aerger-job-wut-frust-buero
Stress mit einem Kunden, eine Meinungsverschiedenheit mit dem Vorgesetzten oder auch ein kleinerer Disput mit einem Kollegen - es gibt viele Gründe und Situationen, die für Ärger im Job sorgen können. Doch alle Situationen haben etwas gemeinsam: Sie werden sich besser fühlen, wenn Sie mit jemandem über ihren Frust gesprochen haben. Das kann natürlich nach Feierabend im Kreise der Familie geschehen oder am Wochenende beim Treffen mit guten Freunden. Oder Sie können sich gleich am Arbeitsplatz einen geeigneten Gesprächspartner suchen. Auswahl gibt es in den meisten Büros genug, immerhin arbeiten viele unterschiedliche Charaktere zusammen. Diese Kollegen helfen Ihnen auf unterschiedliche Weise weiter, wenn Sie Ärger im Job haben...

Ärger im Job ist ein Teufelskreis

Ein Chef, der einfach nicht auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingeht oder ein Kunde, der sich auch mit größtem Aufwand nicht zufriedenstellen lässt, sind die wahrscheinlich häufigsten Quellen für Frust am Arbeitsplatz. Doch eine solch festgefahrene Situation beeinträchtigt nicht nur das eigene Wohlbefinden.

Der Ärger belastet die Beziehung zum Vorgesetzten oder Kunden, das Stress-Level liegt weit höher als üblich und auch nach Feierabend werden viele von ihrer Frustration verfolgt, so dass ein Abschalten unmöglich wird und der nächste Arbeitstag noch schlimmer startet, als der letzte aufgehört hat. Auch weitere Gründe sprechen dafür, diesen Teufelskreis möglichst schnell wieder zu verlassen:

  • Das Betriebsklima leidet. Schlechte Laune und Frust können sehr ansteckend sein. Was anfangs nur ein genervter Kollege war, kann schnell zu neuen Streitigkeiten führen, die sich im gesamten Team verbreiten. Ein positives Arbeitsklima sieht anders aus.
  • Die Produktivität sinkt. Wer mit den Gedanken nicht bei der Sache ist, ist anfälliger für Fehler und benötigt ohnehin länger für seine Aufgaben. Außerdem macht sich der Frust auch durch fehlende Motivation bemerkbar.
  • Die Gesundheit ist gefährdet. Der anhaltende Stress versetzt den Körper dauerhaft in einen Alarmzustand. Dies führt zu erhöhtem Blutdruck und erhöht langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Worüber gibt es den meisten Ärger im Job?

Ärger im Job Stress nervige KollegenManchmal braucht es im Job eigentlich gar keinen richtigen Grund oder Auslöser, damit es zu Ärger, Streitigkeiten und Konflikten kommen kann. Selbst Kleinigkeiten können zu einem Drama werden.

Doch es gibt auch einige Klassiker, die immer wieder zu Ärger im Job führen und die jeder schon einmal am eigenen Arbeitsplatz erlebt hat:

  • Der Chef. Für viele der größte Grund für Ärger und Auslöser von so manchem Wutanfall: Der Chef ist prädestiniert, um sein Team auf die Palme zu bringen und für schlechte Stimmung zu sorgen. Sei es, weil Überstunden angeordnet werden, man sich unfair behandelt fühlt oder weil kommentarlos ein Stapel mit noch zu erledigenden Aufgaben - die natürlich alle eine knappe Deadline haben - auf den Schreibtisch gedonnert wird.
  • Die Kollegen. Kollegen können bei Ärger im Job helfen - oder dessen Ursache sein. Leider haben einige Büronachbarn durchaus sehr nervige Angewohnheiten. Lästern, Rumbrüllen oder auch Unzuverlässigkeit um nur einige zu nennen. Wenn man acht Stunden täglich aufeinanderhockt, finden sich schnell Gründe, um sich über den anderen aufzuregen.
  • Die Kunden. Ok, manche Kunden scheinen es auch wirklich darauf anzulegen, die Mitarbeiter auf die Palme zu treiben. Mit keinem Ergebnis ist man zufrieden, spontan fallen noch zwei, drei oder auch zwölf Änderungswünsche ein und so etwas wie Feierabend oder Wochenenden kennen die meisten auch nicht.
  • Die Kommunikation. Das habe ich dir doch schon vor Wochen weitergeleitet, oder? Schlechte Absprachen und mangelhafte Kommunikation im Team ist ein häufiger Grund für Ärger im Job. Meist führt dies dann dazu, das alle unnötig zu viel arbeiten oder wichtige Dinge einfach unbeachtet liegen bleiben.
  • Die Aufgaben. Langweilig, eintönig oder viel zu aufwendig und nahezu nicht lösbar. Es ist schwer, das perfekte Maß von herausfordernden Aufgaben und Projekten zu finden, die weder einschläfern, noch überfordern, aber genau deshalb sind sie ein häufiger Grund für Frust und Beschwerden.

