Wer schläft, der sündigt nicht, lautet eine alte Volksweise. Übersehen wird dabei das weitaus gefährlichere Gegenteil: Wer nicht schläft, sündigt massiv – und zwar an seinem Körper und Geist. Auch wenn sich die wenigsten von uns morgens jedes Mal daran erinnern, was sie nachts geräumt haben, so ist es enorm wichtig, dass wir nachts so gut schlafen, um überhaupt träumen zu können. Mehr noch: Es gibt allerlei wissenswerte Fakten über das Träumen...

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Traumdeutung: Träume sind keine Schäume, sondern wichtig für uns

Träume sind enorm wichtig für unsere seelische und geistige Gesundheit, weil wir dabei Eindrücke und Emotionen verarbeiten und sortieren. Kurz: Wir lernen buchstäblich im Schlaf. Aber haben Sie beispielsweise gewusst, dass...

  • rund zwölf Prozent der Menschen nur in schwarz/weiß träumen? Oder
  • wer schnarcht, gerade nicht träumt?

"Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen", fand beispielsweise Victor Hugo. Das ist vielleicht ein wenig romantisiert. Aber beschreibt durchaus die Freude die Träume vermitteln können.

Falls man sich daran erinnert. Und das ist erstaunlicherweise gar kein so gutes Zeichen! Erinnerte Träume sind ein Indiz für schlechten Schlaf: Zu diesem Ergebnis kommt etwa eine Studie von Perrine Ruby vom Lyon Neuroscience Research Center.

Offenbar hat dies mit dem Schlaf selbst zu tun: Traum-Erinnerer leiden nachts doppelt so häufig an Schlaflosigkeit und Schlafstörungen wie jene, die sich nicht an ihre Träume erinnern können. Und ihr Gehirn reagiert wesentlich stärker auf akustische Stimuli (etwa das Schnarchen des Partners).

Bemerkenswert auch: Die Forscher konnten keinerlei Unterschiede beim Traumaufkommen feststellen. Heißt: Wer sich an seine Träume erinnert, träumt deswegen nicht mehr oder wilder. Eher ist es ein Zeichen dafür, leichter zu schlafen und empfindlicher auf Störquellen zu reagieren.

Falls Sie sich also häufig an Ihre Träume erinnern (und sich oft morgens müde und abgespannt fühlen), könnte das eher ein Warnzeichen sein als irgendein Wink des Schicksals, das im Traum zu Ihnen spricht...

REM-Phasen im Schlaf

Wann träumen wir? Wenn wir schlafen - so könnte die simple Antwort lauten. Aber auch unabhängig von Schlafstörungen haben wir unterschiedliche Schlafphasen in der Nacht. In jeder Schlafphase wird geträumt, allerdings ist die REM-Phase dabei besonders ausgeprägt, sie macht 25 Prozent der Nacht aus. REM steht für englisch Rapid Eye Movement und bedeutet schnelle Bewegungen der Augen.

Wird eine Person in der REM-Phase geweckt, so kann sie sich deutlich genauer an ihren Traum erinnern als Personen, die in anderen Schlafphasen geweckt werden. Je intensiver wir träumen, desto mehr sind die Augen in Bewegung.

Dabei kommt es immer wieder zu ruckartigen Bewegungen, die als typisch für diese Schlafphase gelten. Der Schlaf kann zwischen vier und sechs REM-Phasen pro Nacht haben, in denen wir etwa anderthalb Stunden träumen. Eine einzelne Phase kann zwischen fünf und zwanzig Minuten dauern, wobei die letzten REM-Phasen die längeren sind

Das Gehirn läuft währenddessen auf Hochtouren: Das lässt sich gut mit dem EEG (Elektroenzephalografie) nachweisen, bei dem mit Elektroden die Hirnströme gemessen werden. Im Gegensatz zu den Hirnaktivitäten stehen die Muskeln, sie sind während dieser Schlafphase entspannt.

Wissenschaftler vermuten, dass dies dem Schutz dient. Würde jede Bewegung im Traum auch tatsächlich ausgeführt, könnten Verletzungen die Folge sein.

