Schlafstörungen behandeln: Ursachen, Hausmittel, Tipps

Einfach mal wieder gut schlafen! Für Menschen mit Schlafstörungen ist das ein großes Problem. Anstatt zu schlafen und sich zu erholen, liegene stundenlang wach, wälzen sich hin und her, kommen einfach nicht zur Ruhe oder wachen viele Male auf. Dies führt nicht nur zu Müdigkeit am nächsten Tag, sondern kann auch psychische und physische Erkrankungen auslösen. Wer in dieser Situation zu Schlaftabletten greift, löst vielleicht kurzfristig das Problem, behandelt aber nicht die Schlafstörungen – und gerät in die Gefahr einer Abhängigkeit. Wir zeigen, welche Ursachen hinter Schlafstörungen stecken können und welche Tipps und Hausmittel helfen, um besser einzuschlafen…

Schlafstörungen behandeln: Ursachen, Hausmittel, Tipps

Ursachen: Woher kommen Schlafstörungen?

Jeder Mensch braucht gesunden Schlaf – um klarer zu denken, den Psychomüll zu entsorgen, Stress abzubauen, Eindrücke zu verarbeiten, die eigenen Akkus aufzufüllen, schneller zu reagieren und Neues zu lernen.

Nun gibt es Menschen, die legen sich abends einfach in ihr Bett, murmeln vielleicht noch ein „Gute Nacht“, drehen sich zur Seite und schlafen sofort ein. Keine lange Einschlafphase. Kein schnarchgestörtes Erwachen. Keine Albträume. Am nächsten Morgen wachen sie einfach auf, sind ausgeruht, fröhlich, leistungsfähig und putzmunter. Klasse.

Ungefähr 15 Prozent der Deutschen sind die anderen: Sie klagen regelmäßig über Schlafstörungen und quälen sich durch die Nacht. Frauen sind dabei häufiger als Männer und ältere häufiger als jüngere Menschen von Schlafstörungen betroffen.

Leider ist die Tendenz bei Schlafstörungen steigend. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Insomnia bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent gestiegen ist. Rund jeder zehnte Arbeitnehmer (9,4 Prozent) leide unter besonders schweren Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.

Insbesondere häufig unterbrochene oder verkürzte Nächte können Symptome für eine sekundären Insomnie sein. Oft sind die Auslöser dafür dafür falsche Schlafgewohnheiten sowie äußere Störfaktoren wie Licht oder Lärm.

Allerdings kann es verschiedene Ursachen für Schlafstörungen geben.

  • Ursache: Innere Anspannung

    Stress und Sorgen gelten als Hauptfaktoren für Schlafstörungen und schlaflose Nächte. Für einen erholsamen Schlaf ist das Hormon Melatonin verantwortlich. Wer aber seinen beruflichen Stress oder seine privaten Sorgen im Bett verarbeitet, produziert Stresshormone. Durch diese fühlen wir uns wieder wacher.

    Die Kombination mit dem unguten Gefühl, dass unsere Sorgen uns vermitteln, reicht für stundenlanges Grübeln und Wachliegen.

  • Ursache: Schlechte Gewohnheiten

    Übermäßiger Alkoholkonsum, Nikotin, Cola, aber auch Kaffee oder Tee am Abend sind wahre Schlafkiller. Gleiches gilt für fettiges Essen. Der Körper braucht enorm viel Energie für die Verdauung. Um zu verhindern, dass die Verdauung und die Einschlafphase zusammenfallen, sollten Sie Ihre letzte Mahlzeit des Tages spätestens drei Stunden vor dem Schlafengehen zu sich nehmen.

    Selbst Sport am Abend führt zu Schlafstörungen. Auch wenn Bewegung gut ist, wird das Nervensystem durch den Sport stimuliert. Erst nach mehreren Stunden befindet sich der Körper wieder im Ruhezustand und kann entspannt einschlafen.

  • Ursache: Körperliche Auslöser

    Auch zahlreiche körperliche Ursachen können Schlafstörungen hervorrufen. Gerade hormonelle Veränderungen machen vielen Menschen zu schaffen und lassen Betroffene stundenlang wach im Bett liegen. So treten Schlafstörungen häufig in der Pubertät, während der Wechseljahre aber auch bei Schwangerschaften auf.

