Google soll zwar schon an einer Cyber-Brille mit integrierter Kamera und Display arbeiten, die sich mittels Kopfbewegungen steuern lässt und die Umgebung scannt. Wir Normalbürger werden uns aber wohl noch eine Weile mit den altmodischen Sehhilfen plagen müssen.

Wieso eigentlich plagen? Abwertende Bezeichnungen wie „Streber“ oder „Brillenschlange“ sind längst passé. Mittlerweile schätzen Kinder, auch dank des Harry-Potter-Effekts, Brillenträger ihres Alters nicht nur als intelligenter, sondern sogar als ehrlicher ein. Auch einige Erwachsene nutzen die Brille nicht nur, um belesener auszusehen. Die Sehhilfe ist als modisches Accessoire im Arbeitslesen längst so etabliert wie Schmuck oder Schals, vor allem weil man sie nicht mal eben ablegen kann. Aber selbst sehstarke Fashion-Victims legen sich mitunter ein Modell ohne Dioptrien zu, um die aktuellen Brillentrends mitmachen zu können.

Ich sehe was, was du nicht siehst

… Und das sind vor allem futuristische Designs. Drehte es sich bei den Brillen in den vergangenen Jahren vor allem um kantiges Auffallen, geht die Mode dieses Jahr wieder hin zu filigranen und detailverliebten Fassungen. Applikationen, Prägungen und Cut-outs sind genauso angesagt wie Fertigungen aus hellem, hochwertigem Metall oder modernen Materialmixen. Genauso wie bei den nachfolgenden Formen, sollten Sie allerdings nicht vergessen, dass auch bei Brillen der Dresscode gilt: Wer in einer traditionellen Branche mit strenger Kleiderordnung arbeitet, sollte extravagante Formen eher meiden und auf schrille Farben verzichten.

Colour-Blocking und modische Marine-Farben wie Rot sollten sich wenn überhaupt auf die Kleidung beschränken. Wenn es trotzdem Farbe sein soll, ist Transparenz oder ein weicher Farbverlauf ratsam. Daher zeigen die Fotos jeweils eine extreme (oben) und eine gemäßigte Version von Brillen bei Mister Spex, die uns die Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

Die Preppy-Brille

Falls Ihnen heute eine Person in Polo-Shirt, Pollunder und Cordjacke über den Weg gelaufen ist: Hierbei handelte es sich wohl kaum um einen spießigen Nerd. Eher war es ein Trendsetter, der den aktuellen College-Style zur Schau trug. Passend dazu ist auch weiterhin die sogenannte Preppy-Brille mit breitem schwarzem Rand angesagt (von der englischen Bezeichnung für Absolventen einer konservativen Privatschule). Im Berufsleben eignet sich hier allerdings vor allem die weichere Variante in Braun oder dunkeln Blautönen.

Die Pantobrille

Einen Johnny Depp macht sie wohl nicht aus Ihnen. Aber zumindest ist die kreisrunde Pantobrille ein guter Schritt in Richtung des lässigen Dandy-Stils der Zwanziger.
Aber wie gesagt, zu lässig soll es im Beruf ja nicht sein. Deshalb ist die etwas modernere und hornfarbene Version besser geeignet.

Die Pilotenbrille

Die Aviator-Form haben sie bisher eher als Sonnenbrille an der frischen Luft gesehen. Laut Antje Jochmann, Chefredakteurin vom Mister Spex Frame Magazin, macht diese „abgehobene Form“ aber auch als Korrektionsbrille eine gute Figur. Für geschlossene Büroräume: Die nur leicht nach unten gebogene Variante.

Die Cateye-Brille

Obwohl gerade die männlichen Modelle im Boyfriend-Look auch für Frauen sehr modisch sind, treten in diesem Jahr wieder sehr weibliche Formen auf. Im Stil von Hollywood-Diven wie Marylin Monroe sind Cateye-Brillen ein großer Trend. Diese eignen sich insbesondere für Frauen mit einem sehr weiblichen Kleidungsstil. Andernfalls kann die extreme Form leicht zickig oder gar neurotisch wirken.

Die Brille muss zum Kopf passen

Genau wie bei der Frisur oder einem Kleidungsstück ist natürlich auch bei der Brille der persönliche Typ wichtiger als modische Aktualität. Oder anders gesagt: Die Brille muss zum Kopf passen. Das falsche Modell kann Ihre Gesamterscheinung genauso stören wie ein schlecht sitzender Anzug oder ein zu kurzes Kleid. Schließlich sitzt die Brille mitten im Gesicht und kann gar nicht übersehen werden.

Auf diese Kriterien sollten Sie deshalb beim Kauf achten:

Brillen für ovale Gesichter

Menschen mit ovalem Gesicht können theoretisch alle Rahmenformen tragen. Mit dunklen, eckigen Kunststofffassungen lassen sich aber markante Akzente setzen, rundlichere Gläsern hingegen bewirken einen weicheren Eindruck.

Brillen für runde Gesichter

Bei einem runden Gesicht mit volleren Wangen empfiehlt Jochmann rechteckige Brillenformen und Halbrandbrillen, die die Augen betonen und dadurch das Gesicht optisch strecken.

Brillen für kantige Gesichter

Sind Wangenknochen sowie die Stirn- und Kinnlinie etwa gleich breit, spricht man von einem kantigen Gesicht. Für diesen Kopftyp gilt eher: Hände weg von rechteckigen Brillen – es sei denn man beabsichtigt einen markanten, strengen Style. Runde und ovale Formen nehmen der Kopfform und dem Gesicht die Härte und lassen beide weicher erscheinen.

Auch bei einer farbigen Fassung sollten Sie sich zunächst an Haar- und Augenfarbe orientieren. Antje Jochmann empfiehlt dazu: „Brillenfassungen Ton-in-Ton zur Haarfarbe wirken meist sehr harmonisch, mit Kontrast- oder Komplementärfarben zur Augenfarbe lassen sich jedoch oft interessantere Akzente setzen.“ So muten Honig- und Brauntöne oder Havannafarben zu hellen Haaren eher weich an und bilden gleichzeitig einen leichten Kontrast zu blauen Augen. Kombiniere man dagegen eine schwarze Brille zu hellen Haaren und Augen, wirke das teilweise sehr hart, könne aber gut gewählt auch eine starke Persönlichkeit unterstreichen.

Jetzt einen von fünf Brillen-Gutscheinen gewinnen!

Der Brillen-Online-Shop Mister Spex hat uns insgesamt fünf 50-Euro-Gutscheine für eine Verlosung zur Verfügung gestellt. Leser ohne Sehschwäche können diese natürlich auch für Sonnenbrillen einlösen. Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen Sie nicht mehr tun, als einen Kommentar zu hinterlassen und begründen, warum Sie einen der fünf Gutscheine unbedingt gewinnen sollten. Fotos von Ihnen – mit und ohne Sonnenbrille – fänden wir natürlich noch besser. Die Teilnahme ist für Sie absolut kostenlos. Das Los entscheidet, und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Einsendeschluss ist Donnerstag, der 5. April, 12 Uhr. Dann haben Sie Zeit, über Ostern vielleicht schon Ihre neue (Sonnen-)Brille auszuwählen.