Ab in den Urlaub: Alle Tipps für entspannte Ferien

Sommer, Ferien, ab in den Urlaub. Das gehört für viele einfach zusammen. Auch in Zeiten von Corona ist der Urlaub bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Erholung statt Stress – dazu muss es nicht immer die Fernreise oder der Urlaub in Ägypten sein. Es gibt auch die eine oder andere Alternative, auf die man sich freuen kann. Leider kann die Vorfreude und auch die Begeisterung für die Reise selbst getrübt werden, wenn Vorbereitung und Umsetzung nicht richtig funktionieren. Darum für Sie: Unsere Ab in den Urlaub Tipps für Ferien, die aus den richtigen Gründen in Erinnerung bleiben…

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Ab in den Urlaub: Alle Tipps für entspannte Ferien

Ab in den Urlaub: Last Minute Deals 2020

Die Deutschen sind Schnäppchenjäger – und als Reiseweltmeister bekannt. Das ist auch in Zeiten von Corona nicht anders. Wenn es ab in den Urlaub geht, dann gerne günstig. Die Reisewarnungen werden langsam aufgehoben und es erfolgen bereits schon wieder erste Buchungen. Meist wird dabei auf Pauschalreisen zurückgegriffen oder die eigene Anreise organisiert – die Möglichkeiten für günstige Deals sind gerade jetzt, wo viele Reiseländer wie Kroatien oder Griechenland wieder öffnen, vielfältig und preiswert:

  • Sie haben einen Gutschein
    Manche Reiseveranstalter gewähren Stammkunden Rabatte beim erneuten Abschluss einer Reise. Oder aber der Kunde bucht einen Urlaub mit einem Gutschein aus einem Couponheft. Auch wer eine Stornierung für seinen Urlaub aufgrund der Corona-Krise vornehmen musste, hat nun die Möglichkeit, den entsprechenden Gutschein einzulösen.
  • Sie berücksichtigen die Saison
    Wer ohne Kinder reist, kann meist auf die günstigere Nebensaison zurückgreifen. Dies gilt insbesondere für die momentan stark nachgefragten Reiseziele in Deutschland wie zum Beispiel die Inseln. Hier gibt es im Vergleich zum Urlaub in den Sommerferien echte Schnäppchen. Warum nicht mal ein Urlaub auf Kreta im September oder Oktober?
  • Sie buchen selbst
    Wer sich seine Reise selbst zusammenstellt, spart teilweise solche Kosten, die ans Reisebüro gingen. Unter den Hotels das passende herauszusuchen, kann allerdings etwas mühsam sein. Doch es gibt passende Angebote, die Flug und Hotel vereinen. Jedoch sollte der Rechercheaufwand im Verhältnis zur Ersparnis stehen – rechnet sich der nicht, kann es günstiger und deutlich stressfreier sein, eine Buchung im Reisebüro erledigen zu lassen – zumal sie dort einen festen Ansprechpartner im Falle einer Stornierung haben.
  • Sie achten auf den Tag
    Vor der Corona-Krise galt: Die Fluggesellschaften sind am Wochenende besonders ausgelastet. Das könnte auch bald wieder so kommen. Ihr Flug könnte daher um einiges günstiger werden, wenn Sie in der Woche ab- beziehungsweise zurückfliegen.
  • Sie wählen spezialisierte Unternehmen
    Wer die Saison mitnehmen muss, kann bei Last-Minute-Reisebüros oder bequem online auf den vielen Seiten nach Last Minute Deals schauen. Zwar sind viele Ziele innerhalb von Deutschland bereits schon wieder gut belegt, aber im nahen europäischen Ausland gibt es in diesem Sommer voraussichtlich einige Alternativen.
  • Sie suchen einen anderen Flughafen
    Wer schon wieder fliegen möchte, sollte sich in Anbetracht des noch geringeren Angebots genau informieren: Unterschiedliche Flughafengebühren, kürzere (oder gleich lange) Anreise oder günstige Verkehrsmittel für die Fahrt zum und vom Flughafen – alle diese Kosten können sich unterm Strich auf einen günstigeren Urlaub auswirken. Auch der Flug selbst kann von einem anderen Flughafen aus günstiger sein, so dass Vergleiche sich in jedem Fall lohnen.

