Kuriose-Berufe-Jobs-ungewoehnlich
Feuerwehrmann, Chirurg oder Bürokaufmann - sie alle gehören zu den üblichen Berufswünschen. Jeder kennt sie, jeder kann sich etwas darunter vorstellen und wirklich außergewöhnlich sind sie nicht. Doch genau wie der Rest der Welt, entwickeln sich auch die Berufsfelder stetig weiter. Alte Berufe sterben aus, neue Jobs entstehen, darunter auch einige wirklich exotische und kuriose Arbeitsstellen. Wir präsentieren Ihnen heute 11 wirklich außergewöhnliche Berufe, von denen Sie vielleicht nicht einmal wussten, dass sie existieren...

Was will ich werden?

Was soll ich werden? Diese Frage stellt sich jeder irgendwann einmal. Nicht wenigen fällt es schwer, darauf eine Antwort zu finden. Diese Unsicherheit oder Orientierungslosigkeit wird (von Eltern) oft mit einer Null-Bock-Haltung verwechselt. Doch das stimmt nicht. Es kann quälend sein, den für sich richtigen Beruf zu finden, weil der Wahl immer etwas Endgültiges anhaftet. Das ist aber eine Illusion.

Tatsächlich ist der Arbeitsmarkt heute viel flexibler als noch vor Dekaden. Die lebenslange Karriere in nur einem Beruf avanciert immer mehr zur Ausnahme. Die Karrieren werden bunter, die Professionen abwechslungsreicher. Zum Glück!

Falls Sie aktuell mit der Berufswahl kämpfen und noch etwas Orientierung suchen, empfehlen wir vorab diese Ratgeber:

Oder Sie werfen einen Blick in unsere Jobbörse und störbern ein wenig, was gerade gesucht und angeboten wird. Nutzen Sie dazu ruhig die Suchmaske. Es muss ja nicht immer die klassische Banklehre oder die kaufmännische Ausbildung sein...

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11 außergewöhnliche Berufe

Für etwaige Alternativen stellen wir Ihnen hier noch 11 kuriose Berufe vor, die Sie dazu inspirieren sollen, auch mal über den Tellerrand der klassischen Berufe hinaus zu schauen. Zugegeben, nicht alle eignen sich, um davon eine Familie zu ernähren oder sich dauerhaft weiterzuentwickeln. Das sollen sie aber auch nicht - anregend wirken sie allemal:

  1. Drogenspürhund-Service.

    Wer dabei jetzt an Bundespolizei, Flughäfen und Kofferdurchsuchungen denkt, liegt weit daneben. Den Drogenspürhund kann man inzwischen auch privat buchen. Wofür fragen Sie sich? Eltern, die ihre Kinder verdächtigen, Drogen zu nehmen, können sich so Gewissheit verschaffen. Dafür kommt ein Hund inklusive Hundeführer zu Ihnen nach Hause und durchsucht die Wohnung. Die Kosten für diesen Aufwand: circa 45 Euro für ein Zimmer, 95 Euro für eine Wohnung mit 120 Quadratmetern.

  2. Schlussmacher.

    Bekannt wurde dieser Beruf vor allem durch den gleichnamigen Film mit Matthias Schweighöfer. Sie hielten den Beruf für erfunden? Ganz und gar nicht. Wenn die Zuneigung nachlässt und die Beziehung nicht mehr den eigenen Wünschen entspricht, gibt es Trennungsagenturen, die sich der unliebsamen Aufgabe annehmen, es dem Noch-Partner mitzuteilen. Je nach dem ob Sie sich für eine Trennung per Brief, Anruf oder persönlichem Gespräch entscheiden, kostet Sie der Schlussmacher zwischen 30 und 65 Euro.

  3. Golfballtaucher.

    Morgens nicht in den Business- sondern in den Neoprenanzug schlüpfen und dann mehrere Stunden lang in Teichen auf Golfplätzen suchen. So oder zumindest so ähnlich sieht der Arbeitstag eines Golfballtauchers aus. Zwar ist dieser Berufszweig in Deutschland noch nicht weit verbreitet, in Amerika hingegen boomt das Geschäft. Mehrere Tausend Golfbälle sammelt hier ein professioneller Taucher und wird dafür mehr als ordentlich entlohnt. In großen Country Clubs spricht man von umgerechnet 65 Euro pro Stunde.

