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Gründen im Team: Vorteile + perfekte Mitgründer finden

Den Traum vom eigenen Unternehmen müssen Sie sich nicht zwangsläufig alleine erfüllen. Gründen im Team kann der ideale Weg sein, um eine erfolgreiche Firma aufzubauen. Entscheidend dafür ist die richtige Zusammensetzung des Gründerteams. Selbst Investoren achten vor allem auf das Team – denn mittelmäßige Gründer scheitern selbst mit einer guten Idee. Wir erklären, wie Gründen im Team funktioniert und wie Sie perfekte Partner finden…



Gründen im Team: Vorteile + perfekte Mitgründer finden

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Gründen im Team: Gute Gründe für Mitgründer

Sie wollen sich selbstständig machen, haben eine Geschäftsidee und stehen vor dem Start eines eigenen Unternehmens. Bevor Sie loslegen, müssen Sie sich fragen: Wollen Sie den Schritt alleine machen oder im Team gründen?

Dabei geht es nicht zwangsläufig um die Notwendigkeit. Nicht jede Idee braucht unbedingt ein Gründerteam. Es hat aber einige Vorteile, wenn Sie Mitgründer an der Seite haben:

  • Sie ergänzen Kompetenzen
    Echte Alleskönner gibt es nicht. Niemand ist in allen Bereichen perfekt und jeder Unternehmer hat blinde Flecken und Schwächen. Mitgründer und ein klug ausgewähltes Gründerteam gleichen gegenseitig die individuellen Defizite aus. Jeder bekommt entsprechend seiner Stärken eine klare Rolle zugewiesen. So wird das Team besser als die bloße Summe seiner Mitglieder.
  • Sie bringen zusätzliches Startkapital
    Mitgründer sollten nicht nur aus finanziellen Gründen mit ins Boot geholt werden. Das zusätzliche Startkapital kann trotzdem ein Vorteil sein. Gerade zu Beginn müssen Kosten gedeckt und Investitionen getätigt werden. Gemeinsam lassen sich die Ausgaben leichter stemmen, ohne einen größeren Kredit von der Bank aufnehmen zu müssen oder Investoren zu finden.
  • Sie teilen Stress und Risiken
    Sie stehen vor viel Arbeit, großem Stress und auch einigen Risiken, wenn Sie ein Unternehmen gründen. Es erfordert Kraft, starke Nerven und Durchhaltevermögen, bis die eigene Idee ins Laufen kommt und der gewünschte Erfolg eintritt. Gemeinsam können die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. Sie müssen sich nicht immer um alles alleine kümmern, sondern können Verantwortung abgeben. Das kann gerade den Anfang erleichtern.
  • Sie helfen bei Herausforderungen
    Jede Selbstständigkeit bringt Herausforderungen, Probleme, Rückschläge und Niederlagen. Gründen im Team heißt, dass jemand bei der Lösung hilft, zusammen mit Ihnen kämpft und gemeinsam das Ziel verfolgt. Zusätzlich bringt eine zusätzliche Perspektive neue Ideen oder erkennt Fehler, die Ihnen nicht aufgefallen sind.

Optimale Teamgröße Mitgründer Zahl Gründen im Team

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Eigenschaften des perfekten Mitgründers

Gründen im Team klingt vielversprechend, doch kommt es vor allem auf einen Faktor an: den oder die richtigen Mitgründer. Nicht jede(r) eignet sich, um gemeinsam ein Unternehmen aufzubauen. Zunächst einmal gibt es drei absolute Grundvoraussetzungen:

  1. Chemie
    Das Gründerteam muss harmonieren und gut miteinander auskommen. Sie arbeiten eng zusammen, verbringen viel Zeit gemeinsam und wollen etwas aufbauen. Das gelingt nur, wenn Sie sich verstehen und gegenseitig vertrauen.
  2. Know-how
    Ein Mitgründer muss entsprechende Kompetenzen und benötigtes Know-how mitbringen. Das können Fachwissen zum angebotenen Produkt sein oder Fähigkeiten in einem wichtigen unternehmerischen Bereich. Nur mit den nötigen Qualifikationen ist ein zusätzlicher Gründe eine echte Hilfe und übernimmt klare Aufgaben.
  3. Motivation
    Jeder im Team muss ebenso begeistert und motiviert sein, wie Sie selbst. Es braucht Leidenschaft bei allen Beteiligten.

