Kleidertypen: Ich sehe, was du studierst!

Burberry-Schal, Karohemd, Wollponcho – jeder Fachbereich an der Uni hat einen eigenen Dresscode. Eine Zahnmedizinerin erkennt man an ihren Perlenohringen. Einen Philosophiestudenten an seinen langen Haaren. Natürlich sind das alles Klischees, denn selbstverständlich tragen nicht alle Philosophiestudenten lange Haare und nicht jede Zahnmedizinerin ist vernarrt in Perlen. Trotzdem macht es Spaß sich damit zu beschäftigen und ein Fünkchen Wahrheit steckt doch in jedem Klischee. Die Klassiker stellen wir in den folgenden Steckbriefen vor.

Kleidertypen: Ich sehe, was du studierst!

Kleider machen Leute

Auf der einen Seite ist Mode eine individuelle Ausdrucksform der Persönlichkeit, aber auf der anderen Seite ist sie auch Anpassung an die Masse. Jeder Mensch hat das Bedürfnis zu einer Gruppe zu gehören. An der Universität weiß man relativ schnell, welche Gruppe das ist. In der Regel ist es der Fachbereich, an dem man studiert.

Jede Gruppe braucht bestimmte Merkmale, um sich von einer anderen abzugrenzen. Äußerlichkeiten, wie Kleidung, eignen sich für diesen Zweck besonders gut. Daraus werden Klischees. Man sieht einen Menschen, schaut auf seine Kleidung und kann ihn direkt einordnen. Dieser Prozess geht in Sekundenschnelle von statten und man weiß, wie man sich dieser Person gegenüber zu verhalten hat.

Genau aus diesem Grund liebt das menschliche Gehirn Vorurteile. Denn sie machen das Leben so schön einfach. Perlenohringe – aha Zahnmedizinerin. Mit der Zeit passt man sich seiner Umgebung und seinen Mitmenschen an. Das führt dazu, dass man irgendwann unbewusst zu Perlenohringen greift, auch wenn man sie vor dem Studium nicht getragen hat.

Sechs verschiedene Kleidertypen unter Studenten

Der Philosophiestudent

  • Kurzbeschreibung: Mode ist ihm nicht so wichtig. Kleidung ist für ihn weniger Ausdrucksform der Persönlichkeit, sondern erfüllt den konkreten Nutzen den Körper zu bedecken. Deswegen geht er nur einkaufen, wenn er neue Klamotten braucht und nicht, weil es ihm Spaß macht. Seine Outfits sind simpel. Jeans und T-Shirt, fertig. Seine bevorzugte Farbe ist schwarz. Die Haare trägt er gerne lang.
  • Stil: Der Philosophiestudent kleidet sich leger.
  • Oberstes Kriterium beim Kleiderkauf: Es muss bequem sein.
  • Bevorzugter Laden: Der Philosphiestudent ist unkompliziert. Er wird sowohl in der Kaufhauskette als auch im Second-Hand-Laden fündig.
  • Lieblingsaccessoire: Die Werke großer Philosophen hat er stets zur Hand, zum Beispiel „Apologie des Sokrates“ als Reclam-Heft.

Die BWL-Studentin

  • Kurzbeschreibung: Sie legt sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist für sie Ausdruck von Kompetenz. Seit der Schule hat sich ihr Kleidungsstil verändert. Trug sie früher vielleicht knallige Farben, greift sie nun lieber zu gedeckten Farben wie braun, schwarz, dunkelblau. Im Sommer darf es auch mal weiß sein. Ihre Kleidung kauft sie eher als Neuware statt als Second-Hand.
  • Stil: Die BWL-Studentin kleidet sich elegant.
  • Oberstes Kriterium beim Kleiderkauf: Sie achtet auf die Qualität der Kleidung, die sie kauft. Billiger Mist kommt ihr nicht in die Einkaufstüte.
  • Bevorzugter Laden: Die BWL-Studentin kauft gerne Marke und bevorzugt deswegen Kaufhäuser, wie Peek & Cloppenburg. Aber auch bei Mango wird sie häufig fündig.
  • Lieblingsaccessoire: Ihr ständiger Begleiter ist eine hochwertige Tasche, beispielsweise von Longchamp.

