LaptopIch teile die Meinung im Video unten durchaus: Die Digitalisierung, die Globalisierung, die zunehmende Projektarbeit und der Wandel von der Dienstleistungs- zur Wissensgesellschaft wird eine neue Generation von Fachkräften hervorbringen – hoch spezialisierte Freiberufler, die projektweise für verschiedene Unternehmen arbeiten und als Experten ihre Marktnischen besetzen. Der Trend auf dem Arbeitsmarkt geht weg vom festangestellten Arbeitnehmer, hin zum freiangestellten Wissenszulieferer.

Ihren Mehrwert für die Unternehmen beziehen diese Wissenszulieferer nicht nur aus ihrem hoch spezialisierten Fachwissen, sondern auch aus dem Fundus dieser ständig wechselnden Projekte, Branchen und (Kurzzeit-)Arbeitgeber, für die sie Aufträge abwickeln. Das macht Sie einerseits sehr flexibel – aber es verlangt auch genau das von ihnen. Das bedeutet auch, dass Berufseinsteiger heute nicht mehr davon ausgehen können, in zehn Jahren noch denselben Job zu machen wie heute.

HemdZugegeben, je nach Naturell ist das für manche ein Bedrohungsszenario – für andere aber auch eine große Erleichterung. Man ist mit seiner Ausbildung nicht mehr auf eine Job festgelegt, sondern kann sich über die Jahre immer weiter entwickeln. Wer so denkt, hat alle Karrierevorteile auf seiner Seite.

Denn tatsächlich geht es künftig darum, neue (mobile) Arbeitsweisen und Techniken möglichst rasch zu adaptieren, um so wettbewerbsfähig zu bleiben. Das klingt für Arbeitnehmer zunächst ungewöhnlich. Ich meine aber, dass die Berufsform des „angestellten Unternehmers“ die künftig vorherrschende Form ist: Wir alle sind dann mehr und mehr selbst dafür verantwortlich, in unsere persönliche Weiterentwicklung zu investieren – sei es durch Coaching oder E-Learning. So glaube ich auch nicht, dass die Arbeitgeber der Zukunft die permanente Personalentwicklung als ihre Kernaufgabe sehen werden, schon aus Kostengründen.

Das Wichtigste für den Erfolg dieser flexiblen Arbeitnehmer von morgen in der Konsequenz dann natürlich auch sein, sich eine eigene Marke (im Fachjargon Personal Branding genannt) zu schaffen, insbesondere im Internet, in Sozialen Netzwerken, in Blogs oder Fachforen, eben überall dort, wo man sie suchen wird. Denn genau dort handeln Sie mit ihrem Wissen, entwickeln es und finden auch ihre Auftraggeber – für ihre spezielle Leistungsnische.