Geruechte-Klatsch-Tratsch-Hoerensagen
Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt. So lautet ein berühmtes Bonmot. Der britische Publizist Cyril Northcote Parkinson drückte es seinerzeit etwas vornehmer aus: "Wo immer in der Kommunikation ein Vakuum entsteht, werden Gift, Müll und Unrat hineingeworfen." So ist es auch kein Wunder, dass die wildesten Spekulationen in Krisenzeiten Konjunktur haben. Dann liegen die Nerven blank, die Unsicherheit wächst, erst recht, wenn Stellen abgebaut werden oder Eifersüchteleien und Rivalitäten überhand nehmen. Dann kocht die Gerüchteküche hoch, und die Mehrheit misstraut offiziellen Verlautbarungen und orientiert sich lieber am Hörensagen. Hinter vorgehaltener Hand heißt es dann, dieser sei mit der Aufgabe eigentlich "überfordert", jener sei nicht "integer" genug und sie habe sich ja doch nur "hochgeschlafen". Typisch Flüsterpropaganda...

Die Psychologie der Gerüchte

Gerüchte-Flurfunk-Klatsch-TratschSchlimm ist das – aber menschlich. Denn die meisten Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass die Lust am Gerüchteverbreiten uns Menschen angeboren ist. Zu Urzeiten schon waren Klatsch und Tratsch überlebenswichtig, glaubt etwa der US-Psychologe Frank McAndrew vom Knox College in Illinois: Wer etwas Schlechtes über bedeutende Personen der Gemeinschaft enthüllte, stieg im Ansehen der Gruppe und verbesserte so seine Chancen, sich fortzupflanzen.

Klatsch ist regelrechter Balsam für unser Hirn. Anfang 2006 untersuchte der Wissenschaftler Alex Mesoudi von der schottischen St. Andrews Universität dessen Wirkung, ließ seine Probanden dazu vier Texte lesen und anschließend zusammenfassen. Dieses Vademecum wurde von weiteren Probanden gelesen und noch mal kondensiert.

Nach vier Textgenerationen verglich der Forscher schließlich das Ergebnis mit dem Original: Im Gedächtnis besonders gut haften geblieben waren jene Passagen, die pikante Details wie Lügen und Untreue enthielten. Sie wurden genauer wiedergegeben und auch umfangreicher als jene Passagen, die ausschließlich Fakten zu einer Person transportierten.

Regelmäßiger Flurfunk kann sogar die Produktivität erhöhen, fand etwa die Arbeitspsychologin Kathryn Waddington von der Universität London bei einer Umfrage unter rund 100 Krankenschwestern und -pflegern heraus: Der Büroplausch zwischendurch half den Betroffenen, Dampf abzulassen sowie negative Gefühle und Stress schneller abzubauen. Zudem erfüllt das Gerede wichtige soziale Funktionen. Zum einen stärkt es den Zusammenhalt der Gruppe, zum anderen transportiert es unterschwellig deren Werte.

