Trainee Programme: Tipps, Stellen und Gehälter
Trainee-Programme sind bei manchen Absolventen und Young Professionals als getarnte Praktikumsstellen verschrieen. Gut ausgebildete Arbeitnehmer, die schon erste Berufserfahrungen vorweisen können, sehen den Einstieg in ein Trainee-Programm als Schritt in die falsche Richtung. Die Kritik ist zum Teil berechtigt, .so pauschal stimmt sie aber nicht. Trainee-Programme können ebenso eine exzellente Vorbereitung auf eine Führungsposition sein. Für Arbeitgeber lohnt sich der verhältnismäßig hohe Aufwand eines Traineeprogramms aus dem gleichen Grund: Die kommende Führungskräfte-Generation kann intern ausgebildet und frühzeitig an das Unternehmen gebunden werden. Damit Trainees und Unternehmen derart von einander profitieren, lohnt allerdings ein tieferer Blick in das jeweilige Programm. Der Erfolg ist ansonsten eben nicht programmiert...

Trainee Stellen: Aktuelle Top-Angebote in unserer Jobbörse

Viele Trainee-Stellen werden von den Unternehmen - klassisch - in Jobbörsen ausgeschrieben. Daneben gehen auch Start-ups verstärkt dazu über, Trainees über die sozialen Netzwerke im Internet zu suchen.

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Trainee-Programme: Ausbildung für Führungskräfte

Ein Vertrag für mehrere Jahre mit der Aussicht auf die Übernahme in eine gehobene Position - das ist die Perspektive, die sich Trainees in den meisten Unternehmen bietet. An diese Chance sind natürlich auch Erwartungen geknüpft, die Trainees erfüllen sollten. An die Führungskräfte von morgen werden schließlich ebenfalls hohe Anforderungen gestellt, die sich in den Trainee-Leistungen spiegeln.

Trainees wissen das - schon der Auswahlprozess ist streng, der Lernprozess lang: Das Gros der Trainee Programme dauert zwischen 12 und 24 Monaten. In dieser Zeit wird von den Teilnehmern eines Trainee-Programms zum Beispiel erwartet, dass sie...

  • Begeisterung für die Aufgaben zeigen.
  • Kritikfähigkeit und Lernbereitschaft beweisen.
  • Eigeninitiative zeigen und eigene Ideen einbringen.
  • Verantwortungsbewusstsein und Führungsqualitäten entwickeln.
  • sich durch Leistung und Haltung von anderen Mitarbeitern positiv abheben.

Die meisten Traineeships haben das Ziel, die Nachwuchskräfte im Anschluss dauerhaft und in eine Festanstellung zu übernehmen. Generell aber sollte sich jeder Bewerber dafür fragen:

  • Welches Ziel verfolge ich selbst mit dem Traineeprogramm?
  • Welche Stationen werde ich durchlaufen?
  • Was kann ich lernen?
  • Welche Perspektiven bietet mir das Unternehmen langfristig?
  • Lohnen sich die Lehrjahre auch langfristig finanziell?

Wer hier zu viele Kompromisse im Vorfeld eingeht, riskiert, Zeit und Geld zu vergeuden (siehe oben).

Trainee Gehalt: Was verdient man als Trainee?

Als Trainee möchte man nicht nur etwas lernen, die Abläufe in Unternehmen kennenlernen und wichtige Erfahrungen für die spätere Laufbahn sammeln - man möchte für seine Arbeit auch gut bezahlt werden, schließlich ist man bereit, mit vollem Engagement Bestleistungen einzubringen.

Wie hoch ist also das Gehalt eines Trainees? Die Antwort ist ein unscharfes: Das kommt darauf an...

Und zwar in erster Linie auf zwei wichtige Faktoren: Die ausgewählte Branche des Trainee-Programms und die Größe des Unternehmens, bei dem Sie eine Trainee-Stelle antreten.

Die Unterschiede, die so entstehen, sind teilweise enorm: Zwar lässt sich sagen, dass das Durchschnittsgehalt für Trainees zwischen 35.000 Euro und 38.000 Euro (brutto) pro Jahr liegt, die tatsächliche Spanne ist aber viel größer und reicht je nach Branche von 17.000 Euro bis an die Grenze von 60.000 Euro.

Wer im Trainee-Programm bereits viel Geld verdienen will, ist in der Bauindustrie, bei Versicherungen, Banken und im Maschinenbau gut aufgehoben. Hier liegt die Bezahlung selbst bei kleineren Unternehmen jenseits der 40.000 Euro. Mit deutlich weniger zufrieden geben muss man sich hingegen in der Werbung, wo das Trainee Gehalt im Schnitt bei nur 23.000 Euro liegt.

Trainee-Programme: So steigern Sie Ihre Chancen

racorn/shutterstock.comTrotz zwiespältigem Ruf sind Trainee-Stellen stark umworben. Um sich von anderen Bewerbern abzuheben, reichen gute Leistungen und formale Qualifikationen allein oft nicht aus. Viel entscheidender ist eine andere Eigenschaft: die Persönlichkeit.

So konzentrieren sich viele Trainee-Bewerber ausschließlich auf ihre fachlichen Qualifikationen und Leistungen und vergessen dabei, sich selbst einzubringen. Ohne persönliche und soziale Kompetenzen, ohne Persönlichkeit sinken die Chancen auf Aufnahme in ein Trainee-Programm allerdings erheblich.

Selbst Schwächen können sich dabei positiv bemerkbar machen: Wer offen zu seinen Schwachstellen und Grenzen steht, zeigt Selbstbewusstsein und hohe Selbstreflexion. Zwei wichtige Eigenschaften, die Führungskräfte in spe brauchen.

