Querdenker
Querdenker haben es schwer. Sie gelten als Unruhestifter, Außenseiter, Abweichler. Nicht umsonst ist wohl die sprachliche Verwandtschaft von Querdenker und Querulant so nah. Wer anders denkt als die Masse, gehört folglich einer Minderheit an. Und Minderheiten haben keine Macht. Ihnen fehlt es an genügender Zustimmung und Konformität. Doch weit gefehlt: Querdenker sind nicht nur außergewöhnliche Denkertypen - ohne Menschen wie diese gäbe es keinen Fortschritt. Sie bringen frischen Wind, sorgen für Neuerungen und Veränderungen. Damit sind Sie für Unternehmen ein wertvolles Gut - wenn diese sie zu schätzen wissen. Wie Sie selbst zum Querdenker werden...

Welcher Denkertyp sind Sie?

Linkshirner-Rechtshirner-Grafik

Es gibt die unterschiedlichsten Denkertypen:

Der letzte Typus - der Status-Quo-Denker - ist vielleicht erklärungsbedürftig. Diese Typen sind unter dem Namen vielleicht weniger bekannt, eher als Schubladendenker. Und sie bilden eine erstaunlich große Gruppe. Man trifft derart Denkende eigentlich überall: im Bekanntenkreis, im Urlaub, in der Familie. Vor allem aber im Job. Oft sind das sehr gründliche und gewissenhafte Kollegen. Gute Beobachter. Meinungsstarke Analytiker. Erfahrene Logikliebhaber. Das macht sie sehr einflussreich, aber auch gefährlich.

Denn Status-Quo-Denker pflegen ebenso gründlich wie gewissenhaft ihre eigenen Vorurteile, Klischees und Denkschubladen, in die sie andere zwängen oder diese solange bequatschen, bis sie dort hineinpassen. Darin stehen dem Denkfaulen in nichts nach.

Dahinter steckt der Versuch, Neues - Ideen, Abläufe, Strategien - vorgefertigten Meinungen anzugleichen. Doch die Sache hat einen Haken: Wer so denkt, tritt dabei meist nur auf der Stelle, weil er meint, die Welt müsste sich ihm anpassen und nicht umgekehrt. Gefährlich! Denn dabei verpassen die meisten eine ziemlich gute Gelegenheit, die Welt in anderen Dimensionen zu sehen.

Status-Quo-Denker lassen sich auch an anderen Indizien gut erkennen. Ihr Motto ist häufig: Wer sich bewegt, kann stolpern; ihre Attitüde: Ich weiß es besser; die Haltung dazu: Kommt gar nicht erst in die Tüte! Zugegeben: Wer so sehr im Echo seiner tradierten Gedanken verwurzelt ist, macht keine großen Sprünge mehr. Alte Bäume lassen sich nun mal nicht versetzen, dann gehen sie ein.

Zu neuer Blüte bringt man derlei Routiniers aber, indem man ihnen zuhört und das Gefühl gibt, dass ihre Erfahrungen, Bedenken und Zweifel gehört, womöglich sogar berücksichtigt werden. Dann bringen sie sich auch wieder in neue Prozesse und Projekte ein.

Selbsttest: Sind Sie ein Status-Quo-Denker?

  • Wenn Ihnen der Satz bekannt vorkommt: Das ist eine gute Tradition in diesem Haus!
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Ihr erster Impuls bei einer neuen Idee ist: Wie groß sind die Risiken?
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie häufig denken: Ach, das ist gut genug...
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn die Art, wie Sie Kunden ansprechen und gewinnen älter als drei Jahre ist:
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie meinen, bewährte Methoden soll man nicht auswechseln.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie glauben, die da oben haben sowieso keine Ahnung!
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie Ihre Arbeitsprozesse nur mit der idealen Zukunft vergleichen.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie auf Veränderungen im Unternehmen immer zuerst panisch und ängstlich reagieren.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Ihre Feierabende unter der Woche immer gleichförmig aussehen.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie sich nie nach einem neuen Weg zur Arbeit umsehen.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie denken: Bloß keine Experimente machen!
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie schon seit einem Jahr nichts Neues mehr gelernt haben.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie fragen: Wozu in meinem Stammrestaurant mal ein neues Gericht bestellen?
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.
  • Wenn Sie sich über diese Fragen mehr ärgern, statt motivieren zu lassen.
    Dann sind Sie womöglich ein Status-Quo-Denker.

Querdenker: Denken Sie konvergent oder divergent?

