20-20-60 Regel: Mehr Erfolg bei der Jobsuche

Kennen Sie die 20-20-60 Regel? Sollten Sie! Sie kann Ihnen bei der Jobsuche, Bewerbung und anderen Projekten enorm helfen. Dabei handelt es sich um ein einfaches Konzept aus dem Zeitmanagement. Ziel ist, Zeit einzusparen und diese effektiver zu nutzen. Kurz: Bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit erzielen. Und das ganz einfach! Wir zeigen Ihnen, wie die 20-20-60 Regel funktioniert und worauf Sie bei der Umsetzung achten müssen…

20-20-60 Regel: Mehr Erfolg bei der Jobsuche

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Warum ist Zeitmanagement bei der Jobsuche wichtig?

Störungen, Unterbrechungen, Zeitfresser – sie sind die natürlichen Feinde jedes Projekts. Die Jobsuche ist so ein Projekt. Schließlich wollen Sie innerhalb einer bestimmten Frist ein konkretes Ziel erreichen: einen neuen Job. Der Erfolgsschlüssel dazu liegt im richtigen Zeitmanagement. Es hilft, strategisch-organisiert und effektiv vorzugehen sowie Zeit einzusparen und Deadlines einzuhalten.

An der Stelle kommt die 20-20-60 Regel ins Spiel. Statt bei der Jobsuche willkürlich vorzugehen und sich dabei womöglich zu verzetteln, ordnen Sie die Aufgaben nach Prioritäten und planen überdies noch Zeitpuffer und Freizeit ein. Effekt: Sie erreichen Ihr Ziel schneller und mit weniger Aufwand.

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Wie funktioniert die 20-20-60 Regel?

Statt sich einfach drauflos zu bewerben, benennen und ordnen Sie dazu erst einmal alle anfallenden Aufgaben. Zum Beispiel Stellenanzeigen finden und analysieren, Bewerbung schreiben und optimieren, Bewerbungsfoto und Bewerbungsvideo machen, Online-Profile aktualisieren… sowas. Anschließend teilen Sie die Aufgaben und Ihre Zeit nach der 20-20-60 Regel in drei Blöcke ein:

  1. 60 Prozent der Zeit verplanen Sie für Ihr Projekt.
  2. 20 Prozent planen Sie als variablen Zeitpuffer ein.
  3. 20 Prozent gehören der Freizeit und sozialen Aktivitäten.

Einfacher geht es kaum. Zumindest in der Theorie. In der Praxis erfordert die Einhaltung dieser Regel einiges an Disziplin und Selbstmanagement. Denn natürlich verpflichten Sie sich auch dazu, wirklich jeden Tag 60 Prozent (also fast 5 Stunden) voll uns ganz Ihrem Projekt „Jobsuche“ zu widmen.

Die Tücken bei der Anwendung

Sie merken schon: Die Technik hat nicht nur Vorteile. Und sie funktioniert auch nicht auf Knopfdruck. Damit die Effektivität tatsächlich steigt, müssen Sie ein paar Punkte beachten:

  • Vorbereitung

    Das Ergebnis der Methode ist vielversprechend. Davor steht aber weiterhin eine Menge Arbeit. Projekte und To-Do-Listen teilen sich nicht von selbst in die entsprechenden Zeitabschnitte ein. Also müssen Sie das planen und organisieren: Wie viel Zeit bleibt für welchen Aufgabenteil? In welcher Reihenfolge gehen Sie die Aufgaben an? Ohne eine entsprechende Vorbereitung lässt sich die 20-20-60 Regel nicht umsetzen.

  • Kontrolle

    Damit die 20-20-60 Regel funktioniert, müssen Sie deren Einhaltung regelmäßig kontrollieren. Gerade am Anfang hilft es, hierüber Buch zu führen oder die Zeitintervalle zu notieren. Eventuell müssen Sie sich anders arrangieren. Es kann auch notwendig sein, die Regel den eigenen Bedürfnisse und Arbeitsweisen anzupassen und beispielsweise nur 50 Prozent der Zeit zu verplanen, weil Sie einen größeren Puffer brauchen.

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Hilft die 20-20-60 Regel nur bei der Jobsuche?

Kurze Antwort: Nein! Eben weil die 20-20-60 Regel so einfach wie einleuchtend ist, lässt sie sich für verschiedene Projekte nutzen – nicht nur zur Jobsuche. Sie können die Methode sogar anwenden, um wiederum die Teilaufgaben zu strukturieren. Klingt vielleicht noch kompliziert, ist es aber gar nicht. Ein Beispiel:

  1. 60 Prozent zur Recherche

    Wenn Sie noch ganz am Anfang eines Jobwechsels stehen, können Sie beispielsweise zunächst 60 Prozent der Tageszeit in die Recherche investieren: Jobbörsen durchstöbern, passende Inserate finden, Hintergrundchecks zu Job, Gehalt und Arbeitgebern machen.