    Auch Über- oder Unterfunktionen der Schilddrüse können Schlafstörungen nach sich ziehen. Gleiches gilt für andere Erkrankungen, die als Ursache für Schlafstörungen in Betracht kommen.

  • Ursache: Restless Legs Syndrom

    Zu den Auslösern von (Ein-)Schlafstörungen zählt auch das Syndrom der ruhelosen Beine – auch als Restless legs Syndrom bekannt. Das Symptom gehört zu den sogenannten schlafbezogenen Bewegungsstörungen und äußert sich so, dass Betroffene – kaum haben sie sich hingelegt – ein unangenehmes Kribbeln oder Zucken in den Beinen verspüren und deswegen nicht einschlafen können.

    Linderung lässt sich meist schon dadurch erreichen, indem Betroffene kurz aufstehen und ein wenig umhergehen. Kommen die nächtlichen Muskelzuckungen jedoch häufiger vor, können Sie den Schlaf massiv stören.

  • Ursache: Nächtliche Albträume

    Nicht nur Kinder leiden unter Albträumen, auch vielen Erwachsenen können sie den Schlaf rauben. Wer mitten in der Nacht voller Angst und Panik erwacht, kann oft nur schwer wieder einschlafen. Das Herz schlägt schnell, der Körper ist in Alarmbereitschaft, statt zu Schlafen müssen Sie sich erst einmal wieder beruhigen.

    Wovon der Albtraum handelt, ist dabei egal. Ob es um berufliche Probleme, finanzielle Schwierigkeiten, Unfälle, Krankheiten oder fiktive Monster geht – selbst wenn Sie vergessen haben, wovon Sie schlecht geträumt haben, kann dies zu Schlafstörungen führen.

Verschiedene Arten von Schlafstörungen

Schlafstörungen Behandlung Symptome Hausmittel Ursachen was tunNicht alle Schlafstörungen äußern sich gleich. Wenn über das Thema gesprochen wird, sollte deshalb immer geklärt werden, um welche Art von Schlafstörung es sich überhaupt handelt. Wir stellen Ihnen die häufigsten Formen von Schlafstörungen vor:

  • Einschlafstörung

    Sobald die Sonne untergeht, zieht bei ihnen die Sorge auf: Gleich werde ich wieder Schlafstörungen bekommen und stundenlang wach liegen und mich wälzen. Und so kommt es dann auch. Endloses in den Laken drehen, doch finden Betroffene meist erst nach mehreren Stunden in den Schlaf. Irgendwann greifen sie zur Baldrian-Pille oder anderen Medikamenten gegen Schlafstörungen, weil sie sonst morgens als Zombie erwachen. Was aber trotzdem passiert.

  • Durchschlafstörung

    Einnicken geht noch gut, aber abschalten nicht. Unterbewusst kreisen die Gedanken endlos weiter und sorgen für ein Erwachen mitten in der Nacht. Mal schaft man es, wieder einzuschlafen, mal liegt man länger wach. Das wiederholt sich mehrmals pro Nacht. Wer unter dieser Schlafstörung leidet, schläft dabei häufig kurz vor dem Weckerklingeln noch einmal ein – und verschläft oder muss sich qualvoll aus dem Bett schleppen.

  • Schlafapnoe

    Schnarchen ist ein verbreitetes Problem, was zu Schlafstörungen führen kann. Allerdings kann es auch richtig gefährlich werden: Bei manchen Menschen kommt es in der Nacht zum temporären Ausfall der Luftversorgung. In extremen Fällen kann es dabei zu 2- bis 4-minütigem Atemstillstand kommen. Schlafapnoe nennt der Fachmann das, und es tritt bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung auf – vor allem bei Männern mittleren Alters. Das führt zu Sauerstoffmangel in der Nacht und Müdigkeit wie Konzentrationsstörungen am Tag. Zudem pumpt der Körper während der Atemaussetzer jedes Mal Unmengen Adrenalin ins Blut, eine Art Notfallprogramm, um sich vor dem drohenden Erstickungstod zu retten. Auch das wirkt erholsamem Tiefschlaf entgegen.