Mitgründer finden: 6 entscheidende Faktoren

Neben diesen Voraussetzungen sollten Sie diese Faktoren berücksichtigen, wenn Sie Mitgründer finden wollen:

  • Mitgründer müssen die Arbeitsweisen kennen

    Ein Gründerteam muss wissen, wie der jeweils andere denkt und arbeitet. Manche Arbeitsweisen sind so unterschiedlich, dass das Gründen im Team schon zu Beginn zum Scheitern verurteilt ist. Fragen Sie sich ehrlich und kritisch: Passen die unterschiedlichen Vorgehensweisen zusammen oder wird es Probleme geben, wenn alles unterschiedlich angegangen wird?

  • Mitgründer müssen sich ergänzen

    Mehrere Mitgründer sollten die Kompetenzen ergänzen, fehlendes Wissen ausgleichen und neue Stärken einbringen. Es bringt wenig, wenn drei Experten auf demselben Gebiet zusammen gründen. Finden Sie Mitstreiter, die Bereiche übernehmen können, in denen Sie selbst wenig Ahnung und Erfahrung haben.

  • Mitgründer müssen eine Vision teilen

    Die gemeinsame Vision ist zentral und gibt die gemeinsame Richtung vor. Gibt es schon hier Uneinigkeit, gibt es Streit, wo überhaupt das Ziel der gemeinsamen Reise liegt. Erst mit einer geteilten Vision und gemeinsamen Vorstellung können alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen.

  • Mitgründer dürfen keine Ja-Sager sein

    Bei aller Harmonie: Ein Gründerteam aus Ja-Sagern wird zahlreiche Fehler machen und falsche Entscheidungen nicht erkennen. Mitgründer sind keine Mitläufer. Ein guter Partner hat einen kritischen Blick, hinterfragt das Vorgehen und vertritt mit Argumenten die eigene Meinung.

  • Mitgründer müssen diskutieren können

    Damit der vorherige Punkt funktioniert, müssen alle Gründer konstruktiv diskutieren und Meinungsverschiedenheiten aushalten können. Es geht nicht darum, selbst recht haben zu müssen, sondern die beste Lösung für das Unternehmen zu finden.

  • Mitgründer müssen loyal und zuverlässig sein

    Sie müssen sich hundertprozentig auf die anderen Gründer verlassen können. Das gilt natürlich bei der Erledigung von Aufgaben. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass Sie zusammenhalten. Es wird genügend Kritik und Gegenwind von außen geben. Sie brauchen einen Partner, der felsenfest an Ihrer Seite steht und sich nicht beim ersten Problem abwendet.

Fragen, die Mitgründer sich stellen sollten

Bevor Sie sich mit einem oder mehreren Partnern zusammen schließen, sollten sich alle Beteiligten einige Fragen stellen. Mit diesen können Sie herausfinden, ob Sie als Entrepreneure zusammenpassen:

  • Wo liegen meine Stärken?
  • Welche Ausbildung und Qualifikation habe ich?
  • Kenne ich mich in der Branche aus, auf die meine Geschäftsidee abzielt?
  • Habe ich ein gutes Zeitmanagement?
  • Wie ist meine Selbstorganisation?
  • Bin ich bereit, für mein Unternehmen viel Zeit und Energie einzubringen?
  • Wie stressresistent bin ich?
  • Bringe ich genug Risikobereitschaft mit?

Checkliste Mitgründer Finden Teamgründung Gründen im Team


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Gründen im Team: Wo findet man Mitgründer?

Perfekte Mitgründer sind leider nicht leicht zu finden. Eine erste Anlaufstelle ist der eigene Freundes- und Familienkreis. Das kann funktionieren – der Suchradius ist aber eher gering. Besser ist es, gleich über den Tellerrand zu schauen. Hier können Sie Mitgründer finden:

Universität / Ausbildung

Viele Gründerteams lernen sich an der Universität oder während einer Ausbildung kennen. Sie beschäftigen sich gemeinsam mit einem Thema, entwickeln eine Idee und machen den Plan, zusammen ein Unternehmen zu starten.