Traumdeutung: Wovon wir träumen

Das Interesse an Träumen und die Traumdeutung sind vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Zumeist kommt den Träumen dabei vor allem prophetische Bedeutung zu: Bereits in der Antike wurden sogenannte Traumbücher verfasst, die sich mit Vorhersagen zum Wetter, zur Krankheit, politischen Entwicklungen und anderen Fragen des Alltags beschäftigten.

Das Muster dieser Traumdeutungen läuft unabhängig vom Kulturkreis sehr ähnlich ab: Wenn dies und jenes geträumt wird, dann wird dies und jenes passieren, Vorhersagen also.

Fünf Träume haben Menschen durchschnittlich pro Nacht. Dabei gibt es auch gewissermaßen Klassiker unter den Träumen, die immer wieder auftauchen. Sie exakt zu deuten, hängt natürlich vom jeweiligen Kontext ab. Man kommt dabei nicht an Sigmund Freud, den Begründer der modernen Psychoanalyse, vorbei.

Obwohl einige seiner Theorien mittlerweile von anderen abgelöst werden, erfreut er sich in der Traumdeutung nach wie vor großer Beliebtheit. Freud sah weniger einen prophetischen Gehalt in Träumen. Allerdings dienen Träume seiner Meinung nach längst nicht nur der Verarbeitung von Geschehnissen, sondern stehen für einen verdrängten Triebwunsch.

Es wundert daher nicht, dass anhand dieser Deutung viele Symbole häufig mit Sexualität in Verbindung gebracht werden. Wir haben hier exemplarisch einige dieser Klassiker herausgegriffen:

  • Traumdeutung Zahnausfall

    Den Zähnen als das Werkzeug des Menschen, um Nahrung zu zerkleinern und aufzunehmen, kommt zentrale Bedeutung zu. Gleichzeitig sind sie allerdings auch ein Zeichen von Attraktivität: Weiße, gesunde Zähne signalisieren eine vitale, erfolgreiche Person.

    Andersherum stehen faulige, gelbe oder schwarze Zähne für Krankheit, Alter, Hässlichkeit. Von Zahnausfall zu träumen wird damit als Vorbote für kommende Krankheiten, Verlust oder Unglück gesehen. Die negativen Folgen werden dabei sehr weit gefasst:

    Unglück kann materielle Einbußen oder Jobverlust bedeuten, genauso gut aber auch Kontrollverlust oder mangelndes Durchsetzungsvermögen. Psychologisch gesehen stehen Zähne für Sexualität:

    Traumdeutung Zahnausfall kann bei jungen Mädchen die Angst vor dem Verlust der Jungfräulichkeit ebenso bedeuten wie es bei Männern Angst vor Potenzverlust sein kann. Nach neueren Traumdeutungen werden dem Zahnausfall als Symbol auch Schuldgefühle in der Liebe zugeordnet.

  • Traumdeutung schwanger

    Schwangerschaft steht für Neues. Neues Leben, aber auch im übertragenem Sinn Neubeginn. Interessanterweise ist der Traum, schwanger zu sein weder an ein bestimmtes Geschlecht noch an eine tatsächliche Schwangerschaft gebunden:

    Sowohl nicht schwangere Frauen als auch Männer träumen hin und wieder davon. Bei real Schwangeren kann ein Traum von Schwangerschaft bedeuten, dass die Frau sich um die Schwangerschaft und die Geburt Sorgen macht. Träumt sie davon, dass ihr Partner schwanger ist, könnte dahinter der Wunsch nach mehr Verantwortung durch den Partner stehen.

    Auf der Symbolebene kann Schwangerschaft allerdings auch bedeuten, dass ein Projekt, Pläne und Hoffnungen in uns heranreifen, die wir erfolgreich zu Ende bringen wollen.

  • Traumdeutung Tod

    Mit dem Tod verbinden wir auf den ersten Blick wenig Positives. Selbst zu sterben oder auch den Tod von nahestehenden Verwandten zu träumen, macht vielen Menschen Angst. Allerdings scheinen die Dinge im Traum manchmal anders als in Wirklichkeit.