Ärger im Job: Welcher Kollege nervt Sie am meisten?

Ärger im Job Test Kollegen Wer nervtDer erste wichtige Schritt, um mit Ärger im Job und nervigen Kollegen umgehen zu können, ist zu verstehen, was genau Sie so sehr auf die Palme bringt. Jeder Mensch reagiert auf andere Dinge besonders stark, was Sie unausstehlich finden, macht anderen nichts aus und umgekehrt.

Vielleicht haben Sie Lust auf einen kurzen Selbsttest: Mit diesem können Sie sich nicht nur für Augen führen, welche Typen Ihnen ganz besonders auf den Geist gehen, sondern zeigt auch, wie viele Ihrer Kollegen in die Kategorie Nervensäge fallen.

Im Folgenden werden Kollegen und Situationen beschrieben, die Sie womöglich regelmäßig unter der Decke kreisen lassen.

Gehen sie die Liste einfach durch und machen Sie sich eine Strichliste, wie oft sie innerlich (oder äußerlich) nicken und welche Punkte auf Sie zutreffen. Aber bitte nicht nur theoretisch antworten, sondern wirklich nur jene Beispiele zählen, die Sie tatsächlich immer wieder im Büro erleben. Am Schluss zählen Sie die Punkte einfach zusammen und klicken auf die jeweilige Auswertung.

Achso: Am besten bringen Sie diesen Test schnell hinter sich – schon die Gedanken an solche Typen können einem die Laune vermiesen...

Diese Bürotypen nerven mich...

  • Brüllaffen, die so laut telefonieren, dass man auch noch zwei Türen weiter jedes Wort versteht.
  • Apokalyptiker, die bei jedem Räuspern des Chefs den Untergang des Abendlandes beschwören.
  • Blinde, die Spülmaschinen weder ein- noch ausräumen können.
  • Körperpfleger, die während der Konferenz Fingernägel, Ohren und Nasen reinigen.
  • Rotznasen, die großflächig ihre Viren im Büro verteilen.
  • Auch nicht besser: die Lautschniefer und Rotzhochzieher.
  • Kopierstauverursacher und hinterher Nicht-Wegräumer.
  • Frischluftfanatiker, die andere für zwei Promille mehr Sauerstoff der Zugluft aussetzen.
  • Kollegen mit Hygiene-Intoleranz, die Oberteile über drei Tage tragen – ungewaschen.
  • Essensbeschwerer, die einfach kein (Kantinen)Gericht unkommentiert lassen.
  • Hypochonder, die alles haben, was krank macht – und das jedem erzählen.
  • Jammerlappen, die Diät machen, trotzdem Schokolade essen und um Mitleid werben.
  • Hilflose, die sich extra dumm anstellen, damit ihnen ein anderer die Arbeit abnimmt.
  • Klo-Ferkel, die sich zu fein sind, ihre Hinterlassenschaften spurlos zu beseitigen.
  • Reserve-Casanovas, die jeden mit ihren Sexeskapaden belämmern.
  • Tuchfühler, die beim Erzählen selbst einen 10-Zentimeter-Abstand unterschreiten.
  • Noch schlimmer: Knoblauchfahnen-Tuchfühler.
  • Multitasker, die parallel zu einer Unterhaltung SMS versenden oder E-Mails beantworten.
  • Speichelspucker.
  • Ich-bin-so-wichtig-dass-ich-mein-Handy-in-der-Konferenz-nicht-abschalten-kann-Typen.
  • Familienmenschen, die Büro und Bildschirmschoner mit Kinderbildern zupflastern.
  • Prahlpapas (und -mamas), die ständig die Hochbegabung ihrer Lendenfrucht preisen.
  • Kollegen, die Pilzkulturen in Kaffeeküchen und Kühlschränken züchten.
  • Fußballfans, die über nichts anderes reden können als Bundesliga-Ergebnisse.
  • Kettenraucher, die ihre Faulheit mit häufigen Zigarettenpausen kaschieren.
  • Fahrradfahrer, die nach oben buckeln und unten fleißig treten.
  • Ratschläger, die alles besser wissen und mit Rat brillieren statt mit Tat.
  • Witzerzähler, die es nicht können.
  • Kollegen, deren E-Mails mehr Smileys enthalten als Information.
  • Ich-wars-nicht-Sager.
  • Lautschwätzer, die das gesamte Großraumbüro beschallen.
  • Kollegen, die weder Toner noch Kopierpapier nachfüllen, obwohl beides leer ist.
  • Botaniker, die das Büro in einen Urwald verwandeln – weil das so ein gutes Klima macht.
  • Luftterroristen, die mit ihrem Parfüm Büroflure und Aufzüge benebeln.
  • Weicheier, sich ständig über andere Kollegen beschweren, denen das aber nie sagen.
  • Montagsmuffler, die alle mit ihrem Wochenendfrust anstecken wollen.
  • Kollegen, der Komplimente keine sind (etwa: „DU kannst das tragen…“).
  • Kollegen, die zusehen, wie man es nicht mehr rechtzeitig in den Aufzug schafft.

