Diese 9 Probleme haben vor allem intelligente Menschen

Intelligenz hat viele Vorteile. Sie erkennen Zusammenhänge schneller und besser, können Probleme lösen, verfügen über größeres Wissen. Nicht zuletzt ist Intelligenz ein wichtiger Erfolgsfaktor. Entsprechend erstrebenswert ist es, sehr intelligent zu sein – und so überrascht es wenig, dass sich fast jeder selbst für besonders intelligent hält.Neben den positiven Aspekten sollten die Schattenseiten aber nicht ignoriert werden: Intelligente Menschen haben häufig mit Problemen zu kämpfen, die mit ihrem hohen IQ zusammenhängen. Wir zeigen Ihnen 10 Probleme, die vor allem intelligente Menschen haben…

Diese 9 Probleme haben vor allem intelligente Menschen

Wann gilt ein Mensch als sehr intelligent?

Niemand möchte von sich selbst sagen Ich bin dumm… Die meisten Menschen bescheinigen sich selbst deshalb zumindest eine durchschnittliche Intelligenz. Viele gehen noch weiter und sehen sich selbst oberhalb des Durchschnitts.

Aber ab welchem IQ wird wirklich von hoher Intelligenz gesprochen? Als durchschnittlicher IQ gilt ein Wert von 100 (mit einer Abweichung von bis zu 10 nach oben und unten. Von einem hohen IQ wird bei einem Wert von 110 und aufwärts gesprochen.

Iq Test Intelligenzverteilung Intelligenz Kurve Durchschnitt Grafik

Allerdings darf ausgiebig darüber diskutiert werden, wie aussagekräftig solche Werte sind. Kritiker merken an, dass es verschiedene Formen der Intelligenz gibt, die in klassischen Tests nicht abgebildet werden.

10 Probleme besonders intelligenter Menschen

Eine ausgeprägte Intelligenz kann viele Türen öffnen und Chancen ermöglichen. Ohne Nachteile ist besondere Klugheit trotzdem nicht. Intelligente Menschen zahlen mit vielen Problemen einen hohen Preis und leiden im beruflichen und privaten Alltag.

  • Sie langweilen sich in Job und Gesprächen

    Je intelligenter ein Mensch, desto schneller kommt die Langeweile. Routineaufgaben im Job, eintönige Projekte und andere ToDos, die nicht genügend geistige Herausforderung bieten, führen zu Unterforderung und Langeweile. Werden große mentale Kapazitäten nicht genutzt, schweifen die Gedanken ab, suchen sich andere Beschäftigung und die Konzentration geht verloren.

    Unter Langeweile leiden intelligente Menschen zudem in seichten Gesprächen. Smalltalk über das Wetter oder andere Themen, die keine Reflexion oder gedankliche Leistung benötigen, können kein Interesse wecken. Bei solch einem Geschwafel schalten intelligente Menschen ab und langweilen sich, bis das unnötige Gerede vorbei ist.

  • Sie gelten als Besserwisser

    Großes Wissen kann beeindrucken. Manch einer nimmt dies als Anlass, um selbst zu lernen, leider reagieren viele eher negativ. Schlaue Menschen werden von anderen oftmals als Besserwisser abgestempelt. Dafür ist nicht einmal besserwisserisches Verhalten notwendig.

    Andere sollen nicht belehrt werden, intelligente Menschen geben lediglich ihr Wissen weiter und nutzen ihren Verstand. Nimmt das Umfeld dies anders auf, führt Intelligenz schnell zum schlechten Ruf eines Besserwissers, der sich allen anderen überlegen fühlt.

  • Sie sind unbeliebt

    Eng verbunden damit ist ein weiteres Problem: Intelligente Menschen sind häufig unbeliebt. Neid kann dabei eine treibende Kraft sein. Hinzu kommt, dass intelligente Menschen von anderen als arrogant wahrgenommen werden. Wer viel weiß und sein Wissen einsetzt, scheint sich über andere erheben zu wollen – was bis zu sozialer Ausgrenzung führen kann.

