Wer beginnt, seine Marke im Netz aufzubauen, sollte sich damit Zeit lassen. Ein Instant-Rezept gibt es nicht. Mehr noch: Wer es eilig hat, erhöht nur die Chance, Fehler zu machen. „Web-Seite designen, Logo entwickeln, Schriften festlegen – alles zweitrangig“, sagt zum Beispiel der Berliner Markenberater Johannes Barho. „Solange Sie nichts anbieten, wofür es einen konkreten Bedarf gibt, konstruieren Sie nur einen leeren Container.“ Heiße Luft. Bis man von einem gewissen Bekanntheitsgrad sprechen könne, dauere es in der Regel bis zu einem Jahr – und auch nur dann, „wenn derjenige bereit ist, jeden Tag rund eine Stunde Zeit in seine Markenpflege zu investieren.“
Was es dabei zu beachten gilt, welche Schritte und Online-Werkezeuge dabei helfen können, zeigen die folgenden Leseempfehlungen. Allesamt bilden sie ein kleines, kompaktes Tutorial in Sachen Personal Branding – der Marke Eigenbau im Internet…

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1. Kommentar
Stefan
02.06.09 um 11:30 Uhr
Spannend.
—
http://twitter.com/stelten
2. Kommentar
Thomas
02.06.09 um 14:03 Uhr
Prima Beitrag. Im normalen Leben abseits des Netzes ist es nicht anders, mit manchen kann man, mit manchen nicht. Jeder hat auch die Möglichkeit für SICH seinen eigenen Weg, Arbeitgeber etc. zu finden. Und Diversity ist sicherlich besser, als “gestreamlinete” Mitarbeiter! Marke heisst mit Sicherheit auch Neider zu haben!
Zitat: ” Wer der Herde folgt, kann nur den Ä… folgen”
3. Kommentar
gabaretha
03.06.09 um 01:10 Uhr
Lieber Jochen Mai,
vielen Dank für die vielen wirkungsvollen und nützlichen Tipps und Hinweise, die Sie täglich an Ihre Leser verschenken. Durch Ihren Einsatz ermöglichen Sie es vielen Menschen neue Wege zu beschreiten und das Berufsleben aus besseren Perspektiven zu betrachten.
Aus meinem Blickwinkel als Entspannungstherapeutin gilt es für das personal branding allerdings Risiken und Nebenwirkungen zu bedenken, die (wie ich finde) nicht unerheblich sind.
Der Zeitaufwand für das Gestalten und Pflegen einer Marke “Ich” könnte nach meiner Ansicht erheblich dazu beitragen, den (ohnehin weit verbreiteten) alltäglichen Stress und Druck vieler Menschen zu verstärken.
Aber davon mal ganz abgesehen: Selbstdarstellung und Eigenwerbung halte ich nur dann für positiv und wirkungsvoll, wenn die promotete Person authentisch und ehrlich ist.
Falls die Marke ICH große Abweichungen von dem vorhandenen Produkt ICH aufweist, sind spätestens bei einem persönlichen Gespräch Enttäuschungen und neuer Druck vorprogrammiert.
Besser wäre nach meiner Meinung, Zeit in die persönliche Entwicklung zu investieren damit die Person und Marke ICH auf natürlichem Wege wachsen und authentisch erfolgreich werden kann.
Liebe Grüße,
besser und besser,
Gaba
4. Kommentar
Jochen Mai
03.06.09 um 07:43 Uhr
Liebe Gaba,
da haben Sie freilich recht: Personal Branding ist nicht ohne Risiken. Das steht aber auch in den Artikeln. Dort steht auch, dass es beim Personal Branding NIE darum geht, sich das Image einer Person zuzulegen, die man nicht ist. Das ist Aufgabe des sog. Image-Marketings. Insofern stimme ich ebenso uneingeschränkt zu, dass Authentizität dabei eine enorm wichtige Rolle spielt.
Was den Zeitaufwand betrifft: Das ist ambivalent. Ich denke, das hängt davon ab, wie prominent man seine Marke aufbaut und pflegt. Je mehr einer ins Rampenlicht drängt, desto größer der Aufwand (und die Risiken). Aber erstens kann nicht jeder ein A-Promi sein, und zweitens will das auch nicht jeder. Insofern ist der damit verbundene Stress sicher auch immer selbstverschuldet, bzw. man kann sich des Drucks auch leicht wieder entledigen, indem man sich klarmacht: Meine Online-Marke ist nicht alles. Es gibt Wichtigeres…
Dennoch bin ich nach wie vor überzeugt davon, dass ein Mindestmaß an Online-Markenpflege für jeden beruflich Aktiven künftig zum Pflichtprogramm gehören wird.
5. Kommentar
Gabaretha
05.06.09 um 00:51 Uhr
Lieber Jochen Mai,
vielen Dank für Ihre freundliche und ausführliche Antwort.
Ich habe sehr viel darüber nachgedacht.
Die Long-Version meiner Gedanken finden sie hier.
Besser und besser,
Gaba
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