  • Bettmonogamie

    Zuhause schlafen Betroffene ganz ok, wenn auch nicht wirklich gut. Aber in fremden Betten, auf fremder Matratze, falschem Kopfkissen, umgeben von falschem Zimmerklima – keine Chance. Sobald es nicht das eigene Bett ist, tritt eine akute Schlafstörung auf und Betroffene können teilweise überhaupt nicht schlafen. Solange man zuhause bleibt, ist also alles ok – wer jedoch in den Urlaub reist oder beruflich in einem Hotel übernachten muss, steht vor Problemen.

Die Gefahren von Schlafstörungen

Schlafstörungen sind mehr als nur ein ärgerliches Problem, mit dem Betroffene sich nachts herumschlagen müssen. Wer selbst nicht darunter leidet, kann es sich oft nur schwer vorstellen, doch bereits nach sehr kurzer Zeit werden Schlafstörungen zu einer ernsten Belastung und Bedrohung der Gesundheit.

Wie lange genau ein Mensch ohne Schlaf auskommen kann, ist nicht bekannt. In verschiedenen Selbstversuchen wurden die eigenen Grenzen ausgetestet. So blieb Randy Gardner im Jahr 1964 für etwas mehr als 11 Tage wach – ganze 264 Stunden ohne Schlaf.

Bereits am zweiten Tag sank seine Konzentration deutlich, am vierten hielt er ein Schild für eine Person. Am elften Tag stoppte er mitten in einer einfachen mathematischen Aufgabe, weil er vergessen hatte, was er gerade tat.

Ganz so extrem müssen die Schlafstörungen gar nicht sein, um spürbare Effekte auf den Menschen zu haben.

Schlafmangel Folgen wirken wie Wein Infografik

Die gesundheitlichen Folgen von Schlafstörungen und dem daraus resultierenden Schlafmangel sind daher nicht zu unterschätzen.

  • Konzentrationsprobleme

    Fahrlässig mit seinem Schlaf umzugehen, hat seinen Preis: Schon eine Stunde Schlafmangel kann unsere Reaktionsgeschwindigkeit drastisch senken, wir treffen langsamer und schlechtere Entscheidungen und gehen höhere Risiken ein.

  • Stimmungsschwankungen

    Jeder, der sich an seine letzte schlaflose Nacht erinnert, weiß, wie gereizt man bereits auf Kleinigkeiten reagieren kann. Beziehungen können erheblich darunter leiden.

  • Übergewicht

    Forscher wissen heute: Wer jede Nacht weniger als vier Stunden schläft, stört die Ausschüttung wichtiger Hormone, wie Cortisol, Melatonin, Leptin oder Prolactin. Das Immunsystem wird geschwächt, die Menschen altern schneller, werden dick und werden krank.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Eine Langzeitstudie zeigte, dass weniger als sechs Stunden Schlaf langfristig das Risiko von Herzerkrankungen (+48 Prozent) und Schlaganfällen (+15 Prozent) deutlich erhöht. Das ist besonders schädlich während einer Schwangerschaft.

    Eine Studie von Virginie Godet-Cayré vom Centre for Health Economics and Administration Research in Frankreich zeigte wiederum, dass Menschen mit Schlafstörungen öfter kränkeln und häufiger auf der Arbeit fehlen als Durchschläfer: Wer nachts nicht zur Ruhe kam, blieb im Schnitt 5,8 Tage im Jahr zu Hause, die ausgeschlafenen Kollegen dagegen nur 2,4 Tage.

  • Depressionen

    Und nicht zuletzt können Schlafstörungen Depressionen fördern. Die zunehmende Erschöpfung und Reizbarkeit und der Bluthochdruck verstärken die ohnehin schon vorhandene psychische Erkrankung.

  • Hypersomnien

    Unter Hypersomnie verstehen Mediziner wiederum ein erhöhtes Schlafbedürfnis am Tag – häufig ebenfalls Folge von wiederkehrenden nächtlichen Schlafstörungen und Schlafunterbrechungen. Unter Narkolepsie („Schlafkrankheit“) dagegen leidet, wer tagsüber nicht nur ein Schlafbedürfnis entwickelt, sondern regelrechte Schlafattacken.