Es gibt aber noch eine weitere Unterscheidung von Denkertypen:

  1. Den konvergenten Denker

    Das sind die meisten Menschen. Typisch für dieser Denkertypen ist, dass sie für ihre Entscheidungen nur eine begrenzte Anzahl an Optionen sehen. Oft sind es sogar nur zwei: Entweder - oder. Entweder wir machen es so - oder wir machen es gar nicht. Entweder ich bekomme den Job - oder ich bin ein Loser. Entweder Sieg - oder Niederlage.

  2. Den divergenten Denker

    Nicht, dass divergent Denkende immer mehr Optionen hätten, aber sie suchen stets danach und meist finden sie diese dann auch. Für sie gibt es immer Alternativen. Das kann sogar bedeuten, dass für sie die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten die Krumme ist.

Toni Bernhard, ein Jura-Professorin an der Universität von Kalifornien in Davis ist davon überzeugt, dass sich die meisten Menschen in diese zwei Denker-Gruppen einteilen lassen (was bei ihm eher den konvergenten Schubladendenker verrät). Wahrscheinlicher ist, dass es doch mehr Alternativen gibt.

Das liegt aber auch daran, dass es nach dieser Definition nicht allzu schmeichelhaft klingt, ein konvergent Denkender zu sein. Eher klingt es nach beschränkter Engstirne mit Hang zur Schwarz-Weiß-Malerei.

Aber wenn wir ehrlich sind: Werden wir tagein, tagaus nicht genau darauf konditioniert, so zu denken?

  • In der Schule und in manchen Prüfungen gibt es Multiple-Choice-Fragebögen und -Tests - also eine vorher begrenzte Anzahl an Wahloptionen. Es geht dabei um "richtig" oder "falsch". Typisch Konvergenzler.
  • Wie in der Liebe, wo die meisten auch nur den perfekten Partner suchen, Motto: die/den eine(n) - oder keine(n).
  • Im Job sieht das auch nicht anders aus. Entweder Work oder Life, und beides gilt es, ständig in Balance zu bringen. So mancher Chef hält es gar mit dem diktatorischen Absolutheitsprinzip: Wer nicht für mich ist, ist automatisch gegen mich. Gefährlich!

Dabei übersehen wir - vor zwei Alternativen gestellt - ganz oft die vorhandene dritte Alternative: nicht zu wählen, jedenfalls nicht jetzt und lieber noch weiter zu recherchieren oder noch mal von vorne zu denken.

Natürlich haben beide Denkmuster ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Ich will da auch nicht Schwarz-Weiß-Malen. Aus der Psychologie wissen wir heute, dass Menschen mit zu vielen Wahloptionen (etwa im Supermarkt) überfordert sind. Es macht sie sogar manipulationsanfällig. Und Problemstellungen zu vereinfachen sowie sie auf wenige Optionen zu reduzieren, kann ebenso erhellend wie befreiend sein. Allerdings ist es in dem Fall eine eigene und bewusste Entscheidung.

Divergentes Denken dagegen öffnet den Geist in alle Richtungen, sucht nach Übersehenem und übergeht Limits, die uns von außen auferlegt worden sind. Es findet neue, unbekannte Wege, es macht die Welt wieder etwas bunter.

Ein spannender Gedanken. Oder wie Rainer Maria Rilke sagen würde: Du musst dein Ändern leben!

Das Boiling Frog Syndorm

Kennen Sie die folgende Parabel?

Versucht man einen Frosch in heißes Wasser zu setzen, wird er sofort wieder herausspringen. Obwohl Frösche Kaltblüter sind und ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, spürt er unmittelbar die Gefahr für Leib und Leben. Ganz anders, wenn man einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und diesen ganz langsam erhitzt. Obwohl es für den Frosch darin immer unbequemer wird, bleibt er sitzen, passt sich an und harrt aus – so lange, bis es für einen Absprung zu spät ist und er verbrüht.

Nicht wenige von uns verhalten sich wie ein Frosch. Haben sie sich erst einmal akklimatisiert und mit ihrem Umfeld arrangiert, harren sie aus – obwohl sie durchaus bemerken, dass die Bedingungen um sie herum immer schlechter werden.

Tipps, wie Sie zum Querdenker werden

QuerdenkerVor etwas über 400 Jahren sorgte Galileo Galilei dafür, dass die Sonne nicht mehr um die Erde kreist. Mit der Entdeckung der Jupitermonde veränderte er das bestehende Weltbild. Bis dahin glaubte man, dass die Erde im Mittelpunkte stehe und alle Himmelskörper darum kreisen. Doch als Galilei 1610 sein Fernrohr gen Himmel richtete, sieht er zunächst drei Sterne (Jupitermonde), in der darauffolgenden Nacht haben diese ihre Position geändert, zwei Nächte später sind es nur noch zwei Sterne und fünf Nächte später sind es vier Sterne. Daraus schließt Galilei, dass die Planeten nicht um die Erde kreisen, sondern wie es Kopernikus beschreibt, um die Sonne.

