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Jeder, der schon einmal die Mühlen einer Bewerbungsphase mitgemacht hat, kann nachvollziehen, wie frustrierend die Jobsuche sein kann. Es wird recherchiert, telefoniert, nachgefragt, geschrieben, verbessert, überdacht, neu formuliert und abgeschickt - doch am Ende steht nur eine beachtliche Anzahl von Absagen oder ausbleibenden Antworten der Unternehmen. Mit jeder erfolglosen Bewerbung macht die eigene Laune einen weiteren Schritt in den Keller und es fällt immer schwerer, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Auch wenn sich die Jobsuche in die Länge zieht und Ihre Bewerbungen nicht so schnell funktionieren, wie Sie erhofft haben, sollten Sie sich nicht entmutigen lassen. Diese Tipps können Ihnen helfen, während einer anstrengenden Jobsuche positiv zu bleiben...

Was sorgt bei der Jobsuche für Frust?

Die Gründe für die Arbeitslosigkeit mögen verschieden sein. Einige finden nach der Ausbildung oder dem Studium keine Stelle, andere haben ihren Job verloren und sind bemüht, einen Neustart bei einem anderen Arbeitgeber zu beginnen und wieder andere wollen in eine andere Branche einsteigen und sind auf dem Arbeitsmarkt unterwegs, um eine passende Stelle zu finden.

Unabhängig von der Ursache für die Jobsuche haben fast alle Bewerber jedoch etwas gemeinsam: Sie sind unsicher, haben Angst und sind frustriert durch die Situation. Niemand möchte länger in der Arbeitslosigkeit verbleiben, alle fragen sich, ob sie etwas falsch machen und der fehlende Erfolg an der eigenen Person liegt und gleichzeitig steigt der Frust und der Ärger, dass es mit dem neuen Job einfach nicht klappen will.

Für den Frust und die negative Stimmung gibt es dabei unterschiedliche Auslöser.

  • Das Verhalten der Unternehmen. Viele Bewerber fühlen sich durch die Art und Weise, wie potenzielle Arbeitgeber mit Kandidaten umgehen, ungerecht behandelt. In die Bewerbung fließt eine Menge Arbeit und auch Hoffnung, doch oft erhält man im Gegenzug nur eine Standard-Absage oder eine Rückmeldung bleibt völlig aus.
  • Das eigene Selbstbild. Beim Start der Jobsuche gehen die meisten davon aus, schnell fündig zu werden. Bleibt dieser Erfolg aus, lassen die Rückschläge auch das eigene Selbstbild nicht unberührt. Niemand möchte sich selbst in der Rolle des unqualifizierten Arbeitslosen wahrnehmen - erst Recht nicht, wenn ein langjähriges Studium oder eine gute Ausbildung absolviert wurde.
  • Das Gefühl der Hilflosigkeit. Je mehr Bewerbungen ohne Einladung zum Vorstellungsgespräch versanden, desto größer wird das Gefühl der Hilflosigkeit. Man scheint alles zu versuchen, ohne dass etwas davon funktionieren will. Der Gedanke, nicht mehr weiter zu wissen, kann sehr frustrierend sein und die eigene Motivation zunichte machen.

Mit diesen Tipps bleiben Sie bei der Jobsuche positiv

StasiqueAber wie gelingt es, den Frust zu vergessen, sich die Rückschläge nicht zu Herzen zu nehmen und trotz vieler Absagen im Briefkasten positiv zu bleiben? Natürlich wäre es leicht, sich zurückzuziehen, in Selbstmitleid zu versinken und sich einzureden, dass die Arbeitswelt ungerecht ist. Da steckt sicherlich auch ein Stück Wahrheit drin, doch wird es Ihnen nicht helfen, einen Job zu finden. Wenn Sie sich aufgeben, wird sich dies auch in Ihren Bewerbungen bemerkbar machen. Wir haben Tipps gesammelt, die Ihnen helfen, bei einer anstrengenden Jobsuche positiv zu bleiben.

  1. Meiden Sie negative Menschen

    Eines der letzten Dinge, die Sie in dieser Situation brauchen, sind negative Menschen, die Sie in Ihrem Frust und Ihrer Verzweiflung noch bestätigen. Vermeiden Sie Gespräche mit all jenen, die Ihnen nur mitteilen wollen, dass die Jobsuche eine endlose Qual ist und die Erfolgsaussichten bei all den Konkurrenten sowieso verschwindend gering sind. Suchen Sie den Kontakt zu Menschen, die Sie motivieren und die Ihnen helfen, den Blick auf das Positive zu richten.

  2. Bleiben Sie beschäftigt

    Sie haben momentan keinen Job, doch das bedeutet nicht, dass Sie sich nicht auf andere Weisen beschäftigen können. Erweitern Sie Ihre Qualifikationen, indem Sie eine Weiterbildung machen, neue Fähigkeiten erlernen oder sich ehrenamtlich engagieren. Die Aktivität hilft nicht nur, Ihre Bewerbungschancen zu erhöhen, sondern sorgt auch dafür, dass Sie etwas zu tun haben. Nur auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu warten ist zermürbend und man kommt sich schnell nutzlos, faul und unproduktiv vor.

  3. Entwickeln Sie Dankbarkeit

    Die Jobsuche läuft nicht gut? Umstände wie dieser werden oft verallgemeinert und auf alle anderen Situationen übertragen. Dabei gibt es in Ihrem Leben sicherlich viele andere Dinge, für die mehr Dankbarkeit angebracht wäre. Ihre Familie, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, Ihre Wohnsituation - erinnern Sie sich an die guten Dinge, für die Sie dankbar sind, anstatt etwas Negatives zu verallgemeinern.

  4. Lächeln Sie das Negative weg

    Schlechte Gedanken und negative Gefühle lassen sich durch regelmäßiges Lächeln in den Griff bekommen. Dabei müssen Sie nicht einmal einen Grund haben. Allein durch die beteiligten Muskeln sorgen dafür, dass unser Gehirn die entsprechenden Glückshormone ausschüttet und die positive Wirkung eintritt. Wenn der Frust Sie packt, lächeln Sie ihn beim nächsten Mal einfach weg.

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