    So wird in der Traumdeutung auch nicht exakt zwischen Albträumen und normalen Träumen unterschieden, da das Geträumte im Albtraum unter Umständen etwas Gegensätzliches bedeutet. Der Tod bedeutet nicht zwangsläufig, dass jemand innerhalb der Familie oder Verwandtschaft stirbt.

    Vielmehr steht er für den Abschluss eines Lebensabschnittes und somit ähnlich wie Schwangerschaft für den Anfang von etwas Neuem, Entwicklung, Veränderung. Alte Dinge werden abgelegt und der Weg für Neues wird frei gemacht.

  • Traumdeutung Schlange

    Die Schlange hat eine lange Tradition von Zuschreibungen und gilt spätestens seit der Bibel als hinterlistiges Tier, dass aufgrund seines Giftes gefürchtet, für seine Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit allerdings auch bewundert wird. Nicht umsonst führen Ärzte und Apotheker das Symbol der Schlange im Äskulapstab noch heute in ihren Bildern.

    Die Schlange als Symbol für Hinterlist bedeutet, dass ein Traum mit einer Schlange auf Verrat oder Lüge in Ihrem Leben hinweist. Wer zu leichtgläubig ist, fällt auf andere Menschen hinein und wird ausgenutzt.

    Auch wird die Schlange in der Psychologie und in der Traumdeutung als Phallussymbol interpretiert, naheliegend sind daher Deutungen rund um Triebe, Instinkte und Gefühle. So kann ein Traum beim Träumenden bedeuten, dass dieser sich in einer Entwicklungsphase befindet, in der sich seine Sexualität noch festigt.

  • Traumdeutung Spinne

    Spinne am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen - ist leider ein häufig missinterpretierter Spruch, der sich nicht auf das achtbeinige Lebewesen, sondern auf die Tätigkeit des Spinnens bezieht.

    Viele Menschen begegnen Spinnen mit Ekel und Angst - auch dies ist auf die Urinstinkte zurückzuführen, denn in der Tat gibt es einige giftige Exemplare, die wenngleich nicht direkt zum Tod, so dennoch zu starken Schmerzen führen.

    Da diese Tiere häufig im Verborgenen leben und auf ihre Opfer warten, wird mit der Spinne List und Tücke verbunden. Es kann also eine Warnung für den Träumenden sein, verstärkt auf Intrigen in seinem Umfeld zu achten - sägt da vielleicht jemand an Ihrem Stuhl? Mit Blick auf die häufig kunstvoll gesponnenen Netze steht die Spinne allerdings auch für Kreativität: Vielleicht gelingen Ihnen Dinge momentan besonders gut.

  • Traumdeutung Ex-Freund

    Der Traum vom Ex-Freund oder der Ex-Freundin hat ebenfalls vielschichtige Bedeutung. Zum einen kann hier schlicht die Sehnsucht nach der einstigen Beziehung zum Ausdruck kommen, zum anderen kann der Traum natürlich auch ein Zeichen für den Verarbeitungsprozess nach der Trennung sein.

    Genauso gut können manche Träume für verborgene Emotionen allgemeiner Natur stehen und müssen nicht an die jeweilige Ex-Beziehung geknüpft sein. Zumeist symbolisieren Träume vom Ex-Partner die Aufarbeitungsphase nach der Trennung, um das Lebenskapitel endgültig abzuschließen und frei für eine neue Beziehung zu sein.

    In der Traumdeutung wird ein Traum vom Ex-Freund auch als Warnung interpretiert, dass jemand in alte Denk- und Verhaltensmuster zurückfallen könnte. Wer Träume vom Ex-Partner als belastend empfindet, könnte noch ungelöste Konflikte mit sich herumtragen.

  • Traumdeutung fremdgehen

    Auch dieses Motiv ist dazu geeignet, widersprüchlich interpretiert zu werden. Die naheliegende Lesart ist, dass jemand im Begriff ist Unrecht zu begehen. Denn wir erwarten von unserem Partner oder Partnerin Treue.

