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Gründen heißt machen: Lernen von der Maker Szene

Wer Gründen für eine rein theoretische Sache hält, bei der es vor allem auf’s Grübeln im stillen Kämmerchen ankommt, spielt mit dem Risiko, sehr komplexe, aber chancenlose Luftschlösser zu planen. Ganz anders die sogenannten Maker. Ihre Parole heißt: Nicht lange warten, sofort anfangen und schauen, wie es läuft. Diese Agilität kann auch Gründern helfen…

Gründen heißt machen: Lernen von der Maker Szene

Maker-Movement: Die Disruption des Do-it-yourself

Die Maker-Szene, manchmal ist auch von Maker-Movement die Rede, ist ein unglaublich bunter Haufen. Es gibt Männer und Frauen, Junge und Alte und es gibt Maker inzwischen auf allen Kontinenten. Eigentlich fällt es sogar schwer, zu sagen, wie und wo alles angefangen hat. Es lohnt deshalb gar nicht, sich lange mit einer genauen Definition aufzuhalten. Es gilt der Grundsatz: „You know it, when you see it!“

Maker sind Leute, die Spaß am Basteln, Frickeln und Tüfteln haben. Sie experimentieren mit Micro-Controllern und bauen daraus Helferlein für Haus und Garten. Sie entwickeln neue Produktideen für 3-D-Drucker oder bauen sie sogar nach ihren eigenen Vorstellungen um.

Genauso gut gibt es aber auch Maker, die ganz traditionell mit Leder, Holz, Metall oder Nadel und Faden werkeln. Die Grenzen zum klassischen Do it yourself Heimwerker sind dabei fließend. Allen gemeinsam ist: Sie sind keine Profis in irgendeinem Handwerk und sie wollen auch keine werden.

Allerdings sind sie der Meinung, dass auch Laien das Recht haben, ihre Ideen auszuprobieren, zu testen, was geht und was nicht.

Selfempowern kann man lernen

Maker versuchen ihre Ideen auf direkten Weg umzusetzen. Sie fragen nicht, wie Profis etwa ein Stuhldesign realisieren würden, sondern gehen von dem aus, was da ist: Sie überlegen, was sie handwerklich drauf haben und welches Werkzeug im Keller. Sie suchen sich ihr Material zusammen. Das, was leicht zu beschaffen ist, hat immer Vorrang. Vor allem aber: Sie fragen nie, ob sie wirklich die Richtigen sind, für ihr Projekt.

Einfach anfangen! Jeder kann ein Maker sein.

Damit aus einer Maker Idee eine Geschäftsidee wird, ist vor allem wichtig, dass ein Nutzen kreiert wird, den viele haben – ein gängiges Problem bearbeitet wird.

Deswegen kommt man auf der Gründerplattform im Tool Geschäftsideen genau auf diese Dimension. Und selbst im Geschäftsmodell ist das ein wichtiger Ausgangspunkt wie Patrick Stähler in dem Video zum Thema Kundennutzen schön beschreibt.

Und was hat das Ganze mit Unternehmensgründern zu tun? Ziemlich viel!

Können kommt von Machen

Denn die Frage: Bin ich überhaupt geschaffen für eine Tätigkeit als Unternehmer hat schon viele Gründungswillige in totale Lähmung versetzt und am Ende verhindert, dass gute Ideen realisiert wurden. Genau dagegen wirkt der Spirit der Maker-Szene.

Man muss nicht schon jede Frage beantworten können, um anzufangen. Das sollten auch Gründer beherzigen. Es gibt eine Menge Dinge, die man tun kann, noch bevor es ernst wird. Niemand muss zum Beispiel sofort entscheiden, ob er eine Festanstellung aufgibt, um gleich ganz auf sein eigenes Business setzen.

Vielleicht wird sogar beim Machen klar, dass sich Gründung erst einmal neben dem Beruf betreiben lässt. Solange, bis genug Sicherheit für den Komplettumstieg da ist.

Einfach etwas machen kann genau der Ausgangspunkt sein, um einen Prototyp zu entwerfen, mit dem man dann die Nachfrage testet.

Maker gehen immer das an, worauf sie Bock haben, wo sie schon was können und noch was dazu lernen wollen, und dann geht es los. Das passt gut zu dem Ansatz der Gründerplattform: Jede Geschäftsidee sollte mit einer Inventur der eigenen Ressourcen anfangen.

Kreativität steckt an

Wem also beim Rechnen für den Businessplan der Schädel raucht, sollte sich ein paar Videos von Makern anschauen. Ihre Furchtlosigkeit im Umgang mit Werkzeug und beim Wegsprengen von Konventionen wirkt absolut ansteckend.

Dass die bekanntesten Maker heute gutverdienende Youtuber, also selber Gründer sind, kann deshalb kaum überraschen. Followerzahlen im sechs- oder sogar siebenstelligen Bereich sind keine Seltenheit.

Hier einige Beispiele und Stichwörter:

  • Laura Kampf. Sie hat ihren Workshop in Köln aufgemacht und zeigt ihren über 400.000 Followern auf Youtube wöchentlich, wie sie sich für ihre Projekte neue Skills drauf schafft. Bei Laura tanken Amateure Selbstvertrauen.
  • Naomi Wu. Sie nennt sich selbst „Sexy Cyborg“ und gehört zu den schillernsten Erscheinungen der Szene. Sie lebt in Shenzen, einem der Weltzentren der Maker-Szene. Ihre Spezialität sind Projekte auf Basis der Micro-Controller-Plattform Rasperry. Sie hat sogar eine eigene Controller-Konfiguration auf den Markt gebracht. Dass sie sehr selbstbewußt auch ihren Sexappeal einsetzt, ist für manche irritierend. Sie verweist ganz nüchtern auf 1 Million Follower.
  • Jimmydiresta. Jimmydiresta ist der Perfektionist unter den Makern. Bei seinen Projekten sprühen Funken beim Schweißen und er lässt den Fräskopf glühen. Er bringt Maschinen und Material an ihre Grenzen und lässt nichts aus, um seiner Fanbase tolle Clips zu liefern. Über 1,6 Millionen Follower sagen Danke.
  • Maker Faires. Wer Maker und ihre Projekte persönlich kennen lernen will, trifft sie auf den Maker Faires, die es auch in Deutschland in vielen Städten gibt. Wie bei normalen Messen stellen die Maker dort ihre Kreationen aus oder präsentieren ihre Skills.
  • Make. Make heißt das Magazin für Maker. Das Make-Magazin erscheint im Heise-Verlag. Auch die Webpräsenz erleichtert den Einstieg in die Denke der Szene.
  • Maker spaces und FabLabs. Einen schnellen Einstieg ins Maken ermöglichen die Maker Spaces und FabLabs. Das sind Orte, wo man lernen kann, mit Maschinen umzugehen und Platz für eigene Projekte findet. Es gibt sie überall in Deutschland.

Über den Autor

Jan Evers hat sich mit Leib und Seele moderner Gründungsförderung verschrieben. Er ist Geschäftsführer des Startups BusinessPilot, das gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und der KfW die Gründerplattform aufgesetzt hat, um Gründen in Deutschland einfacher und digitaler zu machen. Die Gründerplattform wird öffentlich gefördert und ist daher für alle kostenfrei.

[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]
30. Januar 2020 Autor: Anzeige

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