Jobsuche online: Alle Tipps und Infos

Heute findet die Jobsuche online statt. Freie Stellen werden über verschiedene Kanäle online veröffentlicht, Informationen zur Verfügung gestellt und natürlich auch Recherchen über Unternehmen und Bewerber unternommen – ohne die Jobsuche online findet kaum noch jemand einen Arbeitgeber. Was so selbstverständlich klingt, war vor gar nicht allzu langer Zeit viel weniger alltäglich. Bedeutet auch: Es gibt weiterhin Schwierigkeiten und Herausforderungen, die Sie meistern müssen, wenn Sie sich online auf Jobsuche begeben. Um Ihre Chancen bei der Jobsuche online zu erhöhen, zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten, was ein vollständiges Profil enthält und welche Tipps Sie dem neuen Job näherbringen…

Jobsuche online: Alle Tipps und Infos

Jobsuche online: Hier finden Sie einen Job

Bei der Jobsuche online stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen, um freie Stellen zu finden und sich auf Positionen zu bewerben. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Kombination aus verschiedenen Wege, um die Chancen zu verbessern.

Zunächst einmal stellen wir Ihnen deshalb die wichtigsten Anlaufstellen vor, um online einen neuen Arbeitgeber zu finden:

  • Jobbörsen

    Der mit Abstand verbreitetste und beliebteste Weg für die Jobsuche online sind Jobbörsen und Stellensuchmaschinen. Hier können nach festgelegten Suchkriterien viele tausende Stellenanzeigen gefiltert werden, um passende Angebote zu bekommen und sich direkt online für Positionen zu bewerben. Dies können Sie beispielsweise direkt über unsere Jobbörse Karrieresprung tun:



    Weitere bekannte Alternativen sind etwa Monster, Stepstone oder Indeed, wobei die meisten Jobbörsen ähnliche bis gleiche Funktionen anbieten.

  • Homepage von Unternehmen

    Arbeitgeber haben längst erkannt, wie wichtig die Jobsuche online ist – und reagieren ihrerseits mit speziell gestalteten Bewerberportalen und Unternehmenswebseiten. Hier finden Sie ausgeschriebene Stellen – egal ob für ein Praktikum, Ausbildungen, in Teil- oder Vollzeit – sowie wichtige Informationen rund um das Unternehmen, die Kultur, wichtige Werte und gefragte Fähigkeiten und Eigenschaften.

  • Social Media Kanäle von Arbeitgebern

    Neben der eigenen Homepage sind die meisten Unternehmen auch in den Social Media aktiv, manche betreiben sogar eigens Karriereportale auf Facebook, Instagram und Co. Wer einen konkreten Arbeitgeber ins Auge gefasst hat, sollte die Aktivitäten auf diesen Kanälen verfolgen, da nicht nur über freie Stellen, sondern auch über viele andere Themen rund um den Arbeitgeber informiert wird.

  • Online-Profile

    Immer wichtiger werden Online-Profile in Karrierenetzwerken oder auch bei Jobbörsen. Jobsuchende können hier persönliche Informationen und einen Lebenslauf hinterlegen, um potenziellen Arbeitgebern ein vollständiges Bild der eigenen Qualifikationen zu ermöglichen. Dies wirkt gleich doppelt: Zum einen können Sie in Form der passiven Jobsuche online gefunden werden, zum anderen präsentieren Sie sich professionell und gezielt, wenn ein Personaler nach Ihrer Bewerbung im Internet recherchiert.

Die Trends bei der Online-Jobsuche

Jobsuche Online Trends TippsWie aktiv sind Bewerber bei der Jobsuche im Internet? Wer nutzt die Möglichkeiten besonders regelmäßig und welche Alternativen werden ebenfalls eingesetzt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine amerikanische Studie und konnte im Ergebnis einige Trends identifizieren:

  • Jugend

    Je jünger die Menschen, desto online-affiner. Von den 18- bis 29-Jährigen suchten 83 Prozent bereits im Netz nach Jobmöglichkeiten, von den 30- bis 49-Jährigen 68 Prozent und von den 50- bis 64-Jährigen 43 Prozent. Bei den über 65-Jährigen beträgt die Quote nur zehn Prozent.