Achtung, Klickfalle!

Vorsicht ist angesagt bei so manchem Gutschein im Internet. So fiel kürzlich ein Kunde beim Reiseportal ab-in-den-Urlaub.de auf eine Klickfalle herein, wie Computerbild berichtete.

Angeboten worden war die Option, innerhalb von 24 Stunden den Urlaub kostenlos stornieren zu können. Um von diesem Angebot jedoch Gebrauch machen zu können, hätte der Kunde sich erst nach dem Login durch eine Unterseite klicken müssen – zu Unrecht, wie Verbraucherschützer feststellten.

Beim Abschluss der vorläufigen Reservierung gab es jedoch keinen derartigen Hinweis. Da der Kunde nicht gerichtlich vorgehen wollte, erhielt das Reiseportal 573 Euro Stornierungskosten für die insgesamt 604 Euro teure Reise.

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Ab in den Urlaub: Konflikte an den freien Tagen

Wahrscheinlich hat es jeder schon einmal erlebt: Der Urlaub beginnt, doch schon auf der Anreise gibt es erste Diskussionen. Die eigene Anreise mit dem Auto macht Probleme, das Hotel sah bei der Buchung noch viel schöner aus, der Kontakt zur Reiseleitung ist nicht möglich… Nach ein paar Tagen braut sich dann der nächste Streit zusammen und trotz Urlaubs bekommt man sich in die Haare. Aber warum eigentlich?

Es könnte doch so schön sein und die freie Zeit sollte eigentlich der Erholung dienen. Ganz ohne Streiterei klappt ein längerer Urlaub allerdings nur selten – aus mehreren Gründen:

  • Zu hohe Erwartungen
    Es soll der Traumurlaub sein, alles absolut perfekt und zu 100 Prozent so, wie Sie es sich immer gewünscht haben. Gerade bei größeren Reisen oder Zielen, von denen Sie schon lange geträumt haben, sind die Erwartungen ungemein hoch und zum Teil kaum zu erfüllen. Ist dann doch nicht alles perfekt, kommen schnell Enttäuschung und Frust, die sich gegenüber den Mitreisenden entladen.
  • Mehr gemeinsame Zeit
    Im Urlaub können Sie endlich mehr Zeit mit dem Partner verbringen und sich nicht immer nur nach der Arbeit sehen. Das ist schön und ein Vorteil der freien Zeit, doch birgt auch großes Konfliktpotenzial. Für viele ist es ungewohnt, den ganzen Tag aufeinander zu hocken und rund um die Uhr zusammen zu sein.
  • Häufig unterschiedliche Vorstellungen
    Der eine möchte den ganzen Tag am Strand liegen, braun werden und ab und zu ins Wasser hüpfen. Der andere aber viel lieber die Gegend erkunden, Museen besuchen, die Kultur kennenlernen, Land und Leute erleben. Klaffen die Vorstellungen über den Zeitvertreib weit auseinander, liegt der Streit bereits in der Luft und lässt meist nicht mehr lange auf sich warten.
  • Oft schlechte Vorbereitung
    Damit es mit dem entspannten Urlaub wirklich klappt, braucht es eine gute Vorbereitung und Planung. Ansonsten gibt es keine Erholung, sondern Dauerstress und Ärger. Das beginnt der bei Urlaubsplanung, geht von der Anreise, über den Transfer ins Hotel, bis hin zu Ausflügen oder anderen Aktivitäten und natürlich der Rückreise.

Damit Ihr nächster Urlaub ein voller Erfolg wird, Sie sich entspannen, etwas erleben und tolle Erinnerungen zurückbleiben, haben wir alle Tipps rund ums Reisen und die wichtigsten Punkte für den Urlaub im Job für Sie zusammengefasst. Dann heißt es endlich: Ab in den Urlaub!


Urlaub Checkliste:
Daran vor der Reise denken

Unsere Checkliste für den Urlaub enthält 50 Dinge, an die Sie vor der Abreise denken sollten. Am besten noch vor der Urlaubsreise herunterladen, ausdrucken, abhaken.