    Eine andere Deutung besagt allerdings, dass es kein schlechtes Zeichen ist, wenn der Träumende beim Fremdgehen im Schlaf erwischt wird: Es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass zukünftig sein Leben sehr positiv verläuft und seine Vorhaben gelingen werden.

    Fremdgehen im Traum ist mitnichten ein Hinweis darauf, dass der reale Partner des Träumenden betrügt oder betrügen wird, sondern wird in der Traumforschung als Ermutigung an den Träumenden gesehen, seine privaten Wünsche mehr auszuleben und mehr aus sich herauszukommen.

Traumdeutung: Ungebrochenes Interesse seit Anbeginn

Traumdeutung Träume Fakten Wissenswert Traumdeutung IslamAuch Traumdeutung im Islam geht ebenfalls auf antike Traumdeuter wie den griechischen Wahrsager und Traumdeuter Artemidor von Daldis zurück.

Über die Jahrhunderte blieb das Interesse ungebrochen, obwohl sich Traumdeuter am Rande der von den Kirchen tolerierten Wissenschaften bewegten und somit schnell in den Verdacht der Ketzerei gerieten.

Dass der Traumdeutung und den Träumen auch heute noch viele vorchristliche - und damit aus kirchlicher Sicht heidnische - Vorstellungen zugrunde liegen, lässt sich an den Begrifflichkeiten ablesen: So leitet sich der Begriff Albtraum von Alp oder Alb ab.

Alben (oder Elben) waren in der germanischen Mythologie Elfen, die in der Vorstellung der Menschen für die Träume zuständig waren. Nachts saßen Sie auf dem Brustkorb des Träumenden und übten entsprechenden Druck aus. Der Begriff Alb oder auch Nachtalb verdrängte den wesentlich älteren Begriff Nachtmahr, der im Englischen noch in nightmare erhalten geblieben ist.

Jeder zehnte Erwachsene hat Albträume

Traumdeutung Albtraum Bedeutung Unterbewusstsein AngstEs gibt aber auch so etwas wie die dunkle Seite des Träumens: Albträume. Zum Beispiel solche:

Ich stehe auf dem römischen Sklavenmarkt. Nackt. Keiner bietet.

Der zugegebenermaßen amüsante Albtraum einer Twitterin gehört vermutlich eher zu den Exoten. Trotzdem ist es so, dass keinesfalls nur Kinder Albträume haben. Besonders anfällig für diese Form des Nachtschrecks sind kreative und sensible Menschen. Antonio Zadra, führender Traumforscher an der Universität von Montreal, hat über Albträume etwa eine Studie publiziert, in der er unter anderem zahlreiche Gründe für einen solchen Nachtschreck auflistet.

Eine der größten Studien zum Träumen stammt aus dem Jahr 2010 und von dem Psychologen Michael Schredl vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim. Bei seiner repräsentativen Studie mit insgesamt 2014 Personen gaben ganze elf Prozent der Teilnehmer an, einige Male im Jahr unter Albträumen zu leiden, vier Prozent sogar einmal im Monat und 0,6 Prozent mehrmals in der Woche.

Knapp jeder Fünfte seiner Probanden (19 Prozent) gab an, im Traum Szenen aus Horrorfilmen oder Krimis zu durchleben. Dennoch ergab sich aus der Untersuchung so etwas wie eine Hitliste der häufigsten Albträume:

  • Fallen – Sturz in den Abgrund (40 Prozent)
  • Menschenjagd – Verfolgt werden (26 Prozent)
  • Paralyse – Das Gefühl, flüchten zu wollen, aber nicht zu können (25 Prozent)
  • Unpünktlichkeit – Bei einem wichtigen Ereignis zu spät kommen (24 Prozent)
  • Verlustängste – Tod oder Verschwinden nahestehender Menschen (21 Prozent)

Natürlich sind das nur Durchschnittswerte. Wovor sich einer fürchtet, ist letztlich höchst individuell - wie auch das Eingangsbeispiel (Sklavenmarkt) zeigt. Immerhin: Rund 75 Prozent derjenigen, die nachts von Horrorträumen geplagt werden, versuchen sie sofort wieder zu vergessen.