  • Stadt

    Je höher der Bildungsabschluss, desto eher geht ein Bewerber im Internet auf die Suche. Auch steigt der Netz-Gebrauch mit der Einkommenserwartung. Und: In der Stadt suchen die die Leute häufiger im Internet nach Jobs als auf dem Land.

  • Kontakte

    Trotz des wachsenden Fundus an Informationen im Netz ist Vitamin B noch immer ungemein. In der amerikanischen Studie greifen bei der Jobsuche rund 80 Prozent auf persönliche Kontakte zurück – dazu zählen Freunde und Familie, (Ex-)Kollegen, Berufsbekanntschaften oder Freunde von Freunden. In Deutschland ist dieser Wert vermutlich etwas geringer, aber dennoch nicht zu unterschätzen.

So funktioniert Jobsuche online mit Linkedin und Xing

Beide Social-Media-Kanäle sind nicht nur Business-Netzwerke, sondern gute Plattformen, um online nach einem neuen Job zu suchen.

Mittlerweile werden sie vom Großteil der Unternehmen genutzt, nicht nur um Geschäftskontakte zu knüpfen und das Ansehen der eigenen Marke zu steigern, sondern auch um neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Welches Netzwerk sollten Sie also wählen, um erfolgreich bei der Online-Stellensuche zu sein?

  • Linkedin: Das wichtigste internationale Berufsnetzwerk

    Dieses Netzwerk kommt aus den USA und ist die größte internationale Plattform für die Geschäftswelt. Laut eigenen Angaben liegt die Mitgliederzahl bei aktuell rund 12 Millionen Profilen in der DACH-Region und rund 500 Millionen Profilen weltweit. Weltweit gesehen zählt Linkedin zu den Top30 der meistbesuchten Internetseiten. Großer Vorteil ist, dass die Profile in mehreren Sprachen erstellt, die eigene Webseiten mit dem Profil verlinkt und Kontakt zu internationalen Unternehmen geknüpft werden können.

  • Xing: Netzwerk für Deutschland

    Das Netzwerk Xing ist vor allem in Deutschland bekannt und verbreitet. Neben großen Arbeitgebern sind hier auch viele Vertreter der sogenannten KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) zu finden. Mit rund 13 Millionen Mitgliedern in Deutschland (nach eigener Angabe) bietet dieses Social-Media-Netzwerk eine gute Gelegenheit, zur Vernetzung und Recherche nach Experten oder Mitarbeitern.

Linkedin und Xing haben beide ihre Vorteile. Bevor Sie sich aber für eines der Berufsnetzwerke entscheiden (oder für beide), sollten Sie sich über das eigene Ziel klarwerden: Will ich in ein kleines oder mittelständisches deutsches Unternehmen einsteigen oder strebe ich ein Job im internationalen Umfeld an? Und natürlich sollte Ihre Bewerbungsstrategie entsprechend abgestimmt werden.

Jobsuche online: Vollständiges Profil anlegen

Nichts ist für einen Recruiter oder einen Personaler frustrierender, als ein Bewerber, der über Linkedin nach einem Job fragt oder sich gar mit diesem Profil bewirbt, ohne seine Angaben vollständig und sorgsam ausgefüllt zu haben.

Damit legen sich Bewerber nur Steine in den Weg. Fehlen Informationen in einem unvollständigen Profil, sinken Ihre Chancen deutlich oder Ihre Bewerbung wird gleich aussortiert. Um dies zu verhindern, sollten Sie folgende Tipps für Ihr Profil beachten:

    Profilbild

  • Das Profilbild ist bei Linkedin und Co. gleichzeitig das Bewerbungsfoto. Achten Sie dabei unbedingt auf Qualität, Professionalität, den passenden Hintergrund und Sympathie. Kaum ein Arbeitgeber entscheidet sich für einen Bewerber, der ein Urlaubs-Selfie als Profilfoto hat.
  • Achten sie auf Details – Haare, Schminke, Kleidung, Gesichtsausdruck. Wenn Sie noch kein digitales Foto haben, sollten Sie unbedingt eins machen lassen. Achten Sie dabei auf gute Qualität und farbliche Kontraste. Ein ideales Profilfoto ist ausgeglichen, ohne Störfaktoren, am besten mit einem ruhigen Hintergrund. Bedenken Sie, es ist das erste, was der Besucher Ihres Profils sehen wird.
  • Name und Kontaktdaten