Beachten Sie, dass dies die Basis-Checkliste für Urlaube im Allgemeinen ist. Je nach Urlaubsziel müssen Sie diese anpassen – etwa für Reisen mit Babys oder für exotische Länder. Spezielle Checklisten hierfür finden Sie bei uns HIER.

ᐅ Zum Download der kostenlosen Checkliste ᐊ

Ab in den Urlaub: Tipps zu allen Bereichen

  • Das Erholungsbedürfnis sehen
    Sind Sie urlaubsreif? Wann fahren Sie in den Urlaub? Immer im Sommer? Oder eher im Winter? Die meisten Menschen haben einen relativ gleichbleibenden Rhythmus. Wer Kinder hat, muss sich an die Schulferien halten und da bieten sich die langen Sommerferien an. Allerdings sollten Sie auch darauf achten, ob Sie vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt urlaubsreif sind. Wenn Sie bereits im Frühjahr dringend eine Pause benötigen, weil Sie kaum noch Kraft haben und vollkommen lustlos zur Arbeit gehen, können es noch sehr lange Monate werden. Achten Sie auf die Signale, die Ihr Körper Ihnen sendet und versuchen Sie Ihren Urlaub entsprechend zu planen.

    Mehr Anzeichen, dass Sie urlaubsreif sind, finden Sie HIER (PDF).


    Es müssen nicht immer zwei Wochen Urlaub sein

    Sollten Sie merken, dass Sie urlaubsreif sind, kann ein Kurzurlaub eine gute Alternative zu einer längeren Reise sein. Ein paar Tage, vielleicht ein verlängertes Wochenende, können schon ausreichen, um neue Energie zu tanken und erholt zurück in den Alltag zu kommen.

    Ab in den Urlaub bedeutet eben nicht zwangsläufig, dass es ein längerer Trip von mindestens einer oder zwei Wochen sein muss. Gönnen Sie sich ein paar Tage der Entspannung. Hier finden Sie alle Tipps zum Kurzurlaub.


  • Der individuelle Urlaubsanspruch
    In einem Arbeitsverhältnis haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub – so schreibt es das Bundesurlaubsgesetz vor. Nicht ganz so eindeutig geregelt ist jedoch, wie viele Tage Urlaub Ihnen im Jahr zustehen. Der gesetzliche Mindestanspruch liegt bei 20 Urlaubstagen (bei einer fünftätigen Arbeitswoche) beziehungsweise bei 24 Tagen (für eine sechstätige Arbeitswoche). Es lohnt sich jedoch unbedingt ein Blick in Ihren Arbeitsvertrag, da durchaus nach oben abgewichen werden kann, wenn Ihr Chef Ihnen mehr Urlaub gewährt.

    Mehr zum Urlaubsanspruch finden Sie HIER.


  • Den Resturlaub beachten
    Ihren Urlaub erhalten Sie jährlich – Ihnen stehen also jedes Jahr aufs Neue freie Tage zu, die Sie nehmen müssen, damit der Anspruch nicht verfällt. Urlaubstage, die am Ende des Jahres noch übrig sind, werden als Resturlaub bezeichnet. Diesen können Sie in das folgende Jahr mitnehmen, müssen ihn aber bis zum 31. März nutzen, damit er nicht verfällt. Sprechen Sie die Regelung bezüglich Ihres Resturlaubs unbedingt mit Ihrem Arbeitgeber ab. Es gibt Ausnahmen, in denen Sie Ihren Resturlaub auch später noch nehmen können, etwa wenn mehrere Kollegen krank sind und Sie daher nicht im ersten Quartal des nächsten Jahres in Urlaub gehen können.

    Mehr zum Resturlaub erfahren Sie HIER.


  • Den Urlaubsantrag bedenken
    Bevor es offiziell ab in den Urlaub gehen kann, müssen Sie diesen erst einmal bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Sie können sich nicht selbst beurlauben und einfach gehen, wenn es Ihnen gerade passt. In vielen Unternehmen ist ein schriftlicher Urlaubsantrag notwendig, in kleineren Betrieben reicht es manchmal aus, mit dem Chef über den Zeitpunkt des Urlaubs zu sprechen und auf eine mündliche Bestätigung zu warten. Damit der Arbeitgeber Zeit zur Planung hat, empfiehlt es sich, bereits frühzeitig einen Urlaubsantrag einzureichen.