5 Thesen, was Gerüchte so erfolgreich macht

  1. Je einfacher und konkreter ein Gerücht, desto nachhaltiger wirkt es. Das Fatale daran: Menschen glauben ihnen sogar dann, wenn sie nachweislich falsch sind. Das ist das Ergebnis von Forschungen am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie um den Evolutionsbiologen Ralf Sommerfeld. Der ließ über 100 Probanden um Geld spielen, wobei die Teilnehmer die Chance hatten, ihre Mitspieler zu beschenken. War einer großzügig, wurde der Empfänger zusätzlich mit einem Geldgeschenk belohnt. Bei einem Geizkragen hingegen ging er leer aus. So baute sich Runde um Runde für jeden Spieler ein Ruf auf – mit der Folge, dass die Geizigen zunehmend gemieden wurden. Nun streuten die Wissenschaftler falsche Gerüchte über einige Mitspieler. Und tatsächlich: Obwohl die Probanden mit den Betroffenen andere Erfahrungen gemacht hatten, glaubten sie dem Gerede mehr. Wer nun als Geizhals verschrien war, fand kaum noch Mitspieler – und umgekehrt.
  2. Gute Gerüchte spiegeln immer auch den Zeitgeist. Damit sich Gerüchte halten, müssen sie zwar eine überraschende Botschaft transportieren – die aber zugleich in unser existierendes Weltbild passt. Ist die Nachricht zu abgedreht, bleibt das Gerücht allenfalls ein Strohfeuer.
  3. Erfolgreiche Gerüchte kitzeln unsere Emotionen. Sie ärgern uns, ängstigen uns oder appellieren an unsere Hoffnungen.
  4. Damit sich ein Gerücht schnell verbreitet, sind leicht zu beeinflussende Personen wichtiger als Meinungsführer. Denn die prüfen Gerüchte weniger. Und wird ein Gerücht erst oft genug wiederholt... siehe These 1.
  5. Je länger sich ein Gerücht hält, desto schwerer wird es, es zu widerlegen. Und je mehr Menschen dieser Nachricht aufsitzen und sie verbreiten, desto wahrer wird sie in den Augen aller. Tatsächlich hört unser Gehirn irgendwann auf, die Qualität von Quellen zu unterscheiden. Oder anders formuliert: Es macht keinen Unterschied, ob wir eine Information von verschiedenen und verifizierbaren Personen hören oder immer wieder aus dem selben Mund. Das ist das Ergebnis einer Studie von Norbert Schwarz, einem Psychologen an der Universität Michigan. Es ist das Prinzip der urbanen Legenden: Die Leute müssen den Quatsch nur oft genug hören, damit sie glauben, dass er stimmt.

Männer lieben Gerüchte genauso wie Frauen

Gerüchte-Männer-FrauenGeschwätzigkeit ist keinesfalls eine weibliche Domäne. Zwar leitet sich der Begriff "Klatsch" nach herrschender Meinung etymologisch vom lautmalerischen Geräusch des Ausschlagens nasser Kleidung an öffentlichen Waschplätzen ab.

Dort kamen die Frauen zusammen, wuschen Schmutzwäsche und tauschten Neuigkeiten aus – Klatschweiber im Wortsinn.

Tatsächlich aber haben Männer wie Frauen dieselbe Freude am Flüstern und Flurfunken, wie etwa der Bielefelder Soziologe Jörg Bergmann ermittelt hat. Der Wissenschaftler fand bei seinen Studien allerdings auch heraus, dass Männern und Frauen inhaltlich anders klatschen:

  • Zwar plaudern beide gleich gerne über das jeweils andere Geschlecht.
  • Frauen werden bei ihren Erzählungen jedoch entweder deutlich gehässiger oder aber mitfühlender.
  • Männer wiederum tratschten emotionsloser und thematisieren vornehmlich das neue Auto des Nachbarn, das iPhone des Kollegen oder die Figur seiner Geliebten.

Wie Gerüchte wirken

Büroklatsch kann massiv den guten Ruf einer Person beschädigen, aber auch positiv beeinflussen. Der Mechanismus ist dabei derselbe: In dem Maß, wie die Informationsflut steigt, wächst auch das latente Gefühl, eben doch nicht alles mitbekommen zu haben oder der falschen Information aufzusitzen. Ein vertraulicher Hinweis dagegen, überbracht von einem glaubwürdigen Bekannten oder gar Freund – das überzeugt.

Das macht uns enorm anfällig für Manipulationen. So macht sich etwa die Werbebranche heute die Macht des Geredes – auch "Buzz" genannt – Mithilfe des sogenannten Viralen Marketings zunutze. Dabei werden Konsumenten subtil verleitet, Werbung für ein Produkt etwa per E-Mail oder Web-Video im Freundeskreis zu verbreiten ohne zu merken, bereits Teil der Kampagne zu sein.

Entsprechend hat die digitale Mundpropaganda längst sämtliche analogen Gerüchteküchen überflügelt: Soziale Netzwerke, Foren, Chat-Apps, Blogs – sie alle aggregieren und kollektivieren virtuelles Hörensagen zur (oft nur) sogenannten Schwarmintelligenz, der Weisheit der Masse.