  • Achten Sie dabei auf Aktualität. Besteht das Profil schon seit einigen Jahren und wird nur sporadisch gepflegt, sollte der Bewerber sich viel Zeit nehmen, es zu überarbeiten. Haben Sie vielleicht vor Kurzem geheiratet und einen anderen Namen angenommen? Ist die Festnetznummer, die Handynummer, die Adresse und die E-Mail noch aktuell?
  • Gehen Sie Schritt für Schritt durch, ob Ihre Angaben vollständig sind. Fehlende Informationen können schnell Zweifel an der Sorgfalt, Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit des Profils aufkommen lassen.
  • Profil-Informationen

  • Sowohl bei Linkedin als auch bei Xing wird der Besucher auf die Profil-Seite des Account-Inhabers geleitet. Das Erste, was er dort sieht, ist eine kurze Profilbeschreibung, die neben dem Foto erscheint. Sie gleicht einer Visitenkarte und sollte entsprechend seriös und vollständig sein. Bei Linkedin sind dort zwei wichtigsten Fähigkeiten, der aktuelle und letzte Arbeitsplatz und die frühere Ausbildungsstätte zu sehen.
  • Auch ein Profil-Slogan sollte nicht fehlen – ein aussagekräftiger und prägnanter Text, der die Stärken und Schwächen des Bewerbers zur Geltung bringt. So bekommt der Besucher innerhalb von Sekunden die Informationen, die für ihn als Arbeitgeber wichtig sind.
  • Ausbildung und beruflicher Werdegang

  • Hier sind ebenfalls Aktualität und Vollständigkeit das wichtigste Kriterium. Der große Vorteil bei Linkedin und Co. ist, dass diese Angaben nicht wie beim tabellarischen Lebenslauf kurz aufgezählt werden, sondern in Berufserfahrung, Zertifikate, Ausbildung und Kenntnisse gegliedert sind und ausführlich beschrieben werden können.
  • Beim Anlegen dieser einzelnen Punkte sollten Bewerber neben allen wichtigen Informationen – Name, Zeitraum, Fach, Note und Abschluss – auch Aktivitäten und Beschreibungen hinzufügen. Damit steigt der Wert der Ausbildung und der Besucher bekommt aussagekräftigere Informationen über die Fähigkeiten und damit die Kenntnisse des Kandidaten.
  • Keywords

  • Berufsnetzwerke wie Linkedin und Xing haben einen neuen Weg des Recruitings geschaffen: Personaler und Headhunter geben in das Suchfeld Keywords ein, die für die Stelle entscheidend sind. So sortieren Sie mögliche Kandidaten nach Fähigkeiten und Kenntnissen und treffen eine Wahl. Es wäre fatal für Bewerber, die den Anforderungen entsprechen, wenn sie diese Keywords in ihrem Profil nicht angeben.
  • Zudem sollten Sie sich genau überlegen, welche Fähigkeiten Sie auszeichnen, und diese bei der Beschreibung des Werdegangs einfügen. Ein paar Beispiele: Für einen Filialleiter ist es wichtig, dass sie Erfahrungen in Personalführung haben; ein Online-Redakteur sollte sich mit WordPress, CCS-Systemen und/oder mit HTML-Programmierung auskennen.
  • Zertifikate, Sprachen, Ehrenamt, Projekte

  • Dies sind Angaben, die auch bei einer Bewerbungsmappe nicht fehlen dürfen. Linkedin und Co. laden die User dazu ein, ihre Zertifikate als Bilddatei hochzuladen und damit die Erfahrung zu bestätigen. Nutzen Sie diesen Service, viele mögliche Arbeitgeber wollen Kenntnisse des Bewerbers durch Scheine bestätigt wissen – nicht umsonst spricht man von Deutschland als dem Land der Zertifikate.
  • Auch Projekte und ehrenamtliche Tätigkeiten sind für viele Unternehmen von großem Interesse: Für einen Job im internationalen Unternehmen sind entsprechende Fremdsprachen ein Muss; stehen Projekte an und wird dafür ein Mitarbeiter gesucht, sind Projektkenntnisse ausschlaggebend. Und auch das soziale Engagement kann Sie von der Masse positiv abheben.
  • Über-mich Seite