    Mehr zum Urlaubsantrag finden Sie HIER.


  • Die Urlaubsvertretung sichern
    In Ihrem Urlaub soll nicht einfach alles liegen und unerledigt bleiben. Kunden wollen weiterhin einen Ansprechpartner haben, dringende Aufgaben müssen auch in Ihrer Abwesenheit bearbeitet werden und natürlich wollen auch Sie nicht zurückkommen und einen Berg von Arbeit vorfinden, für den Sie erst einmal Wochen benötigen. Vor Ihrem Urlaubsantritt sollten Sie deshalb eine Urlaubsvertretung planen und alle wichtigen Fragen und Punkte mit den Kollegen klären. Denken Sie unbedingt auch daran, Zugang zu allen wichtigen Dokumenten, Informationen und Projekten zu gewähren, damit die anderen keine Probleme bekommen.

    Mehr zur Urlaubsvertretung finden Sie HIER.


    Vergessen Sie die Abwesenheitsnotiz nicht

    Sollte jemand versuchen, Sie während Ihres Urlaubs zu erreichen, hilft eine Abwesenheitsnotiz für klare Informationen. Erstellen Sie in Ihrem E-Mail Postfach eine automatische Antwort, die kurz und präzise erklärt, dass Sie im Urlaub sind, wie lange Sie voraussichtlich nicht erreichbar sind und an welchen Kollegen (inklusive Kontaktmöglichkeiten) man sich in dieser Zeit wenden kann.

    Hier finden Sie weitere Informationen und Tipps zur Abwesenheitsnotiz!


  • Den Traumurlaub finden
    Der absolute Traumurlaub sieht für jeden anders aus. Schöne Strände mit klarem Wasser, interessante Städte und Geschichten, nette Begegnungen oder auch eine leckere und außergewöhnliche lokale Küche mit köstlichem Essen. Finden Sie für sich heraus, was Ihren Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis macht und was Sie persönlich sich von Ihrem Traumurlaub erhoffen. So lassen sich im Übrigen auch in Deutschland wunderschöne Ecken entdecken – ohne, dass es immer das weite Fernreiseziel sein muss.

    Mehr zum Traumurlaub finden Sie HIER.


  • Den Urlaub vorbereiten
    Ein gelungener Urlaub ist nicht von heute auf morgen geplant und vorbereitet. Online oder im Reisebüro lässt sich natürlich in relativ kurzer Zeit ein Reiseziel und ein Hotel finden und buchen, doch für die eigentliche Urlaubsvorbereitung sollten Sie sich dennoch genügend Zeit nehmen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Das beginnt bereits bei Ihrem Reisepass. Falls Sie bisher keinen benötigt haben, müssen Sie möglicherweise einen neuen beantragen, was mehrere Wochen dauern kann. Einen vorhandenen Reisepass müssen Sie unbedingt auf seine Gültigkeitsdauer überprüfen. Informieren Sie sich auch, ob Sie ein Visum für Ihr Reiseland brauchen oder ob bestimmte Impfungen empfohlen oder vorgeschrieben sind.

    Mehr zur Urlaubsvorbereitung finden Sie HIER.


  • Die Checkliste kontrollieren
    Für Ihren Urlaub müssen Sie an viele Dinge gleichzeitig denken. Wer etwas vergisst, ärgert sich nicht nur darüber, sondern versaut sich möglicherweise die gesamte Reise. Im Urlaubsort sind vergessene Utensilien nicht oder nicht in der erwarteten Qualität vorhanden, auch zahlen Sie meistens deutlich mehr dafür als zuhause. Natürlich können Sie versuchen, sich alles zu merken, doch in den meisten Fällen ist es besser, wenn Sie sich Checklisten erstellen und diese der Reihe nach abarbeiten können. Mit jedem Punkt, den Sie abhaken, kommen Sie Ihrem Urlaub einen Schritt näher und haben die Gewissheit, an alles gedacht zu haben.