Für Krawallmacher und Desinformanten sind das Idealbedingungen. Dabei müssen die verbreiteten Meinungen überhaupt nicht wahr sein. Es reicht schon, wenn sie nur besonders verhement, laut und oft genug wiederholt werden.

Besser noch, sie sind negativ. Dann finden sie besonders schnell und viele Anhänger. Ein kleiner Fehltritt eines Unternehmens, etwa die ungerechte Behandlung eines einzelnen Kunden, löst schon mal eine Welle der Empörung im Internet aus - den vielbeschworenen Shitstorm.

Der amerikanische Buzz-Experte und Buchautor Jerry R. Wilson hat einmal branchenübergreifend untersucht, wie sich gute und schlechte Kundenerlebnisse verbreiten. Ergebnis: positive Erlebnisse werden bis zu drei Mal weitererzählt, schlechte Erlebnisse jedoch bis zu 33 Mal. Wenn man also jemanden vergrätzt, ist die Chance groß, dass er das elf Mal häufiger weitertratscht als der Mensch, zu dem man gerade nett war. Was für ein Verhältnis!

Das lässt sich allerdings auch nutzen. In einem Nordstrom-Kaufhaus in Seattle, USA, brachte einmal eine völlig aufgebrachte Frau einen Satz Reifen zurück und verlangte die Erstattung ihres Geldes. Sie war wirklich sehr wütend über diese Reifen, die in ihren Augen Minderware darstellten. Das Kaufhaus fackelte nicht lange und zahlte der Frau den vollen Kaufpreis. Völlig normal, denken Sie. Nur: Nordstrom verkauft gar keine Reifen! Die Kundin hatte sich in ihrer Wut schlicht beim Händler vertan. Um aber negative Propaganda abzuwenden, entschied sich die Kaufhausleitung lieber für ein Minusgeschäft und eine zufriedene Kundin. Mit Erfolg: Die Aktion sprach sich herum, später berichtete sogar das Wall Street Journal darüber. Und Nordstrom heimste jede Menge Sympathie- und Vertrauenspunkte ein.

Wehrpflicht: Wie Sie auf üble Nachrede reagieren sollten

Gerüchte-Indiskretion-üble-NachredeWer etwas behauptet und verbreitet, das nachweislich unwahr ist und den Betroffenen verächtlich machen soll, der begeht den Straftatbestand der üblen Nachrede. Wer in der Öffentlichkeit steht, kennt das: Da wird dann entweder aus einem Vortrag ein einzelner unglücklicher Satz herausgenommen und zum Skandal aufgeblasen, in ein wolkiges Statement etwas hineingeheimst oder Schweigen interpretiert.

Das Ganze funktioniert natürlich auch im Kleinen – in der Kantine, in der Kaffeeküche oder im Großraumbüro. Bevor Sie jedoch alles abstreiten, dementieren oder gar zurückschlagen, prüfen Sie zuerst aus welcher Ecke das Gerücht kommt und auf was es sich bezieht:

  • Das Gerücht stimmt.

    Ist der Vorwurf berechtigt, ist es unerheblich, von wem die Enthüllung stammt. Leugnen wäre absolut verkehrt. Sie haben Mist gebaut und sind aufgeflogen – stehen Sie dazu. Entschuldigen Sie sich – wenn es sein muss auch öffentlich –, aber bleiben Sie sachlich und souverän. Was auch gut ist: eine kurze (!) Erklärungen wie der Lapsus passieren konnte und wie Sie gedenken, ihn künftig zu verhindern. Punkt.

  • Das Gerücht stimmt nicht.

    Ist das Gerücht völlig an den Haaren herbei gezogen, gibt es nur eine richtige Reaktion: Weisen Sie die Vorwürfe umgehend und begründet zurück. Beides ist wichtig: Zögern Sie zu lange, sieht es so aus, als könnte doch etwas dran sein. Liefern Sie keinen Gegenbeweis, verpufft die Replik. Aber auch hier gilt: So wenig Emotionen wie möglich. Es war ja nichts dran.

  • Der Absender ist ein Niemand.

