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Intrigen: Bedeutung, Merkmale & wie Sie sich schützen

Intrigen sind keine Seltenheit – im Büro schon gar nicht. Manipulatives Vorgehen und Ränkespiele zum eigenen Vorteil hat jeder schon einmal erlebt oder wurde ungewollt hineingezogen. Intriganten wollen anderen schaden, die Reputation zerstören und selbst vorankommen. Wir zeigen Bedeutung und Merkmale von Intrigen und geben acht Tipps, wie Sie sich vor intrigantem Verhalten schützen…

Intrigen: Bedeutung, Merkmale & wie Sie sich schützen

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Bedeutung: Was sind Intrigen?

Intrigen sind hinterhältige, heimlich durchgeführte Handlungsstrategien eines Einzelnen (oder auch einer Gruppe) mit dem Ziel, anderen zu schaden oder Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Intriganten agieren mit Manipulation, Tricks und Lügen möglichst unauffällig, damit ihre Opfer nicht oder erst zu spät mitbekommen, was passiert.

Solche Machenschaften sind immer bewusst und geplant. Intrigen entstehen nicht unbeabsichtigt oder aus einem Zufall heraus. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort intricare = in Verlegenheit bringen.

Merkmale einer Intrige

Der Ausdruck „eine Intrige spinnen“ passt genau. Intriganten sind wie Spinnen, die das Netz in der Mitte anfangen und es immer breiter spinnen, bis das Opfer in die Falle tappt. Typisch sind mehrere Merkmale von Intrigen, die wie ein Konstrukt aufeinander aufbauen:

Intrigen Bedeutung Merkmale Beispiele Synonym Grafik

  1. Motiv
    Intrigen haben immer ein Motiv. Der Intrigant weiß, dass er mit seinen Taten jemandem schadet, um ans Ziel zu kommen. Diese Ziele können unterschiedlich sein: Macht, Beförderung, Ansehen unter Kollegen. Dass andere dadurch verletzt werden, freut den Täter sogar, er verspürt meist eine persönliche Befriedigung.
  2. List
    Intrigen sind versteckte Manipulationen. Sie leben von Hinterhältigkeit und einer List, auf die Opfer reinfallen. Gerüchte können ein Element sein, doch gibt es immer auch eine versteckte Seite.
  3. Plan
    Eine spontane und einmalige Tat ist noch keine Intrige. Auch ein böser Spruch ist kein intrigantes Verhalten. Ein echter hat einen Plan: Er überlegt es sich genau, wie er das Opfer verletzen, stechen, provozieren oder emotional angreifen kann.
  4. Rollenspiel
    Jede Intrige ist ein Rollenspiel mit mindestens drei Teilnehmern: Opfer, Intrigant und Anstifter. Es erinnert stark an das Dramadreieck von Stephen Karpman, an dem Opfer, Verfolger und Retter beteiligt sind. Diese drei Rollen stehen in ständigen Wechselwirkung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig.
  5. Vorgehen
    Der Anstifter verbreitet ein Gerücht oder interpretiert Worte (bewusst) falsch. Der Intrigant nutzt die Gunst der Stunde. Er breitet das Missverständnis aus und fängt mit dem Intrigen-Netz an. Der genaue Ausgangspunkt ist oft schwer auszumachen. Die Intrige nimmt wie ein Schneeball immer größere Formen an.

Intrigen Synonym

Synonym zur Intrige wird auch von Ränkespiel, List, Kabale, Komplott, List, Machenschaften oder Geheimplan gesprochen.


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Intrigen Beispiele

Unzählige Beispiele für Intrigen gibt es in Filmen oder Serien. Entweder sind es die Hauptcharaktere selbst, die sich durch Intrigen nach vorne bringen oder ein Antagonist treibt ein hinterhältiges Spiel. Doch auch im Alltag und gerade im Job gibt es immer wieder intrigantes Verhalten. Ein Klassiker sind Gerüchte. Es werden gemeine Unwahrheiten verbreitet, um das Opfer in ein schlechtes Licht zu rücken. Der Ruf anderer wird nachhaltig zerstört, um sich selbst aufspielen zu können.

