Wie werden wir morgen arbeiten? Verändern moderne Kommunikations- und IT-Technik unsere Arbeitswelt und wie? Und stellen die Arbeitgeber deshalb auch neue Anforderungen an ihre Beschäftigten? Die Antworten auf diese Fragen polarisieren sicher – sie bergen aber zweifellos auch zahlreiche Chancen. Aufstiegschancen vor allem.

Dell und Intel haben dazu jetzt eine umfassende Studie in Auftrag gegeben, die unter dem Titel Evolving Workforce (PDF) die Arbeitswelt von morgen untersucht. Vor allem die der Internet-Ära. Weltweit wurden dafür insgesamt mehr als 8300 Beschäftigte dazu befragt, wie sie die Arbeitswelt von einschätzen. Nicht uninteressant. Um Ihnen Zeit zu sparen, hier aber nur die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Internetzugang. 83 Prozent der Befragten sehen im Internet einen exzellenten Weg, die eigene Arbeit produktiver zu erledigen (Deutschland: 81 Prozent). 63 Prozent sagten zudem, dass technische Innovationen ihnen erlauben, sich mehr auf die von ihnen bevorzugten Arbeiten zu konzentrieren. 81 Prozent sagten, dass sie am Arbeitsplatz Zugang zum Internet hätten (Deutschland: 84 Prozent). In kleineren Unternehmen besteht allerdings häufiger Zugang zum Internet (85 Prozent) als in großen (75 Prozent).

  • Organisation. Moderne Kommunikationstools erlauben es, ortsunabhängig zu arbeiten. 75 Prozent der deutschen Befragten glauben daher, dass flexible Arbeitszeiten (auch über den Tag verteilt) für produktiveres Arbeiten künftig unumgänglich sind. Dennoch behält das Büro als Arbeitsort seinen Stellenwert. 45 Prozent sind überzeugt, dass sie auf diese Weise mehr Arbeit erledigen könnten.

  • Arbeitsleistung. Lediglich 29 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Produktivität nach der im Büro verbrachten Arbeitszeit ermittelt wird; bei 71 Prozent richtet sich das bereits mehr nach qualitativen Aspekten, also dem Arbeitsergebnis.
  • Arbeitskontrolle. 35 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen kontrollieren wie sie ihre Arbeitszeit verbringen. In großen Unternehmen (41 Prozent) jedoch häufiger als in kleinen (32 Prozent). Rund 16 Prozent in Deutschland sagten, dass ihre E-Mails überwacht würden.

  • Arbeitsgeräte. Mehr und mehr Beschäftigte wollen ihre privat genutzten Geräte auch auf der Arbeit einsetzen, weil sie ihnen vertraut sind und sie damit produktiver arbeiten können. Gleichzeitig werden Diensthandy und -Laptop auch privat genutzt: 63 Prozent der Befragten können bereits ihre Endgeräte sowohl für berufliche als auch für private Zwecke einsetzen. 41 Prozent geben zudem an, sie könnten schon heute in ihren Unternehmen Einfluss auf die Auswahl der Geräte nehmen. Interessant aber: In den Schwellenländern ist die Nutzung von Dienstrechnern für private wie für berufliche Aufgaben deutlich weiter verbreitet. Mexiko kommt auf 87 Prozent, China auf 84 Prozent und Indien sowie Brasilien auf jeweils 74 Prozent. Die übrigen Länder liegen zum Teil deutlich zurück: Frankreich kommt auf einen Wert von 57 Prozent, die USA auf 55 Prozent, Deutschland auf 51 Prozent, Großbritannien auf 49 Prozent und Japan auf lediglich 41 Prozent. Wie wichtig Technologie für die Beschäftigen ist, zeigt aber noch ein weiterer Punkt: Für 70 Prozent der Befragten erhöht der Einsatz moderner Technik die Attraktivität eines Arbeitgebers.