  4. Professioneller Ansteher.

    Ja, mit Anstehen kann man Geld verdienen. Und wo? Natürlich in Amerika. Besonders bei Studenten ist das professionelle Anstehen ein sehr beliebter Nebenjob. Inzwischen gibt es sogar Linestanding-Agenturen, die Studenten mit Stehvermögen vermitteln. Kunden sind dabei in der Regel Anwälte, Lobbyisten oder Politiker, die nicht ihre eigene Zeit beim Anstehen für öffentliche Kongresssitzungen verschwenden wollen. Zwischen 10 und 15 Euro die Stunde können Studenten sich so dazuverdienen.

  5. Bezahlter Beifahrer.

    In Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, leben ungefähr 10 Millionen Menschen. Da kann es auf den Straßen in der Rush Hour ganz schön voll werden. Um dieses Problem und die Abgasbelastung einzudämmen, gibt es die Regel, dass im Berufsverkehr nur Autos mit mindestens dreiköpfiger Besatzung fahren dürfen. Findige Menschen haben daraus eine Geschäftsidee entwickelt und bieten sich nun als "Jockeys" an, gegen Bezahlung in den Autos mitzufahren.

  6. Shout-Coach.

    Ein normaler Gesangslehrer ist Ihnen zu langweilig und sowieso mögen Sie eher lautere Musik? Dann sind Sie bei einem Shout-Coach genau richtig aufgehoben. Doch geht es nicht um normales Schreien. Bei einem Shout-Coach lernt der Schüler, wie er seine Stimme als Heavy-Metal-Sänger richtig einsetzt. Denn schreien klingt einfach, will aber trotzdem gelernt sein. Schwerpunkte des Unterrichts sind Technik und Atmung. Nach der Ausbildung steht der eigenen Heavy-Metal-Band nichts mehr im Weg.

  7. Sprecherzieher.

    Auch ein Sprecherzieher arbeitet mit der Stimme, aber auf ganz andere Weise. Ob hessisch, bayerisch oder sächsisch - deutschlandweit finden sich die verschiedensten, und je nach Geschmack auch schönsten, Dialekte wieder. Doch was manche sympatisch finden, ist einigen Vorgesetzten ein Dorn im Auge. Daher gibt es Sprachfortbildungen, in denen Mitarbeiter die dialektfreie Aussprache lernen sollen.

  8. Wasserrutschen-Tester.

    Klingt wie ein Traumberuf und ist wahrscheinlich auch einer. Im Jahr 2013 vergab der Reiseanbieter "First Choice" den Job des Wasserrutschen-Testers an einen Studenten. Für den hieß der Job: Sechs Monate lang die Wasserrutschen zu testen. Klingt jetzt schon nach einem tollen Job? Für sein Engagement und die sicherlich harten Arbeitsbedingungen, erhielt der Student einen Verdienst von 34.000 Euro obendrauf.

  9. Kokosnuss-Sicherheitsbeauftragter.

    Damit die Gäste einen unvergesslichen und vor allem gefahrlosen Urlaub erleben, beschäftigen mittlerweile einige Hotels einen ganz besonderen Sicherheitsbeauftragten. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass keinem Gast eine Kokosnuss aus großer Höhe auf den Kopf fällt. Dafür klettert besagter Mitarbeiter mehrmals täglich den gesamten Palmenbestand hoch und kontrolliert, ob bei einigen Kokosnüssen Absturzgefahr besteht. Sollte er fündig werden, entfernt er die betroffenen Kokosnüsse und bringt sie sicher auf den Boden.

  10. Warm-Upper.

    Haben Sie sich auch schon einmal über die Zuschauer in Fernsehsendungen gewundert, die immer alle bester Laune sind und scheinbar nur auf den richtigen Einsatz warten, um euphorisch zu klatschen oder in lautes Gelächter auszubrechen? Das liegt am sogenannten "Warm-Upper". Dieser sorgt bereits vor Beginn der Show dafür, dass die Zuschauer gut drauf sind. Er erzählt beispielsweise Witze, macht Spiele mit dem Publikum oder trainiert den richtigen Applaus.

  11. Glückskeksautor.

    Jeder kennt sie und nach chinesischem Essen sind sie für viele Deutsche unverzichtbar - die Glückskese. Doch haben Sie sich einmal gefragt, wer sich die Weisheiten ausdenkt, die Sie auf dem Zettel in Ihrem Keks finden? Falls ja, und auch wenn nicht, haben wir hier die Antwort für Sie: Die Firma Wonton Food gilt als größter Herrsteller von Glückskeksen. Es heißt, der Vizepräsident des Unternehmens, Donald Lau, texte die cleveren Sprüche selbst. Deutlich wahrscheinlicher ist es jedoch, dass die Firma ein Autorenteam beschäftigt, das den bestehenden Spruchkatalog tagtäglich erweitert.

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