Weiteres Beispiel für Intrigen ist gezielte Sabotage. Ergebnisse verfälschen, Informationen zurückhalten, eine Präsentation löschen oder Dokumente verschwinden lassen… Intriganten ist jedes Mittel recht, um dem professionelle Ansehen des Kollegen zu schaden. Gerne werden auch Intrigen gegen den Chef geschmiedet. Kollegen tun sich zusammen, um eine unliebsame Führungskraft loszuwerden.

Dabei gilt ohnehin: Intrigen im Büro hängen mit dem Vorgesetzten zusammen. Es ist die Aufgabe und Verantwortung des Chefs, solche Ränkespiele zu unterbinden, statt die übermäßige Konkurrenz zu dulden oder gar weiter anzustacheln.

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Intrigen planen: Strategien von Intriganten

Intrigen sollen geheim bleiben und laufen im Verborgenen – trotzdem besteht dabei oft direkter Kontakt zwischen Intrigant und seinem Opfer. Viele Strategien nutzen ein zwischenmenschliches Verhältnis, das zuerst aufgebaut wird, um anschließend die Gefühle des Betroffenen auszunutzen. Wir stellen die häufigsten Strategien vor, damit Sie sich schützen können:

  • „Du bist meine beste Freundin.“
    Mit voller Absicht wird ein enges Verhältnis zum Opfer aufgebaut. So kann beispielsweise die persönliche Meinung zu Kollegen, dem Chef oder einem anderen Thema herausgefunden werden. Diese Informationen werden dann als Waffe missbraucht.
  • „Das würde ich nie sagen!“
    Gerüchte, Diskreditierung, Verleumdung und Klatsch sind die wohl häufigste Strategie. Intriganten verbreiten schädliche Informationen – völlig erfunden oder aus dem Kontext gerissen – behauptet dann aber vehement, nichts damit zu tun zu haben.
  • Hilf mir.“
    Liste und zugleich faule Kollegen nutzen Hilfsbereitschaft aus. Bei Fehlern oder Problemen weisen sie jede Schuld von sich – bei Erfolg ernten sie die Lorbeeren.
  • „Du kannst das nicht.“
    Das Opfer wird ständig auf Fehler, falsches Vorgehen und Misserfolge hingewiesen. Die Intrige will das Selbstwertgefühl zerstören und den Betroffenen psychisch attackieren.
  • „Ich habe da was gehört…“
    Eine Art umgekehrtes Gerückt. Der Intrigant erzählt seinem Opfer, was die Kollegen, der Chef oder die Kunden angeblich gesagt hätten. Wut und Enttäuschung können zu Konflikten führen – denn die Beschuldigten wissen natürlich von nichts.
  • „Du willst doch nicht, dass das ganze Büro davon erfährt?“
    Ist die Intrige bereits in vollem Gange kommt es oft zu offenen Erpressungen. Das Opfer wird in eine Ecke gedrängt, indem Schwächen oder vorher gesammelte Informationen zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden.
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Intrigen im Büro: Sind Sie Opfer oder Intrigant

Der Arbeitsplatz ist Schauplatz unzähliger Intrigen. Der Konkurrenzkampf und die Hierarchie schaffen die Voraussetzungen. Aber wer wird zum Opfer und wer entpuppt sich als Intrigant? Zwar gibt es keine garantierte Vorhersage – aber doch einige Charakteristiken und Wahrscheinlichkeiten:

Wer ist häufig Opfer?

Ein motivierter und erfolgreicher Kollege, der mit guten Leistungen punktet, beim Chef beliebt ist und auf der Karriereleiter bereits einige Schritte nach oben gemacht hat. Das passt längst nicht jedem Mitarbeiter und so werden Steine in den Weg gelegt, um weiteres Vorankommen zu bremsen oder zu verhindern. Auch ganz neue Mitarbeiter mit großen Ambitionen und Fähigkeiten werden häufiger ins Visier genommen.

Wer ist häufig Intrigant?

Intriganten sind typischerweise im Mittelfeld der Hierarchie – kommen aber nicht weiter. Sie sind länger im Unternehmen, haben aber weder die Leistung noch die Kontakte, um ganz nach oben zu kommen. Aus Frust, Neid oder Langeweile widmen sie ihre Energie den Intrigen. Typisch ist, dass Intriganten sich selbst für besser halten, als sie tatsächlich sind.