Auswertung zum Kollegen-Test

Das Schlimmste haben Sie schon geschafft. Fehlt nur noch die Auswertung zum Kollegen-Quiz. Wie oft konnten Sie zustimmen? Zählen Sie die Punkte zusammen und klicken Sie auf das entsprechende Feld:

Ärger im Job: Respektlose Kollegen stoppen

Ärger im Job mit dem Chef Ärger bekommenEinige Kollegen sind nicht nur anstrengend und sorgen für Ärger im Job, sie sind regelrecht respektlos. Sie machen alles schlecht, lästern ungeniert, unterbrechen Sie ständig oder behandeln Sie herablassend.

Arbeitnehmer fühlen sich den Angriffen solcher Mitarbeiter oft hilflos ausgesetzt. So schleppen sie sich jeden Tag erneut ins Büro und sind schon früh am Morgen frustriert, da sie bereits erahnen, welche Witze auf ihre Kosten gemacht werden könnten oder welche Gemeinheiten sich die Kollegen wieder haben einfallen lassen.

Dass dies kein Dauerzustand werden darf, sollte jedem klar sein. Doch wie können Sie richtig mit respektlosen Kollegen umgehen, die für Ärger im Job sorgen? Wir haben sechs Tipps zusammengestellt:

  1. Schenken Sie keine Beachtung

    Es ist wirklich keine leichte Aufgabe und erfordert Selbstbewusstsein und einen starken Willen, doch konsequente Ignoranz gegenüber den respektlosen Kollegen kann das Problem lösen. Das Verhalten der Kollegen zielt oft darauf ab, eine Reaktion von Ihnen zu erhalten.

    Es verschafft sozusagen Genugtuung, wenn es gelingt, den anderen auf die Palme zu bringen. Bleibt dieser Erfolg verwehrt, schwindet meistens auch schnell die Motivation, es weiter zu versuchen. Zwingen Sie sich daher ganz bewusst, jede spitze Bemerkung oder feindlichen Kommentar zu ignorieren.

  2. Suchen Sie das direkte Gespräch

    Auch ein Gespräch mit dem Kollegen kann die Situation verbessern. Anstatt auf dem Büroflur lautstark zu streiten, sollten Sie lieber ein ruhiges Gespräch unter vier Augen suchen. Sprechen Sie selbstbewusst und offen an, dass Sie sich von dem Verhalten gestört fühlen.

    Manchmal ist es den Kollegen gar nicht bewusst, wie ihre Aktionen auf andere wirken. Vermeiden Sie jedoch, die Diskussion nur auf Vorwürfen aufzubauen. Versuchen Sie sachlich zu bleiben und Ihre Ansicht zu schildern. Das zeigt gleichzeitig, dass Sie über den Angriffen stehen und sich davon nicht beeindrucken lassen.