  2. 20 Prozent für Bewerbungen

    Anschließend müssen Sie Bewerbungen schreiben. Auch wichtig, logisch. Dafür planen Sie 20 Prozent der Zeit ein und formulieren ein Bewerbungsschreiben sowie einen aussagekräftigen Lebenslauf. Das kann – bei mehreren attraktiven Angeboten – sogar ein bisschen knapp werden.

  3. 20 Prozent zum Netzwerken

    Bleiben noch 20 Prozent als Zeitpuffer. Den können Sie zum Beispiel zum Netzwerken oder Optimieren der Profile in Karrierenetzwerken wie Linkedin oder Xing nutzen. Ebenso können Sie sich vornehmen, einen Teil Ihrer Zeit für Posts und Kommentare in Social Media einzusetzen, um sich insgesamt als Fachkraft sichtbarer zu machen (siehe: Passive Jobsuche).

Die genannten Prozentzahlen nicht natürlich in Stein gemeißelt. Insbesondere wenn Sie die 20-20-60 Regel an Ihre Vorstellungen anpassen. Sollten Sie feststellen, dass Sie weniger Zeit zur Recherche, aber mehr für einen anderen Teil benötigen, dürfen Sie das entsprechend nachjustieren.

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5 Tipps für ein besseres Zeitmanagement

Ein gut funktionierendes Zeitmanagement lässt sich nicht von jetzt auf gleich etablieren. Das braucht durchaus etwas Feintuning und Übung. Vor allem wenn Sie bisher auf ein Zeitmanagement in der Bewerbungsphase verzichtet haben, kann es einige Zeit dauern, bis Sie sich daran gewöhnen und Ihr Verhalten anpassen. Damit Ihnen die Umstellung leichter gelingt, finden Sie im Folgenden noch ein paar Tipps für ein besseres Zeitmanagement.

  • Ziel definieren

    „Ich will einen neuen Job!“ – Klingt nach einem guten Ziel, ist aber viel zu unkonkret. Was Sie brauchen, ist eine konkrete Vorstellung davon, wohin Sie sich beruflich entwickeln wollen und wie der Traumjob genau aussehen soll. Welche Stelle suchen Sie genau? Was muss der Arbeitgeber bieten? Welche Ihrer Stärken und Fähigkeiten wollen Sie einsetzen? Nur mit dem klaren Ziel vor Augen, können Sie Jobangebote beurteilen und sich optimal positionieren.

  • Reihenfolge festlegen

    Viele Bewerber betreiben Aktionismus, Motto: viel hilft viel. Das ist aber falsch. Wer alles gleichzeitig angeht, versinkt schnell im Chaos und verliert den Überblick. Kluges Zeitmanagement kommt nie ohne Priorisierung aus. So richten Sie immer die volle Konzentration auf eine Aufgabe, machen weniger Fehler und schaffen am Ende mehr.

  • Tagesrhythmus schaffen

    Auch die Jobsuche ist eine Art Job. Deshalb brauchen Sie dazu einen strukturierten Tagesablauf. Planen Sie, welche Zeiten Sie wozu nutzen. Also wann widmen Sie sich der Jobsuche, wann den Bewerbungen, wann anderen wichtigen Dingen? Sie vermeiden so das unangenehme Gefühl des Nichtstuns und sorgen gleichzeitig dafür, dass Sie regelmäßig und jeden Tag etwas für Ihre Jobsuche tun.

  • Abwechslung fördern

    Nicht jeder Tag muss gleich ablaufen. Das könnte auch schnell öde werden. Sorgen Sie daher für Abwechslung im täglichen Trott. Die hebt die Laune und erzeugt auch mal frische Ideen für Ihre Bewerbungsstrategie. Manchmal reicht schon ein kleiner Tapetenwechsel. Ziehen Sie zur Stellensuche beispielsweise mit dem Laptop ins Café, in ein Coworking-Space oder bei passendem Wetter in einen schönen Park.

  • Etappenziele festlegen

    Das große Ziel eines neuen Jobs kann motivieren. Es kann aber auch frustrierend sein, wenn es zunächst nur Absagen hagelt. Kleinere Etappenziele während der Jobsuche können helfen, der Motivation einen neuen Kick zu geben und mit neuer Energie weiterzumachen. Legen Sie fest, wie viele Bewerbungen Sie innerhalb einer Woche schaffen wollen und gönnen sich eine Belohnung, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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