    Ebenfalls unbeliebt werden intelligente Menschen, weil sie anderen unbewusst und ungewollt eigene Fehler und Unzulänglichkeiten aufzeigen. Wer auf schwierige Fragen eine gute Antwort weiß, zwingt andere zur unangenehmen Frage: Warum wusste ich das nicht? Die Reaktion gegen den Auslöser: Abneigung.

  • Sie wechseln häufiger den Job

    Intelligenz kann erfolgreich machen. Auf der anderen Seite haben intelligente Menschen das Problem, häufiger als andere den Job wechseln. Ein Grund ist, dass sie vom Chef als Bedrohung wahrgenommen werden. Dieser sichert den eigenen Posten und hält den klugen Kopf am unteren Ende der Hierarchie auf Abstand. Fehlt die Entwicklung, wird ein neuer beruflicher Weg gesucht.

    Problematisch sind zudem die Veränderungen und Verbesserungen, die intelligente Menschen im Job anregen wollen. Sie sehen Schwachstellen, Potenziale und Möglichkeiten, diese zu nutzen. Längst nicht in jedem Betriebsklima kommt es gut an, den Finger so in die Wunde zu legen.

  • Sie können sich nicht entscheiden

    Intelligenz fördert logisches und analytisches Denken – Entscheidungsfreude zählt hingegen nicht zu den Stärken. Intelligente Menschen brauchen besonders lange, um sich festzulegen und es fällt ihnen schwer, endgültige Entscheidungen zu treffen.

    Sie gehen gedanklich alle Alternativen durch, wägen ständig ab, sehen alle Vor- und Nachteile. So werden selbst kleine Entscheidungen zu großen Herausforderungen. Wo andere nur A oder B sehen, entdecken intelligente Menschen die Möglichkeiten C bis Z und schwanken lange hin und her.

  • Sie können sich nur schwer durchsetzen

    Mit einem besonders intelligenten Menschen sollte man lieber nicht diskutieren? Falsch gedacht! Große Intelligenz kann in Diskussionen sogar hinderlich sein. Das Problem: Der eigene Standpunkt ist gut durchdacht, die Argumente stichhaltig – doch können intelligente Menschen sich ebenfalls in die Lage des Gegenübers hineinversetzen.

    Gegenargumente können nachvollzogen werden, die eigenen Ansichten werden reflektiert und hinterfragt. Am Ende werden Kompromisse eingegangen, obwohl der Gesprächspartner seine eigene Seite vielleicht kaum vertreten konnte.

  • Sie leiden unter Perfektionismus

    Über unnötige Fehler hinwegsehen oder eine halbherzige Lösung ignorieren? Für intelligente Menschen schwierig bis unmöglich. Sie haben einen Blick für Details, können Fehler identifizieren und setzen alles daran, um diese zu beheben.

    Wenn sie wissen, dass etwas besser geht, geben sie sich nicht mit einem anderen Ergebnis zufrieden. Ein solcher Perfektionismus ist anstrengend und wird vom Umfeld als negativ empfunden – vor allem, wenn er sich auch auf die Arbeit und Ergebnisse von anderen erstreckt.

  • Sie haben Versagensängste

    Mit solch hohen Erwartungen an sich selbst sind übermäßige Selbstkritik und Versagensängste unter intelligenten Menschen keine Seltenheit. Es werden hohe Maßstäbe an eigene Leistungen gesetzt, was den Druck noch weiter erhöht.

    Noch schlimmer wird es, wenn das Umfeld die Erwartungshaltung schürt. Mit einem hohen IQ bekommt man oft zu hören Du bist so schlau, du kannst Großes erreichen. Im Kopf wird daraus ein: Nur wenn ich wirklich Großes leiste, habe ich nicht versagt.

  • Sie sind häufig frustriert

    Nicht nur die Summe aller genannten Probleme führt zu Frustration. Intelligente Menschen haben genaue Vorstellungen der eigenen Ziele und Entwicklungen. Sie haben sich Gedanken darüber gemacht, was sie erreichen wollen und was dafür nötig ist. Weicht die Realität davon ab, entsteht Unzufriedenheit und der Wunsch, schnell Änderungen zu vollziehen.

    Ist das nicht möglich, wächst der Frust schnell und stetig. Unter diesem Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit leiden intelligente Menschen besonders stark.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
14. Mai 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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