    Verschiedene Checklisten für Ihren Urlaub finden Sie HIER.


  • Die Koffer packen
    Es ist der Teil des Urlaubs, den kaum jemand mag: das lästige Kofferpacken. Unterwäsche, Shirts, Hosen, Schuhe, Kosmetik – unzählige Dinge wollen verstaut werden, während der Koffer mit jedem weiteren Kleidungsstück zu schrumpfen scheint. Niemand will zu wenig packen und ohne frische Klamotten im Urlaub stehen, also wird gestopft und gedrückt, bis die Nähte platzen. Der wichtigste Tipp dabei: Schreiben Sie unbedingt eine Packliste. Wer einfach alles in den Koffer wirft, hat am Ende volle Taschen und vergisst trotzdem die Hälfte. Wenn Sie ein Strandtuch einpacken, sollten Sie sich außerdem überlegen, was dieses über Sie aussagt – in diesem PDF haben wir (mit einem Augenzwinkern) eine Typologie der Strandtuch-Typen aufgelistet.

    Mehr Tipps zum Koffer packen finden Sie HIER.


  • Das Trinkgeld kennen
    Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch in Restaurants oder Bars, wenn es ums Trinkgeld geht. Als Tourist sind Sie dann oft unsicher, wie viel Sie einem Kellner für den Service geben sollten. Oder ist es vielleicht gar nicht angebracht, Trinkgeld zu geben? Manchmal wird bereits auf die Rechnung eine Service-Gebühr aufgeschlagen, wodurch ein zusätzliches Trinkgeld überflüssig werden kann. Am besten informieren Sie sich im Vorfeld über die Gepflogenheiten in Ihrem Urlaubsland, damit Sie beim Bezahlen nicht in Verlegenheit geraten.

    Mehr Tipps zum Trinkgeld finden Sie HIER.


  • Die Krankheit im Urlaub
    Einen schlechteren Zeitpunkt könnte es kaum geben. Sie wollen sich entspannen und erholen, stattdessen kommen Sommergrippe, Kopfschmerzen oder eine andere Krankheit und Sie müssen sich erst einmal auskurieren. So haben Sie sich die freie Zeit sicherlich nicht vorgestellt und nun verschwenden Sie auch noch wertvolle Urlaubstage. Falsch! Wer im Urlaub krank wird, kann sich ein Attest vom Arzt holen und beim Arbeitgeber einreichen, damit diese Tage nicht vom Jahresurlaub abgezogen werden. Schließlich heißt es nicht umsonst Erholungsurlaub – und wer sich nicht erholen kann, weil er krank ist, hat entsprechend auch keinen wirklichen Urlaub.

    Mehr Informationen zur Krankheit im Urlaub finden Sie HIER.


    Warum wird man ausgerechnet im Urlaub krank?

    Ist es einfach Pech, dass Sie genau in Ihrem Urlaub krank werden? Vielleicht schon, doch gibt es auch eine medizinische Erklärung: die sogenannte Leisure Sickness. Dahinter steckt das Phänomen, dass viele Arbeitnehmer ausgerechnet dann erkranken, wenn Sie in den wohlverdienten Urlaub starten wollen. Auch den Gründen konnten Wissenschaftler auf die Spur kommen und fanden heraus, dass das Absinken des Stressniveaus verantwortlich ist.

    Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Stress gesund ist. Doch der Körper produziert im Arbeitsalltag Stresshormone, damit Sie durchhalten, Leistung bringen und grundsätzlich funktionieren. Wird die Hormonproduktion plötzlich zurückgeschraubt, weil Freizeit angesagt ist, kann der Körper durch Krankheitssymptome darauf reagieren.

    Hier finden Sie mehr Informationen zur Leisure Sickness.


  • Die Rückkehr in den Job
    Selbst der schönste Urlaub endet irgendwann und dann geht es zurück in den Job und den Alltag. Das klappt nicht immer so leicht, denn viele hängen dem tollen Urlaub hinterher, sehnen sich zurück an ferne Orte und schwelgen in Erinnerungen. Von Anfang an wieder voll loslegen und motiviert in den Arbeitstag starten? Davon sind die meisten noch weit entfernt. Helfen kann es, wenn Sie nicht gleich am nächsten Tag nach der Rückreise wieder zur Arbeit müssen. Ein paar Tage, um wieder zuhause anzukommen, können helfen, wieder besser in den Job zu finden.