10 Indizien für Schlafstörungen

Schlafstörungen Test Symptome Indizien UrsachenOb und wie sehr Sie von Schlafstörungen betroffen sind, können Sie mit dem folgenden einfachen Test herausfinden. Der ist natürlich nicht wissenschaftlich und ersetzt auch keinen Arztbesuch, sondern soll Ihnen nur erste Hinweise liefern, die womöglich für eine medizinische Diagnose und Behandlung sprechen.

Um den Schlafstörungen Test zu absolvieren, notieren Sie sich einfach, wie viele der folgenden Aussagen auf Sie zutreffen:

  • Ich kann nur schlecht einschlafen, obwohl ich abends müde ins Bett gehe.
  • Ich habe jede Woche in mehr als zwei Nächten Schlafstörungen.
  • Ich wache seit rund vier Wochen mehrmals in der Nacht auf und liege dann lange wach.
  • Mein Schlaf ist sehr oberflächlich, ich wache leicht auf.
  • Ich benötige mindestens 45 Minuten zum Einschlafen – und das schon seit einem Monat.
  • Ich schlafe nachts nie länger als vier bis fünf Stunden durch.
  • Ich fühle mich morgens überhaupt nicht ausgeruht, sondern gerädert.
  • Ich bin tagsüber seit Wochen müde und abgespannt.
  • Ich schlafe neuerdings tagsüber leicht und ungewollt ein.

Falls Sie nur zwei oder mehr der Aussagen zugestimmt haben und diese Symptome schon länger als drei Wochen andauern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Schlafstörungen behandeln: Tipps und Hausmittel

Um endlich besser schlafen zu können und das stundenlange Hin-und-her-Wälzen zu beenden, greifen immer mehr Menschen zu Medikamenten und Schlafmitteln. Doch bringen diese, gerade langfristig, keine Lösung des Problems, sondern führen in einen Teufelskreis.

Sobald Schlaftabletten und andere Schlafstörung Medikamente abgesetzt werden, verschlechtert sich in der Regel die Schlafqualität erneut. Durch diese Spirale entsteht schnell eine Medikamenten-Abhängigkeit.

Zum Glück gibt es Alternativen: Hausmittel und andere bewährte Tipps gegen Schlafstörungen. Wir haben die Besten für Sie hier zusammengestellt, mit denen Sie ganz ohne Nebenwirkungen Ihre Schlafstörungen bekämpfen können:

  • Bauen Sie innere Unruhe ab

    Berufliche oder private Sorgen sollten Sie möglichst nicht mit ins Bett nehmen. Je mehr Sie in den späten Stunden anfangen zu grübeln, Szenarien im Kopf durchspielen oder sich mit Ihren Sorgen beschäftigen, desto wahrscheinlicher, dass Schlafstörungen folgen.

    Versuchen Sie die innere Unruhe bereits vorher abzubauen. Kümmern Sie sich um ungelöste Probleme, sprechen Sie mit Partner, Freunden oder Familie über Sorgen oder schreiben Sie negative Gedanken auf, damit diese Sie weniger belasten.

  • Pflegen Sie Rituale

    Um Ihren Körper bereits auf den Schlaf vorzubereiten, können abendliche Rituale helfen. Lesen Sie beispielsweise jeden Abend vor dem Zubettgehen noch ein Kapitel Ihres Buches, trinken Sie einen beruhigenden Tee (keinen Schwarzen oder Grünen!) oder meditieren Sie.

    Was Ihnen hilft, sich auf den Schlaf vorzubereiten, liegt in Ihrem persönlichen Empfinden. Ihr Körper kann diese Rituale jedoch nutzen, um abzuschalten.

  • Achten Sie auf die Raumtemperatur

    Als geeignete Schlaftemperatur gilt ein Bereich von 17 bis 20 Grad Celsius. Natürlich kommt es dabei nicht auf 1 Grad mehr oder weniger an, doch sollte das Zimmer nicht zu warm sein.

    Während des Schlafes sinkt die Körpertemperatur leicht ab. Verhindert eine hohe Raumtemperatur diesen Mechanismus, beginnt der Schlaf unruhig zu werden, da wir uns auf der Suche nach einer kühleren Position im Bett bewegen. Genau so wichtig wie die Temperatur ist auch frische Luft. Daher kann es helfen, wenn Sie Ihr Schlafzimmer ungefähr 15 Minuten vor dem Schlafengehen lüften.

