Regelmäßiger Schlaf: Der Schlafrhythmus entscheidet, wie fit wir sind

Nicht nur die tägliche Schlafdauer ist entscheidend dafür, wie fit wir uns am nächsten Morgen und tagsüber fühlen – vor allem regelmäßiger Schlaf in einem festen Schlafrhythmus ist maßgeblich für unsere Leistungsfähigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des des Brigham and Women’s Hospital in Boston. Mehr noch: Wer unregelmäßig ins Bett geht, der lebt praktisch in einem permanenten Jetlag – mit entsprechenden Folgen…

Regelmäßiger Schlaf: Der Schlafrhythmus entscheidet, wie fit wir sind

Unregelmäßiger Schlaf: Innere Uhr um bis zu 3 Stunden verschoben

Sieben bis neun Stunden täglich – das ist die Schlafdosis, die Schlafforscher Erwachsenen durchschnittlich empfehlen. Trotzdem fühlen sich manche am nächsten Morgen unausgeschlafen, matt, müde, gerädert.

Der Grund dafür könnte weniger an der Schlafqualität beziehungsweise Schlafmenge liegen, also wie viele Stunden wir schlafen. Dafür umso mehr daran, zu welchen Zeiten wir einschlafen und aufstehen. Genauer gesagt: wie regelmäßig unser Schlafrhythmus ist.

Als die Bostoner Wissenschaftler hierzu experimentierten, beobachteten sie ihre Probanden (61 Harvard-Studenten) 30 Tage lang und ließen sie unterschiedlich schlafen beziehungsweise ein Schlaftagebuch führen.

  • Die eine Gruppe hatte einen festen Schlafrhythmus mit festen Bettzeiten.
  • Die anderen Teilnehmer schliefen hingegen unregelmäßig.

Das Ergebnis war eindeutig:

Die regelmäßigen Schläfer erzielten im Verlauf der Studie nicht nur bessere Noten an der Uni – sie waren auch insgesamt leistungsfähiger.

„Die Ergebnisse zeigen, dass gleichmäßige Einschlaf- und Aufstehzeiten genauso wichtig sind wie die Länge des Schlafs“, sagt Andrew J. K. Phillips, einer der Studienautoren. Mehr noch: „Wir haben herausgefunden, dass die innere Uhr der Probanden mit unregelmäßigen Schlafrhythmen um rund drei Stunden verschoben war.“

Oder anders formuliert: Die unregelmäßigen Schläfer befanden sich in einem permanenten Jetlag.

Der aber bringt nicht nur die innere Uhr durcheinander – wir arbeiten so auch unserem Biorhythmus entgegen, was wiederum die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin aus dem Takt bringt. Folge: Selbst wer sieben bis neun Stunden am Tag schläft, bleibt tagsüber müde.

Für einen gesunden, erholsamen Schlaf sollten Sie daher möglichst regelmäßig zu Bett gehen und auch morgen zur selben Zeit aufstehen – übrigens auch am Wochenende.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
21. September 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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