ihn unter vier Augen darauf an und suche mit ihm nach einer Lösung.
  • B: Ich erzähle anderen erst einmal, was er sich diesmal wieder geleistet hat.
  • C: Ich stelle ihn sofort zur Rede – er soll ruhig merken, dass so etwas nicht geht.
  • 2. Im Meeting wird Ihre Idee abgelehnt. Was tun Sie?

  • A: Ich frage nach den Gründen und prüfe die Alternativen.
  • B: Ich merke mir genau, wer dagegen war. Beim nächsten Mal kommt die Retourkutsche.
  • C: Ich erkläre so lange, warum ich recht habe, bis die anderen nachgeben.
  • 3. Ein Kollege bekommt die Beförderung, die Sie selbst wollten. Wie reagieren Sie?

  • A: Ich bin enttäuscht, gratuliere ihm aber trotzdem.
  • B: Ich erzähle herum, warum er den Posten eigentlich gar nicht verdient hat.
  • C: Ich mache deutlich, dass ich fachlich ohnehin besser geeignet gewesen wäre.

Auswertung

Überwiegend A? Dann sind Sie vermutlich nicht das Schreckgespenst im Büro. Bei mehreren B-Antworten sollten Sie aufpassen, Frust nicht über Gerüchte oder Retourkutschen auszuleben. Häufen sich C-Antworten, wirken Sie womöglich konfrontativer und dominanter, als Ihnen bewusst ist. Der Test ist natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint – ehrliche Selbstreflexion lohnt sich trotzdem.

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Wie mit Horrorkollegen umgehen? 6 Strategien

Horrorkollegen lassen sich nicht einfach umerziehen. Wegsehen ist ebenfalls keine gute Dauerlösung. Je nach Schwere des Verhaltens brauchen Sie deshalb eine Mischung aus klarer Kommunikation, Distanz und Selbstschutz.

1. Sprechen Sie Fehlverhalten früh an

Warten Sie nicht, bis sich wochenlang Ärger aufgestaut hat. Benennen Sie konkrete Vorfälle möglichst zeitnah und beschreiben Sie deren Auswirkungen. Bleiben Sie beim beobachtbaren Verhalten, statt den gesamten Charakter des Gegenübers zu verurteilen. Das erhöht die Chance auf ein konstruktives Gespräch.

2. Reduzieren Sie die Angriffsfläche

Persönliche Informationen, vertrauliche Pläne oder ungeklärte Konflikte müssen nicht im ganzen Büro bekannt sein. Gerade bei Intriganten oder notorischen Lügnern ist professionelle Distanz sinnvoll. Freundlichkeit verpflichtet nicht zu grenzenloser Offenheit!

3. Dokumentieren Sie ernste Vorfälle

Bei wiederholten Beleidigungen, Täuschungen, Sabotage oder anderen gravierenden Vorkommnissen sollten Sie notieren, was wann passiert ist und wer beteiligt war. Bewahren Sie relevante Nachrichten und Vereinbarungen auf. Konkrete Beispiele besitzen später mehr Gewicht als die pauschale Aussage: „Mit dem gibt es ständig Ärger.“

4. Suchen Sie Unterstützung statt Mitstreiter

Sich bei anderen Luft zu machen, ist menschlich. Vermeiden Sie trotzdem Lagerbildung, Lästereien und einen Bürokrieg. Wenden Sie sich lieber an Personen, die tatsächlich zur Klärung beitragen können. Kollegen können Vorfälle bestätigen oder als neutrale Gesprächspartner helfen – sie sollten aber nicht für eine Gegenfront rekrutiert werden.

5. Schalten Sie Verantwortliche ein

Scheitert das direkte Vier-Augen-Gespräch oder ist eine persönliche Aussprache nicht zumutbar, holen Sie Unterstützung. Je nach Fall kommen Führungskraft, Personalabteilung oder Betriebsrat infrage. Beschreiben Sie konkrete Ereignisse und deren Auswirkungen auf Ihre Arbeit. So wird aus einem vermeintlichen persönlichen Streit ein nachvollziehbares betriebliches Problem.

6. Ziehen Sie die Reißleine

Wenn sämtliche Lösungsversuche scheitern und der Arbeitgeber dauerhaft nichts gegen massive Missstände unternimmt, müssen Sie nicht endlos ausharren. Ein Teamwechsel, eine Versetzung oder schließlich ein Jobwechsel können sinnvoller sein. Gehen ist keine Niederlage, wenn Sie damit einem dauerhaft zermürbenden Umfeld entkommen.


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