  • Angenommen der Personaler hat sich das Profil angesehen und möchte etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers erfahren, dann bietet Linkedin beispielsweise hierfür die sogenannte Über-mich Seite an. Sie ist mit der dritten Seite der Bewerbung vergleichbar.
  • Eine solche Über-Mich-Seite zu erstellen, wird aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Dafür muss der Bewerber seinen Blickwinkel ändern und aus der Ich-Perspektive den Leser direkt ansprechen. Es ist eine Chance, den Besucher von sich als Person und nicht als Arbeitnehmer zu überzeugen. Entsprechende Keywords sollten auch hier nicht fehlen – sie erhöhen die Chance, dass Sie unter vielen möglichen Arbeitnehmern gefunden werden, enorm.

Extra-Tipp: PDF-Bewerbung mit Linkedin verknüpfen

Jobsuche online Jobbörsen Stellenanzeigen offene Stellenangebote ArbeitsamtSie können dem Personaler und Recruiter die Suche nach Ihrem Profil erleichtern, indem Sie Ihre Bewerbung im PDF-Format mit dem Profil bei dem jeweiligen Berufsnetzwerk verknüpfen.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie fügen einen Link in das Anschreiben, in den Lebenslauf oder in die dritte Seite, was den Lesefluss stört und durch die farbliche Hervorhebung einfach nicht schön aussieht. Oder Sie binden das Logo des Netzwerks in das Deckblatt in Word ein. Dies fällt auf – aber auf eine elegante Weise und zeugt von Kreativität.

  • Suchen Sie sich dazu ein Logo aus und kopieren Sie es.
  • Fügen Sie es in das Deckblatt ein – entweder oben oder unten in der Ecke, so dass es sichtbar ist, aber das Design nicht zerstört.
  • Nun müssen Sie nur noch das Logo mit dem Profil verbinden. Sie klicken auf das Logo und dann oben in der Sidebar auf Link einfügen. Kopieren Sie die Adressen Ihres passenden Profils in das Fenster hinein.
  • Wichtig: Wenn Sie nun das Word-Dokument als PDF drucken, wird der Link verfälscht. Sie sollten das Dokument als PDF speichern, so bleibt das Format erhalten.

Jobsuche mit dem Smartphone: Vor und Nachteile

Die Bedeutung des Smartphones nicht nur im Alltag, sondern auch für die Jobsuche online. Fast alle Bewerber nutzen das Telefon, um über aktuelle Stellenangebote auf dem Laufenden zu bleiben und auf Jobbörsen nach Angeboten zu suchen. Immer mehr Jobsuchende füllen direkt am Smartphone Online-Bewerbungsformulare aus und selbstverständlich wird das Handy auch genutzt, um Mails zu schreiben und Kontakt zu Unternehmen aufzunehmen.

Vorteile gibt es dabei mehrere, allen voran: Das Smartphone ist immer und überall dabei. Sie können jederzeit online auf Jobsuche gehen oder auf eine neue Stellenanzeige reagieren. Es macht deshalb auf jeden Fall Sinn, das schlaue Telefon in die Jobsuche online einzubinden – wobei jedoch einige Nachteile und Schwierigkeiten nicht unbeachtet bleiben sollten.

So gibt es weiterhin zahlreiche Inhalte, die auf dem Smartphone nicht korrekt angezeigt werden, was die Nutzung in einigen Fällen schwierig bis unmöglich macht. Auch wenn Sie längere Texte schreiben wollen, ist die kleine Tastatur nicht die erste Wahl. Daraus ergibt sich: Für die Jobsuche online ist das Smartphone eine gute Alternative, solange es um die Recherche und Vorbereitung oder auch das einfache Ausfüllen von Formularen geht.

Das Erstellen der Bewerbungsunterlagen sollte hingegen am Desktop-PC oder Laptop stattfinden. Hier schleichen sich seltener Fehler ein und die richtige Erstellung und Bearbeitung ist insgesamt einfacher als auf dem Telefon.

