Weltenbummler: Reisen und Arbeit

Reisen sind für viele ein beliebtes Hobby. Günstige Flüge und bezahlbare Unterkünfte machen es heute auch mit kleinem Budget möglich, entfernte Länder zu bereisen. Die Freiheit genießen, Neues erleben und fürs Leben dazu lernen. Reisen bildet bekanntlich. Weltenbummler berichten nach ihrer Rückkehr immer wieder, dass sie durch die gemachten Erfahrungen zu anderen Menschen geworden sind. Wer einmal Blut geleckt hat, den packt das Fernweh immer wieder. Doch warum ist das so? Wir erklären, warum Reisen so reizvoll ist und warum das, wie es bei Bewerbungen ein Vorteil sein kann und mit welchen Job Sie die Welt bereisen können…

Weltenbummler: Reisen und Arbeit

Weltenbummler: Ausziehen, um die Welt kennenzulernen

Die Lust zu reisen macht Joseph Eichendorff zum Thema seiner Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts. Dort wird ein junger Bursche von seinem Vater mit den Worten „Der Frühling ist vor der Tür, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb dir selber dein Brot“ vor die Tür gesetzt. Er soll selbstständiger werden und die Welt da draußen kennenlernen. Und so reist der junge Mann von Ort zu Ort, nach Wien und nach Italien. Immer wieder packt ihn die Reiselust und er bricht auf, um sein Glück zu finden.

Die Geschichte des jungen Taugenichts gibt Antwort auf die Frage, warum der Mensch so gerne verreist. Es ist das Gefühl des Satthabens, dass uns von Zeit zu Zeit überkommt. Mit einer Reise bricht man aus seinem gewohnten Alltag aus. Reisen bietet die Gelegenheit abzuschalten und nicht erreichbar zu sein. Viele Reisende berichten, dass es ihnen während dieser Zeit leichter fällt, andere Menschen kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Sie fühlen sich unbeschwerter und beschwingter.

Von einem negativen Standpunkt aus könnte man vermuten, dass Weltenbummler nur schwer zufriedenzustellen sind, vor Problemen weglaufen oder einfach nicht genau wissen, was sie wollen. Doch aus einem anderen Blickwinkel sind es durchaus positive Eigenschaften, die den Reiz des Reisens fördern.

  • Der Wunsch, Neues zu erleben Ein fremdes Land, fremde Menschen und eine fremde Kultur. Ein Weltenbummler seht sich danach, immer wieder etwas neues zu erleben, dass ihn überraschen oder auch beeindrucken kann. Da dies in den eigenen vier Wänden logischerweise nicht gelingt, zieht es ihn hinaus in die weite Welt.
  • Der Wunsch, Abstand zu gewinnen Mit der täglichen Routine bleibt auch der Blickwinkel immer derselbe. Wer sich stattdessen regelmäßig auf eine Reise begibt und sich auch darauf einlässt, andere Menschen und deren Mentalität kennenzulernen, schaut dabei über den eigenen Tellerrand hinaus.
  • Der Wunsch, selbstständig zu sein Im Alltag fühlt ein Weltenbummler sich eingeschränkt. Arbeitszeiten diktieren den Tagesablauf, der Chef schreibt einem vor, was zu tun ist und die Kundenwünsche stehen über der eigenen Meinung. Auf Reisen entsteht dagegen ein Gefühl der Freiheit.

Wohin man reist, verrät dabei einiges über die Sehnsüchte des Reisenden und was ihm im alltäglichen Leben fehlt. Häufig sucht man sich Kontraste. Stammt man beispielsweise aus dem Norden zieht es einen eher in sonnige Ländern. Verbringt man sein tägliches Leben in der Großstadt, findet man Gefallen an Reisen in die Natur. Auf Reisen sucht man sich unbewusst Dinge, von denen man im Alltag nicht genug bekommt.

Am Ende sind aber nicht nur der Aufbruch und die neuen Eindrücke Gründe zu verreisen, sondern auch die Heimkehr. Nach Wochen der Abwesenheit wieder nach Hause zu kommen, erfüllt einen oft mit Glück und Zufriedenheit.