Jobträume: Besuch vom Chef im Schlaf

Immer wieder geben Träume Wissenschaftlern Anlass zur Forschung. Die prozentualen Ergebnisse variieren natürlich hier und da. Im Kern aber ist die Aussage gleich: Auch in der Nacht und im Schlaf verbringen wir Zeit mit den Kollegen und dem Chef. Und das ist alles andere als erholsam. Eher kommt es dem üblichen Horrorfilm gleich. Nur was ist schlimmer - Bestie oder Boss?

In einer schon älteren Umfrage aus dem Jahr 2003 gaben etwa 60 Prozent der männlichen Angestellten einer britischen Bank und 80 Prozent der Bankerinnen an, von ihrer Arbeit zu träumen - über 65 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer wachten davon schweißgebadet auf.

Das Ergebnis einer weiteren Umfrage aus demselben Jahr, bei der über 1000 Erwachsene befragt wurden, war noch dramatischer: 57 Prozent litten regelrecht unter Job-Albträumen, ein Viertel der Befragten hatte derlei Träume sogar mindestens einmal in der Woche.

Die Autoren dieser Studie fragten ihre Probanden daraufhin, was ihnen denn nachts den Schlaf rauben würde. Das Ergebnis in hierarchischer Reihenfolge:

  1. Mit dem Chef diskutieren müssen.
  2. Zu einem Meeting zu spät kommen.
  3. Einen Kollegen/Kollegin begehren.
  4. Eine überraschende Präsentation halten müssen.
  5. Nackt auf der Arbeit erscheinen.
  6. Totaler Datenverlust nach einem Computerabsturz.
  7. Gekündigt werden.

Interessant, oder? Nicht etwa die Kündigung oder gerüffelt zu werden, sind die größten Sorgen. Sondern der simple Dialog mit dem Boss, sozial aufzufallen oder ein Büroflirt.

Traumdeutung: Hinweise auf ungelöste Probleme

Aus diversen Traumstudien weiß man heute, dass die meisten Träume nichts weiter sind als das Verarbeiten des vergangenen Tags oder dessen surreale Fortsetzung. Wiederkehrende Albträume wiederum sind meist ein Zeichen für ein ungelöstes Problem oder eine unbewusste Angst. Nicht unbedingt für einen verdrängten sexuellen Wunsch wie in der Freud’schen Theorie.

Welche Ängste und Sorgen einen plagen, ist den meisten Menschen mit etwas Selbstreflexion entweder schon bald bewusst oder es wird ihnen mithilfe des Traumes klarer.

Insofern sind auch Jobträume eine nützliche Sache: Wer wiederholt wegen seiner Arbeit schlecht schläft, sollte sich weniger sorgen, dafür aber fragen, was dahinter steckt.

Die Angst eine überraschende Präsentation halten müssen oder zu spät zum Meeting zu erscheinen, ist womöglich ein Wink, dass sich derjenige häufig unvorbereitet fühlt. Oder dass er oder sie ein Perfektionist ist, der nichts mehr fürchtet als die Kontrolle über seine Arbeit zu verlieren.

Damit liefert der Traum und dessen Traumdeutung oft schon einen wichtigen Teil der Lösung: künftig besser vorbereiten oder lernen, Kontrolle und Verantwortung abzugeben.

Was sich gegen regelmäßige Albträume tun lässt

AlbträumeWen häufige wiederkehrende Albträume belasten, dem raten Experten zur sogenannten Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie (Imagery-Rehearsal-Therapy). Dabei denkt sich der Betroffene für seinen Horrortraum ein alternatives und vor allem positives Ende aus und lässt sich dieses über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen mehrmals am Tag immer wieder durch den Kopf gehen. Durch das bewusste Erleben am Tag programmiert man sich auf das neue Happy End - und der Albtraum verschwindet.

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