Tipps für die Jobsuche online

Wer suchet, der findet – doch ist die Suche im Netz schon aufgrund der Fülle an Inhalten unübersichtlich, kompliziert, langwierig. Die wichtigsten Tipps für die Online-Jobsuche

  1. Fahren Sie mehrgleisig

    Jeder zehnte User in Deutschland sucht laut Umfrage der Recruiting-Spezialisten von Crosswater nur in einer einzigen Online-Jobbörse nach freien Stellen. Rund 18 Prozent sehen sich in zwei Jobbörsen um.

    Dabei verhält es sich – ansatzweise – wie im Fußball: Wer sich über den linken Flügel keine Torchancen erspielt, sollte es irgendwann auch mal über rechts versuchen. Beschränken Sie sich als nicht auf eine Anlaufstelle im Netz, sondern gehen Sie verschiedene Wege. Neben den großen Jobbörsen wie Monster, Stepstone und jobs.de gibt es zum Beispiel auch Spezialbörsen für Führungskräfte, für Gaststätten- und Hotelpersonal, für IT- oder gar Rentnerjobs.

    Und – ein Hinweis in eigener Sache – auch unser Jobportal Karrieresprung.de sollten Sie regelmäßig ansteuern.

  2. Verändern Sie den Blickwinkel

    Suchen Sie nicht immer nur nach Jobs. Suchen Sie nach Arbeitgebern. Das klingt deckungsgleich, ist es aber nicht. Vielleicht braucht Ihr Traum-Arbeitgeber gerade keine Verstärkung, oder er sucht nicht öffentlich.

    Anders herum ist nicht jede Stellenanzeige eine Bewerbung wert. Zum Beispiel die, die ganz offensichtlich nicht zu Ihnen passt oder mit der Sie sich schlichtweg nicht identifizieren können. Gehen Sie also systematisch vor und ballern Sie nicht einfach mit der Schrotflinte drauflos.

    Zum Beispiel so: Sie erstellen eine Liste mit interessanten Unternehmen in Ihrer Region, recherchieren Stärken und Schwächen, Unternehmenskultur und -philosophie, Mitarbeiterzufriedenheit und wirtschaftlichen Erfolg. Dabei helfen Ihnen die gängigen Recherchetools im Netz: Firmenhomepages, Arbeitgeberbewertungsseiten wie Kununu und Glassdoor, auch die einfache Suche in den Google News, die Standortbestimmung in Google Maps oder für Fortgeschrittene: ein Blick in den Bundesanzeiger.

    In diesem Zusammenhang auch eine Option: Durchforsten Sie online die Firmenlisten von Branchenverbänden, Wirtschaftsregionen, Städten. Laut einer Umfrage von Gelbe Seiten verfügen aktuell noch immer 20 Prozent der Unternehmen über keine eigene Homepage. Vor allem die Kleinunternehmen mit weniger als zehn Prozent sind im Netz schwer auffindbar, von ihnen hat sogar nur die Hälfte eine Homepage.

    Bei den für Sie attraktivsten Unternehmen bewerben Sie sich dann initiativ, fangen mit der Nummer eins an und arbeiten sich dann sozusagen weiter nach unten durch.

  3. Lassen Sie sich finden

    Wenn Sie geduldiges Abwarten im Vorstellungsgespräch zu Ihren Stärken zählen, fliegen Sie hochkant raus. Bei der Jobsuche online aber kann das wirklich funktionieren. Falls Sie sich clever vorbereiten, fliegen Ihnen am Ende die Jobofferten zu wie einem Weltstar im Ruhestand die Tantiemen.

    Online-Faustregel Nummer eins für Passiv-Sucher: Sie müssen zunächst Sichtbarkeit herstellen. Eine eigene Homepage (mit Referenzen) kann Wahrnehmung und Reputation steigern, dazu Profile in Business-Netzwerken wie Xing und Linkedin, im Einzelfall vielleicht auch Twitter-, Instagram– oder Snapchat-Accounts.

    Erster Schritt, um Ihr Standing zu verbessern: Googeln Sie Ihren Namen! Wirft die Suchmaschine Triviales, Peinliches oder rein gar nichts über Sie aus – oder ausschließlich Seiten über Ihren Namensvetter – dann sollten Sie umgehend aktiv werden. Steht dagegen Ihr Xing-Profil oben, ist das ein guter Anfang – und lockt mögliche Interessenten auf Ihre Fährte.