Die besten Tipps einen Koffer zu packen

  1. Wählen Sie den richtigen Koffer. Wie lange dauert die Reise? Wie ist das Wetter vor Ort? Welche Kleidung müssen Sie mitnehmen? Wo werden Sie übernachten? Diese Fragen helfen dabei, die passende Größe für den Koffer oder Trolley zu finden. Übernachten Sie beispielsweise vorwiegend in Hotels und fliegen von einem Ort zum nächsten, empfiehlt sich ein Trolley mit vier Rolle, den Sie auch seitwärts rollen können. Dieses Modell ist praktisch für Flughäfen. Planen Sie zu zelten und zu wandern, empfiehlt sich ein Rucksack, an den Sie beispielsweise das Zelt oder Kochutensilien anbringen können.
  2. Erstellen Sie eine Packliste. Eine Packliste hilft dabei, nicht paranoid zu werden und unnötige Dinge mitzunehmen oder wichtige Dinge zu vergessen. Außerdem können Sie so den kompletten Ablauf der Reise schon einmal vor Ihrem inneren Auge durchspielen. Wie so eine Liste aussehen kann und woran Sie denken sollten, finden Sie hier.
  3. Sortieren Sie alles außerhalb des Koffers. Sammeln Sie zunächst alles, was auf Ihrer Packliste steht, und legen Sie es um Ihren Koffer herum. Bei den Stoffen sollten Sie darauf achten, dass diese möglichst knitterfrei sind. Mit nur acht Kleidungsstücken, die gut zusammen passen, können Sie vierundzwanzig unterschiedliche Outfits kombinieren! Wenn alles vor Ihnen ausgebreitet liegt, können Sie sich einen Überblick verschaffen und prüfen, ob Sie an alles gedacht haben. Zusätzlich fällt es Ihnen leichter festzustellen, welche Dinge sperrig sind und zuerst verstaut werden sollten.

Weitere Anregungen, wie Sie Ihren Koffer packen, finden Sie hier.

Weltenbummler: Reisen kann Bewerber interessanter machen

Kennen Sie die Werbung eines Reiseanbieters mit dem Slogan „Reise dich interessant“? Dahinter steht die Annahme, dass Reisen den Horizont erweitern und die eigene Persönlichkeit formen. Man kommt bereichert wieder und hat Dinge gelernt und Fähigkeiten erworben, die einen tatsächlich interessanter machen können – auch als Bewerber.

Doch an dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass nicht jede Sorte von Reisen interessanter macht. Steigt man in den Flieger, um zwei Wochenlang in einem All-inclusive-Hotel zu unterzukommen und seine Zeit nur an der Bar oder im Restaurant verbringt, wird diese Reisen den eigenen Horizont wohl kaum erweitern. Lässt man sich hingegen auf seine neue Umgebung ein, kann man von den neuen Erfahrungen profitieren.

  • Sie sind neugierig

    Reisende werden von Neugier angetrieben. Sie sind neugierig darauf, andere Lebensweisen und Kulturen kennenzulernen. Sie wollen dazu lernen und neue Erfahrungen machen. Neugierige Menschen entwickeln sich stetig weiter und suchen immer wieder nach neuen Herausforderungen. Besonders in der Forschung und in kreativen Branchen ist Neugier wichtig.

  • Sie sind weltoffen

    Reisende blicken über Ihren eigenen Tellerrand hinaus. Die Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen macht sich toleranter und vorurteilsfreier. Sie bringen ein Verständnis von anderen Sitten und Gebräuchen mit. Interkulturelle Kompetenz ist angesichts der wachsenden Geschäftsbeziehungen zu anderen Ländern ein gerne gesehener Soft Skill.

    Jemandem, der das entsprechende Fingerspitzengefühl mitbringt, wird eher zugetraut internationale Kunden zu betreuen. Besonders in Kombination mit guten Fremdsprachenkenntnissen ist interkulturelle Kompetenz ein echter Pluspunkt. Dabei werden exzellente Englischkenntnisse in den meisten international tätigen Unternehmen vorausgesetzt. Doch gute Chinesisch-, Französisch- oder Arabischkenntnisse lassen Sie aus der Masse herausstechen. Dabei sollten natürlich Ihre Sprachkenntnisse zum Schwerpunkt des Unternehmens passen.

  • Sie sind organisiert

    Mit der erfolgreichen Planung einer längeren Reise in ein nicht-europäisches Land beweisen Sie Organisationstalent. Um so eine Reise möglich zu machen, haben Sie sich um die Kosten, die An- und Abreise, die Unterkunft und die Dokumente gekümmert. Sie haben sich mit Visabestimmungen auseinandergesetzt und die kostengünstigsten Reisemöglichkeiten recherchiert. Nicht selten geht es im Job ganz ähnlich zu. Sie müssen recherchieren, organisieren, den Überblick behalten. Menschen, die in der Lage sind die Zügel in die Hand zu nehmen, zeigen, dass Sie Verantwortung übernehmen können.

  • Sie sind abenteuerlustig

    Beim Reisen in ein fremdes Land verlässt man seine Komfortzone. Man muss sich auf das Unbekannte einlassen, Risiken eingehen. Jedes Unternehmen braucht Querdenker. Sie sind es, die für frischen Wind und neue Ideen sorgen. Sie haben den Mut neue Wege zu gehen und fürchten sich nicht davor zu scheitern. Häufig liegen Risiko und Innovation nah beieinander.

  • Sie sind anpassungsfähig

    Reisende müssen in der Lage sein, sich schnell an lokale Gegebenheiten anzupassen. Sie lernen sich an die neue Situation anzupassen und mit Ihr zurechtzukommen. Auch im Job braucht es Anpassungsfähigkeit. Als Neuer kommt man in bereits bestehende Strukturen und muss seinen Platz im Team erst einmal finden. Schwer ist das für Menschen, die stur und eigenwillig sind.

