Kantinentypen
In der Mittagspause treffen beim gemeinsamen Essen alle Kollegen und Vorgesetzte aufeinander. Das kann ein angenehmer Teil des Arbeitstages sein, an dem man ein bisschen Zeit hat, sich auszutauschen und auch mal über andere Themen zu sprechen. Bei so vielen Persönlichkeiten auf einem Haufen kann es immer aber auch zu Problemen kommen, denn jeder möchte seine Zeit beim Essen gerne auf eine andere Art und Weise verbringen. Von diesen Kantinentypen gibt es in jedem Unternehmen viele verschiedene. Und zu welchen gehören Sie?

Zu welchem der Kantinentypen gehören Sie?

Kantine MittagspauseIn der Kantine trifft man nicht nur die Kollegen, mit denen man auch während der restlichen Arbeitszeit zusammensitzt. Auch andere Abteilungen oder auch den Vorgesetzten kann man hier während der Mittagspause antreffen, um beim Essen ein wenig ins Gespräch zu kommen. Das Problem: Bei keinem weiß man so genau, wie er beim Essen reagiert, da in der Kantine jeder seine eigenen Vorlieben hat. Diese zu kennen wäre jedoch hilfreich, um zu wissen, wer beim Essen gerne Gesellschaft hätte, wer lieber für sich bleibt und an welchem Tisch man eine spannende Diskussion miterleben kann. Wir stellen Ihnen häufige Kantinentypen vor, auf die Sie sicherlich auch in Ihrer Mittagspause treffen werden - und natürlich bleibt auch die Frage, zu welchem Kantinentyp Sie selbst gehören:

  1. Der Gesprächige

    Für ihn ist die Kantine ein Ort der Konversation, an dem das Essen zur Nebensache wird. Wer sich an seinen Tisch setzt, sollte darauf eingestellt sein, in ein Gespräch verwickelt zu werden - oder auch einem Monolog ausgesetzt zu werden, denn wenn die Gesprächspartner sich in Schweigen hüllen, übernimmt dieser Kantinentyp die Gesprächsführung auch gerne gänzlich alleine.

    Dies ist jedoch alles andere als böswillig gemeint, der Gesprächige ist nur ein äußerst geselliger Zeitgenosse, der Spaß daran hat, die Zeit mit seinen Kollegen zu nutzen, um auch mal über Themen zu sprechen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben.

  2. Der Hungrige

    Das Ziel der Mittagspause in der Kantine ist klar: Nahrungsaufnahme. Das nimmt der Hungrige auch sehr genau und konzentriert sich hauptsächlich aufs Wesentliche. Die Kommunikation wird in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert, was auch die Tischnachbarn meist merken, da Gespräche nur schwer zu führen sind, wenn der Gegenüber den Blick stur auf seinen Teller gerichtet hält.

    Dieser Kantinentyp täte gut daran, in der Kantine ein wenig offener zu sein und die Aufmerksamkeit mehr auf das Umfeld und weniger auf das Essen zu richten. Natürlich soll jeder nach der Mittagspause satt sein, doch wer dabei jegliches Gespräch blockiert, wirkt wenig sympathisch.

  3. Der Einsame

    Es scheint ihn in fast jeder Kantine zu geben: Den einen Kollegen, der alleine an einem Tisch sitzt. Während sich die anderen in Gruppen zum Essen begeben, scheint kaum einer Notiz von ihm zu nehmen. Schade, schließlich gibt es hier viele Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen, selbst wenn man diese bisher vielleicht nur vom Sehen kennt.

    Auf der anderen Seite gilt aber auch: Warum setzen Sie sich nicht einfach dazu? Vielleicht tut sich dieser Kantinentyp nur schwer damit, selbst auf andere zuzugehen. Machen Sie den ersten Schritt und fragen Sie, ob Sie ihm beim Essen Gesellschaft leisten dürfen.

  4. Der Netzwerker

    Für den Netzwerker ist das Essen eher ein Mittel zum Zweck. Jeden Tag versucht er an einem anderen Tisch zu sitzen, kommt dabei mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Kollegen ins Gespräch, lernt Vorgesetzte kennen und stellt sich vor. Damit nutzt er eine Chance, sich im Unternehmen einen Namen zu machen und gute Beziehungen können in der beruflichen Laufbahn bekanntlich nie schaden.

    Ein wenig vorsichtig sollte der Netzwerker allerdings trotzdem sein, denn nicht jeder ist darauf aus, neue Kontakte zu knüpfen. Um nicht nervig zu wirken, empfiehlt es sich, sich erst einmal nur freundlich dazuzusetzen und Smalltalk zu betreiben, ohne aufdringlich zu wirken.

  5. Der Miesmacher

    Die Pommes sind zu salzig, zu weich oder viel zu hart - und wenn es eine andere Beilage gibt, wird darüber gemeckert, dass es keine Pommes gibt. Der Miesmacher findet immer etwas, über das er sich in der Kantine beschweren kann. Die meisten Kollegen sind davon genervt, immerhin möchte man sein Essen genießen können, ohne ständig zu hören, was einem anderen alles nicht passt.

    Hier hilft es leider oft nur, auf Durchzug zu schalten und die ständige Nörgelei auszublenden - oder sich gleich einen anderen Kantinentypen zu suchen, mit dem man beim Essen eine angenehmere Zeit verbringen kann.

[Bildnachweis: Andrey_Popov, mertcan by Shutterstock.com]

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