E-Mail-Bewerbung 11 tödliche Bewerber FehlerE-Mail-Bewerbungen machen heute in vielen Branchen das Gros der Bewerbungen aus. Unternehmen schätzen die einfache Organisation und den deutlich reduzierten Papieraufwand dieser elektronischen Bewerbungen. Bewerber haben sich in der Regel darauf eingestellt und wissen die Vorteile – beispielsweise die sofortige und kostenlose Übermittlung – ebenfalls zu schätzen. Trotz der weiten Verbreitung werden von Bewerbern jedoch nach wie vor unnötige und riskante Fehler begangen, die die Chancen auf den Job deutlich reduzieren.

Basierend auf unserer eigenen Erfahrung und den Erfahrungen befreundeter Personaler haben wir heute die elf häufigsten und riskantesten Fehler ausgewählt. Diese treten in E-Mail-Bewerbungen immer wieder auf und sorgen teilweise dafür, dass Bewerbungen schon bei der ersten Durchsicht aussortiert werden.

Die meisten Fehler lassen sich durch eine aufmerksame und konzentrierte Arbeitsweise vermeiden. Manche sind zwar nur durch umfassende Recherche auszugleichen, doch diese sollten Bewerber vor der Erstellung einer Bewerbung ohnehin durchführen. Wenn Sie einige der Fehler in Ihrer E-Mail-Bewerbung wiedererkennen sollten Sie sich nicht ärgern, sondern direkt mit der Fehlerbeseitigung beginnen. Nutzen Sie unsere elf Fehler dann einfach als Checkliste für Ihre E-Mail-Bewerbung.

11 Bewerberfehler bei der E-Mail-Bewerbung

Allgemeiner Betreff – Der Betreff Ihrer E-Mail-Bewerbung fällt naturgemäß sofort auf. Er sollte die konkrete Stelle so präzise wie möglich benennen, damit Assistenten, Sekretäre, Personaler oder vielleicht sogar automatisierte Filter in der Lage sind, die E-Mail als Bewerbung zu identifizieren und dem richtigen Verfahren zuzuordnen. Ist das nicht möglich, werden E-Mails oft schon in der ersten Runde aussortiert.
HTML E-Mail – HTML-E-Mails bieten tolle Gestaltungsmöglichkeiten, sind in einigen Firmen aus Sicherheitsgründen jedoch nach wie vor nicht zugelassen. Ihre mit viel Sorgfalt formatierte E-Mail kann beim Empfänger dann gar nicht erst angezeigt werden und wird automatisch aussortiert. Verzichten Sie daher auf aufwändige Formatierungen und beschränken Sie sich auf einen gut formulierten Text und passende Absätze.
Kreatives Layout – Selbst wenn HTML-E-Mails angezeigt werden können, sind aufwändige und kreative Layouts in E-Mails für die meisten Unternehmen ein Ausschlusskriterium. Anschreiben und Lebenslauf dürfen durchaus individuell – innerhalb der branchenüblichen Grenzen – gestaltet werden. Doch die E-Mail sollte schlicht und sachlich gehalten sein und nicht mit blinkenden Elementen oder ähnlichem aufwarten.
Unpassender Stil – Auch bei einer E-Mail-Bewerbung gilt: Der Stil sollte an das Unternehmen angepasst sein. Ist das offensichtlich nicht der Fall, liegt der Verdacht nahe, dass Sie Ihre Bewerbung an zahlreiche Unternehmen verschickt oder sich wenig Zeit für die Bewerbung genommen haben. Ihre Chancen sinken damit gewaltig.
Fehlender Ansprechpartner – Ebenfalls ein Tabu: E-Mail-Bewerbungen ohne Ansprechpartner. Wenn Sie den zuständigen Personaler nicht ermitteln können – was bei größeren Unternehmen durchaus vorkommt – sollten Sie in der E-Mail zumindest dessen Assistenten oder Sekretär adressieren, mit dem Sie davor (hoffentlich) telefoniert haben.
Mehrere Anhänge – Auch bei E-Mail-Bewerbungen gilt: Machen Sie es dem Personaler so einfach wie möglich. Dazu gehört auch, dass Sie nur eine Datei als Anhang mitschicken, in der alle Dokumente enthalten sind. Dass es sich dabei um ein PDF-Dokument handeln sollte, versteht sich von selbst.
Emoticons – E-Mail-Bewerbungen unterliegen den gleichen formalen Standards wie schriftliche Bewerbungen. Würden Sie dort auf die Idee kommen, Smilies oder andere Emoticons zu verwenden? Vermutlich nicht. In E-Mail-Bewerbungen haben diese Symbole ebenfalls nichts zu suchen. Sie erreichen durch deren Einsatz nur, dass Ihre Bewerbung unseriös wirkt und aussortiert wird.
Fehlende Grußformel – Es ist erstaunlich wie viele E-Mail-Bewerbungen ohne eine formelle Ansprache oder eine abschließende Grußformel versandt werden. Höflichkeit ist auch bei E-Mail-Bewerbungen oberstes Gebot und hinterlässt einen positiven Eindruck beim Empfänger. Verzichten Sie auf die Grußformel, endet Ihre E-Mail-Bewerbung jedoch unhöflich und vermutlich im Papierkorb.
Deutsch-Englisch-Mischmasch – Das weit verbreitete Denglisch mag umgangssprachlich in Ordnung sein, in Ihrer E-Mail-Bewerbung hat dieser Sprach-Mischmasch jedoch nichts zu suchen. Die Ausnahme von der Regel bilden hier Fachbegriffe, die in der Branche verwendet und erwartet werden. Diese sollten Sie jedoch mit Bedacht und nicht um ihrer selbst willen einsetzen.
Uneinheitliche Formatierung – Verschiedene Schriftarten, Schriftfarben und Zeichenabstände in der E-Mail-Bewerbung legen für Personaler vor allem einen Schluss nahe: Sie haben die E-Mail bereits an ein anderes Unternehme versandt und danach umgebaut. Neben der wenig ansprechenden Optik ist dieser Eindruck nicht dazu geeignet, Ihre Chancen auf die Stelle zu erhöhen.
Doppeltes Anschreiben – Bei der E-Mail-Bewerbung sollten Sie sich entscheiden, ob Sie Ihr Anschreiben im Anhang oder als E-Mail-Text beifügen wollen. Die Betonung liegt hier auf entscheiden. Wer sein Anschreiben sowohl im Anhang als auch im E-Mail-Text – und damit doppelt – platziert, verursacht für den Personaler zusätzlichen Aufwand und sollte sich nicht wundern, wenn das nicht allzu gut ankommt.