8 Tipps, sich vor Intrigen im Büro zu schützen

Aus jeder Art von Intrige sollten Sie sich raushalten. Lassen Sie sich nicht in das Ränkespiel eines Kollegen hineinziehen und beginnen Sie schon gar nicht selbst damit. Die beste Verteidigung gegen Bürokämpfe ist, diesen aus dem Weg zu gehen. Arbeiten Sie lieber an guten Beziehungen zu den Kollegen, machen Sie ehrliche Komplimente und bauen Sie Kontakte auf. Wer gute Leistungen abliefert und sich auf den Job konzentriert, braucht keine Intrigen, um erfolgreich zu sein.

Damit Sie nicht selbst Opfer von Intrigen werden, können Sie einige Schutzstrategien nutzen. Mit diesen neun Tipps schützen Sie sich vor Intrigen im Büro:

1. Offenheit zeigen

Sprechen Sie immer ehrlich und direkt mit den Kollegen. Klären Sie Erwartungen und Vorstellungen im persönlichen Gespräch, äußern Sie Sorgen und Bedenken konstruktiv und treten Sie in den Dialog. Offenheit und Ehrlichkeit machen es Intriganten schwerer, hinter Ihrem Rücken andere Dinge zu verbreiten.

2. Vertraulichkeit wahren

Bei aller Offenheit gilt: Persönliche und vertrauliche Gespräche sind Ihren Freunden vorbehalten. Dass Sie den Chef für inkompetent halten, können Sie dem Partner oder einem langjährigen Freund außerhalb des Jobs sagen. Im Büro können solche Aussagen leicht gegen Sie verwendet werden.

3. Fehler eingestehen

Vertuschen Sie Fehler nicht und bitten Sie auch niemanden darum, Sie zu decken. Intriganten lieben solche Möglichkeiten, um dem Chef auf Umwegen von Ihrem Patzer zu erzählen. Übernehmen Sie die Verantwortung für den Fehltritt und haben Sie gleich eine Lösung parat.

4. Ziele verfolgen

Kennen Sie Ihre Ziele und arbeiten Sie fokussiert darauf hin. Je weniger Sie sich am Flurfunk oder anderen Machenschaften beteiligen, desto besser. Unterbinden Sie höflich alle Gerüchte in Ihrer Anwesenheit.

5. Ideen schützen

Sprechen Sie Ihre Ideen zuerst mit dem Chef ab und bitten Sie um ein Feedback. Das zeigt nicht nur Eigeninitiative, sondern verhindert, dass andere Ihre Ideen klauen oder diese bereits während der Entstehung sabotieren.

6. Chef einbeziehen

Bitten Sie Ihren Chef um ein offenes Gespräch und schildern Sie die Situation. Wenn Sie nicht sicher sind, wer hinter den Machenschaften steckt, müssen Sie keine direkten Anschuldigungen machen. Sie können beispielsweise sagen: „Ich habe mitbekommen, dass in letzter Zeit vermehrt schlecht über mich gesprochen wurde und falsche Anschuldigungen gemacht wurden. Bevor Sie ein falsches Bild bekommen, möchte ich gerne persönlich mit Ihnen darüber reden…“

7. Wert steigern

Intrigen verpuffen, wenn Sie ein absolut unverzichtbarer Mitarbeiter sind. Überzeugen Sie mit Leistung, zeigen Sie Expertise, bringen Sie das Unternehmen voran. Selbst wenn Sie dann zum Opfer von Intrigen werden, können Sie diese leichter aushalten und haben Rückendeckung vom Chef.

8. Konfrontation suchen

Intrigen leben vom versteckten Vorgehen und unauffälliger Manipulation. Merken Sie, dass hinter Ihrem Rücken etwas vorgehen, stellen Sie den Intriganten öffentlich zur Rede und suchen Sie die Konfrontation – genau das wollte der Intrigant schließlich verhindern. Zwingen Sie ihn in die Aufmerksamkeit und sprechen Sie an, was Sie wissen – aber bitte nur Fakten.

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[Bildnachweis: DRogatnev by Shutterstock.com]

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