Der Jurastudent

  • Kurzbeschreibung: Er kommt auch mal im Anzug zur Vorlesung. Wenn nicht im Anzug, dann zumindest mit Sakko. Er besitzt keine T-Shirts, sondern Hemden. Im Sommer trägt er Poloshirts, Baumwollhose und Segelschuhe. Ein seriöses Auftreten ist ihm besonders wichtig.
  • Stil: Ähnlich, wie bei der BWL-Studentin ist sein Stil elegant und schick.
  • Oberstes Kriterium: Seine Kleidung sucht er danach aus, ob diese seinem Image entspricht. Teuer sollte sie sein und von einer bekannten Marke.
  • Bevorzugter Laden: Er shoppt in Kaufhäusern, aber auch beim klassischen Herrenausstatter.
  • Lieblingsaccessoire: Den Schönfelder, das Deutsche Gesetz, hat er immer bei sich. Diesen auch gerne in einer schwarzen Aktentasche.

Die Kunststudentin

  • Kurzbeschreibung: Sie sieht Kleidung definitiv als Ausdrucksform ihrer Persönlichkeit. Ihre Kreativität und Phantasie drückt sie auch durch ihre Outfits aus. Sie macht sich viele Gedanken darüber, was sie trägt. Farben, Muster und Materialien müssen ein Gesamtkonzept ergeben. Auch Vintage oder Retro-Sachen gehören für sie in den Kleiderschrank.
  • Stil: Die Kunststudentin kleidet sich gerne ausgefallen.
  • Oberstes Kriterium beim Kleiderkauf: Sie sucht das Besondere. Bei jedem Outfit muss ein einzigartiges Stück dabei sein, beispielsweise ein Hut oder eine ausgefallenes Schmuckstück.
  • Bevorzugter Laden: Die Kunststudentin stöbert am liebsten auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden oder sie schneidert sich ihr Outfit gleich selbst.
  • Lieblingsaccessoire: Hier ist die Kunststudentin nicht festgelegt. Das kann eine große Sonnenbrille im Audrey-Hepburn-Style sein oder auch die goldene Armbanduhr ihrer Oma.

Der Informatikstudent

  • Kurzbeschreibung: Informatikstudenten gelten als die klassischen Nerds. Ihr typisches Outfit ist Jeans, T-Shirt und darüber ein kariertes Hemd, das sie aufgeknöpft lassen. Auch Bandshirts werden gerne getragen. Sie sehen die Sache mit der Mode auch eher pragmatisch. Shoppen gehört definitiv nicht zu ihren Hobbys.
  • Stil: Informatiker kleiden sich casual.
  • Oberstes Kriterium beim Kleiderkauf: Ihre Kleidung muss praktisch und gemütlich sein.
  • Bevorzugter Laden: Sie kaufen ihre Sachen gerne online. Shoppen muss unkompliziert und schnell gehen.
  • Lieblingsaccessoire: Ihr Begleiter ist die Brille. Seit einiger Zeit darf die auch etwas größer ausfallen oder komplett randlos sein.

Die Ethnologiestudentin

  • Kurzbeschreibung: Mit ihrer Kleidung möchte sie ein Statement setzen. Sie beugt sich nicht der Masse und läuft nicht jedem Trend hinterher. Es interessiert sie, wo ihre Kleidung herkommt und wie die Arbeitsbedingungen der Schneiderinnen vor Ort sind. Ihre Kleidung muss nicht besonders schick sein. Sie will sich darin auch auf die Wiese im Park setzen können. Deswegen greift sie auf Jeans, Chucks und Hoodie zurück. Aber auch Leggings und Longshirt gehen immer. Die Sachen dürfen auch gerne bunt und gemustert sein.
  • Stil: Auch die Ethnologiestudentin kleidet sich casual.
  • Oberstes Kriterium beim Kleiderkauf: Sie kauft am lieben Fair-Trade.
  • Bevorzugter Laden: Sie shoppt in Läden wie American Apparel oder Urban Outfitters.
  • Lieblingsaccessoire: Egal, wo sie hingeht, ob zur Uni oder auf eine Party, ihre Umhängetasche aus Lkw-Plane oder ihr Jute-Beutel begleiten sie. Der Jute-Beutel ist häufig auch mit einem Zitat oder Spruch bedruckt.

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[Bildnachweis: Olga1818 by Shutterstock.com]
9. Mai 2014 Autor: Karolina Warkentin

Karolina Warkentin war Autorin der Karrierebibel und studierte Politikwissenschaft und empirische Sprachwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/M.

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