Und wer seine eigenen bisher ungenutzten Potenziale kennt, beweist außerdem eine große Portion Lernbereitschaft.

Im Programm selbst sollten sich die Trainees dann auf die Beziehungen zu ihren Kollegen und Mitarbeitern konzentrieren. Wer sich in seiner Arbeit verliert und deshalb die Beziehungen zum Team vernachlässigt, vergibt zahlreiche Chancen auf eine spätere Übernahme und Beförderung. Nicht zuletzt, weil sich während des Trainee-Programms auch wichtige Kontakte aufbauen lassen, die in der weiteren beruflichen Laufbahn nützlich sein können.

Worauf Sie bei Trainee-Programmen achten sollten

Eine Trainee-Stelle kann der Beginn einer steilen Karriere sein, jedoch nur, wenn es sich um ein seriöses und gut organisiertes Programm handelt. Denn durch die wachsende Beliebtheit verbirgt sich hinter dem Begriff "Trainee" schnell eine Mogelpackung. Arbeitsrechtlich ist dieser nicht geschützt und so obliegt es dem Arbeitgeber, die Bedeutung festzulegen. Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle, sollten Sie deswegen alle Trainee-Programme unter folgenden Kriterien betrachten:

  1. Struktur

    Wie ist das Programm aufgebaut? Welche Stationen durchlaufen Sie? Sind Auslandsaufenthalte möglich? Werden Sie einen Mentor haben? Gibt es Theorieblöcke, interne sowie externe Fortbildungen? Wird nicht vorher im Traineevertrag festgehalten, welche Abteilungen und Bereiche Sie durchlaufen, besteht die Gefahr, beliebig eingesetzt zu werden. Wo gerade Not am Mann ist, werden Sie dann hingeschoben.

  2. Länge

    Im Schnitt dauern Trainee-Programme 12 bis 24 Monate. Diese Zeit bietet Ihnen Gelegenheit, unterschiedliche Bereiche kennenzulernen und wirklich dort mitzuarbeiten. Sollen Sie nur wenige Wochen in einer Abteilungen verbringen, reichen diese gerade einmal zur Einarbeitung.

  3. Gehalt

    Eine Traineestelle ist in gewisser Weise eine Ausbildung. Deswegen werden Sie weniger verdienen, als Ihre Kollegen. Um jedoch zu verhindern, dass Sie ausgenutzt und unfair bezahlt werden, sollten Sie sich vorher über die Bezahlung bei ähnlichen Traineeprogrammen informieren.

  4. Reputation

    Was sagen Ihre Bekannten und Freunde zu dem Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben wollen? Was sagen Ihre Professoren? Schauen Sie sich auch in den sozialen Netzwerken um und lesen Sie die Erfahrungsberichte ehemaliger Trainees.

Trainee werden: Tipps für die Bewerbung

Haben Sie eine oder mehrere passende Stellen gefunden, sollten Sie einige Besonderheiten beachten. Wie schon erwähnt, zählen bei der Bewerbung für ein Trainee-Programm weniger formale Qualifikationen. Praktische Erfahrungen und Können stehen eher im Vordergrund.

Es lohnt sich daher, autodidaktisch erworbene Kenntnisse und entsprechendes Wissen in der Bewerbung anzugeben. Für die Bewerbung sollten Sie außerdem auf folgende Punkte achten:

  • Ihr Lebenslauf sollte übersichtlich strukturiert sein und für die Position relevante Punkte beinhalten. Auf aufwändige Layouts können Sie hingegen verzichten.
  • Befassen Sie sich intensiv mit dem Unternehmen. Arbeitgeber achten darauf, ob Trainees in spe Branche, Unternehmen und Produkte detailliert kennen und dafür intrinsisch motiviert sind.
  • Gehen Sie ehrlich und offen mit Ihren Eigenschaften - auch Ihren Schwächen - um. Auf übertrieben geschliffene Formulierungen können Sie verzichten.
  • Machen Sie im Anschreiben deutlich, dass Ihnen die besonderen Anforderungen eines Trainee-Programms bewusst sind und Sie keine Instant-Karriere erwarten.

Trainee-Programm: Kein direkter Konkurrenzkampf

Die Größe des Trainee-Programms und damit die Zahl der Mitstreiter hängt von der Größe und dem Bedarf des Unternehmens ab. Dabei sollten Sie sich keinesfalls darauf konzentrieren, die Konkurrenz zu den anderen Trainees in den Vordergrund zu stellen. Trainee-Programme sind kein offener Konkurrenzkampf nach dem Motto: Möge der Bessere gewinnen. Den Fehler begehen leider viele Trainees - und vergeuden damit nicht nur Energie, sondern schaden auch ihrer firmeninternen Reputation.

Tatsächlich werden in den meisten Unternehmen nur so viele Trainees in die Programme aufgenommen, wie auch später als Nachwuchs-Führungskräfte gebraucht werden. Eine echte Konkurrenzsituation ergibt dann erst durch Einsparungen oder Veränderungen im Unternehmen.

Ein Beispiel, wie es in einem Trainee-Programm aussehen kann, liefert das folgende Video. Es ist vom Multi-Markenkonzern Unilever und ursprünglich zum Employer Branding gedacht - also um zu zeigen, wie attraktiv deren Programme sind. Wer diesen werblichen Aspekt ignoriert, bekommt aber dennoch einen ganz guten Einblick in ein typisches Traineeship...

[Bildnachweis: goodluz, racorn by Shutterstock.com]

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