    Nicht immer ist der Absender bei Klatsch und Tratsch eindeutig zu ermitteln. Aber es gibt Indizien: Was könnte mit dem Gerücht bezweckt werden? Wer profitiert davon am meisten? Das muss nicht unmittelbar ein Konkurrent sein. Manch einer versucht sich auch dadurch zu profilieren, dass er ein besonders prominentes Ziel attackiert. Die damit verbundene Aufmerksamkeit nutzt vor allem ihm – ohne dass er selbst ein lohnendes Ziel abgäbe. In diesem Fall ist die Teflon-Strategie die beste: Ignorieren Sie den Kläffer. Stört es den Mond, dass ihn der Wolf anheult? Eben. Zeigen Sie ihm die kalte Schulter, während Sie ein paar Freunde diskret bitten, für Sie Stellung zu beziehen und Ihre Qualitäten und Referenzen hervorzuheben. Oft geben solche Typen schnell auf, wenn sie kein williges Opfer finden.

  • Der Absender ist ein Rivale.

    Handelt es sich dagegen um eine falsche Anschuldigung seitens eines Rivalen, der vorhat, Sie damit zu kompromittieren, gibt es wiederum zwei Alternativen: Erstens, der Typ ist bekanntermaßen ein fieser Wadenbeißer. Solche Typen können Sie ebenfalls getrost vergessen. Auch wenn einige daraufhin die Attacke verstärken, sie sägen dabei nur am eigenen Stuhl und outen sich als Neider und Mickerling. Je souveräner Sie jetzt bleiben, desto erhabener und größer wirken Sie. Eigentlich müsste man ihm fast dafür danken. Zweitens: Falls der Gerüchtestreuer jedoch ein Prestige-Schwergewicht ist und über eine hohe Reputation im Unternehmen verfügt, müssen Sie unbedingt kontern. Zunächst unter vier Augen: Sagen Sie ihm, dass Sie sein Verhalten weder gutheißen noch tolerieren und im Zweifel juristische Schritte einleiten. Gibt er dennoch nicht auf, müssen Sie an die Öffentlichkeit gehen. Damit ist nicht gleich die Presse gemeint, ein größeres Meeting reicht für den Anfang. Offenbaren Sie sein unprofessionelles Vorgehen, liefern Sie Gegenbeweise, bleiben Sie allerdings stets locker und amüsiert. Zeigen Sie ihm, dass Sie sich über so viel Aufmerksamkeit freuen. Schade nur, dass er mit seinen Vermutungen völlig falsch liegt. Die meisten Verleumder geben danach auf. Es schadet aber nicht, wenn Sie den gesamten Verlauf seiner Aktionen dokumentieren und Zeugen sammeln – nur für den Fall, dass er doch nicht aufgibt. Verleumdung ist strafbar und kann eine Geldbuße oder gar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen.

Und wenn nichts davon hilft, bleiben immer noch zwei Alternativen: der Gang zum Chef (falls der nicht dahinter steckt) oder die Kündigung. Bei ersterem ist wichtig, dass Sie Ihren Vorgesetzten auf seine Fürsorgepflicht aufmerksam machen. Bleiben Sie aber sachlich. Wer jammert und sich klein macht, ramponiert seinen Ruf. Und auch wenn Ihnen der Heldennotausgang Kündigung wie eine Niederlage erscheint: ein Unternehmen mit einer Intrigantenkultur hat Sie nicht verdient!

Das jüngste Gerücht: Die Lust auf Indiskretion

Die Indiskretion fasziniert eben. Wir ergötzen uns an dem heimlichen Wissensvorsprung und laben uns an der unglaublichen Blödheit der anderen.

Dahinter steckt ganz oft der Wunsch nach Zugehörigkeit: Die Menschen passen sich anderen Meinungen gerne an, um Teil einer Gruppe zu sein und sich keine eigene Meinung bilden zu müssen. Und so paradox das klingt: Ausgrenzungen verbinden besonders stark.