Weltenbummler: Mit diesen Jobs bereisen Sie die Welt

Amerika, Asien oder vielleicht Australien? Egal welchen Teil der Welt Sie gerne bereisen würden, es gibt immer einen Job, der Ihnen genau das ermöglicht. Doch zugegeben: Viele der Jobs sind kein Spaziergang und erfordern großes Engagement. Auch das Privatleben kann darunter leiden, denn wer viel unterwegs ist und sich regelmäßig oder für längere Zeit auf der anderen Seite der Welt befindet, kann nur mit großer Mühe eine langfristige Beziehung aufrecht erhalten. Auf der Haben-Seite steht allerdings, dass Sie die Chance bekommen, an den Plätzen zu arbeiten, an denen andere Urlaub machen. Jobs, mit denen Weltenbummler die Welt sehen können:

  1. Reiseführer

    Sie haben Spaß daran, jeden Tag mit neuen Menschen zu arbeiten und dabei an interessanten Orten unterwegs zu sein? Dann könnte der Job des Reiseführers genau der richtige für Sie sein. Sie begleiten eine Gruppe von Touristen und interessierten Einheimischen auf Ihren Trip durch eine Stadt, zeigen alle Sehenswürdigkeiten und berichten über die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte. Voraussetzungen hierfür sind historisches Wissen, ein gutes Gedächtnis und eine offene Persönlichkeit.

  2. Fotograf

    Die Welt ist voller Motive, die nur darauf warten von einem interessierten Fotografen eingefangen zu werden. Ab welchen Ort es Sie dabei letztendlich verschlägt, bleibt Ihnen selbst überlassen. Die Optionen reichen von Polarlichtern über Norwegen bis hin zu Tierfotos in Afrika. Allerdings sind auch einige Kosten zu erwarten, denn eine professionelle Fotografen-Ausrüstung ist nicht billig. Außerdem sollten Sie einen Blick für besondere Motive mitbringen.

  3. Au Pair

    Sie haben ein großes Herz für Kinder und würden gerne für eine Zeit ins Ausland gehen? Als Au Pair können Sie diese zwei Dinge kombinieren. Sie ziehen für beispielsweise ein Jahr zu einer Familie im Ausland und betreuen dort deren Kinder. Dafür erhalten Sie Unterkunft, Verpflegung und ein Taschengeld. Reich werden Sie dadurch nicht, doch es ist in jedem Fall eine Erfahrung wert. Oft werden Erfahrung in der Betreuung von Kindern vorausgesetzt.

  4. Kreuzfahrtschiffmitarbeiter

    Nicht unbedingt die schönste Berufsbezeichnung, doch die möglichen Tätigkeitsfelder sind zu umfangreich, um jedes einzelne zu benennen. Vorweg: Egal ob als Kellner, Zimmermädchen oder Animateur – die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff ist ein Knochenjob. Es ist körperlich anstrengend und die Kabinen der Mitarbeiter sind keineswegs mit denen der Gäste zu vergleichen. Dafür arbeiten Sie an wunderschönen Orten, bereisen das Meer und haben anschließend sicherlich etwas zu erzählen.

  5. Journalist

    In einer globalen Welt interessieren die Menschen sich sehr dafür, was in anderen Ländern vor sich geht. Hier können Sie ins Spiel kommen und dafür sorgen, dass die gewünschten Informationen nach Deutschland kommen. Egal ob als Reporter vor der Kamera einer Nachrichtensendung oder als Journalist, der einen Artikel zur aktuellen politischen Situation verfasst. Ein gutes Vorwissen und die Bereitschaft, auch langfristig im Ausland zu bleiben, sollten Sie aber mitbringen.

  6. Sprachlehrer

    Wer ein gutes Händchen für die deutsche, englische oder vielleicht noch weitere Sprachen hat und diese mit wissbegierigen Kindern oder Studenten teilen möchte, könnte seine Berufung als Sprachlehrer finden. Beispielsweise könnten Sie Schulen in Afrika oder Südamerika unterstützen und so Kindern den Zugang zu einer neuen Sprache ermöglichen. Gleichzeitig sammeln Sie Erfahrungen in einer fremden Kultur und erhalten das Gefühl, etwas wirklich Nützliches zu tun.

  7. Flugbegleiter

    Der Klassiker wenn es darum geht, durch die Arbeit etwas von der Welt zu sehen. Sie wollen am liebsten jeden Tag an einem anderen Ort aufwachen und kriegen vom Fliegen gar nicht genug? Dann könnten Sie sich als Flugbegleiter über den Wolken wohl fühlen. Der Job bedeutet aber auch: Immer freundlich sein, immer lächeln und auch bei anstrengenden Fluggästen nicht die Ruhe verlieren.

[Bildnachweis: aslysun by Shutterstock.com]
31. März 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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