  3. Bleiben Sie betont freundlich

    Wie bereits im ersten Punkt erwähnt, hoffen die Kollegen, Sie durch das Verhalten ärgern und aufbringen zu können. Um dieses Ziel zunichte zu machen und gleichzeitig noch ein wenig Freude dabei zu haben, können Sie auch übertrieben freundlich bleiben.

    Grüßen Sie immer freundlich mit einem Lächeln auf dem Büroflur, verabschieden Sie sich und wünschen einen tollen Feierabend. Auf diese Weise machen Sie deutlich, dass die Versuche an Ihnen abprallen und zeigen gleichzeitig auf subtile Art, wie kindisch Sie das verhalten finden.

  4. Ziehen Sie den Vorgesetzten hinzu

    Wenn andere Versuche fehlgeschlagen sind, ist es wahrscheinlich an der Zeit, Ihren Chef hinzuzuziehen. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor, nennen Sie konkrete Beispiele des respektlosen Verhaltens und erklären Sie, wie Ihre Arbeit und die gesamte Atmosphäre darunter leidet.

    Wenn die eigenen Bemühungen um eine Lösung gescheitert sind, reicht manchmal das beherzte Eingreifen des Chefs, um die Kollegen wieder zur Vernunft zu bringen und verständlich zu machen, dass die Taten auch Folgen haben.

  5. Nehmen Sie es nicht persönlich

    Regelmäßige Angriffe auf die eigene Person bringen oft auch Selbstzweifel mit. Viele Betroffene suchen den Fehler bei sich selbst und machen sich Vorwürfe. Doch sollten Sie diese Respektlosigkeiten nicht persönlich nehmen.

    Häufig suchen Kollegen nur ein Ventil für ihren eigenen Frust oder ihre Unzufriedenheit mit der Situation. Wenn ein Kollege Sie das nächste Mal respektlos behandelt, denken Sie daran, dass es eigentlich nicht um Sie geht.

  6. Wechseln Sie den Arbeitgeber

    Sollte nichts helfen, die Situation immer länger anhalten und vielleicht sogar der Chef sich dem respektlosen Verhalten anschließt, wird es höchste Zeit, einen Jobwechsel anzustreben. Halten Sie sich immer vor Augen, dass Sie vermutlich noch Jahre oder sogar Jahrzehnte im Berufsleben sein werden.

    Wollen Sie diese wirklich bei solch einem Arbeitgeber verbringen? Natürlich nicht, also wagen Sie den Schritt und lassen die respektlosen Kollegen hinter sich.

Ärger im Job: Ungeahnte Vorzüge nerviger Kollegen

Ärger im Job Kollegen nervig Streit KonfliktBevor Sie nun fluchen und meckern, dass Sie fast ausschließlich mit nervigen Kollegen zusammenarbeiten und dauerhaft Ärger im Job haben, gibt es auch noch eine halbwegs gute Nachricht:

Nervige Kollegen sind nicht unbedingt so schlecht, wie ihr Ruf. Sicher sind Sie zum Teil ganz schön anstrengend, doch sie bringen auch den ein oder anderen Vorzug mit, von dem Sie bisher vielleicht gar nichts geahnt haben:

  1. Sie stärken den Wettbewerb

    Was macht man am liebsten mit einem Kollegen, den man nicht ausstehen kann? Korrekt, man will ihn übertrumpfen, überrunden, abhängen. Das ist kein böser Wesenszug, sondern menschliche Natur: Wir wollen einfach besser sein als andere. Im Schulsport, bei der Arbeit und sogar bei 'Mensch ärgere dich nicht'. Wer im Wettbewerb besteht, andere besiegt, wird zu einem glücklicheren Menschen.

    Unser Wohlbefinden, unsere Zufriedenheit hängen maßgeblich davon ab, wie wir im Vergleich zu anderen dastehen. Und von wegen Altersmilde: Laut Studien steigt das Konkurrenzdenken mit zunehmendem Alter sogar an. Um die 50 herum ist es demnach am stärksten ausgeprägt. Daher: Ein gesunder Wettkampf spornt an, beflügelt - so lange er fair abläuft. Ein nerviger Kollege kann der Auslöser sein, sich diesem Wettbewerb mit voller Energie zu stellen.