Gründerplattformen

Auf Plattformen wie founderio oder founder2be können Sie Geschäftsideen einstellen und nach Partnern suchen. Internationale Plattformen gibt es ebenfalls: Auf Founders Nation suchen Gründungswillige passende Partner zu finden. Die Auswahl ist eventuell größer, Sie müssen aber umso besser auswählen, wer zu Ihnen passt.

Xing / LinkedIn

Vielleicht gibt es in Ihrem erweiterten beruflichen Netzwerk einen potenziellen Geschäftspartner. Die Business-Netzwerke Xing oder Linkedin bieten passende Kontaktmöglichkeiten. Machen Sie schon in Ihrem Profil deutlich, dass Sie Mitstreiter suchen.

Networking-Events

Ein Gespräch oder eine zufällige Begegnung – und Sie stoßen auf gemeinsame Interessen und finden heraus, dass Ihr Gesprächspartner ebenfalls in die Selbstständigkeit starten möchte. Aus solchen Begegnungen können erfolgreiche Partnerschaften entstehen. Eine Garantie gibt es natürlich nicht und Sie müssen möglicherweise einige Events besuchen, bis Sie den richtigen Kontakt knüpfen.

Coworking-Spaces

Viele unterschiedliche Menschen teilen sich einen Arbeitsplatz. Sie lernen sich kennen, tauschen sich über Projekte und Ideen aus. In Coworking-Spaces sind schon einige Start-ups und neue Geschäftsideen entstanden.

Workshops / Ideencamps

Bei solchen Veranstaltungen sind Ihre Chancen, auf Gleichgesinnte zu treffen, am größten. Es sind Veranstaltungen speziell für Gründer oder jene, die es werden wollen. Sie müssen also niemanden mehr davon überzeugen, etwas Eigenes aufzubauen – dafür aber von Ihrer Idee.

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Gründen im Team: Diese Ängste müssen Sie überwinden

Letztlich müssen Sie unabhängig von wirtschaftlicher Lage, persönlichen Voraussetzungen, Standort und Anzahl der Mitgründer den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Das erfordert Mut: Sie verlassen die Sicherheit einer Festanstellung und bauen ein eigenes Unternehmen auf. Wir zeigen, welche Ängste Sie dabei überwinden müssen:

  • Angst vor dem Risiko

    Jede Unternehmensgründung bedeutet ein Risiko. Sie wissen nie, ob es wirklich ein Erfolg wird. Das heißt aber nicht, dass Sie es nicht trotzdem machen sollen. Statt aus Angst jedes Risiko zu meiden, müssen Sie diese richtig einschätzen, abwägen und entscheiden, welche Risiken Sie bewusst eingehen, um die Chancen dahinter zu nutzen.

  • Angst vor der Meinung anderer

    Egal, womit Sie sich selbstständig machen: Es wird immer jemanden geben, der Ihre Idee schlecht redet, Ihnen die nötigen Fähigkeiten abspricht und sagt, dass Sie es besser lassen sollen. Lassen Sie durch solche Kritik keine Zweifel einreden. Denken Sie immer daran: Wenn andere sagen, dass etwas nicht geht, sind das nur deren Grenzen – nicht Ihre.

  • Angst vor den finanziellen Folgen

    Sie geben Ersparnisse aus, müssen vielleicht sogar einen Kredit aufnehmen und investieren in Ihre Idee, ohne eine Sicherheit auf Erfolg zu haben. Das finanzielle Risiko bringt echte Existenzängste. Richtig finanziert, muss aber selbst ein Scheitern keinen finanziellen Ruin bedeuten. Rund die Hälfte der Neugründungen in Deutschland startet mit einem Kapital von 5.000 Euro oder weniger.

  • Angst vor der fehlenden Erfahrung

    Wer sein ganzes Berufsleben als Angestellter gearbeitet hat, zweifelt an der eigenen Eignung als Gründer. Sie vergleichen sich mit erfolgreichen Unternehmern und haben Angst, weil Ihnen die Erfahrung fehlt. Erinnern Sie sich daran: Selbst der erfolgreichste Entrepreneur hat irgendwann sein erstes Unternehmen gegründet. Erfahrung sammeln Sie nur, wenn Sie es machen.


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