Online-Jobsuche_Frau_gedankenverloren
Eine Welt ohne Social Media kennen die meisten Menschen hierzulande wohl nicht mehr, sie schätzen und lieben die Sozialen Netzwerke. Kein Wunder: Durch sie verbinden sich Menschen aus aller Welt innerhalb von Sekunden, sie kommunizieren und lernen gleichgesinnte kennen – vor 20 Jahren hätten sie nie eine Chance dazu gehabt. Auch im Berufsleben haben Soziale Medien an Bedeutung gewonnen – Kanäle wie LinkedIn und Xing wurden speziell dafür entwickelt, das eigene Berufsnetzwerk zu erweitern, Geschäftsleute zusammenzubringen und Menschen bei der Online-Jobsuche zu unterstützen. Was bei Erstellung eines aussagekräftigen Profils bei LinkedIn oder Xing wichtig ist, verraten wir hier...

Online-Jobsuche: LinkedIn oder Xing

Beide Social-Media-Kanäle sind - wie unsere Jobbörse - ideale Plattformen für die Jobsuche. Mittlerweile werden sie vom Großteil der Unternehmen genutzt, nicht nur um Geschäftskontakte zu knüpfen und das Ansehen der eigenen Marke zu steigern, sondern auch um neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Welches Netzwerk sollten Sie also wählen, um erfolgreich bei der Online-Stellensuche zu sein?

LinkedIn und Co. im Vergleich:

  • LinkedIn: Das wichtigste internationale Berufsnetzwerk

    Dieses Netzwerk kommt aus den USA und ist die größte internationale Plattform für die Geschäftswelt. Laut eigenen Angaben liegt die Mitgliederzahl bei aktuell rund sechs Millionen Profilen aus Deutschland und rund 400 Millionen Profilen weltweit. Ganze 29 von 30 DAX-Unternehmen nutzen es. Laut Alexa gehört LinkedIn zu den 20 weltweit meistbesuchten Internetseiten. Großer Vorteil bei LinkedIn ist, dass die Profile in mehreren Sprachen erstellt, die eigene Webseiten mit dem Profil verlinkt und Kontakt zu internationalen Unternehmen geknüpft werden können.

  • Xing: Netzwerk für Deutschland

    Das Netzwerk Xing hat seinen Sitz in Hamburg und ist das Berufsnetzwerk mit der größten Reichweite in Deutschland. Dort sind vor allem Vertreter der sogenannten KMU (Klein- und Mittelständische Unternehmen) zu finden. Mit zwölf Millionen Mitgliedern bietet dieses Social-Media-Netzwerk eine gute Gelegenheit, zur Vernetzung und Recherche nach Experten oder Mitarbeitern.

LinkedIn und Xing haben beide ihre Vorteile. Bevor Sie sich aber für eines der Berufsnetzwerke entscheiden (oder für beide), sollten Sie sich über das eigene Ziel klarwerden: Will ich in ein klein- oder mittelständisches deutsches Unternehmen einsteigen - oder strebe ich ein Job im internationalen Umfeld an? Melde ich mich bei beiden Netzwerken an oder probiere ich es erst mit einem aus? Sobald Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie loslegen.

Online-Jobsuche: Vollständiges Profil anlegen

Nichts ist für einen Recruiter oder einen Personaler frustrierender, als ein Bewerber, der zwar über LinkedIn nach einem Job fragt oder sich gar mit diesem Profil bewirbt, ohne seine Angaben vollständig und sorgsam ausgefüllt zu haben. Damit legen sich Bewerber nur Steine in den Weg – und verringern ihre Chancen. Um dies zu verhindern, sollten Sie folgende Tipps für Ihr Profil beachten:

    Profilbild

  • Das Profilbild ist bei LinkedIn und Co. gleichzeitig das Bewerbungsfoto. Achten Sie dabei unbedingt auf Qualität, Professionalität, den passenden Hintergrund und Sympathie. Kaum ein Arbeitgeber entscheidet sich für einen Bewerber, der ein Urlaubs-Selfie als Profilfoto hat.
  • Achten sie auf Details - Haare, Schminke, Kleidung, Gesichtsausdruck. Wenn Sie noch kein digitales Foto haben, sollten Sie unbedingt eins machen lassen. Achten Sie dabei auf gute Qualität und farbliche Kontraste. Ein ideales Profilfoto ist ausgeglichen, ohne Störfaktoren, am besten mit einem ruhigen Hintergrund. Bedenken Sie, es ist das erste, was der Besucher Ihres Profils sehen wird.
  • Name und Kontaktdaten

  • Achten Sie dabei auf Aktualität. Besteht das Profil schon seit einigen Jahren und wird nur sporadisch gepflegt, sollte der Bewerber sich viel Zeit nehmen, es zu überarbeiten. Haben Sie vielleicht vor Kurzem geheiratet und einen anderen Namen angenommen? Ist die Festnetznummer, die Handynummer, die Adresse und die E-Mail noch aktuell?
  • Gehen Sie Schritt für Schritt durch, ob Ihre Angaben vollständig sind. Fehlende Informationen können schnell Zweifel an der Sorgfalt, Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit des Profils aufkommen lassen.
  • Profil-Informationen

