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Wenn es darum geht, worauf Frauen bei Männern als erstes achten, dann stehen Hände ganz oben auf der Liste. Nicht nur deswegen sollten Männer (Frauen aber auch) auf gepflegte Hände achten. Auch im Berufsalltag ist dieses Detail wichtig: Es gehört zu jenen Kleinigkeiten, denen eigentlich keine Beachtung geschenkt wird, solange damit alles in Ordnung ist. Ist das aber nicht der Fall, bleibt (unbewusst) ein negativer Eindruck zurück. Deswegen müssen Sie zwar nicht gleich wöchentlich ins Nagelstudio gehen, um gepflegte Hände zu haben. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und Zeit lässt sich das auch ganz einfach zu Hause erledigen...

Gepflegte Hände: Tipps für die Handpflege

  • Eincremen

    Egal ob im Sommer oder im Winter: Unsere Hände sind immer den Witterungen ausgesetzt. Besonders im Büro, wo wir häufig mit Papier und Unterlagen in Berührung kommen, neigt die Haut zum Austrocknen. Dabei sind trockene Hände keineswegs ein reines Frauenproblem, auch Männer haben damit zu kämpfen. Hier hilft als erste Maßnahme regelmäßiges Eincremen. Auf der Arbeit sollten Sie aber darauf achten, dass Sie eine Handcreme benutzen, die schnell einzieht, damit sie nicht überall Fettflecken hinterlässt.

    Im Grunde unterscheiden sich die Handcremes für Frauen nicht groß von denen für Männer. Die Inhaltsstoffe sind, bis auf den Geruch, die gleichen. Bei diesem Punkt hat es aber vielleicht schon Sinn, sich - im Falle eines Mannes - nach einem Produkt umzusehen, das speziell für Männer entwickelt wurde. Deren Düfte sind nämlich meist nicht so aufdringlich. Wer hier mehr über die Inhaltsstoffe erfahren möchte oder erstmal etwas testen möchte, kann sich oft in der Drogerie kleine Proben geben lassen. Die Beratung, gerade was Produkte für Männer angeht, ist in der Regel professionell und freundlich - schließlich besitzt diese Kundschaft (noch) Seltenheitswert.

    Mythos: Handcreme-Sucht

    Im Internet kursiert die Geschichte über den sogenannten Labello-Effekt. Die Kurzfassung: Hand-und Lippenpflegeprodukte sollen die Haut süchtig machen. Die Antwort ist ein klares "Jein". Es kommt auf die Inhaltsstoffe an: Produkte, die auf Ölen basieren, hindern die Haut daran, ihre natürlichen Fette nach außen abzugeben. Wenn Sie Ihrer Haut also nicht schaden wollen, dann werfen Sie einen Blick auf die Inhaltsstoffe und verzichten Sie auf Produkte, die Glycerin enthalten. Dieses ist Bestandteil natürlicher Fette und trocknet die Haut bei häufigem Konsum zusätzlich aus.


  • Massagen

    Über den Tag verteilt machen unsere Hände ganz schön was mit. Auch wenn sich die meisten Muskeln, die für die Bewegung der Finger zuständig sind, im Unterarm befinden, sind besonders die Innenflächen der Hände mit einigen großen Muskeln versehen, die sich leicht verspannen können. Eine Massage kann hier entspannend wirken. Falls Sie keinen Partner haben, der sich abends erbarmt und Ihnen ein paar Minuten die Hände massiert, geht das zur Not auch alleine: Wie bei "eine Hand wäscht die andere" funktioniert auch die Selbstmassage.

    Als Massage-Mittel können Sie ganz normale Handcreme nutzen. Auch Olivenöl eignet sich gut, da es besonders bei trockener Haut sehr pflegend wirkt. Wer ein bisschen mehr Pflege braucht, kann sich auch an einem Massage-Öl mit gleichzeitigem Peeling-Effekt versuchen. In der Drogerie gibt es ein großes Angebot. Ich persönlich empfehle gerne die Produkte von P2: Die Preise sind niedrig und trotzdem haben Sie eine gute Pflegewirkung.


  • Nagelpflege

    Damit die folgenden Tipps etwas nachvollziehbarer werden, hier kurz der Aufbau eines Fingernagels: Fingernägel bestehen aus nichts anderem als Hornzellen, die vom Körper nicht mehr mit Blut versorgt werden. Die Hornschichten verdichten sich und so entsteht der Fingernagel, der sich aus vielen hauchdünnen Schichten zusammen setzt.

    Und hier setzt direkt der erste Tipp an: Tun Sie Ihren Nägeln einen Gefallen und verzichten Sie auf das Schneiden oder Knipsen. Besonders bei Menschen, die mit rissigen und spröden Nägeln zu kämpfen haben, macht das die Sache nur schlimmer. Durch eine Schere oder einen Nagelknipser wird zu viel Druck auf den gesamten Nagel ausgeübt, sodass winzige Risse entstehen, die die Nägel spröde machen. Auch wenn es zeitaufwendiger ist und Männer vielleicht etwas Überwindung kostet: Feilen ist für Ihre Nägel deutlich besser.

    Bei der Nagelfeile wiederum sollten Sie darauf achten, eine feine Körnung zu wählen. Am besten eignen sich hier sogenannte Mineralfeilen. Die versiegeln den Nagelrand zusätzlich und verhindern das Absplittern oder Einreißen des Nagels. Frauen dürfen natürlich etwas längere Nägel tragen. Bei Männer gilt: Der Nagel sollte bündig mit der Fingerkuppe abschließen und möglichst rund gefeilt werden.

    Die Nagelhaut wird vor allem von Männern häufig vernachlässigt. Sie ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt aber auch hier braucht es regelmäßige Pflege. So geht's:

    • Wenn die Nagelhaut sehr hart ist, hilft auch hier das Wunderheilmittel Olivenöl: Die Nagelhaut damit einreiben und kurz einwirken lassen.
    • Auch Nagelhaut sollte nicht geschnitten werden, da sie sonst verletzt wird und weiter wuchert. Besser ist, die Haut mit einem Rosenholzstäbchen (ein abgeschrägter Holzstiel) vorsichtig zurück zu schieben.
    • In ganz harten Fällen hilft eine Kur über Nacht: Die Finger in Olivenöl oder Babyöl tauchen, Handschuhe anziehen und über Nacht einwirken lassen.

    Mythos: Weiße Flecken

    Ein weiteres Gerücht, das nicht tot zu kriegen ist: Weiße Flecken auf den Nägeln sind Ursache von Kalzium-Mangel. Stimmt nicht. Die weißen Flecken rühren daher, dass an diesen Stellen die einzelnen Nagelschichten nicht mehr richtig miteinander verwachsen sind. Dadurch wird das Licht anders gebrochen und die Stelle erscheint weiß. Ursache hierfür sind meist kleine Stöße, die auf den Nagel ausgeübt wurden. Auch einzelne Medikamente können einen Ursache sein. Was man dagegen tun kann? Bis auf Lackieren leider nichts.


Gepflegte Hände: Der richtige Nagellack fürs Büro

Müssen Sie sich nicht an einen strengen Dresscode halten, können Sie, liebe Leserinnen, Ihren Nagellack ganz einfach farblich an Ihr Outfit anpassen. Hier spricht auch nichts gegen ein knalliges Rot. Arbeiten Sie in einer konservativen Branche, sind eher gedeckte Farben angebracht. Es muss ja nicht immer nur der langweilige Klarlack sein: Rosa, Nude und Brauntöne eignen sich ebenfalls für den Büroalltag.

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