  • Nutzen Sie Ihr Kopfkino

    Lange Zeit galt das Schäfchenzählen als ein wirksames Mittel gegen Probleme beim Einschlafen. Mittlerweile gehen Forscher jedoch davon aus, dass es nicht Schafe sind, die das Einschlafen erleichtern, sondern schöne Bilder, die wir uns in Gedanken malen.

    Von einem schönen Strand, über eine blühende Frühlingswiese bis hin zur idyllischen Berghütte sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist allein, dass Sie sich bei den Gedanken an das Bild wohl und geborgen fühlen.

  • Trinken Sie warme Milch mit Honig

    Ein Glas warme Milch mit Honig gehört zu den altbewährten Hausmitteln gegen Schlafstörungen. Aber auch ein Tee aus Katzenminze soll helfen und beruhigen. Katzenminze gehört zu den Heilpflanzen und wird ebenfalls bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Die enthaltenen ätherischen Öle und Alkaloide wirken aber auch positiv auf den Schlaf.

    Dasselbe gilt übrigens auch für Melisse oder Hopfen, der nicht nur eine Bier-Basis, sondern auch ein Heilpflanze ist. Trinken Sie ein beruhigendes Getränk Ihrer Wahl kurz bevor Sie sich ins Bett legen, um die volle Wirkung zu entfalten.

  • Nutzen Sie Lavendelöl gegen Schlafstörungen

    Ein weiteres Hausmittel bei Schlafstörungen ist der Lavendel. Dessen Substrat wirkt ungemein beruhigend. Ob als Tee getrunken oder Badezusatz vor dem Schlafengehen entspannen die enthaltenen ätherischen Öle und Flavonoide der Heilpflanze unser Nervensystem.

    Und im Gegensatz zu Medikamenten oder Beruhigungsmitteln macht Lavendel auch nicht abhängig und ist nebenwirkungsfrei. Probieren Sie verschiedene Formen von Lavendel aus, um herauszufinden, was Ihnen am besten hilft.

  • Stehen Sie wieder auf

    Es mag paradox klingen, doch wenn Sie nicht einschlafen können, kann es helfen, noch einmal aufzustehen. Sich stundenlang im Bett zu wälzen, ist jedenfalls keine Lösung des Problems.

    Wer länger als 45 Minuten wach liegt, sollte daher aufstehen. Sie können sich mit einem Buch und einer gemütlichen Decke auf Ihren Lieblingsplatz in der Wohnung setzen und bei gedämpften Licht ein wenig lesen. Natürlich sollte das Buch kein spannender Kriminalroman sein, sondern eher etwas Beruhigendes. Sobald die Augen dann schwer werden, können Sie wieder zurück ins Bett kehren und entspannt einschlafen.

  • Reduzieren Sie Lärmquellen

    Geräusche können dafür sorgen, dass ein Einschlafen nahezu unmöglich wird. Wer an einer befahrenen Straße wohnt oder Nachbarn hat, die auch gerne mal spät abends Krach machen, kennt das Gefühl nur zu gut. Gerade in der Einschlafphase reagiert der Körper stark durch die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Kortisol auf Geräusche. Diese machen wach und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

    Achten Sie auf eine gute und vor allem ruhige Schlafatmosphäre. Lassen sich einige Geräusche außerhalb der Wohnung nicht reduzieren (wie Autos auf der Straße) können Sie einem Hörbuch oder leiser Musik lauschen.

  • Verdunkeln Sie das Zimmer

    Straßenlaternen oder die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos können sich negativ auf Ihren Schlaf auswirken. Das Schlafhormon Melatonin wird bei Dunkelheit gebildet. Um die Produktion des Hormons zu behindern, reichen bereits kleinste Lichtquellen, wie Standby-Anzeigen eines Fernsehers oder Laptops aus.

    Manche Menschen reagieren besonders stark auf Licht im Schlafzimmer. Besonders dann gilt: Alle Lampen ausschalten und die Jalousien schließen. Wem auch das nicht reicht, sollte sich eine Schlafmaske zulegen.