    Viele weitere Tipps zur Rückkehr in den Job finden Sie HIER.

Arbeitsrecht: Die wichtigsten Fragen zum Urlaub

Leider gibt es am Arbeitsplatz immer wieder Ärger, Diskussionen und Frust, wenn es um den Urlaub geht. Ein möglicher Grund ist die Verunsicherung um die Rechten und Pflichten, die das Arbeitsrecht rund um den Urlaub eines Mitarbeiters vorsieht. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, haben wir die häufigsten und wichtigsten Fragen mit Arbeitsrechtler Peter Groll geklärt und in einem kleinen FAQ zusammengefasst:

  • Wer hat alles Urlaubsanspruch?

    Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Zu den Arbeitnehmern gehören auch Auszubildende. Der Urlaubsanspruch ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt. Möglicherweise finden sich im Arbeitsvertrag, einem anwendbaren Tarifvertrag oder auch in einer Betriebsvereinbarung weitere Regelungen zum Thema Urlaub.


  • Wie lang ist der gesetzliche Mindesturlaub?

    Die gesetzliche Mindestdauer des Urlaubs beträgt bei einer 5-Tage-Woche 20 Werktage und bei einer 6-Tage-Woche 24 Werktage, sie entspricht damit immer umgerechnet einem Urlaub von vier Wochen im Jahr. Wer nur vier Tage in der Woche arbeitet, hat einen Anspruch auf 16 Arbeitstage Urlaub, bei einer 3-Tage-Woche zwölf Urlaubstage und so weiter. Arbeitsverträge und Tarifverträge sehen regelmäßig einen höheren Urlaubsanspruch vor. Schwerbehinderte können für jedes Jahr fünf Tage zusätzlichen Sonderurlaub beanspruchen.


  • Ab wann besteht der Urlaubsanspruch?

    Der volle Urlaubsanspruch besteht bei einem neuen Arbeitgeber erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Vor Ablauf der Wartezeit kann man pro vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses ein Zwölftel des Jahresurlaubs beanspruchen. Nach vier Monaten können damit zum Beispiel 4/12 des gesetzlichen Urlaubsanspruchs von 20 Urlaubstagen und damit 6,66 Urlaubstage genommen werden. Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden. Im obigen Beispiel also 7 Tage.


  • Kann mich der Chef im Urlaub zurückrufen und muss ich erreichbar sein?

    Nein, in der Regel nicht. Ein Widerruf der Urlaubsgewährung ist nur in extremen Ausnahmefällen möglich, die in der Praxis kaum zu finden sind. Weder „zwingende Notwendigkeiten“ noch Not- und Erhaltungsarbeiten im Betrieb gestatten es dem Arbeitgeber durch einseitige Erklärung die Arbeitspflicht wiederherzustellen. Der Arbeitnehmer ist deshalb auch nicht verpflichtet, seine Urlaubsanschrift zu hinterlassen oder telefonisch erreichbar zu sein. Soweit Arbeitnehmer in der betrieblichen Praxis einem sogenannten Rückruf folgen, erreichbar sind oder den Urlaub unterbrechen, geschieht das freiwillig im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber.


  • Was muss ich tun, wenn ich während des Urlaubs krank werde?

    Krankheit sticht Urlaub, lautet eine Faustregel – weil man dann eben keine Urlaubsfreude und Erholung mehr hat. Der Urlaubszweck ist damit nicht mehr gegeben. Wer ein ärztliches Attest vorlegen kann, der behält für die Dauer der attestierten Arbeitsunfähigkeit seinen Urlaubsanspruch zurück: 10 Tage genehmigter Urlaub, 5 Tage davon krank, macht 5 Tage Urlaub, die später „erneut“ beantragt werden können.



Das vollständige FAQ mit diesen und weiteren Fragen haben wir in diesem kostenlosen PDF für Sie zum Download bereitgestellt.

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[Bildnachweis: fokke baarssen by Shutterstock.com]
12. Juni 2020 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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