  • Sowohl bei LinkedIn als auch bei Xing wird der Besucher auf die Profil-Seite des Account-Inhabers geleitet. Das Erste, was er dort sieht, ist eine kurze Profilbeschreibung, die neben dem Foto erscheint. Sie gleicht einer Visitenkarte und sollte entsprechend seriös und vollständig sein. Bei LinkedIn sind dort zwei wichtigsten Fähigkeiten, der aktuelle und letzte Arbeitsplatz und die frühere Ausbildungsstätte zu sehen.
  • Auch ein Profil-Slogan sollte nicht fehlen – ein aussagekräftiger und prägnanter Text, der die Stärken und Schwächen des Bewerbers zur Geltung bringt. So bekommt der Besucher innerhalb von Sekunden die Informationen, die für ihn als Arbeitgeber wichtig sind.
  • Ausbildung und beruflicher Werdegang

  • Hier sind ebenfalls Aktualität und Vollständigkeit das wichtigste Kriterium. Der große Vorteil bei LinkedIn und Co. ist, dass diese Angaben nicht wie beim tabellarischen Lebenslauf kurz aufgezählt werden, sondern in Berufserfahrung, Zertifikate, Ausbildung und Kenntnisse gegliedert sind und ausführlich beschrieben werden können.
  • Beim Anlegen dieser einzelnen Punkte sollten Bewerber neben allen wichtigen Informationen – Name, Zeitraum, Fach, Note und Abschluss – auch Aktivitäten und Beschreibungen hinzufügen. Damit steigt der Wert der Ausbildung und der Besucher bekommt aussagekräftigere Informationen über die Fähigkeiten und damit die Kenntnisse des Kandidaten.
  • Keywords

  • Berufsnetzwerke wie LinkedIn und Xing haben einen neuen Weg des Recruitings geschaffen: Personaler und Headhunter geben in das Suchfeld Keywords ein, die für die Stelle entscheidend sind. So sortieren Sie mögliche Kandidaten nach Fähigkeiten und Kenntnissen und treffen eine Wahl. Es wäre fatal für Bewerber, die den Anforderungen entsprechen, wenn sie diese Keywords in ihrem Profil nicht angeben.
  • Zudem sollten Sie sich genau überlegen, welche Fähigkeiten Sie auszeichnen, und diese bei der Beschreibung des Werdegangs einfügen. Ein paar Beispiele: Für einen Filialleiter ist es wichtig, dass sie Erfahrungen in Personalführung haben; ein Online-Redakteur sollte sich mit Wordpress, CCS-Systemen und/oder mit HTML-Programmierung auskennen.
  • Zertifikate, Sprachen, Ehrenamt, Projekte

  • Dies sind Angaben, die auch bei einer Bewerbungsmappe nicht fehlen dürfen. LinkedIn und Co. laden die User dazu ein, ihre Zertifikate als Bilddatei hochzuladen und damit die Erfahrung zu bestätigen. Nutzen Sie diesen Service, viele mögliche Arbeitgeber wollen Kenntnisse des Bewerbers durch Scheine bestätigt wissen - nicht umsonst spricht man von Deutschland als dem Land der Zertifikate.
  • Auch Projekte und ehrenamtliche Tätigkeiten sind für viele Unternehmen von großem Interesse: Für einen Job im internationalen Unternehmen sind entsprechende Fremdsprachen ein Muss; stehen Projekte an und wird dafür ein Mitarbeiter gesucht, sind Projektkenntnisse ausschlaggebend. Und auch das soziale Engagement kann Sie von der Masse positiv abheben.
  • Über-mich Seite

  • Angenommen der Personaler hat sich das Profil angesehen und möchte etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers erfahren, dann bietet LinkedIn beispielsweise hierfür die sogenannte Über-mich Seite an. Sie ist mit der dritten Seite der Bewerbung vergleichbar.
  • Eine solche Über-Mich-Seite zu erstellen, wird aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Dafür muss der Bewerber seinen Blickwinkel ändern und aus der Ich-Perspektive den Leser direkt ansprechen. Es ist eine Chance, den Besucher von sich als Person und nicht als Arbeitnehmer zu überzeugen. Entsprechende Keywords sollten auch hier nicht fehlen – sie erhöhen die Chance, dass Sie unter vielen möglichen Arbeitnehmern gefunden werden, enorm.

Extra-Tipp: PDF-Bewerbung mit LinkedIn verknüpfen

Extra-Tipp-IconSie können dem Personaler und Recruiter die Suche nach Ihrem Profil erleichtern, indem Sie Ihre Bewerbung im PDF-Format mit dem Profil bei dem jeweiligen Berufsnetzwerk verknüpfen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie fügen einen Link in das Anschreiben, in den Lebenslauf oder in die dritte Seite, was den Lesefluss stört und durch die farbliche Hervorhebung einfach nicht schön aussieht. Oder Sie binden das Logo des Netzwerks in das Deckblatt in Word ein. Dies fällt auf - aber auf eine elegante Weise und zeugt von Kreativität.

  • Suchen Sie sich dazu ein Logo aus und kopieren Sie es.
  • Fügen Sie es in das Deckblatt ein - entweder oben oder unten in der Ecke, so dass es sichtbar ist, aber das Design nicht zerstört.
  • Nun müssen Sie nur noch das Logo mit dem Profil verbinden. Sie klicken auf das Logo und dann oben in der Sidebar auf Link einfügen. Kopieren Sie die Adressen Ihres passenden Profils in das Fenster hinein.
  • Wichtig: Wenn Sie nun das Word-Dokument als PDF drucken, wird der Link verfälscht. Sie sollten das Dokument als PDF speichern, so bleibt das Format erhalten.

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