  • Beherzigen Sie Ihren Schlafrhythmus

    Ein simpler, doch zugleich sehr effektiver Tipp: Schlafen Sie regelmäßig. Der Körper kann sich besser an einen bestimmten Schlafrhythmus anpassen, wenn Sie diesen auch langfristig beibehalten.

    Versuchen Sie also, jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und am Morgen auch zur gleichen Zeit wieder aufzustehen. Es hilft, diesen Rhythmus auch am Wochenende aufrecht zu erhalten. Ihr Köper kann sich dann an die Schlafzeiten gewöhnen und Sie finden leichter in den Schlaf.

Besser schlafen bei Hitze im Sommer

Schlafstörungen Symptome Ursachen Tipps Hitze SommerViele Menschen bringt gerade der Sommer um den Schlaf: Die Nächte sind zu hell, zu schwül oder zu heiß. Sie wälzen sich stundenlang in den Laken und finden am Ende doch keinen Schlaf. Zudecken, Decke weg strampeln, Fenster öffnen, Blick auf den Wecker, nach links drehen, nach rechts drehen – wer kennt solche schlaflosen Nächte nicht? Was dagegen hilft, sind die folgenden Tipps:



Nehmen Sie eine Wärmflasche mit ins Bett

Klingt absurd, doch im Sommer können Sie diese natürlich auch zur Kühlflasche umfunktionieren. Füllen Sie die Wärmflasche mit kaltem Wasser und legen Sie diese tagsüber in den Kühlschrank. Legen Sie sich dann schlafen, können Sie sich diese an die Füße legen und erfahren so wohltuende Abkühlung.

Duschen Sie lauwarm statt eiskalt

Eigentlich könnte man meinen, dass eiskalte Duschen die erhoffte Abkühlung bringen. Doch dies ist ein Trugschluss. Die Abkühlung hält nur solange Sie unter der Dusche stehen. Das kalte Wasser regt Ihren Kreislauf an und danach wird Ihnen wärmer sein als zuvor. Besser: Duschen Sie lauwarm. Damit kühlen Sie Ihren Körper auf circa 35 Grad ab. Dieser Effekt hält länger an und das angenehme Gefühl nehmen Sie mit ins Bett.

Reißen Sie tagsüber die Fenster nicht auf

Frische Luft ist an heißen Tagen ein Segen, doch wenn Sie tagsüber die Fenster öffnen, lassen Sie nur die Hitze in Ihre Wohnung. Wir schlafen am besten bei einer Zimmertemperatur von 15 bis 18 Grad. Um diese zu erreichen ist es besser, tagsüber alle Schlafzimmerfenster geschlossen zu halten und die Jalousien runterzulassen. Damit verhindern Sie, dass der Raum sich aufheizt.

Schlafen Sie bei offenem Fenster

Während der Nacht können die Fenster ruhig die ganze Zeit geöffnet bleiben, jedoch sollten Sie Zugluft vermeiden. Denn dadurch erkälten Sie sich leichter. Wohnen Sie an einer viel befahrenen Straße oder in einer Großstadt, kann Sie auch die Geräuschkulisse bei offenem Fenster vom Schlafen abhalten.

Nutzen Sie statt der Federdecke nur ein leichtes Laken

Die kuschlige Daunendecke ist perfekt für den Winter, doch im Sommer wird sie zur schweißtreibenden Hölle. Sollten Sie deswegen ganz auf die Bettdecke verzichten? Nein, denn gerade bei offenem Fenster und wenn Sie schwitzen, schaden Sie damit Ihrer Gesundheit. Decken Sie sich stattdessen mit einem leichten Laken zu.

Essen Sie was Leichtes

Auch die Ernährung spielt beim Schlaf eine Rolle. Achten Sie vor dem Zubettgehen auf leichte Kost. Mit deftigen Speisen belasten Sie Ihren Verdauungstrakt. Durch das Völlegefühl können Sie schlechter einschlafen.

Powern Sie sich aus

Mit Bewegung und Sport können Sie für die nötige Bettschwere sorgen. Doch sollten Sie es nicht übertreiben, denn dann tritt der gegenteilige Effekt ein und Sie kurbeln Ihren Kreislauf wieder an. Circa zwei Stunden sollten zwischen Sport und dem Zubettgehen liegen.




[Bildnachweis: VGstockstudio by Shutterstock.com]
13. September 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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