Der größte Fehler, den ein Angestellter machen kann? Zu glauben, er würde für einen anderen arbeiten. Dieses provokante Bonmot hat sich mir schon vor Jahren in das Großhirn eingebrannt. Zuerst möchte man widersprechen: "So ein Quatsch! Ich arbeite doch für einen anderen, darum heißt es ja auch Arbeitnehmer..." Doch dann zündet der Gedanke im Subtext: Es geht um eine Attitüde, die nicht nur jene unterscheidet, die lediglich einen Job machen und jene, die einen Beruf ausüben - die Einstellung ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg...

Unternehmer Unterlasser Macher Traumer

Attitüde, Baby!

UnternehmerNatürlich ist mit dem obigen Aphorismus nicht gemeint, ein Arbeitnehmer solle so tun, als sei er ab sofort selber der Chef. Das könnte die Karriere latent verkürzen.

Aber die Tatsache, dass wir für unsere Arbeit von einem anderen bezahlt werden, lässt uns oft vergessen, dass es immer noch unsere Arbeit, unsere Pläne und Ziele, unser Leben ist. Es ist schlicht eine Frage der Perspektive.

Oder anders formuliert...

Auch wenn wir angestellt sind: Jeder von uns bleibt Inhaber eines Ein-Mann-Unternehmens.

Aber noch viel wichtiger:

  • Wir bestimmen den Kurs - unsere persönliche Unternehmensstrategie.

Gewiss, wir bekommen im Job Anweisungen, müssen uns mit Kollegen arrangieren, Kompromisse schließen. Aber wir waren es schließlich auch, der diesen Arbeitgeber, diesen Beruf, gewählt hat. Und wir können unsere Wahl jederzeit modifizieren oder gar ändern - was mal leichter fällt, mal schwerer, aber nie unmöglich ist.

Ebenso sind wir es, die entscheiden, wie wir täglich unsere Arbeit machen: als Dienst nach Vorschrift - oder mit Liebe und Leidenschaft. Ob wir unseren Beruf einfach nur ausüben - oder danach streben besser zu werden, uns persönlich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

Und genau das tun wir am Ende des Tages eben nicht für unseren Chef, nicht für die Kollegen, nicht für das Unternehmen - sondern nur für uns selbst. Egal, ob, wann und wie oft wir den Job wechseln: Aus unserem eigenen Unternehmen kann uns keiner feuern; die Erfahrungen, die Entwicklung die wir damit machen - unbezahlbar.

Sind Sie Pilot oder Passagier?

So spiegelt sich denn die Botschaft des Bonmots auch in zahlreichen weiteren Sinnsprüchen und Lebensweisheiten:

  • Jeder ist seines Glückes Schmied.
  • Wer etwas will, findet Wege; wer etwas nicht will, Gründe.
  • Bist du Pilot oder Passagier in deinem Leben?

Trotzdem bleibt die Botschaft unbequem, denn sie überträgt die Verantwortung auf uns selbst. Nicht die Umstände sind schuld, nicht der böse Chef - wir selbst sind verantwortlich dafür, wie es läuft. Mehr aber noch wohin.

Selten, wirklich nur sehr selten hat Erfolg alleine mit Glück zu tun. Klar, kommt es zuweilen auf das rechte Timing an: Dem richtigen Menschen zur rechten Zeit am rechten Ort begegnen, hat schon manche Erfolgsgeschichte begründet. Aber wer meint, es träfe eben immer die paar anderen Glückspilze, denen das Schicksal regelmäßig solche Episoden beschert, der irrt gewaltig.

Glück ist kein Glücksfall, viel häufiger wird es gemacht. Und Erfolg ist das Ergebnis von Ambitionen sowie selbstverantwortlichem, entschiedenen Handeln.

Mögliche Methoden dazu:

  • Seien Sie sich Ihrer Ziele bewusst.
  • Behalten Sie diese stets im Blick.
  • Machen Sie Ihre Sache nicht gut, sondern jedes Mal besser.
  • Arbeiten Sie mit Menschen zusammen, die klüger sind als Sie selbst.
  • Erarbeiten und ersparen Sie sich finanzielle Bewegungsfreiheit.
  • Hören Sie nie auf, an sich selbst zu arbeiten.

Sicher fallen Ihnen noch mehr Empfehlungen ein (dann teilen Sie die doch gerne in den Kommentaren!). Unsere Seite ist voll davon (siehe auch die Grafik unten). Nicht alle passen zu Ihnen - müssen sie auch nicht, solange sie Sie als Anregung, Ansporn und Anstoß nutzen.

Rituale taegliche Gewohnheiten 25 Tipps

Ganz im Sinne eines Unternehmers, nicht Unterlassers...

[Bildnachweis: Nomad_Soul by Shutterstock.com]

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