Doch damit stieß er auf gewaltigen Widerstand der Kirche. Die Inquisition verbot seine Schriften und zwang ihn dazu, seinen Theorien abzuschwören. Galilei blieb jedoch ein Querdenker - und heute wissen wir zum Glück: Er hatte Recht.

Querdenker lassen sich nicht in Schubladen stecken. Das macht ihre Definition allerdings praktisch auch unmöglich. Kritiker halten den Begriff deshalb auch für ein inhaltsleeres Modewort. Befürworter interpretieren die fehlende Definition als Zeichen dafür, dass das der Begriff es genau trifft: Er löst sich stetig von eingeübten Denkstrukturen. Oder anders gesagt: Ein Querdenker beherrscht das um die Ecke denken. Damit hebt er sich von der breiten Masse ab und schwimmt in seiner Herangehensweise und in seinen Erkenntnissen gegen den Strom.

Von vertrauten Wegen abweichen, seine Komfortzone verlassen - das tut der Mensch allerdings nicht gerne. Wer möchte schon, dass an seinem Weltbild gerüttelt wird?

Trotzdem tut uns das allen ab und an gut - persönlich genauso wie Teams, Abteilungen und Unternehmen. Wie aber werden Sie zum Querdenker? Hier ein paar Tipps, die Sie genau dazu anstiften sollen:

  • Umgeben Sie sich mit Leuten, die anders sind als Sie selbst. "Zeig mir wer deine Freunde sind, und ich sag dir wer du bist." In dem Bonmot steckt viel Wahres, denn die Menschen, mit denen wir uns umgeben, beeinflussen unser Verhalten und unsere Persönlichkeit. Indem Sie den Kontakt zu Personen suchen, die anders sind als Sie selbst, fordern Sie sich selbst heraus und entdecken neue Denkweisen.
  • Beschäftigen Sie sich mit Dingen, die über das eigene Fachgebiet hinausgehen. Erweitern Sie Ihren Blickwinkel mit Wissen aus anderen Bereichen. Das fördert Ihr Verständnis für Zusammenhänge. Das Wissen in einem Fachgebiet kann Ihnen auch in einem anderen nützlich sein und Sie auf neue Ideen bringen.
  • Lassen Sie Reibungen zu. Querdenker haben Spaß an Widersprüchen. Widersprüche sehen sie nicht als Angriff auf ihr Weltbild, sondern als intellektuelle Herausforderung. Wer sich eine solche Mentalität aneignet, bleibt offen für Neues.
  • Stellen Sie sich gegen Konventionen. Wieso soll immer alles nach Schema-F ablaufen? Querdenker sind Meister des klugen Regelbruchs. Sie stellen Altbewährtes auf den Prüfstand und schrecken nicht davor zurück, neue Methoden auszuprobieren.
  • Geben Sie sich nicht mit dem Ist-Zustand zufrieden. Unzufriedenheit kann zur Triebfeder von Veränderungen werden. Dazu reicht es allerdings nicht, einfach nur zu nörgeln, sondern die Unzufriedenheit sollte dazu genutzt werden, selbst aktiv zu werden und an Lösungen zu arbeiten.
  • Eigenen Sie sich einen Blick fürs Detail an. Chancen und Lösungen befinden sich manchmal direkt vor der eigenen Nase. Es kommt darauf an, diese zu erkennen und weiterzuentwickeln.
  • Bewahren Sie sich die Distanz. Betriebsblindheit verhindert, dass Chancen und Potenzial erkannt werden. Nur wer sich eine distanzierte Perspektive erhalten kann, entdeckt, wenn etwas schief läut. Auf diese Weise erhalten Sie sich die Möglichkeit, rechtzeitig zu reagieren.

Eine Parabel über das Wesen der Raffinesse

Eine Frau geht in eine New Yorker Bank. Sie sagt, sie möchte morgen für eine Woche nach Europa reisen und brauche dafür dringend einen Kredit von 5000 Dollar. "Nun", sagt der Bankmanager, "das machen wir gerne, aber welche Sicherheiten bieten Sie uns dafür?" Darauf zeigt die Blondine auf einen nagelneuen Rolls-Royce, der draußen auf der Straße steht und dessen Papiere und Schlüssel sie dabei hat. "Das geht natürlich in Ordnung", sagt der Bankmanager. Der Wert des Rolls-Royce übersteigt schließlich den Kreditrahmen bei weitem. Ein Bankangestellter nimmt die Wagenschlüssel an sich und parkt den Rolls-Royce in der Tiefgarage der Bank. Danach bekommt die Frau das Geld und verreist.