    Merke: Personaler lieben Business-Netzwerke. Bringen Sie daher auch Keywords, Skills, Berufsbezeichnungen, nach denen häufig gesucht wird, in Ihren Profilen unter – und unbedingt Referenzen über die Großtaten, die Sie bislang vollbracht haben. Keine falsche Bescheidenheit!

    Und justieren Sie regelmäßig nach, einmal im Monat dürfen Sie Ihre Profile und Homepage durchaus aktualisieren. Das Gute: Sobald das Grundgerüst steht, hält sich der Arbeitsaufwand dafür in Grenzen.

    Noch zwei Einwände: Passive Jobsuche ist vor allem als Ergänzung zur aktiven sinnvoll. Insbesondere wer furchtbar dringend einen neuen Job will und braucht, kann nicht allein darauf vertrauen, irgendwann gefunden zu werden. Wer sich abwerben lassen will, hingegen schon…

  4. Suchen Sie konkret und gezielt

    Das Internet ist unvorstellbar groß, was den Vorteil hat, dass Sie bei der Jobsuche online abertausende von potenziellen Stellen finden können. Das Problem: Ein Großteil von diesen ist für Sie vollkommen irrelevant. Falscher Job, falsche Branche, falsche Region… Gründe gibt es viele, doch wer nur allgemein sucht, muss sich durch unzählige uninteressante Stellenanzeigen klicken.

    Bei Jobbörsen sollten Sie deshalb die Filtermöglichkeiten nutzen, um die Auswahl einzuschränken und konkret nach den Jobs zu suchen, die für Sie infrage kommen. Aber selbst wenn Sie zunächst eine Suchmaschine nutzen, können Sie die Ergebnisse deutlich eingrenzen – mit Boolschen Operatoren. Dabei handelt es sich um logische Verknüpfungen, die bekanntesten und nützlichsten sind dabei AND, OR oder NOT.

    Wer bei Google nur nach Key Account Manager sucht, sollte sich auf stundenlanges Suchen einstellen, grenzen Sie die Ergebnisse hingegen mit konkreten Angaben ein, können Sie direkt nach einer bestimmten Stadt filtern oder sogar einen Arbeitgeber in den Suchbegriff kombinieren.

    Mit Booleschen Operatoren überspringen Sie das zähe und lange Durchsuchen und Auswerten von all den Seiten, die für Sie vollkommen uninteressant sind. Anstatt 300 Angebote zu durchforsten und passende zu finden, müssen Sie vielleicht nur noch 50 Seiten anschauen, von denen die meisten aber auch wirklich zu Ihren Vorgaben passen. Weitere Informationen, wie die Jobsuche online mit Booleschen Operatoren gelingt, finden Sie in diesem PDF.

  5. Bauen Sie Kontakte auf

    Sie wollen ja – um an dieser Stelle mal ins Marketingdeutsch zu verfallen – Leads generieren. Leads, also Erstkonktakte, die Sie möglichst bis hin zum Vertragsabschluss ausbauen.

    Kann konkret bedeuten: Kontaktieren Sie den Personalchef Ihres Wunscharbeitgebers doch einfach über Linkedin und fragen Sie höflich an. Oder twittern Sie ihn oder sie mal an. Der große Vorteil: Sie erhöhen Ihren Wiedererkennungswert, heben sich von anderen Bewerbern ab, bringen sich ins Gespräch, beweisen darüber hinaus Online-Expertise.

    Anderes Beispiel in dem Zusammenhang: Der Personaler hat die Unterlagen von vier Bewerbern mit identischen Qualifikationen und Fähigkeiten auf dem Schreibtisch: An welchen erinnert er sich zuerst?

    Auch an Ihren Namen erinnert er oder sie sich sofort, wenn Sie sich nicht nur nach Schema F beworben haben. Darum bei der Jobsuche online gerne auch mal unkonventionelle Wege gehen, andere Kanäle nutzen, mailen, posten, nachfassen. Aber bitte professionell bleiben: Keine Rechtschreibfehler, nicht duzen, keine allzu billige Anbiederung.

    Und auch, wenn der Fisch hinterher nicht am Haken zappelt, haben Sie wenigstens Ihr Netzwerk erweitert. Das kann Ihnen in Zukunft noch helfen.

[Bildnachweis: wavebreakmedia by Shutterstock.com]
18. April 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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