Doch das kurzfristige Überlegenheitsgefühl, etwas zu verkünden, was noch keiner weiß, kann sich schnell als Pyrrhussieg erweisen:

  • Erstens, weil immer etwas vom Dreck am Werfer kleben bleibt.
  • Zweitens, weil lästern nicht gerade von einem noblen Charakter zeugt.
  • Drittens, weil sich die Mitteilung als unwahr herausstellen kann. Dann gilt der Urheber entweder als Lügner oder als ahnungsloser Wichtigtuer.

Und kaum etwas schadet der Laufbahn so sehr wie das Image einer verorteten undichten Stelle.

Wer tratscht, verbaut sich Wege, warnen nicht wenige Personalberater. Für die Belegschaft mag Klatsch ein wunderbares Regulativ sein, um Druck abzubauen und über Chefs und andere Evolutionsfehler herzuziehen.

Aber je weiter man in der Hierarchie aufsteigt, desto gefährlicher und justiziabler wird das. Im Top-Management wird Geschwätzigkeit gar zum Karrierekiller. Mangelnde Diskretion diskreditiert jeden noch so aussichtsreichen Aufsteiger. Der Verdacht wiegt zu schwer, er könnte seiner Neigung auch an empfindlichen Stellen nachgeben.

Deshalb sollte man sich nur äußerst vorsichtig und nur mit gesicherten Informationen am Spekulationspingpong beteiligen. Vor allem aber sollte man zwischen harmlosem Smalltalk und diffamierender Nachrede unterscheiden. Letzteres ist ein absolutes Tabu – und nur ersteres ein nützliches Instrument zum Eigenmarketing.

So wie es zum Beispiel zwei niederländische Offiziere machten: Sie schworen sich, während ihre Amtszeit nur Gutes über den anderen zu berichten. Wo immer das Duo auftauchte, verbreitete es Lobesarien über den Partner des Paktes – mit Erfolg: Nach ein paar Jahren waren die beiden die jüngsten Admiräle der Niederlande. Der Effekt ging später in die Wissenschaft als Dutch Admiral's Paradigm ein.

Wie Sie den Flurfunk für sich nutzen

Extra-Tipp-IconFalls Sie mitreden und in der Gerüchteküche den Kochlöffel schwingen wollen, sollten Sie nie vergessen: Klatsch muss stets einen beiläufigen Charakter behalten. Nichts ist abstoßender als ein parasitärer Kollege, für den man lediglich Informationswirt ist. Wer andere immer nur anzapft, um anschließend als gut informierter Durchblicker dazustehen, gilt schnell als Windmaschine und Lautsprecher.

Wenn Sie also schon mitfunken, dann bitte indem Sie folgende Regeln beherzigen:

  • Quellen prüfen

    Lernen Sie, verlässliche Quellen von schädlichen zu unterscheiden. Wer schwätzt nur belangloses Zeug? Wer ist tatsächlich gut verdrahtet und frühzeitig informiert? Erstere sind zu meiden, Letztere mit guten eigenen Informationen zu versorgen. Denn solches Geben ermöglicht erst das spätere Nehmen.

  • Multiplikatoren erkennen

    Identifizieren Sie die eifrigsten Flüstertüten im Betrieb und bringen Sie diese in eine Reihenfolge, sortiert nach Themen, Wahrheitsgehalt oder Durchlaufgeschwindigkeit. Der Vorteil dieses Sendersuchlaufs: Falls Sie selbst einmal Informationen streuen müssen, wissen Sie genau, welche Kanäle dafür die effektivsten sind.

  • Nachrichten filtern

    Filtern Sie gute von schlechten Nachrichten und geben Sie möglichst nur die positiven weiter - auch weil sich das auf Ihren Ruf besser auswirkt. Bevor Sie aber überhaupt eine Information weitergeben, verifizieren Sie diese bitte! Sie könnten sonst selbst bald als schlechte Quelle und Falschmelder dastehen.

  • Schweigen können

    Reden ist nur Silber – erst recht bei Spekulationen über Ihren neuen Job. Falls Sie gerade befördert wurden, werden sich kurz darauf immer einige das Maul über die Hintergründe oder über Ihre Erfolgschancen zerreissen. Das ist nichts, was man kommentieren müsste. Lächeln Sie lieber souverän dazu und lassen Sie Taten sprechen.

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