Nach einer Woche kehrt sie gutgelaunt und sichtlich erholt zurück. Sie überreicht dem Bankmanager zuerst die 5000 Dollar in cash und schließlich noch die Zinsen von rund 15 Dollar.

"Wissen Sie", sagt der Manager, "es freut uns wirklich, dass dieses Geschäft so wunderbar über die Bühne gegangen ist. Aber was uns die vergangene Woche wirklich sehr beschäftigt hat: Wozu brauchten Sie 5000 Dollar? Wir haben uns nämlich ein bisschen über Sie erkundigt und dabei herausgefunden, dass Sie eine Multimillionärin sind und sich das Geld überhaupt nicht leihen müssten."

"Das ist richtig", sagt die Frau. "Aber wissen Sie, auch ich habe etwas recherchiert. Und es gibt in ganz New York keinen anderen Ort, an dem man sein Auto für 15 Dollar eine Woche lang sicher parken kann."

Was Sie als Querdenker brauchen

Wer sich dazu entscheidet gegen den Strom zu schwimmen, wird es nicht leicht haben - weder im Job, noch im Privatleben. Deswegen brauchen Sie eine Art Survivalkit, um dem Widerstand aus der Umgebung stand zu halten.

  • Mut.

    Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, unbequem zu sein und der allgemeinen Meinung zu widersprechen. Diesen werden Sie nur aufbringen können, wenn Sie selbst von Ihren Ideen überzeugt sind und an die Umsetzung glauben.

  • Sturheit.

    Sie werden auf Widerstand stoßen, doch das sollte Sie nicht dazu bringen aufzugeben. Andere von neuartigen Vorschlägen zu überzeugen ist ein hartes Stück Arbeit.

  • Ein Dickes Fell.

    Leider müssen Querdenker auch damit zurecht kommen, dass sie für realitätsferne Spinner gehalten werden. Wer braucht das schon? Oder: Das klappt doch eh nicht! All das sind Reaktionen, die Querdenker öfter hören. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass Sie selbst entscheiden können, wessen Meinung wirklich zählt.

  • Sozialen Kredit.

    Querdenker müssen sich allerdings vorab eine gewisse Glaubwürdigkeit aufgebaut haben. Wer immer nur am Rand einer Gruppe steht und stets auf seine Meinung pocht, wird weder ernst genommen noch respektiert. Er bleibt ohnmächtig. Anders aber, wer vorher sowohl seine Teamfähigkeit als auch soziale Verlässlichkeit unter Beweis gestellt hat.

Wie Querdenker die Masse beeinflussen

Lange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Gruppendruck und Konformität Abweichler eher früher als später zum Einlenken und anpassen bewegt. Ein Irrtum. Und ein schönes Beispiel für die typische Ignoranz der Masse, die gar nicht merkt wie selbst Minderheiten sie beeinflussen können – vorausgesetzt, sie erfüllen zwei Voraussetzungen: Sie müssen besonders geschlossen und vehement auftreten.

Bereits 1951 machte der Psychologe Solomon Asch ein interessantes Experiment: Es ließ sieben Probanden den längsten von drei Stäben benennen. Eine einfache Sache: Der längste Stab war mit bloßem Auge zu identifizieren. Die Gruppe war allerdings manipuliert: Bis auf einen Teilnehmer waren alle eingeweiht und benannten geschlossen das falsche, kurze Stöckchen. Kaum überraschend entschieden sich die meisten echten Probanden ebenfalls für den Mehrheitsbeschluss – obwohl sie wussten, dass der falsch war.

Ohnmächtig sind Minderheiten deshalb aber nicht. Bei einer Fortsetzung des Experiments, schlossen sich nur zwei eingeweihte Probanden besonders stark zusammen und behaupteten nun, dass der kurze Stab der längste sei, während die Mehrheit der Wahrheit folgte. Die besondere Geschlossenheit des Duos konnte aber in einigen Fällen die nicht eingeweihten Probanden auf ihre Seite ziehen. Entscheidend für die Macht der Minderheiten war, dass sie durchweg wie mit einer Stimme sprach. So können selbst wenige Querdenker ihre Unterzahl kompensieren.

Die eine Stimme muss allerdings besonders kräftig sein. Oder anders formuliert: Die Mehrheit muss den Eindruck haben, dass sich der Querdenker seiner Sache äußerst sicher ist. Dann ist sie durchaus bereit, sich selbst zu hinterfragen.

Dasselbe

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