  2. Sie machen uns besser

    In homogenen Mannschaften gibt es wenig Reibungspunkte. Reibung aber erzeugt Ideen, sagt auch eine Studie der Uni Liverpool. Dementsprechend wirkt sich zu viel Harmonie in der Firma sogar schädlich aufs Ergebnis aus, führt zu permanenter Selbstzufriedenheit und Selbstbestätigung. Noch einfacher ausgedrückt: Wenn sich alle lieb haben, kommt nichts dabei rum.

    In jedes Team gehören daher unterschiedliche Charaktere: Zahlenmenschen, Kopfmenschen, Gefühlsmenschen, Optimisten und Pessimisten. Und natürlich: Ihr nerviger Kollege. Ist er oder sie das komplette Gegenteil von Ihnen, ist das gut für Sie, gut fürs Unternehmen. Sie müssen ja nicht zusammen in Urlaub fahren.


  3. Sie eröffnen neue Perspektiven

    Die Medienlandschaft in Deutschland richtet sich gerade sehr stark - ähnlich wie in den USA - nach politischen Lagern aus. Das bedeutet: Jeder zieht sich in seine eigene Filterblase zurück, konsumiert nur noch die Medien, die seinen eigenen Überzeugungen entsprechen, die die eigene Meinung bestätigen. Dass man so den berühmten Horizont nur schwer erweitert, ist offensichtlich. Ganz ähnlich ist es im Unternehmen.

    Wenn alle gleich ticken, einen ähnlichen Background haben, die selbe Partei wählen, gleiche Interessen verfolgen und übereinstimmende Meinungen vertreten - was folgt daraus? Gähnende Langeweile. Auch hier können heterogene Teams zu frischen Ideen, neuem Input führen. Ganz konkret: Textet Sie Ihr nerviger Kollege schon wieder mit seinen verrückten Eingebungen zu, sind Sie zunächst mal gezwungen, ihm zuzuhören, sich auf den Inhalt einzulassen, nachzudenken und zu reflektieren.


  4. Sie lehren uns Geduld

    Geduld. Kardinalstugend. Studien zeigen: Wer auf eine sofortige Belohnung verzichtet und sie in die Zukunft verschiebt, ist erfolgreicher. Wer dagegen immer alles jetzt und gleich will, von emotionaler Labilität, Unentschlossenheit und Erfolglosigkeit bedroht. Beispiel Gesundheit: Wer täglich zwei Schachteln Zigaretten raucht, wird morgen vermutlich keinen Nachteil erleiden. In einigen Jahren oder Jahrzehnten aber mit großer Wahrscheinlichkeit schon. Wenn Sie also heute auf die Belohnung, in diesem Fall das Glücksgefühl beim Schmöken, verzichten, ernten Sie erst sehr viel später die Früchte.

    Ein nerviger Kollege bringt einem den Wert der Geduld - ungewollt - nahe. Wenn er wieder nölt, meckert und sich weigert, unliebsame Aufgaben zu übernehnem, hilft nur Überzeugungsarbeit. Und Geduld. Viel Geduld. Hat man sich endlich geeinigt, wiegt diese Errungenschaft - gefühlt - gleich viel schwerer.


  5. Sie geben uns Selbstvertrauen

    Ein Schlüssel zu mehr Selbstvertrauen: sich nicht unentwegt mit seinen Mitmenschen vergleichen. Aber dennoch: Sind Sie ausschließlich von sympathischen, gut aussehenden, durch und durch liebenswürdigen, fehler- und makellosen Überfliegern umgeben, strahlt das möglicherweise aufs eigene Ego ab - aber nicht zum Guten. Nervige Kollegen zeigen, wie unterschiedlich Menschen ticken, wie unvollkommen sie sind, welche Marotten und Spleens sie haben - und dass man auch seine eigenen nicht krampfhaft verstecken muss.

    Weniger Perfektionismus, mehr Mut zur Macke. Beim Blick auf die Freak-Show um Sie herum (und das ist gar nicht böse gemeint) ist es gut möglich, dass man auch die eigene Unvollkommenheit viel leichter akzeptiert. Besser jedenfalls, als in der Firma Mr. Perfect vorzuspielen.

Ärger im Job: Diese Kollegen helfen

Ärger im Job Kollegen Streit Konflikt Was hilftZum Glück besteht kein Arbeitsplatz nur aus nervigen Zeitgenossen, mit denen Sie nicht klar kommen. Immer und überall gibt es auch Lichtblicke, die den Tag versüßen, Kollegen, mit denen Sie sich aussprechen können und die bei Ärger im Job hilfreich zur Seite stehen.

Aber wer ist geeignet, um in einer akuten Frustsituation zu helfen? Ausschließen lassen sich sofort die Verursacher des Ärgers. Hier ist zwar eine Aussprache angebracht, doch wenn die Wut noch zu groß ist, führt diese eher zu noch mehr Streit. Aber im Büro gibt es noch genügend andere Kollegen, an die Sie sich wenden können.

Hierbei geht es allerdings nicht darum, Kollegen auf Ihre Seite zu ziehen und das Team so in zwei Lager zu spalten. Das Ziel ist es, über Ihren Ärger zu sprechen, andere Meinungen zu hören und dadurch Ihren Frust zu verarbeiten oder zu einer Lösung zu kommen. Diese Typen innerhalb Ihrer Kollegen sind besonders gut geeignet, um Ihnen bei Ärger im Job zu helfen.

  1. Die gute Seele

    Jedes Büro braucht sie und zum Glück ist sie auch in den meisten zu finden - die gute Seele. Bei Fragen oder Problemen hat sie immer ein offenes Ohr und einige tröstende Worte parat. Auch bei Ärger im Job ist Sie ein guter Ansprechpartner, kann einige aufmunternde Worte spenden und aufgrund ihrer guten Beziehungen auch als Vermittler fungieren.

    Lesen Sie dazu auch:


  2. Der objektive Realist

    Er ist bekannt für gute analytische Fähigkeiten, logisches Denken und eine neutrale Herangehensweise an Probleme? Dann ist dieser Kollege genau der richtige Gesprächspartner für Sie. Er wird die Sachlage objektiv beurteilen und Ihnen so aufzeigen, an welchen Punkten Sie im recht sind und wo Sie vielleicht eher nachgeben sollten. Erwarten Sie dabei allerdings nicht, dass er sich bedingungslos auf Ihre Seite stellt. Der objektive Realist ist der perfekte Vermittler, da er für keine Seite Partei ergreift.

    Lesen Sie dazu auch:


  3. Der beste Freund

    Natürlich sollten Sie auch mit Ihrem besten Freund im Büro über Ihren Ärger sprechen. Dieser kennt Sie gut genug, um beurteilen zu können, wie ernst die Situation ist und auch, wie er Sie wieder aufbauen kann. Tendenziell wird Ihr Freund Ihnen natürlich eher zustimmen, da er Ihnen den Rücken stärken möchte. Es kann aber auch lohnenswert sein, nach seiner komplett ehrlichen Meinung zu fragen. Ein guter Freund kann auch die unverblümte Wahrheit aussprechen, ohne das dies persönlich genommen wird.

    Lesen Sie dazu auch:


  4. Der strenge Kritiker

    Es erfordert Mut und Überwindung, doch das Gespräch mit einem Kritiker kann Ihnen eine neue Sichtweise eröffnen, die Sie bisher vielleicht noch nicht erkannt haben. Suchen Sie sich einen Kollegen, der Ihnen in der Diskussion nicht zustimmt und bitten Ihn darum, seine Sicht der Dinge noch einmal zu erklären. Versuchen Sie dabei möglichst objektiv zu bleiben und sich nicht angegriffen zu fühlen. Je besser Sie die Gegenseite verstehen, desto schneller wird sich Ihr Ärger in Luft auflösen.

    Lesen Sie dazu auch:


  5. Der kreative Ratschlaggeber

    Er hat für jedes Problem gleich eine ganze Reihe an möglichen Lösungen parat? Dann sollten Sie unbedingt mit diesem Kollegen über Ihren Ärger sprechen. Schildern Sie ihm die Situation möglichst detailliert, ohne eine negative Wertung über den Verursacher Ihres Ärgers einfließen zu lassen. Hören Sie sich anschließend an, welche Ratschläge Sie erhalten. Sicherlich werden nicht alle davon zu gebrauchen sein, doch Sie werden den ein oder anderen Denkanstoß erhalten, der Sie näher an die Lösung des Konflikts heranführt.

    Lesen Sie dazu auch:

Diese Artikel finden andere Leser interessant:

[Bildnachweis: Anetlanda, Ollyy by Shutterstock.com]

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, erzählen Sie es weiter...